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Reisegruppe der Zinzendorfschulen besucht Palästina

1.Tag: Von ihren ersten Reiseeindrücken können 13 Reisende, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beeindruckt berichten. Am ersten Tag sticht der Besuch des Förderzentrums Sternberg besonders hervor. Insgesamt beeindruckt das Land und die unterschiedlichsten Erfahrungen mit freundlichen Menschen.

2.Tag: Nach einem Besuch am Jakobsbrunnen in Nablus war der Tag vor allem vom Besuch in einem palästinensischen Flüchtlingslager geprägt. Es blieb auch Zeit für einen Gang über den arabisch geprägten Markt in der historischen Altstadt des früheren Sichem.

3.Tag: Der Weg von Ramallah nach Jerusalem ist deutlich von den Spuren der Realität gezeichnet. Nach Passage des Checkpoints wird Jerusalem zum Erlebnis und bietet Begegnungen mit unzählig verschiedenen Menschen. Hier treffen die großen Religionen aufeinander und regen zum abendlichen Gespräch über die Highlights des Tages an.

4.Tag: Wer wie wir das Abrahamgrab mit Synagoge und Moschee in Hebron besucht, wird unmittelbar mit der Konfliktsituation konfrontiert: Mitten in der Altstadt Hebrons leben 400 jüdische Siedler, deren Präsenz Ursache für die weitgehende Schließung des Marktes ist und das Alltagsleben der Palästinenser erheblich beeinträchtigt. Kontrastreich erlebten wir Bethlehem mit dem Besuch der Geburtskirche und der bedrohlichen Nähe der 8m hohen Mauer, die Israel von den Palästinensergebieten trennt.

5.Tag: Auf dem Weg zum Toten Meer konnten wir noch einmal grandiose Landschaften erleben. In Jericho besuchten wir das Kloster Mount of Temptation, bevor wir dann wirklich im Meer baden konnten. Noch einmal wurden uns verschiedene palästinensische Orte gezeigt, wie z.B. die einzige Brauerei in Middle East oder eine Olivenölpresse in Funktion. Mit diesen kleinen, hoffnungsvollen Beispielen rundeten sich die fünf erlebnisreichen Tage ab.


erstellt am 28.10.2013


Schüler entdecken ihre Vorliebe für Kürbissuppe

Vom der Waterkant bis an den Alpenrand: Seit mehreren Jahren gibt es jeden Herbst die bundesweiten Tage der Schulverpflegung, die – wegen der unterschiedlichen Ferienzeiten – in den verschiedenen Bundesländern an underschiedlichen Tagen ausgerufen werden. Am heutigen Donnerstag, den 17. Oktober, war Baden-Württemberg dran. Rund 450 Schulen haben sich an der Aktion unter dem Motto „Schule ist coolinarisch“ beteiligt.

Es gab vorab eine Kürbissuppe, dann bunte Gemüsepfanne mit Rindfleisch und Reis, Alblinsen in Kräutersahnesauce mit Spätzle oder Fischburger mit Jogurt-Senf-Dressing und zum Nachtisch ein Beerenmilchshake. Wer wollte, konnte sich auch noch an dem leckeren Salatbuffet bedienen. Das Küchenteam hat auch die Tische besonders nett dekoriert und sogar kleine Kunstwerke aus Gemüse geschaffen.

„Eigentlich mögen wir ja gar keine Kürbissuppe“ sagten ein paar Fünftklässler aus der WerkRealschule. Weil sie ihren Eltern aber versprochen hatten, zumindest von allem mal zu probieren, sind sie auf den Geschmack gekommen und haben alle ihre Teller ratzeputz leergegessen. „Da könnte ich mich reinlegen“, schwärmte einer von ihnen. 


erstellt am 17.10.2013


Herrnhuter Stern leuchtet über Casablanca

Anfang Oktober 2013 hatten wieder 25 Zinzendorfschüler ihre Koffer gepackt, um mit ihren Lehrern Br. Jehle und Br. Pletz in Casablanca an einen Austauschprogramm mit der dortigen Ecole Al Jabr teilzunehmen.

Die Schülerinnen und Schüler wohnten in Gastfamilien, um die marokkanische Lebensart besser kennenzulernen. Zum Programm gehörten unter anderem die Teilnahme am Unterricht sowie Besichtigungen in Casablanca, Rabat, El Jadida und Marrakesch. Natürlich kamen Kultur und Bildung auch Sport und Spaß nicht zu kurz: Am Strand gab es bei herrlichem Sommerwetter zusammen mit den Gastgebern eine Einführung ins Wellenreiten.

Der Austausch, den der Französischlehrer Br. Jehle bereits zum sechsten Mal organisiert hatte, fiel in diesem Jahr mit den Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung der Ecole Al Jabr zusammen, die 1983 mit 40 Schülern startete und mittlerweile von 1350 jungen Menschen besucht wird. Im Rahmen des Festaktes überreichte Br. Jehle der Direktorin Najate Chraibi im Namen der Zinzendorfschulen einen Herrnhuter Stern, der nun in der Weihnachtszeit an der Ecole Al Jabr leuchten wird.


erstellt am 14.10.2013


Jüdisches Museum Berlin on Tour

Was ist eine Bar Mizwa, wieso haben die Fransen am jüdischen Gebetsmantel, dem Tallit, 613 Knoten, welches Jahr schreiben wir nach dem jüdischen Kalender und warum können gläubige Juden ihre Gummibärchen nicht einfach im nächsten Supermarkt kaufen?

Seit dem heutigen Mittwoch kennen viele Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen die Antworten zu diesen und vielen anderen Fragen rund um den jüdischen Glauben. Die beiden neunten Klassen der Realschule sowie die 8a des Gymnasiums konnten die spannende Wanderausstellung des Jüdischen Museums Berlin erleben.

Seit 2007 besuchen Museumspädagogen dieses größten jüdischen Museums Europas jedes Jahr jeweils fünf weiterführende Schulen in jedem Bundesland und bauen dort einen Tag lang ihr mobiles Museum auf. "Weil nicht alle Schüler nach Berlin kommen können, gehen wir eben in die Schulen", sagte Johannes Schwarz, der zusammen mit seinem Kollegen Arnon Hampe die Ausstellungswürfel, in denen jeweils vier Vitrinen eingelassen sind, erklärte.

Die Würfel thematisieren den jüdischen Alltag, das Leben und Überleben in der Zeit des Nationalsozialismus und die Erfindungen jüdischer Persönlichkeiten, die - wie die Nivea-Creme oder die Levi's-Jeans - noch heute jedem ein Begriff sind. Im vierten Würfel geht es schließlich um Feste wie den Schabbat und die Bar, beziehungsweise Bat Mizwa, mit dem die Jungen und Mädchen in die Gemeinde aufgenommen werden.

In kleinen Gruppen erarbeiteten sich die Zinzendorfschüler diese Themengebiete, die sie ihren Mitschülern später vortrugen. In dem Museum zum Anfassen durften sie sich auch eine Kippa aufsetzen, die traditionelle Kopfbedeckung, die in liberalen Kreisen auch von Frauen getragen wird, oder den Gebetsmantel überstreifen. Dessen 613 Knoten sollen übrigens an die Ge- und Verbote des jüdischen Glaubens erinnern.

Den Schülern wurde bewusst, dass auch die meisten von ihnen bestimmte Essensregeln befolgen. "Jede Kultur hat ihre speziellen Speiseregeln", erklärte Johannes Schwarz. "Während zum Beispiel in Deutschland kaum jemand Pferdefleisch isst, kommt es in Frankreich häufig auf den Tisch." Die jüdischen Speisegesetze erlauben den Verzehr von Schwein ebenso wenig wie den von Pferd. Deshalb sind auch die normalen Gummibärchen nicht koscher, denn sie enthalten Schweinegelatine. Abhilfe schaffen koschere Gummibären - die sind allerdings nicht überall zu bekommen.

"Ich habe eine Menge Neues über das Judentum erfahren", sagte Theresa Wurmhöringer aus der 9Rb und auch ihre Mitschülerin Carolin Schmidt war überrascht von den deutlichen Parallelen zwischen jüdischem und christlichem Glauben.

Zeitgleich zur Ausstellung im Foyer nahmen die Schülerinnen und Schüler aller Klassen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung sowie der Berufsfachschule Wirtschaft an einem Workshop teil. Hier konnten sie anhand von interaktiven Tagebüchern auf iPods erfahren, wie sechs unterschiedliche jüdische Jugendliche, die teils Christen, Muslime und Juden zugleich sind, ihre Identität heute erleben - im Jahr 5774 des jüdischen Kalenders.


erstellt am 09.10.2013


Besuch aus Nicaragua

Besuch aus einem fernen Land konnten die Zinzendorfschulen am Mittwoch vor dem langen Wochenende zum 3. Oktober begrüßen: Abimael Nahum Kittle Mercado  und Waldemar Sebastian Salomon aus Nicaragua berichteten den Schülerinnen und Schülern zweier Realschulklassen über ihr Leben. Sie wurden von Tabea Siebler begleitet, die nicht nur aus dem Spanischen übersetzte, sondern auch das Gespräch moderierte. Der 22jährige Abimael Kittle brachte einige Bilder mit, die zeigten, wie die Menschen in seiner Gegend leben. Die Häuser sind oft klein und bescheiden, Strom gibt es eher selten und statt in LKW auf Straßen werden Waren und Güter eher auf Einbäumen über den Fluss verfrachtet.

 „Die Dörfer und Städte sind nicht so groß wie in Deutschland“, übersetzte Tabea Siebler, aber in Bilwi, der Hauptstadt der autonomen Region an der Ostküste des Landes, gibt es zwei Universitäten. An einer davon studiert Abimael Kittle Buchhaltung. Ein Wandgemälde an der Universität zeigt die neun verschiedenen Ethnien, die in dieser Region Nicaraguas leben.

Auch Waldemar Sebastian lebt in einer der autonomen Regionen Nicaraguas. Wie Abimael Kittle ist auch er ein Mitglied der Moravian Church, wie die Herrnhuter Brüdergemeine in Übersee heißt. Waldemar Sebastian Salomon gehört dem Volk der Mayangnas an und erklärte die symbolträchtige Flagge der Region, in der unter anderem blau für die Flüsse steht und rot für das Blut das vergossen wurde, um das Land zu verteidigen.

Es war ein sehr spannender Vormittag für beide Realschulklassen, gerne hätten die Schülerinnen und Schüler noch mehr erfahren, aber ihre Reise führte die Gäste schon bald wieder weiter.


erstellt am 02.10.2013


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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