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Nie wieder Ferien für Maria Lütkebohmert-Schilling

Es war ein berührender Abschied nach 30 Jahren an den Zinzendorfschulen, mit denen Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen sowie ehemalige Weggefährtinnen die ehemalige Abteilungsleiterin an der Fachschule für Sozialpädagogik, Sr. Lütkebohmert-Schilling, am letzten Tag vor den Fastnachtsferien in den Ruhestand verabschiedeten.

Die "Partitur des Herzens", wie der Schulleiter Br. Wittmann den Reigen der Abschiedsgrüße nannte, die beinahe den ganzen Tag eingenommen hatten, wurde von den Schülerinnen und Schülern der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen im Kirchensaal eröffnet. Sie hatten getextet und gedichtet, getanzt und gesungen und als Engel verkleidet selbst von den Heiligen Grüße und witzige Geschenke wie Sauerkraut und Rachengold überreicht. Gelebte Ökumene eben.

Stellvertretend für die vielen Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Niedersächsin in den vergangenen drei Jahrzehnten an den Zinzendorfschulen in Königsfeld gearbeitet hat, waren vier Überraschungsgäste geladen, darunter auch die Vorgängerin von Sr. Lütkebohmert-Schilling in der Position der Abteilungsleiterin.

Nach dieser von Schülern gestalteten Feier wurde die Lehrerin bei einem Mittagessen im historischen Speisesaal des Erdmuth-Dorotheen-Hauses von ihren Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. Von der Direktion der Herrnhuter Brüdergemeine bekam sie zur Pensionierung noch eine Beförderung zur Oberstudienrätin.

"Ein Abschied hat auch immer zwei Seiten", erklärte Sr. Lütkebohmert-Schilling, "das Loslassen und den Neubeginn." Ersteres falle ihr nicht leicht, da sie gerne gearbeitet hat. Es habe ihr jedoch geholfen, im letzten halben Jahr den Stress der Verwaltung hinter sich zu lassen und wieder zu unterrichten. Bereits zu Schuljahresbeginn hatte Sr. Schoo-Schemmann von ihr die Leitung der Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik übernommen.

Für ihren Neubeginn, der nun mehr Zeit für Kultur und Reisen lässt, bekam Sr. Lütkebohmert-Schilling als Abschiedsgeschenk der Schulleitung eine Reise zum Leipziger Gewandhausorchester geschenkt. Die Lehrerin, die angesichts der vielen Überraschungen beinahe sprachlos war, bedankte sich bei allen Kollegen für die gute Zusammenarbeit. Und es klang schon ein bisschen wehmütig, als sie am letzten Tag vor den Fastnachtsferien feststellte, dass sie nun "nie wieder Ferien" habe.


erstellt am 27.02.2014


Wir wünschen: Schöne Fastnachtsferien

...und eine "glückselige Fasnet"  

Ein herzliches Dankeschön geht an die große Anzahl von Eltern, die mit ihren Kindern unsere Viertklässlerparty besucht haben.


erstellt am 26.02.2014


Info-Nachmittag mit Mini-Museum

Über einen sehr gut besuchten Info-Nachmittag freuten sich am Freitag die Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik. Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler waren bei der Vorbereitung sehr kreativ, so dass es überall Interessantes zu entdecken gab. In den Räumen des Erdmuth-Dorotheen-Hauses waren die verschiedenen Inhalte und pädagogischen Fachrichtungen der Erzieher-Ausbildung zu sehen und teils auch zu erleben. Ein historischer Abriss zeigte den Wandel des Berufsbildes im Laufe der Jahrzehnte, an anderer Stelle konnten Besucher ein kleines Mini-Museum selbst gestalten.

Ebenso wie die Lehrer gaben auch die angehenden Erzieher, die sich derzeit an den Zinzendorfschulen ausbilden lassen, bereitwillig Auskunft über den Alltag  und die praktische Umsetzung des Lehrplans, das zentrale Informationsgespräch der Schulleitung ließ keine Fragen offen.

Die Interessenten kamen zum Teil von weit her und spiegelten genau die Vielfalt der Menschen wieder, für die die Ausbildung interessant sein könnte: Von der Realschülerin, die noch ein Jahr von ihrer Mittleren Reife entfernt ist bis zum Lebenskünstler, der sich mit Mitte 40 für noch eine Ausbildung entscheidet.


erstellt am 24.02.2014


Gelungenes Frühjahrskonzert

Überall auf der ganzen Welt haben Schulorchester das gleiche Problem: Wenn am Ende eines Schuljahres ein Jahrgang seinen Abschluss in der Tasche hat, fehlen oft gleich mehrere der besten Musiker im Ensemble.

Die Zinzendorfschulen trifft das nicht ganz so hart, denn in Königsfeld wird die schöne Tradition gepflegt, dass das Abgangszeugnis nicht automatisch ein Ende der Zugehörigkeit zum Orchester bedeutet.

Im Gegenteil, viele Altschüler kommen von ihrem Studien- oder Arbeitsort extra in den Schwarzwald, um bei den Konzerten des Schulwerks mitzuwirken - gemeinsam mit den Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden der Zinzendorfschulen. Wie kreativ diese Zusammenkünfte sind, bewiesen am Samstag wieder einmal um die hundert Musiker, die in verschiedenen Orchestern unter der Leitung von Reinhard Ziegler ein Frühjahrskonzert gaben.

"Narnia" wurde das Programm benannt nach der Filmmusik von Stephen Barton und Harry Gregson-Williams, welche das Schulorchester zum Ende und Höhepunkt der Aufführung spielte. In dieser großen Besetzung mit je rund 25 Streichern und Bläsern sowie Schlagwerk bezauberten sie das Publikum nicht nur mit der einst für Golden Globe und Grammy nominierten Filmmusik.

Zuvor boten sie im voll besetzten Kirchensaal auch Brahms' "Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a" und dem Vorspiel zu Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg" dar. Die Besucher waren so zahlreich, dass beide Emporen besetzt waren und drei Zuhörerinnen sogar in den Regalen Platz nahmen, in denen die Kissen für die Kirchenbänke gestapelt werden.

Den Auftakt zum Konzertnachmittag hatten die jüngsten Zinzendorf-Schülerinnen und Schüler gemacht. Das Fünfer-Orchester debütierte mit dem Stück "Blessing" des norwegischen Chorleiters Tore W. Aas, dem Traditional "I've got Peace" und Jacques Berthiers "Bless the Lord my Soul".

Fast doppelt so viele Schülerinnen und Schüler spielen im Orchester der sechsten Klassen, die nach dem traditionellen "Halleluja" und Antonín Dvořáks "Aus der neuen Welt" auch ein "O Happy Day" so präzise und groovend interpretierten, dass sie es locker mit einer Dixie-Band aufnehmen konnten.

Die Jazz-Band wartete diesmal gleich mit zwei Keyboardern, was - zusammen mit dem Schlagzeug - dem treibenden Rhythmus vor allem beim Set-Opener "Moondance" aus der Feder des irischen Musikers Van Morrison sehr entgegen kam. Geschickt wurde der Spannungsbogen aufgebaut: Oliver Böhler wirbelte schon am Schlagzeug, als die anderen Musiker nach und nach die Bühne betraten und die charakteristischen Riffs aufgriffen.

Die Sängerinnen Sarah Egbuche und Kira Schick wechselten sich am Mikrophon ab - jeweils passend zum Charakter ihrer Stimmen übernahm Sarah das Mikrophon bei den ruhigen Jazz-Stücken "Angel Eyes" und "Stormy Monday", während Kira beim temperamentvollen "Moondance" und Luis Bonfis "Manha de Carnval" Stimmkraft bewies. Nach dem instrumentalen "Dear old Stockholm" überraschte bei der Zugabe der Jazz-Band David Fornal als Sänger mit dem vor allem durch Joe Cocker bekannt gewordenen "Unchain my Heart".

Ohne eine Zugabe ganz zum Schluss ließ das begeisterte Publikum auch die anderen Musiker nicht nach Hause gehen. Alle Beteiligten - Fünfer-Orchester, Sechser-Orchester, Jazz-Band und das Schulorchester - spielten "O Fortuna" aus der Carmina Burana von Orff, was so gut ankam, dass die Zuhörer es mit lang anhaltendem Applaus ein zweites Mal forderten.


erstellt am 16.02.2014


Neuer Web-Kiosk ist online

Mehr als 1700 Mal wurde der aktuelle Königsfelder Gruß schon als ePaper gelesen, den vom Vorjahr haben auch noch einmal 900 Leser aufgerufen. Das heißt, dass bislang finanzielle und ökologische Ressourcen für 2600 Magazine in einem Umfang von je etwa 100 Seiten eingespart werden konnten. 

Wir haben den Königsfelder Gruß jetzt zusammen mit weiteren Publikationen in einen neuen Web-Kiosk gestellt, sie weden beim Scrollen der Seite sichtbar.

Hier können Sie die Magazine bequem im Vollbild-Modus in jeder beliebigen Größe lesen. Die Navigation ist intuitiv und auch ein Download ist möglich.

zum Web-Kiosk >>>>


erstellt am 10.02.2014


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Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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