Archiv

Seite: Page 1 Page 2 Page 3 Nächste >

Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit

Allen Besuchern unserer Website wünschen wir eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2015.

Der Unterricht im neuen Jahr beginnt am 7. Januar nach Stundenplan.

Dieses Bild ist im Fach Kunstpädagogik der Fachschule für Sozialpädagogik entstanden.


erstellt am 22.12.2014


Zinzendorfschulen gestalten feierliche Singstunde

In Königsfeld ist es üblich, dass die Singstunden im Advent immer ganz besonders festlich sind und die Zinzendorfschulen eine davon gestalten. Die Musiklehrer haben auch in diesem Jahr wieder ein ansprechendes Programm einstudiert, an dem neben Schülern und Lehrern auch Eltern sowie das Kleine Kammerorchester St. Georgen beteiligt waren. Sie schlugen einen großen Bogen durch verschiedene Epochen und Stimmungen von zart und leise über heitere Hirtenlieder bis zum fulminanten Schluss.

Den Auftakt machte das Orchester unter der Leitung von Br. Ziegler mit der ruhigen „Sicilienne“ des französischen Komponisten Gabriel Fauré. Die Neuntklässlerin Ann-Kathrin Moritz begeisterte hier als Solistin auf der Querflöte.

Br. Michel und Sr. Ermich hatten mit dem Unterstufenchor zwei Lieder aus Russland und Polen einstudiert, gemeinsam mit dem großen Chor, in dem neben älteren Schülerinnen und Schülern auch Lehrer, Eltern, Altschüler und Freunde der Zinzendorfschulen mitsingen, stand das moderne Lied “Vater im Himmel” des Lobpreis-Komponisten Albert Frey auf dem Programm.

Beim Credo aus Franz Schuberts Messe in G-Dur (D 167) waren Chor und Orchester gemeinsam zu hören, ebenso bei der opulenten Adventskantate “Machet die Tore weit” des Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann, von welcher der Eingangschor und der Schlusschoral zu hören waren. Sie bildete den erhabenen Schlusspunkt und passte thematisch zum Psalm 24, dessen Verse 7-10 der liturgische Leiter der Singstunde, Schulpfarrer Br. Fischer, in den Mittelpunkt des Abends gestellt hatte.

Zwischen diesen Beiträgen zum Zuhörern erklang in dem Liedgottesdienst auch immer wieder stimmgewaltig die Gemeinde im voll besetzten Kirchensaal begleitet von der Organistin Ulrike Brusch.


erstellt am 19.12.2014


Berufsfachschulen überreichen Spende an Go-Ahead-Vorsitzende

Eine Weile ist es schon her, dass die Berufsfachschulen Hauswirtschaft und Ernährung und Wirtschaft der Zinzendorfschulen beim Schulfest mit dem Verkauf von Ergebnissen eines textilen Projekts Spenden für Go Ahead! gesammelt hatten – jetzt konnten sie die Summe von 150 Euro an Sophia Merckens überreichen. Die Vorsitzende der Hilfsorganisation berichtete den Schülerinnen und Schülern bei der Gelegenheit von den Projekten der Organisation, die Kindern in Südafrika, die von HIV/Aids und materieller Armut betroffen sind, durch den Zugang zu Bildung neue Perspektiven ermöglicht.

„Uns war wichtig, dass die Schüler nicht nur zeigen können, dass sie sich für notleidende Menschen einsetzen wollen, sondern zugleich auch diese Hilfsorganisation näher kennen lernen“, sagte die Klassenlehrerin Ulrike Rök. Die junge Hilfsorganisation Go Ahead! hat nämlich ihre Wurzeln an den Zinzendorfschulen, an denen Soziales Engagement seit Jeher gelebt wird.

Sophia Merckens freute sich über das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Go Ahead und dankte allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern für die Unterstützung.


erstellt am 17.12.2014


Ciara All liest am besten

Seit 1959 organisiert der Börsenverein des deutschen Buchhandels jedes Jahr einen bundesweiten Vorlesewettbewerb. Rund 600 000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr an der Suche nach dem besten Vorleser oder der besten Vorleserin. Natürlich waren auch die Zinzendorfschulen wieder bei dem großen Schulwettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten dabei.

Jede sechste Klasse hatte bereits im Vorentscheid zwei Kandidaten ausgewählt, die in der vergangenen Woche in zwei Leserunden um den ersten Platz wetteiferten. In Runde eins galt es, das Publikum mit mehr als 100 Schülern durch einen vorbereiteteten Buchvortrag mit allen Regeln der Vorlesekunst zu beeindrucken. Im zweiten Buch lasen die fünf Lesecracks aus dem Buch "Albertine und das Haus der tausend Wunder" des Autorenteams Frank M. Reifenberg und Jan Strathmann vor.

Lieferten sich die Teilnehmer in der ersten Runde noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen, konnte sich im freien Lesen Chiara All klar von der Konkurrenz absetzen. Sie darf die Zinzendorfschulen beim Kreisentscheid im Februar vertreten.


erstellt am 16.12.2014


Vorweihnacht im Mädcheninternat

Lisa ist eine ehemalige Internatsschülerin des Erdmuth-Dorotheen-Hauses. Wenn sie von der Adventszeit im Mädcheninternat erzählt, kommt sie ins Schwärmen. „Den ersten Advent im Internat zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Das gibt es so nur einmal“, sagt sie lächelnd.

Außerhalb des Internats bleibt vielen Eltern, Lehrern und auch Königsfeldern oft verborgen, welche besondere Stimmung sich im Laufe des ersten Adventssonntags im EDH aufbaut, und wie die Mädchen miteinander die Vorweihnachtszeit erleben.

Lord of the Dance

Morgens um acht hört man das vertraute Knarren der Holzböden bei jedem ansonsten leise gehaltenen Schritt. Die Stufensprecherinnen stehlen sich leise aus ihren Zimmern und treffen sich mit allen Erzieherinnen in einem der Büroräume. Dort wird die Gitarre gestimmt und ein Liedblatt ausgeteilt. „Lord of the Dance“ ist seit Jahren der absolute Hit unter allen Liedern, die an diesem Tag sonst noch gesungen werden.

Nachdem sich alle eingesungen und den letzten Schlaf aus den Augen gewischt haben, geht es auf die Flure. Dort wird dann kräftig gesungen – bis zur letzten Strophe: „Dance, dance, wherever you may be...“ Die Erzieherinnen öffnen die Zimmertüren und begrüßen die Mädchen an diesem Morgen singend mit einem kleinen Teelicht und einem prall gefüllten Beutel mit Weihnachtsleckereien.

Gesungen wird auch für das Küchenpersonal, das an diesem Tag einen wahren Marathon hinzulegen hat.

Eine alte Tradition

Um neun Uhr versammeln sich die Mädchen, die Lust dazu haben, oft noch im Schlafanzug und mit Kuscheldecke im festlich geschmückten Kaffeezimmer zu einer besinnlichen Geschichte.

Bei dieser Gelegenheit erzählt Schwester von der Decken, die Internatsleiterin, dann gerne auch davon, wie es früher im Internat war: Die Kinder, die anfänglich im Internat lebten, verbrachten viele Monate oder gar Jahre von ihren Eltern getrennt. Um diesen Kindern die Zeit vor Weihnachten etwas zu versüßen, wurde der erste Advent zu einem besonderen Festtag erkoren. Die von Heimweh geplagten Kinder sollten auf besondere Weise geweckt werden und an diesem Tag ein festliches Mahl erhalten, bei dem sie auch von den Erzieherinnen und Lehrern bedient wurden – ganz im Sinne der Brüderlichkeit.

Daraus hat sich in unserer Zeit der festliche Adventsbrunch entwickelt. Zu den Klängen von „Macht hoch die Tür“ ziehen die Mädchen in den alten EDH-Speisesaal ein. Dort wird dann ausnahmsweise an einer langen Tafel gespeist, die üppig dekoriert ist. Traditionell gehört auch ein Schokoapfel auf jeden Teller.

Schulpfarrer Bruder Fischer klettert mithilfe einer Leiter zu dem riesigen Adventskranz hinauf, der von der spätbarocken Decke des Saales hängt, um dort die erste Kerze feierlich zu entzünden. Auch er nimmt die Mädchen gedanklich mit sorgfältig gewählten Worten weiter hinein in die Adventszeit.

Vor und nach dem gemütlichen Essen wird wieder musiziert. Jedes Jahr ist es schön mitzuerleben, welches Mädchen sich mit seinem Instrument einbringt – im einen Jahr sind es Flöte, Violine und Cello, im nächsten dafür Saxophon, Fagott oder Sologesang. Fröhlich endet das Festmahl mit „Lord of the Dance“, wobei spätestens beim letzten Refrain ausgelassen getanzt wird.

Eltern und Freunde zu Gast im Haus

Am Nachmittag ergänzen Eltern und Freunde der Internatsschülerinnen die Festgemeinschaft. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken erleben die Eltern vielfältige Beiträge, vom Schattenspiel bis zum Gedichtvortrag und von der klassischen Pastorale bis zum Jazzstück. Auch die Schülerinnen aus dem „7. Himmel“ bereiten jedes Jahr einen meist bis zuletzt streng geheim gehaltenen Programmpunkt vor, der von ihrem Leben im Internat handelt oder die Erzieherinnen aufs Korn nimmt.

Abgerundet wird der Nachmittag durch einen Besuch der Hosiannastunde, die von einigen Eltern mit ihren Internatskindern gemeinsam gerne wahrgenommen wird.

Schenken und beschenkt werden

Besonders in der Vorweihnachtszeit setzen sich die Mädchen für Kinder ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Derzeit unterstützen sie mit einem Jahresbeitrag das ostindische Mädchen Lanyorin, das aus einer kinderreichen Reisbauernfamilie stammt.

An mehreren Wochenenden wurde gebacken, Marmelade gekocht und gebastelt, um den Weihnachtsstand am ersten Advent reichhaltig zu bestücken. Durch den erfolgreichen Verkauf werden Schulgebühren, Schuluniform und Unterrichtsmaterial für Lanyorin ein weiteres Jahr getragen.

Darüber hinaus haben einige Internatsschülerinnen in diesem Jahr vier Kinder in Osteuropa über die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ beschenkt. Aus dem Überschuss des Weihnachtsstandes kann nun sogar noch ein drittes soziales Projekt unterstützt werden.

Seit Jahren finden sich zudem immer genügend Mädchen aus dem EDH, die bereit sind, die Weihnachtsfeier der ehemaligen Zinzendorf-Mitarbeiter und die Weihnachtsfeier bei den Senioren im Christoph-Blumhardt-Haus musikalisch zu umrahmen.

Aber die Mädchen geben in der Adventszeit nicht nur, sie werden auch beschenkt. Das gemeinsame Wichteln mit den Erzieherinnen hat nun schon auch lange Jahre Tradition und es ist für die meisten ein Riesenspaß, das „Wichtelkind“ möglichst lange im Dunkeln zu lassen, wer denn die dazugehörige „Wichtelmama“ ist. Kurz vor der Abreise in die Weihnachtsferien wird das hoffentlich gut gehütete Geheimnis schließlich gelüftet.

So rückt die Internatsgemeinschaft in der Vorweihnachtszeit merklich zusammen. Das spüren auch die „Neuen“ in jedem Jahr. Nach Weihnachten hat man zueinander gefunden.

 

Michaela Wedel

 

 


erstellt am 08.12.2014


Seite: Page 1 Page 2 Page 3 Nächste >

Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen