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Dämonen halten Teufelskreis im Gange

"Nicht meine Schuld, nur mein Vergnügen. Nicht meine Sünden, allein eure, allein eure Entscheidung. Teufelskreis, Teufelskreis!" Satan (Florian Schlüter) steht im dichten Schwefelrauch auf einem Tisch in der leuchtendroten Hölle und spricht mit blecherner Stimme, die nicht von dieser Welt ist, mit seinen Dämonen, den sieben Todsünden. Diese stummen Diener tun ihr Bestes, um im Auftrag ihres Herrn die Menschen zu verführen. Jedes Mal, wenn es ihnen geglückt ist, schlägt das Sündenbarometer aus.

Mit viel Witz, raffinierten technischen Lösungen und einer soliden schauspielerischen Leistung haben die Schülerinnen und Schüler der Zinzendorf-Gymnasien im Wahlfach Literatur und Theater unter der Regie von Br. Knieß und Sr. Richter (Regieassistenz) das Stück "Die Hölle, das sind die anderen" auf die Bühne gebracht. Die junge Autorin Sandra Lill hat in dem Titel einen Satz aus Jean-Paul Sartres Skandalstück "Geschlossene Gesellschaft" zitiert und das Thema der Vorlage deutlich zugespitzt.

Hier wachen sieben Personen, die unterschiedlicher kaum sein können, gemeinsam in der Hölle auf. Nach erster Orientierung erzählen sie nacheinander in Rückblenden, wie sie dorthin gekommen sind: Das Liebespaar (Leonie Henrich und Jeremias Preuss) hat sich gemeinsam ins Jenseits befördert, um so ewige Treue sicherzustellen, der Geschäftsmann (Adrian Petrolli) hat beim Russischen Roulette verloren, die Schizophrene (Fiona Oehler) starb an einer Überdosis Medikamente, das Model (Evelyn Benz) hungerte sich zu Tode, Flora (Lea Hornscheidt) verunglückte, als sie ihr Kätzchen vor dem herannahenden Zug retten wollte und der Professor (Johannes Brisch)? Der ist eigentlich nur wie ein Zeitreisender auf Stippvisite im Hades, um später auf Erden von seinen Erlebnissen im Hades zu berichten und sich für seine Forschungen feiern zu lassen. Und wer weiß, vielleicht trifft er ja hier auf Newton oder Einstein?

An diesem kalten Ort voller mysteriöser Papierschiffchen hätten die Verstorbenen die Chance, ihre Fehler zu revidieren. Dem Völlerei-Dämon (Veronika Volz), der immer neue Speisen aufträgt, bis sich der Tisch biegt, zu widerstehen, den Zorn (Tanja Wilhelm) zu ignorieren und sich einfach nicht von der Trägheit (Lena Gerber) einlullen zu lassen.

An dieser Stelle hat das Ensemble großen Mut bewiesen, auch mal gefühlte Minuten lang auf der Bühne nichts - oder beinahe nichts - geschehen zu lassen, was sich als äußerst eindrücklich erwiesen hat. "Das Stück ist ja unheimlich spannend", raunte eine begeisterte Zuschauerin ihrem Sitznachbarn zu. Auch Geiz (Annalena Resack), Hochmut (Constanze Schirm), Wollust (Anne-Kathrin Paul) und Neid (Daniela Beringhoff) haben leichtes Spiel mit der schrägen Truppe. Kein Wunder, hatte ihr Chef, der Teufel, doch schon bei deren Ableben jeweils die Finger im Spiel, wie die Rückblenden zeigen.

So sind die Peter und Susie bald nicht mehr "Mausebäckchen" und "Hasilein", das Model hält weiterhin Versace, Gucci & Co. für das oberste Ziel im Leben und der Geschäftsmann kann einfach nicht vom schnöden Mammon lassen. Mit Hilfe der Wut geht schließlich auch noch die Erfindung kaputt, die dem Professor seine Rückkehr aus dem Reich der Toten ermöglichen sollte.

Keiner hat aus seinen Fehlern gelernt, weshalb am Ende, als alle Sünden begangen wurden, der Gong erklingt und das Spiel von vorne anfängt: Sieben Personen, die unterschiedlicher kaum sein können, wachen gemeinsam in der Hölle auf: Das Liebespaar, der Geschäftsmann, die Schizophrene, das Model, Flora und der Professor - Teufelskreis eben!

 

Weitere Aufführungen des Stückes sind am Donnerstag, den 26. September, im Haus des Gastes, Königsfeld, sowie am 10. und 11. Oktober im Theater im Deutschen Haus in St. Georgen zu sehen. Beginn ist jeweils 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.


erstellt am 25.09.2013


EDH-Internatsschülerinnen finanzieren indischem Patenkind die Ausbildung

Auf den schönen Namen Lanyorin hört das neue Patenkind des EDH-Mädcheninternats. Die sechsjährige Schulanfängerin stammt aus dem äußersten östlichen Zipfel Indiens nahe der burmesischen Grenze.

„Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen.“ Diesen Gedanken, der so schlicht und deutlich von Mutter Teresa formuliert wurde, beherzigen die Internatsschülerinnen des EDH, indem sie einen kleinen Anteil ihres Taschengeldes abgeben, um Lanyorins Schulgeld zu bezahlen.

Das Mädchen aus dem Stamm der Tangkhul lebt in einer kinderreichen Familie armer Reisbauern, die nur unter größten Mühen das Schulgeld für ihre Kinder aufbringen können. Es kommt in dieser Gegend immer noch häufig vor, dass Kinder als Hausangestellte zu Verwandten oder in wohlhabendere Familien gegeben werden. Als Gegenleistung für die niederen Dienste der Kinder wird ihnen das Schulgeld bezahlt.

Um die Kinder vor diesem Schicksal zu bewahren und ihnen ein geschütztes Aufwachsen in der eigenen Familie zu ermöglichen, wurde erst vor wenigen Jahren das Hope Project ins Leben gerufen. Mit einem geringen monatlichen Beitrag kann man im Leben dieser Kinder einen großen Unterschied machen.

Dabei ist die Idee, ein finanziell benachteiligtes Kind zu unterstützen, nicht neu für die EDH-Mädchen. Vor Lanyorin gab es im EDH bereits eine Patenschaft bei Plan International. 10 Jahre lang erhielt dabei eine junge Kenianerin regelmäßig finanzielle Unterstützung, bis sie volljährig und ihre Schulbildung abgeschlossen war.

Die Anregung zu diesem karitativen Projekt war ursprünglich aus den Reihen der Internatsschülerinnen selbst gekommen, die für diesen Zweck von ihrem Taschengeld etwas zusammenlegen wollten.

Michaela Wedel


erstellt am 18.09.2013


Begrüßungsfest für angehende Erzieher

Der Berg ruft, der Weg ist zuweilen mühsam, doch mit Vertrauen, Spaß und innerer Einkehr schafft es die Mannschaft ans Ziel. So ähnlich könnte der Leitspruch des Willkommensfestes lauten, das die angehenden Erzieherinnen und Erzieher am Ende der ersten Schulwoche im EDH gemeinsam gefeiert haben.

Nach einer Begrüßung des Schulpfarrers Br. Fischer im Kirchensaal besuchten sich alle Klassen gegenseitig und bestaunten, was ihre Mitschüler alles auf die Beine gestellt hatten: Eine Klasse hatte sich unter dem Motto „Einfach mal fallen lassen“ vertrauensbildende Spiele ausgedacht, eine andere ein kleines, zünftig-bayerisches Oktoberfest aus dem Ärmel geschüttelt, bei der nächsten ging es darum, beim Fußballspiel im Schuhkarton Teamgeist zu zeigen und die „Bergsteiger“ konnten ihre Wanderstöcke verzieren, um für den manchmal beschwerlichen Weg gerüstet zu sein.

Entspannung fanden schließlich alle in der Teestube, die mit gedämmtem Licht, Räucherstäbchen, orientalischen Tüchern und Sitzkissen nicht vermuten ließ, dass es ein Klassenzimmer ist.

Überall gab es Häppchen und Kuchen, auf Tafeln und Plakaten wurden die neuen Mitschüler aufs Herzlichste willkommen geheißen. Bei dem Fest wurde der erste Eindruck bestätigt, den die neuen Schülerinnen und Schüler der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen sowie des Berufskollegs für Praktikantinnen und Praktikanten im Laufe der ersten Schulwoche gewinnen konnten: „Es ist sehr schön hier und die Lehrer sind nett“, meint Melissa Schellhammer aus der 1BKPR. Das Fest hält sie für eine gute Idee.

Auch Philipp Kiefer aus der 2BKSP2, der im vergangenen Jahr selbst neu an die Zinzendorfschulen kam, hält das Begrüßungsfest für eine gute Gelegenheit, das Schulgebäude näher kennen zu lernen und die Mitschüler aus den anderen Klassen zumindest schon mal zu sehen. „Und schließlich ist es auch für die Klassen selbst gut, gemeinsam so ein Fest zu organisieren.“


erstellt am 13.09.2013


Herzlich willkommen: Die Gymnasiasten der 5a

Das sind die Schüler der Klasse 5a mit ihrem Klassenlehrer Br. Hering.

 

 


erstellt am 10.09.2013


Herzlich willkommen: Die neuen Gymnasiasten der 5b

Das sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b mit ihrer Klassenlehrerin Sr. Vogt.

 

 


erstellt am 10.09.2013


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