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Zinzendorfschulen verabschieden acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Am letzten Schultag vor den Sommerferien hieß es an den Zinzendorfschulen wieder Abschied nehmen von mehreren Mitarbeitern. Im historischen Speisesaal des Erdmuth-Dorotheen-Hauses bildeten Häppchen, Sekt und die musikalische Begleitung des Lehrerchors dafür einen würdigen Rahmen.

Mit gerade einmal einem halben Jahr war die Zeit am Königsfelder Schulwerk für Lätitia Oehler am kürzesten, sie war im laufenden Schuljahr als Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres hinzugekommen, gefolgt von ihrem FSJ-Kollegen Jens Hackenjos, der sich nach einem Jahr an den Zinzendorfschulen für ein Lehramtsstudium entschieden hat.

Ganze 13 Jahren lang war Doris Belke der „Gute Geist“ der Schule, die längste Zeit davon als Schulsekretärin, die letzten Jahre als Schulverwaltungsassistentin. „Als ich heute Morgen aufwachte, hatte ich ein richtiges Déjà-vu-Erlebnis“, sagte sie. „Ich bin schon einmal nach 13 Jahren Schule in einem Speisesaal von einem Schulleiter an den Zinzendorfschulen verabschiedet worden, allerdings gab es damals keinen Blumenstrauß.“ Sie hatte nämlich in den 1980er Jahren an den Zinzendorfschulen ihr Abitur abgelegt.

Blumen gab es - ebenso wie Geschenke von den Fachschaften und der Mitarbeitervertretung - auch für die Referendarin Ellen Schindler sowie die Lehrerinnen Birthe Küstermann, Anne Zähringer und Christin Karge. „Ihre neue Schule kann froh sein, dass sie Sie bekommt“, sagte der Schulleiter Johannes Treude zu der Wirtschaftspädagogin Karge, auch ihre Kolleginnen bedachte er mit lobenden Worten.

Zur Verabschiedung des Schulleiters Rainer Wittmann war Pfarrerin Benigna Carstens von der Direktion der Herrnhuter Brüdergemeine aus Herrnhut angereist. Sie erwähnte Auszüge aus der langen Liste der Projekte, die Wittmann als Schulleiter in den vergangenen fünf Jahren umgesetzt hatte, darunter auch die Berufsfindungsmesse Campus Comenius, die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet. Alle diese Projekte seien von vielen Kolleginnen und Kollegen mitgetragen worden und zeugten davon, dass sich Wittmann mit ganzer Kraft für die Zinzendorfschulen eingesetzt habe.

„Das Tempo, in dem die Schulentwicklung voranging, konnte zugleich erschrecken und Bewunderung abringen.“ Sie dankte ihm im Namen der Direktion für seinen großen Einsatz für die Zinzendorfschulen.


erstellt am 30.07.2014


Zinzendorfschulen feiern rauschendes Fest

"Jetzt ist Sommer! Egal, ob man schwitzt oder friert: Sommer ist, was in deinem Kopf passiert. Es ist Sommer!..." heißt es in einem Lied der Wise Guys und diese Zeilen haben sich auch die Zinzendorfschulen zu Herzen genommen: Unbeeindruckt vom Wetter feierten sie ein rauschendes Sommerfest, bei dem es an nichts fehlte. Da machte sogar der "flüssige Sonnenschein", der den ganzen Vormittag aus dem grauen Königsfelder Himmel geströmt war, pünktlich zu Beginn des Festes eine Pause.

Vorsichtshalber wurden jedoch die zahlreichen Veranstaltungen in die Gebäude verlegt. In der Turnhalle wechselten sich auf einer improvisierten Bühne die verschiedenen Tanz- und Musikprojekte ab. Angefangen bei den Jüngsten, die unter anderem zu eben jenem Sommer-Lied der Wise Guys choreografierte "Strandgeschichten" präsentierten, über ein Tanzprojekt der 9Rb, Aerobic- und HipHop-Vorführungen, irische Tänze, die Jazz-Band, das Blasorchester, ein Trommel-Duo - die bunte Unterhaltungspalette war beeindruckend.

An den Tischen vor der Bühne nahmen die Besucher Platz, nachdem sie sich am reichlich gedeckten Salat- und Kuchenbuffet oder am Grill versorgt hatten, aber auch die Tische und Bänke auf dem Schulhof wurden zunächst zögerlich und dann mit Vertrauen auf die anhaltenden Regenpause gerne genutzt.

Im Haus Katharina von Gersdorf begeisterte die 6a mit einem witzigen Märchenstück um "Die erstaunliche Errettung der Prinzessin Minerella", die SMV hat einen Flohmarkt aus den Fundsachen organisiert, die im Laufe des Schuljahres liegengeblieben sind und die Schulsanitäter schminkten "Unfallopfer", deren Verarztung sie fachgerecht demonstrierten.

In den verschiedenen Schulhäusern präsentierten sich AGs und die beinahe 30 verschiedenen Projekte entweder direkt mit den Ergebnissen ihres Schaffens der vergangenen Tage oder mit Filmen und Dia-Shows davon.

Teilweise waren in den Projekten Dinge entstanden, die für einen guten Zweck verkauft wurden, die BFH etwa, die Handarbeiten zugunsten von Go Ahead verkaufte oder die leckeren Häppchen der Cupcake & Cake-Pop-Factory. Einige Gruppen stellten ihre Projekte auf Schauwänden oder als Dia-Schau vor, andere werden sicher noch vielen Jahrgängen Freude bereiten, wie etwa die farbenfroh gestalteten Lichtschächte vor dem Erdkunderaum.

"Toll, was die Zinzendorfschulen immer wieder auf die Beine stellen", meinte die Mutter einer Schülerin aus Villingen. "Da würde ich manchmal selbst gerne wieder zur Schule gehen."


erstellt am 29.07.2014


Schüler tauchen in die Technikwelt der EGT ein

Ob Strom- oder Gasnetz, Smart Meter oder Smart Home - die beiden Technikklassen der achten und neunten Jahrgangsstufe der Zinzendorfschulen Königsfeld lernten an zwei Vormittagen die sehr vielseitige Technikwelt der EGT kennen. Die Klassen wurden jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt. und erfuhren zunächsst, wie Gasversorgung in der Theorie funktioniert, vom Transport in großen Stahl-Pipelines z. B. aus Sibirien, über das deutschlandweite Hochdrucknetz zu den lokalen Versorgungsnetzen bis zum Hausanschluss und den dazugehörigen Gaszählern.

Nach der Theorie ging es direkt in die Praxis. In der Triberger Gasübernahmestation in der Nußbacher Straße erfuhren die Schüler aus erster Hand, wie das Gas mit rund 25 bar Druck in großen Leitungen in Triberg ankommt und von hier mit letztlich nur noch rund 0,5 Bar (bzw. 500 Millibar) über die lokalen Versorgungsnetze in die Haushalte gebracht wird.

Und was natürlich beim Gas in Bezug auf die Sicherheit nicht fehlen darf, ist die Odorierung bzw. Parfümierung des Erdgases. Denn Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Damit es im Schadensfall sofort bemerkt werden kann, muss es mit einem "Duft" versehen werden, was in der Fachsprache odorieren heißt. Auch die Schüler konnten sich davon überzeugen und werden den strengen Geruch nach faulen Eiern sicher nicht so schnell wieder vergessen.

Parallel dazu ging es für die zweite Gruppe zusammen mit Netztechnikern und dem Geschäftsführer der EGT Energie GmbH, Karl Hummel, in die Azubi-Werkstatt. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler direkt zeigen, was sie im Technikunterricht bisher bereits gelernt haben.

Mit Hilfe von Schaltplänen galt es in Teams eine kleine KNX-Schaltung zusammen zu bauen - die natürlich am Ende funktionieren und die angeschlossenen Lichter steuern sollte. Was auch alle selbstverständlich erfolgreich schafften. Nur manchmal war eine kleine Hilfe von Seiten der EGT-Betreuer oder der begleitenden Lehrer notwendig.

Dazu bekamen die Schüler noch einen Einblick in das Zählerwesen vom klassischen Ferraris-Zähler bis zum modernen Smart Meter. Mit Hilfe einer Messewand zum Thema Smart Home konnten sie auch einen Einblick in die Welt des intelligenten Hauses werfen, was ihnen sichtlich Spaß machte: Mit ihren eigenen Smartphones durften sich alle kurz auf den Homeserver einloggen und die Messewand per Fernzugriff steuern.

Bevor es gemeinsam zur abschließenden Besichtigung des EGT-Wasserkraftwerks ging, erfuhren die Schülerinnen und Schüler noch, welche Ausbildungsmöglichkeiten ihnen im technischen Bereich bei der EGT offen stehen. Angefangen bei drei verschiedenen Elektroniker-Ausbildungen mit verschiedenen Schwerpunkten, bietet die EGT ab 2015 auch die Ausbildung zum Anlagenmechaniker im Bereich Gas- und Wasserversorgung an. Auch die möglichen Karrierewege bei der EGT in diesen Bereichen wurden aufgezeigt. So hat z. B. der jetzige Netzingenieur Gas, Frank Bonsiepe, sein Berufsleben mit einer Ausbildung zum Anlagenmechaniker gestartet und sich dann sukzessive fortgebildet. Es ist also auch mit einer Ausbildung vieles möglich.

Martin Marx, EGT


erstellt am 29.07.2014


Die 7c berichtet von ihrem Besuch in der Freiburger Synagoge

Einmal Reli-Unterricht außerhalb der Schule und Kirchengemeinde zu erleben - das hieß für uns 7c-Klässler den Bus nehmen und in der Freiburger Synagoge einem jüdischen Gelehrten zu lauschen, der ebenso viele Fragen über unser Vorwissen zum jüdischen religiösen Leben stellte wie danach die unseren beantwortete und der uns mit seinen lebenspraktischen Ansichten und seiner Offenheit wirklich überraschte.

Mit einem "Bruchim habaim" - Herzlich willkommen - empfing uns der jüdische Gelehrte Klaus Teschemacher, der trotz seines hohen Alters noch Führungen in der Freiburger Synagoge betreut, bei unserer Ankunft. Von ihm erfuhren wir nachdenklich Stimmendes über seine Lebensgeschichte, seine Flucht aus dem Nazi-Deutschland und den Wert einer vielsprachigen, international ausgerichteten Bildung und Erziehung. Denn "Wer weiß schon, wo er einmal leben wird", lautete sein Rat an uns Jugendliche.

Am Donnerstag, dem 3. Juli 2014, morgens zu Schulbeginn waren wir Schüler und Schülerinnen der Klasse 7c, begleitet von unserem Klassen- und Religionslehrer Br. Markstahler und Sr. Berberich-Ebner, nach Freiburg gestartet, um die 1985 neu errichtete Synagoge zu besichtigen, die nicht nur als Gebetshaus, sondern auch als Versammlungs- und Unterrichtssaal der dort ansässigen jüdischen Gemeinde dient.

Es wurde eine Begegnung, die uns alle sehr beeindruckte. Wer außer uns durfte schon einmal eine echte Thora-Rolle, die übrigens aus dem 19. Jahrhundert stammt und von unschätzbarem ideellem Wert ist, berühren, darin eine Stelle auswählen und sie sich gleich vorlesen lassen?

Br. Markstahler glänzte durch eine spontane Rezitation des hebräischen Textes, in dem übrigens die Vokale und Satzzeichen nicht vermerkt sind. Durch seine sehr guten Verbindungen zu führenden Mitgliedern der israelitischen Gemeinde noch aus Freiburger Studientagen war es ihm gelungen, den Gründer und bis Juli 2014 amtierenden Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde in Emmendingen, Herrn Klaus Teschemacher, für die Führung zu gewinnen. Er erklärte uns das jüdisch-orthodoxes Denken und die Grundregeln des Gemeindelebens ebenso wie historische Zusammenhänge und beantwortete all unsere Fragen sachkundig und mit großem Gespür für das, was uns junge Leute heutzutage beschäftigt.

Auch die Brit Mila, die Beschneidungszeremonie, und die Zerstörungen des Holocaust waren für ihn kein Tabuthema. Nach der etwa 2-stündigen Einführung durften wir im Gotteshaus Fotos machen, auf die Empore hinaufsteigen und vor allem auch die alte Thora-Rolle ganz aus der Nähe betrachten, die auf geheimnisvolle Weise 1938 aus dem Scheiterhaufen vor der brennenden alten Synagoge gerettet wurde und ihren Weg zurück in die jüdische Gemeinde fand.

Anschließend erkletterten wir die 243 Stufen des Münsterturms, entgingen einem weiteren - "nur kurzen", wie unser Bruder vorsorglich ankündigte, - Rundgang durch die Kirche, weil darin gerade ein Gottesdienst stattfand, und stürmten die berühmte "Markthalle" mit ihren vielfältigen Mittagsmenüs.

Danach genossen wir eine kleine Auszeit in der Stadt und im Park am Freiburger Schlossberg. Leider reichte die Zeit nicht mehr für eine Wanderung hinauf zur Höhenstation, denn unser Bus wartete bereits für die Rückfahrt in den Schwarzwald.

Für den lehrreichen Tag mit einer guten Portion Spaß und Begegnungen möchten wir uns sehr herzlich bei den Organisatoren dieser Studienfahrt bedanken! Schalom!

Die Klasse 7c des Zinzendorf-Gymnasiums


erstellt am 29.07.2014


Internatsplätze für Berufsfachschüler weiterer Fachrichtungen

Nicht immer verlaufen schulische Wege so gerade, wie Eltern es sich bei der Einschulung ihrer Kinder wünschen. Berufsfachschulen bieten Absolventen der neunten, beziehungsweise bei entsprechendem Notendurchschnitt auch der achten Klassen jeder Schulart eine weitere Möglichkeit, einen mittleren Bildungsabschluss zu erlangen.

Diese Alternative zur Realschule ist auch für Internatsschüler interessant. An den Berufsfachschulen der Zinzendorfschulen werden die Fachrichtungen Wirtschaft sowie Hauswirtschaft und Ernährung angeboten. Schüler, die eher über handwerkliche Fähigkeiten verfügen oder sich für pflegerische Berufe interessieren, können wir ebenfalls beschulen: Auf unsere Anfrage hin war die Friedrich-Ebert-Schule gerne bereit, diese Schüler in ihren Profilen Metall und Pflege zur Fachschulreife zu führen, während sie in Königsfeld im Zinzendorfinternat leben. Die Fachrichtungen Gesundheit und Pflege sowie Metalltechnik ergänzen das Angebot der Zinzendorfschulen.

Der Schulleiter der Zinzendorfschulen, Br. Wittmann, der Abteilungsleiter der Königsfelder Berufsfachschulen, Br. Giesel sowie der Schulleiter der Friedrich-Ebert-Schule, Hans-Jürgen Ohlmann und sein Stellvertreter Ulrich Bihlmaier, haben den Wunsch nach dieser schon seit längerem angedachten Kooperation jetzt bekräftigt. „Das Leitbild der Friedrich-Ebert-Schule korrespondiert mit unserem, so dass wir Internatsschüler dort gut aufgehoben wissen“, so Wittmann.

Auch organisatorisch sei dies kein Problem, obwohl beide Kooperationspartner in unterschiedlichen Landkreisen liegen, weshalb die Schulbusanbindung nicht immer optimal ist: „Ein schuleigener Fahrdienst würde bei den Internatsschülern in diesen Fällen den Transport übernehmen“, erklärt Br. Giesel.

Auch Bewerbungsspitzen in den Fachrichtungen, die sowohl in Schramberg als auch in Königsfeld angeboten werden, können auf diesem Wege ausgeglichen werden. Weil selbstverständlich auch die Zinzendorfschulen nach den staatlich vorgegebenen Lehrplänen unterrichten, ist ein Wechseln zwischen den Schulen jederzeit möglich, wie es jetzt schon vereinzelt der Fall ist.

„Es ist sinnvoller, zusammenzuarbeiten, anstatt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen“, stimmten alle Beteiligten überein.


erstellt am 28.07.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen