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Schüler aktuell

1 BKPRa entdeckt die Sprache

Impressionen vom Besuch der Ausstellung von Babak Saed in der städtischen Galerie in Schwenningen


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 Was denken Sie, wenn Sie versuchen, diesen Text zu lesen? Sind Sie verwirrt? Geben Sie nach den ersten Buchstaben entnervt auf? Oder sind Sie jetzt erst recht neugierig geworden?

Das ist kein Wunder. So erging es uns auch, als wir die Ausstellung von Babak Saed in der städtischen Galerie in Schwenningen besuchten. Für den Gebrauch von Sprache sensibilisierte der Künstler auf verschiedenste Art. Durch den Einsatz verschiedener Materialien und Medien konnten wir Sprache auf ungewöhnliche Weise entdecken und erfahren.

Er zeichnete nicht nur auf Papier, er stickte seine Worte auch auf Teppichläufer oder vermittelte seine Ideen über Videoclips. Interessant war auch, dass der Künstler unsere Sinne angeregt hat. Wir konnten nicht nur das geschriebene Wort sehen, sondern Botschaften hören oder sie mit unseren Füßen erfühlen. So konnten wir über Papierschnipsel laufen oder uns Tierlaute in verschiedenen Sprachen anhören.

Mit Kindern sprechen kann jeder, doch den Kindern  Sprache bewusst näher bringen, ist die Kunst, die wir erlernen. Daher war diese Ausstellung eine Erfahrung, die uns in das Handlungsfeld Sprache im Fach Förderung von Entwicklung und Bildung I, eingeführt hat.

Kein Wunder, dass wir nach diesen ungewöhnlichen Experimenten rund um das Thema Sprache noch das Bedürfnis hatten, bei einem Kaffee ausgiebig über unsere Eindrücke von der Ausstellung zu diskutieren.


Lea Käppeler, Katrin Winker, Fanny Quoos, Sr. Jäger  , 1 BKPRa


Schüler informieren sich über die ProKids-Stiftung

Einem besonderen Vortrag durften die Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik und die Klassensprecher des Sozialwissenschaftlichen- und Wirtschaftsgymnasiums der Zinzendorfschulen zwei Wochen vor den Weihnachtsferien lauschen. Joachim Spitz von der lokalen ProKids-Stiftung erörterte die Arbeit der Stiftung in einem halbstündigen Vortrag , anschließend durften die Schüler dem Gründer der Stiftung noch interessante Fragen stellen.

Dieses Jahr werden sich die drei Schulzweige an einer Sammlung für die ProKids-Stiftung beteiligen. Bis Weihnachten werden hierfür Spenden gesammelt, auch Bürger oder Unternehmen dürfen sich gerne an der Sammlung beteiligen. Hierfür geben Sie Ihre Spende bitte im Verwaltungsgebäude der Zinzendorfschulen in Königsfeld mit dem Vermerk  „für ProKids“ ab oder mit dem Vermerk Zinzendorfschulen bei einer Überweisung direkt an ProKids. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! SMV des SWG und der Sozialpädagogen


Michael Sernatinger, 12. Klasse SWG


Schüler schnuppern in die Arbeitswelt hinein

Die Schülerinnen und Schüler der neunten Realschulklassen machen derzeit ein Berufspraktikum. Stefanie Lamparter war in der Redaktion der Neckarquelle Südwestpresse in Schwenningen. Sie besuchte "dienstlich" ihre Mitschüler und schrieb einen Artikel, der am 22. Oktober veröffentlicht wurde.

zum Artikel >>>

Unsere Küken

„Was war zuerst da - die Henne oder das Ei?“ Das ist hier die Frage, die die Schüler der 5A gerade erforschen. Die Idee, Hühnereier selbst auszubrüten, entstand im Biologie-Unterricht. Beim Thema „Vögel“ und „Hühner“ gab es Fotos von einer sechsten Klasse zu sehen, die vor Jahren schon einmal Eier mit Hilfe eines Brutapparates ausbrüteten. Warum machen wir das nicht? Spontan kam die Antwort und unser Bio-Lehrerin Schwester Giesel machte sofort mit. Heute gibt es immer weniger Hühnerhalter und deshalb ist es gar nicht einfach, befruchtete Eier aufzutreiben.

Die Eier stammen von der Geflügelzüchterin Ute Eberspächer aus Sankt Georgen-Langenschiltach. Die weißen Eier kommen aus Hühnern der Rasse „Leghorn“. Diese sehr alte Haushuhnrasse stammt aus der italienischen Toskana, genauer aus der Stadt Livorno, die englisch „Leghorn“ heißt. Sie legen 240 bis 300 Eier im Jahr, was eine hohe Leistung bedeutet. Die braunen Eier stammen von Hybriden (Mischlinge).

Meistens schlüpfen aus weißen Eiern auch weiße Küken, aber da die Züchterin graue Hähne zum Decken benutzt, können auch braune oder schwarze Küken schlüpfen. Vater der Küken ist der stattliche beige-graue Hybridenhahn „Arnold“. Er lebt als Hahn in einer freilaufenden Hühnerschar bei Ute Eberspächer, sorgt dort für Ordnung und warnt vor Gefahren. Die Eier stammen also von wirklich glücklichen Hühnern!

 Viele Kinder sagen beim Anblick der Küken „oh, wie süß“. Aber keines der Kinder denkt daran, dass so ein kleines Tier auch viel Pflege braucht und ausgemistet werden muss.
Ich übernahm die Aufgabe als Hühnermutter: Am 6. Juni holte ich den Brutapparat ab, am 8. Juni kamen die insgesamt 20 Eier hinein. Man kennzeichnet jedes Ei mit einem „X“ auf der einen Seite und mit einem „0“ auf der anderen Seite, die Kennzeichnung dient der Kontrolle. Dann muss man die Eier zweimal am Tag drehen -  einmal morgens und einmal abends. Dazu muss man auch ein Wasserbecken öfter  mit lauwarmem Wasser auffüllen. Denn im Brutapparat wird eine feucht-warme Temperatur um 100° Fahrenheit (ca. 40° Celsius) hergestellt, genau wie unter dem Gefieder eines Huhnes.

So ging das 21 Tage lang - genau die Zeit über die Pfingstferien. Am Montag, 27. Juni, brachte ich den Brutapparat wieder zurück in die Schule. Und siehe da: Schon in der Nacht schlüpfte das erste Küken aus dem Ei!  Nach und nach schlüpften dann insgesamt zehn Küken: Sieben weiße, zwei schwarze und ein braunes. Am 30. Juni sahen wir sogar zu, wie sich ein Küken aus dem Ei kämpfte. Eine Woche nach der Geburt wuchsen bei unseren Küken schon die ersten Schwungfedern. Sie haben noch Daunen am Bauch und am Rücken. Am 5. Juli durften wir sie auf die Hand nehmen und sie durften zum ersten Mal raus in ein Außengehege, dort pickten sie ihre erste lebendige Nahrung wie z.B. Ameisen. Manche fingen schon an zu scharren. Es gibt aber auch welche,  die ihre ersten Flugversuche starteten. Nach zwei Tagen setzten wir die Küken in ein größeres Freilaufgehege.

 Die Zukunft unserer Küken sieht glücklich aus. Momentan brütet eine Henne im Freigehege bei Ute Eberspächer auf ein paar Eiern, die in den nächsten Tagen schlüpfen werden. Unsere Küken werden dann zu diesen Küken gesetzt und quasi von der Henne und der ganzen Schar „adoptiert“. Fremde Hühner oder Küken werden in einer bestehenden Schar nämlich meistens bekämpft. Die ausgewachsenen Hühner bleiben entweder dort im Gehege oder werden an Privatpersonen verkauft. Hühnerhaltung ist gar nicht so schwierig, meint Ute Eberspächer. Nur Hähne machen Krach und sollten erst ab einem Bestand von zehn Hennen eingesetzt werden. Ansonsten legen Hühner auch ohne Hahn fast täglich Eier. Man braucht nur eine Unterkunft für die Nacht als Schutz vor wilden Tieren wie Fuchs oder Marder. Die Hühner können tagsüber frei laufen, wenn es die Nachbarschaft zulässt. Sie kommen abends von selbst wieder in ihren Stall zurück, oder aber in einem umzäunten Bereich. Gerade in Zeiten von Lebensmittel-Skandalen ist das eine interessante Alternative!

Übrigens antwortete Hühnerexpertin Ute Eberspächer auf die Frage, was denn nun zuerst da war – die Henne oder das Ei mit einem tiefsinnigen Lächeln: „Muss man denn immer alles im Leben wissen?“

Text: Lissy Michna, Klasse 5A                                               

                                                         

Der Haflinger Paul & ich

Ein kleiner Bericht über die Reitstunden bei Anja Blattert und ihrem Pferd Paul

Mittlerweile verstehen Paul und ich uns schon richtig gut. Am Anfang gab es noch ein paar Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Paul und mir: ich habe zum Beispiel nicht laut genug mit Paul gesprochen und ihm nicht klar genug gezeigt, was ich von ihm will. Das spiegelt er mir dann sofort: bin ich unsicher, übernimmt er die Führung und macht, was er will, z.B. fressen, obwohl ich ihn führen oder weiter reiten will. Das hat mir geholfen, meine Stimme lauter und meine Körpersprache klarer einzusetzen, denn dann macht Paul das, was ich will.

In den ersten Reitstunden durfte ich noch nicht aufs Pferd. Ich sollte erst einmal vom Boden her Vertrauen und Bezug zu Paul aufbauen, was ich auch gut fand - „Bodenarbeit“ nennen das Pferdeleute. Umso schöner war es dann auch, das erste Mal auf Pauls Rücken zu sitzen.

Nach mittlerweile 12 Reitstunden kann ich schon ganz schön viel: putzen, satteln, trensen, führen und natürlich auch reiten: Schritt und Trab. In allem werde ich immer (selbst)sicherer – ein schönes Gefühl!


Janine Spieler, 7 Rb


Besuch der Uniklinik Freiburg

Foto: „Take a drag!“ von Dtpfox, CC-Lizenz, einige Rechte vorbehalten, Quelle: www.piqs.de

Am Mittwoch, den 13. April unternahmen wir, die Klassen 7a und 7b der Zinzendorfschulen, einen Ausflug nach Freiburg, um uns in der Uniklinik Vorträge über das Rauchen und seine Folgen bzw. über die Sucht selbst anzuhören.

Diese Fahrt nach Freiburg wird jedes Jahr von der Zinzendorfschule für die 7. Klassen durchgeführt. Diese Vorträge sollen auf die negativen Auswirkungen des Rauchens aufmerksam machen.

Uns wurde berichtet, dass in Zigaretten jede Menge schädlicher Stoffe sind. Dies sind z.B. radioaktive Stoffe, Nikotin, Benzol und Kerosin. Die Folgen vom Rauchen sind u.a.: Krebs, Atemnot, Durchblutungsstörungen etc.. Uns wurde erläutert, dass in Deutschland alle 5 min. und auf der ganzen Welt etwa alle 9 sec. jemand an den Folgen vom Rauchen stirbt.

Ein weiterer Aspekt für das Nichtrauchen sind die Kosten. Ein Abhängiger, der am Tag eine Schachtel raucht, investiert in 10 Jahren etwa 17 000 Euro. Das enspricht ungefähr den Kosten eines VW Golf.

Abschließend sprachen wir noch mit einem Patienten der uns erzählte, wie es mit der Nikotinsucht bei ihm angefangen hatte. Dieser Patient hatte starke Atemnot und konnte kaum fünf Wörter sprechen ohne dazwischen Luft zu holen. Er riet uns gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen!!!!!!!!.

Nach den interessanten Vorträgen wurden wir von unserem Bus in die Innenstadt gebracht um etwas zu essen oder um einkaufen zu gehen.

Einige Schüler besichtigten auch das Münster um die tolle Aussicht zu genießen.


Moritz Spadinger



Freiheit, das schönste Gut, das wir haben!

Passend zu unseren derzeitigen Themen im Geschichtsunterricht, Nationalsozialismus und Nachkriegszeit, bot Herr Haase an, uns einen persönlichen Einblick in diese Zeit zu gewähren.

Am 2. Dezember 2010 besuchte er uns, um einen Vortrag zu halten und mit uns über seine Erfahrungen unter anderem in den Jahren zwischen 1933 und 1961 zu sprechen. Schon nach wenigen Sätzen hatte er uns mit seiner charmanten Art gefesselt, und alle hörten angeregt zu.

Der gebürtige Berliner besuchte 1940 bis 1943 die Zinzendorfschulen, in denen er unbelästigt vom NS-Regime blieb. Zu seiner Schulzeit wurde viel Wert auf Disziplin gelegt, auch war der Umgang mit dem anderen Geschlecht weitaus komplizierter als heute. Zunächst waren Frauenkontakte verboten und auch unmöglich. Erst mit 15 Jahren lernte er das erste Mädchen kennen, als er mit der HJ an einer Sportveranstaltung teilnahm, an der auch der BDM beteiligt war. 1942 lockerten sich die Grenzen zwischen den Geschlechtern etwas, als die Schule ein gemeinsames Theaterstück für verwundete Soldaten aufführte.

Als die meisten Lehrer eingezogen wurden, erreichte die Konfrontation der Geschlechter ihren Höhepunkt, denn es wurde eine gemeinsame Klasse gebildet. Wobei die Jungen und Mädchen getrennt saßen. Nur Herr Haase musste neben einem Mädchen sitzen, da er zu viel redete, wie er erzählte. Diese für ihn furchtbar peinliche Situation und seine Unbeholfenheit vergingen allmählich, als er mit ihr ins Gespräch kam.

Februar 1943 wurde auch er eingezogen, um die Soldaten an der Karlsruher Flak zu ersetzen und alliierte Flugzeuge zu bekämpfen. Die Jungen freuten sich darauf. In Karlsruhe wurden sie gedrillt und mussten bzw. durften Schießen üben. Eigentlich hatten sie täglich Schule, jedoch wurde sie schnell aufgegeben, da die Jungen fast jede Nacht Fliegeralarm hatten und deshalb übermüdet waren.

Für Herrn Haase war diese Situation sehr belastend. Doch noch viel belastender für ihn war die Nachkriegszeit, die er als seine schlimmste Zeit bezeichnete, in der Hunger und Armut an der Tagesordnung waren. Hierzu passt der Satz „Genieße den Krieg, der Frieden wird schlimmer“. Diese Umstände trieben die Jugendlichen auf den Schwarzmarkt. Es wurden Zigaretten gegen Nahrungsmittel getauscht, um über den Berg zu kommen. Eigentlich wollte Herr Haase Arzt werden, aber er machte zunächst eine Kaufmannslehre, da er so Holzkohle vom Vater mit ins Lehrbüro bringen konnte.

Später hatte er die Möglichkeit, innerhalb von neun Monaten noch einmal sein Abitur abzulegen. Anschließend studierte er dann an der Humbolt-Universität und an der Freien Universität Berlin. Im Anschluss an sein Studium arbeitete er bei IBM, unter anderem als Manager in Indonesien. Er war in seinem Leben in verschiedenen Ländern und Städten tätig, darunter in Rio de Janeiro, New York und Wien. Wobei er lieber mehr Zeit mit seinen Kindern verbracht hätte, aber dafür nutzt er heute jede freie Minute, um sich mit seinen Enkeln zu beschäftigen.

Herr Haase ist ein aufgeschlossener und gebildeter Mann, trotz seiner belastenden Erfahrungen ist er offen geblieben. Er konzentriert sich auf die Zukunft, auf sie komme es an, anstatt schlechter Zeiten zu gedenken. Sein Vortrag war eine besonders anregende Erfahrung, denn es kam keine Langeweile auf, da er uns mit einbezog und hin und wieder einen Scherz machte.

Während er uns an seinen Erfahrungen teilhaben ließ, ließ er auch immer wieder Ratschläge für unser weiteres Leben mit einfließen. Man hatte das Gefühl, dass er auf einen eingeht. Zufälle und Einfälle, die uns im Leben begegnen, sollten wir ergreifen, unsere Ressourcen nutzen und uns nicht unterkriegen lassen. Kreativität und Forscherdrang seien wichtige Eigenschaften. Doch das schönste Gut, das wir haben, sei die Freiheit, jene Freiheit, für die Herr Haase kämpfen musste. Dank 60 Jahren Frieden hätten wir heute viel Freiheit, die wir nutzen sollten, beispielsweise indem wir einen Beruf aussuchten, der uns Spaß mache, denn Freude an der Arbeit bringe uns weiter und bereite einem den Weg.

Auch rät er uns, verschiedene Sprachen zu lernen, da Sprache Macht sei und uns in der Zukunft Vorteile verschaffe. Seinen Besuch schloss er mit den Worten ab: „Dann geht hin in Frieden“. Nachdem er das Klassenzimmer verlassen hatte, brach eine angeregte Unterhaltung aus. Aus ihr war einstimmige Begeisterung heraus zu lesen. So ein bereicherndes Treffen würden wir gern wiederholen.

Nicole Jeschull & Lucia Barbieri (SG2c)

Seminarkurs in Bad Boll

Donnerstag, der 28.10.2010; 5 Mädels des Seminarkurses der Zinzendorfschulen Königsfeld machen sich mit Br. Wehinger auf, die Evangelische Akademie in Bad Boll zu erobern.

Da unser allgemeines Seminarkurs Thema dieses Jahr „Afrika“ lautet und sich einige von uns für den Schwerpunkt Südafrika entschieden haben, hat es als Einstieg super gepasst, dass zu dieser Zeit an der Akademie ein Seminar zum Thema „Who’s got the profit – Südafrika und Deutschland nach der Fußballweltmeisterschaft“ stattfand.  Wir hatten sogar das Glück, über den Tagungsleiter Jens Junginger ein persönliches Interview mit einer der Referentinnen zu bekommen.  Nomabelu Mwambo-Dandala, die Geschäftsführerin von DIAKONIA in Durban, hat sich extra für uns Zeit genommen.

Nachdem sie uns freundlicherweise das Du angeboten hatte, ging es dann auch gleich los. Zwei von uns hatten jeweils einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt, den wir Nomabelu auch vorher schon zugeschickt hatten. Und so kamen wir –natürlich auf Englisch – recht schnell  ins Gespräche mit Ihr und haben viele interessante Infos bekommen, die uns als wunderbarer Einstieg in unsere Projektarbeit dienten.

Eines unserer Themen waren sog. „Ethnic Groups“, also ethnische Gemeinschaften und das Leben in einer solchen. Da unsere Interviewpartnerin selbst im Verband  einer dieser Gruppen, nämlich der „Xhosa“ aufgewachsen ist, konnte sie darüber einiges berichten, was Michaela Reuter sicher in ihre Arbeit einbauen kann.

Und auch zu unserem zweiten Thema „Frauen und ihre Rechte in Südafrika“ konnte sie viel aus eigener Erfahrung beitragen. Laut ihr ist zum Beispiel die Verfassung des Landes, in dem bis vor weniger als 20 Jahren noch Apartheid herrschte, „eine der besten Verfassungen der Welt“. Nomabelu ist überzeugt, dass „es nur noch mit der Umsetzung hapert“ und dass sie zwar „noch einen weiten Weg zu gehen haben“, aber durchaus schon Erfolge und Fortschritte zu erkennen seien.

Desweiteren hat sie uns ein sehr konkretes Beispiel für die anhaltende Diskriminierung von Frauen in bestimmten Lebensbereichen veranschaulicht. In Südafrika wird von einer Frau, deren Mann verstorben ist für eine gewissen Zeit (von der Familie bestimmt) schwarz zu tragen. Was sich für uns normal anhört, ist in Südafrikaetwas anders. Dort wir die Farbe Schwarz mit Tod und Trauer assoziiert und mit nichts anderem. Man findet also niemanden, der schwarze Kleidung trägt, weil es Mode ist. Dadurch ist für jeden Fremden, der die Frau auf der Straße sieht, sofort ersichtlich, dass es einen Todesfall in ihrer Familie gegeben hat.

„Diskriminierend“, sagt Nomabelu“ ist das, weil das Gleiche nicht von einem Mann erwartet wir, der seine Frau verloren hat.“ Und Sie hat uns auch gleich erklärt, wie sie mit ein paar anderen Frauen dagegen kämpft. In Anlehnung an die weltweite Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, die ihrere Meinung nach nicht nur auf 16 Tage begrenzt sein sollte, haben sie das Projekt „Thursdays in black“, was so viel bedeutet wie „Donnerstage in Schwarz“ ins Leben gerufen. Sie und ihre Kolleginnen ziehen sich daher jeden Donnerstag schwarz an, wenn sie zur Arbeit gehen. „die Aufmerksamkeit, die wir damit erregen, gibt uns eine wunderbare Chance, zu informieren und immer mehr Leute aufzuklären“, erklärte sie uns.

Alles in allem war es ein toller Ausflug, der uns neben hilfreichen Informationen aus erster Hand auch viel Spaß gebracht hat. Und zum guten Schluss möchten wir noch die geniale Kantine der Akademie lobend erwähnen! ;)

 

Rebecca Gramlich

 

Klasse 8a der Zinzendorf Schulen im Schall-Haus

Am 26. Oktober besuchte die Klasse 8a der Zinzendorf Schulen das Hermann-Schall-Haus in Königsfeld. Vorbereitet hatten die Schüler Lieder, Klavierstücke, Herbstgedichte, selbstgeschriebene Geschichten, Kastanientiere und vieles mehr. Zusammen mit ihrer Lehrerin Sr. Boldt wollten sie mit den Bewohnern des Altersheim einen Herbstnachmittag feiern.

Um 14 Uhr war es dann soweit: Ausgestattet mit einem CD-Player, einem Kürbis, vielerlei Dekorationsmaterial und einem Marimbaphon ging es los. Gemeinsam sangen wir Lieder und sprachen über die Kindheit und Jugend der Bewohner/Innen.

Die Schüler trugen ihre vorbereiteten, mitgebrachten Dinge vor und teilten zum Schluss jedem der Senioren ein selbstgemachtes Kastanientier sowie eine selbst gestaltete Herbstkarte aus.

Es war auf jeden Fall eine tolle und wichtige Erfahrung und ein schöner Mittag. Vielleicht lässt sich ja sogar der ein oder andere Kontakt knüpfen, wie es sich teilweise schon andeutete?!

Annabel Dogor und Lara Seidel