Hier finden Sie kurze Berichte über die wichtigsten Ereignisse an den Zinzendorfschulen. Bilder können Sie durch anklicken vergrößern!!
600 Luftballons für Berufsschule in Uganda
Schüler der Zinzendorfschulen beteiligen sich an der Aktion „Luftpost für Afrika“
Das brachte Farbe in den grauen, viel zu kalten Maitag: Rund 600 Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen haben am Mittwoch kunterbunte Luftballons in den Himmel steigen lassen. Sie beteiligten sich damit an einer landesweiten Aktion der Hilfsorganisation „Afrika Rise“, die sich kreativ für Bildung in Afrika einsetzt. Mit der „Luftpost für Afrika“-Aktion wird eine Berufsschule für handwerkliche Ausbildung in Uganda unterstützt.
An den Zinzendorfschulen gab die Schülermitverwaltung (SMV) den entscheidenden Impuls. Der Schulsprecher Patrick Zdravskovski erfuhr auf einem Konzert von der Aktion und erzählte seinen SMV-Kollegen davon. Alle waren sofort begeistert und engagierten sich. In den vergangenen Tagen haben sie in den verschiedenen Klassen das Projekt vorgestellt, Spenden in Höhe von 1,50 Euro pro Ballon eingesammelt, die Namen der Spender auf Postkarten geschrieben und die Ballone mit Helium gefüllt.
„Damit hatten wir einiges zu tun“, so der Schulsprecher. Die SMV bekam von vielen Schülern Unterstützung und sogar das Wetter spielte zum Schuss noch ein bisschen mit: Das Schneegestöber bei minus einem Grad Celsius (16. Mai, 13 Uhr!) legte sich, kurz bevor die bunte Pracht in den Himmel stieg. Einige der Luftballons hatten zwar Probleme mit der Thermik, aber vielleicht reicht es ja doch für einen der vielen Preise, die es für die Absender und Finder der Ballone gibt, die am weitesten gereist sind oder sogar für den Hauptpreis: Die Schule, von der die meisten Karten zurückgeschickt werden, gewinnen einen Unplugged-Auftritt von Johnny Strange und Cross Beatbox samt einem Info-Workshop zum Afrika Rise. Wer also einen Ballon mit Postkarte von Afrika Rise findet: Bitte ab damit in den Briefkasten!
Berufsfachschüler in den schriftlichen Prüfungen
Bald haben sie es geschafft: Die Absolventen der zweijährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung sowie die Absolventen der Berufsfachschule für Kinderpflege legen in diesen Tagen ihre schriftlichen Prüfungen ab. Danach können sie sich erst einmal kurz erholen, bevor im Juli die mündlichen Prüfungen anstehen.
An der zweijährigen Berufsfachschule können Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulabschluss die Fachschulreife erlangen, mit der ihnen weitere Bildungswege offen stehen.
Hauswirtschaft aus erster Hand
Mitarbeiterin des Christoph-Blumhardt-Hauses erklärt Zinzendorfschülern ihre Arbeit
Die Frage nach einem Ausbildungsplatz oder einer weiterführenden Schule beschäftigt junge Menschen schon früh. Interessant ist für viele der soziale Bereich, denn hier finden sich später zahlreiche Arbeitsplätze, da der „Dienst am Menschen“ immer geleistet werden muss.
Die Hauswirtschafterin und Köchin Cornelia Schäfer, die im Christoph-Blumhardt-Haus arbeitet, besuchte die beiden Gruppen des Wahlfachs „Mensch und Umwelt“ der Realschulklassen 8 und 9 der Zinzendorfschulen. In beiden Jahrgangsstufen gewinnen Informationen über Berufswege und Tätigkeiten in Betrieben an Bedeutung. Die Lehrerin Birgit Helms freute sich, eine Fachfrau gefunden zu haben, die den Jungs und Mädchen von Ihren Tätigkeiten im Großhaushalt berichten konnte.
Anschaulich brachte Cornelia Schäfer der Klasse die verschiedenen Teilbereiche der Hauswirtschaft näher. Hier konnten die Schüler erfahren, dass ein sauberes Zimmer, frische Wäsche, oder eine bedarfsgerechte Mahlzeit die Lebensqualität der Bewohner sichert.
Die Internatsschüler berichteten aus eigener Erfahrung, wer das Zimmer reinigt oder die Blumen im Haus pflegt. Interessant waren vor allem die wirtschaftlichen Aspekte, wie beispielsweise Finanzen, Budget, Anschaffungen, Pläne und organisatorische Aufgaben.
Cornelia Schäfer informierte die Schüler über die Vorraussetzungen der Ausbildung, die Tätigkeitsbereiche sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. An dieser Stelle bot sie der Gruppe auch ein „Schnupperpraktikum“ an, damit sie sich selbst einen Eindruck verschaffen können. Die hauswirtschaftlichen Berufsfelder sind sehr weit gestreut: Ob als Dorf- oder Familienpflegerin, selbständige Unternehmerin bis zum Studium der Haushaltswissenschaften sind viele Wege möglich.
Birgit Helms
Abschlussfest für Groß und Klein
Angehende Erzieher betreuen im Teampraktikum WerkRealschüler
Fast wie früher in den Großfamilien: Die Älteren passen auf die Jüngeren auf. Nur dass in diesem Fall die Großfamilie die Zinzendorfschulen sind, die Älteren die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik und die Jüngeren die Fünftklässler der neuen WerkRealschule. Seit Januar haben Jabin Jäckle, Robin Stribek, Anna Schneider und Melanie Schulz einmal wöchentlich die Fünftklässer auf einen „Outdoortrip“ mitgenommen. Sie waren bei Wind und Wetter draußen und haben das, was sie im Laufe ihrer Ausbildung über Naturpädagogik gelernt haben, in die Praxis umgesetzt.
Die Kleinen fanden es toll: „Das Programm war gut“, lautete das wohlwollende Urteil von Cedric und seine Mitschülerin Alisa meinte, dass man so etwas nicht jeden Tag geboten bekomme. Beiden hatte der Niedrigseilgarten am besten gefallen, der auch beim großen Abschlussfest der Gruppe aufgebaut war. An dem Nachmittag waren auch die Eltern der Fünftklässler eingeladen.
Wie die meisten Praktikumstage verbrachten die angehenden Erzieher mit den von ihnen betreuten Kindern auch den letzten Tag des „Outdoortrips“ an der Kinderweide, wo sie ausgelassen mit selbstgemachter Musik feierten, von der Schramberger Metzgerei Böhler gesponserte Würstchen grillten und sich die Salate schmecken ließen, die die Eltern mitgebracht hatten. Einige spielten auf der Lichtung Fußball, andere pflanzten noch ein Bäumchen, so wie sie es sich beim ersten Kennenlernen gewünscht hatten. „Wir hatten die Kinder gefragt, was sie gerne tun würden“, sagte Melanie Schulz, „und einen Baum zu pflanzen stand ganz oben auf der Wunschliste.“ Da die Gruppe so oft im Wald war, wurde dieser Wunsch am letzten Nachmittag erfüllt. „So können wir dem Wald etwas zurückgeben und etwas von uns hierlassen“, sagt die angehende Erzieherin.
Ihr Mitschüler Jabin Jäckle dankte den Eltern dafür, dass sie dem Team „das Kostbarste anvertraut haben, was sie haben – Ihre Kinder.“ Dass diese in guten Händen waren, zeigte sich in den strahlenden Gesichtern immer wieder, und auch dadurch, dass die Fünftklässler es sich nicht haben nehmen lassen, ihren Betreuern ein Geschenk zu überreichen: Jeder bekam ein Glas selbstgebackene Nussecken. „Schwester Helms, haben Sie auch an die Überraschung gedacht?“ fragten zwei Mädchen ganz aufgeregt ihre Klassenlehrerin Birgit Helms, die für den Transport zuständig war. Natürlich hatte sie, und so gab es einen kleinen Geschenke-Austausch, bei dem auch Birgit Helms selbst, ihre Kollegin Sabine Agel sowie der Abteilungsleiter der WerkRealschule, der Konrektor i.K. Stefan Giesel, von den Fachschülern mit einem kleinen Andenken bedacht wurden. „Dafür, dass Sie den Kontakt hergestellt haben“, bedankte sich Jabin Jäckle im Namen des Teams.
Für die vier angehenden Erzieher waren die Beschenkten voll des Lobes. „Das war ganz große Klasse, was Ihr gemacht habt“, sagte Stefan Giesel.
12 neue Schulsanitäter ernannt
Sie können jetzt im Notfall helfen
Nachdem sie den Lehrgang beim DRK-Ausbilder Achim Leibach erfolgreich abgeschlossen haben, wurden jetzt elf Schülerinnen und ein Schüler der Zinzendorfschulen zu Schulsanitätern ernannt. „Ihr wurdet an einer Stelle ausgebildet, die für uns extrem wichtig ist“, betonte Br. Wittmann, bevor er zusammen mit Br. Treude die Urkunden verlieh.
Als er Achim Leibach fragte, was die Schülerinnen und Schüler denn im Laufe des Kurses alles gelernt haben, ließ sich dieser zu Boden fallen und stellte sich somit wortlos als spontanes Übungsobjekt zur Verfügung. Die frischgebackenen Schulsanitäterinnen packten sogleich zu und lieferten eine beeindruckende Demonstration des Erlernten. Sie brachten ihren Ausbilder in die stabile Seitenlage, koordinierten den Notruf und leiteten alle wichtigen Schritte ein, die beim Auffinden einer nicht ansprechbaren Person nötig sind.
Die Schulleitung war sehr beeindruckt und stellte fest, dass solch eine Ausbildung auch das Selbstbewusstsein enorm stärkt.
Die Schulsanitäter kommen aus den unterschiedlichsten Klassen quer durch alle Schularten, sogar eine Fünftklässlerin ist schon dabei. Carmen Lechler, Schülerin der zweijährigen Berufsfachschule, fand es nur schade, dass so wenig Jungs im Team sind. Die Mädchen vermuten, dass die Jungs es wohl uncool finden. „Es gibt doch nichts cooleres, als anderen Menschen zu helfen“, stellte Rainer Wittmann daraufhin fest.
Vielleicht gibt es ja bald ein neues Gruppenfoto – auf dem dann auch mehr Jungs zu sehen sind. Bislang ist Luca Krupic Hahn im Korb. Die Sanitäterinnen sind Carmen Lechler, Carina Leibach, Janine Spieler, Alisa Ernst, Isabel Berner, Johanna Dirk-Berti, Lena Huss, Johanna Schindewolf, Katharina Klein, Paula Kritzer und Renée Rettenmaier.






















