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Kosmetik und Kühe für Besuch aus dem Elsass

In der Schule zu experimentieren und zu gestalten ist eine tolle Sache – und offenbar nicht selbstverständlich. Die französischen Austauschschüler aus dem College "Suzanne Lalique-Haviland" im elsässischen Wingen Sur Moder, die in der vergangenen Woche an den Zinzendorfschulen zu Besuch waren, staunten nicht schlecht, als die Herstellung von Kosmetik als Projekt auf dem Plan stand. An ihrer eigenen Schule dürfen sie das nicht, was vor allem die Mädchen schade fanden, denn „dann wären wir viel besser in Chemie und Physik“ waren sich viele sicher.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Besuch auf dem Bauernhof der Familie Epting. „Das war ein großer Wunsch der Wingener Schülerinnen und Schüler“, erklärt Sr. Jehle, die gemeinsam mit Br. Burrows den Schüleraustausch organisiert hat. Die beiden Französischlehrer hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, auf dem neben einem Stadtbummel in Rottweil und dem Besuch der Dietinger Kristallwelten auch die Triberger Wasserfälle standen.

Natürlich erfuhren die jungen Besucher auch einiges über das Schulwerk und die Herrnhuter Brüdergemeine. Der Schulpfarrer Br. Fischer hatte ihnen die wichtigsten Eckdaten erklärt.

Susanne Jehle


erstellt am 27.03.2014


Politik-Workshop an den Zinzendorfschulen

Was macht eine Gemeinde für Jugendliche attraktiv? Nachdem sie im Zusammenhang mit dem LEADER-Projekt "Zukunft junger Menschen im Südschwarzwald" an einem Politik-Workshop teilgenommen hatten, waren sich die Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Berufsfachschule der Zinzendorfschulen in vielen Punkten einig: Mitspracherecht, Freizeitangebote und Treffpunkte waren die Aspekte, die immer wieder genannt wurden.

Elf Tage vor dem Jugendforum am 28. März, zu dem die Gemeinde Königsfeld ihre jungen Bewohner eingeladen hat, bekamen die Berufsfachschüler die Gelegenheit, politische Zusammenhänge hautnah zu erleben. Der Sozialpädagoge Udo Wenzel führte eine Klasse der zweijährigen Berufsfachschule durch eine fiktive Gemeinderatssitzung.

Die Rolle der Bürgermeisterin hatte Felicitas Berroth übernommen, die sich vor dieser Sitzung vom echten Bürgermeister Fritz Link in die Gepflogenheiten dieses demokratischen Instrumentes einweisen ließ. "Zu Anfang werden alle begrüßt und dann müssen sie darauf achten, die Wortmeldungen der Reihe nach zu berücksichtigen", erklärte er ihr.

Auf der Tagesordnung standen die typischen Probleme einer Kleinstadt: Das Schwimmbad schreibt rote Zahlen, die Gemeinderäte müssen sich entscheiden, ob deshalb der Eintritt erhöht wird. Außerdem muss ein Platz für eine neue Seniorenwohnanlage und eine Skateboardanlage gefunden und die kostspielige Verschönerung einer Straße diskutiert werden.

Nach anfänglichem Zögern warfen die Schülerinnen und Schüler bei den verschiedenen Punkten immer mehr interessante Diskussionspunkte in die Runde. Die Erhöhung des Eintrittspreises für das Schwimmbad könne sich als kontraproduktiv erweisen, weil zu befürchten ist, dass bei höherem Eintritt weniger Besucher kommen. Besser sei da, mit gezielten Events ein Plus zu erwirtschaften. Dieser Vorschlag kam gut an und wurde einstimmig angenommen.

Bei der Skater-Anlage argumentierte eine Schülerin gegen den Plan, sie auf dem Schulhof anzulegen: "Die Schule ist zum lernen da", meinte sie, außerdem wäre eine solche Anlage zu laut. Auch in die Lebenssituation älterer Menschen konnten sich die Berufsfachschüler gut einfühlen: Senioren sollten gute Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten sowie eine Kirche in der Nähe haben, die Nachbarschaft zu einem Bolzplatz sei eher ungeeignet.

Je länger die fiktive Gemeinderatssitzung dauerte, desto engagierter wurde diskutiert. In der abschließenden Diskussion meinten einige, es sei schwierig, sich in eine Gemeinde hineinzudenken, die sie gar nicht kennen. Manche fanden die Themen "nicht so interessant", andere dagegen sehr realistisch. "Am einfachsten war das Freibad-Thema", waren sich alle einig. Zum einen hatte jeder vermutlich das gleiche Bild vor Augen, zum anderen sei es dabei ja "nur um den finanziellen Aspekt" gegangen.

Obwohl einige Schüler davon überzeugt sind, dass die meisten jungen Menschen kein so großes Interesse an Politik haben, hatte es Felicitas Berroth es schon zu Beginn des Workshops auf den Punkt gebracht: "Wenn Jugendliche besser zusammenhalten, steigt die Lebensqualität." Ein guter Ansatz dazu ist das Jugendforum am 28. März, von 9 Uhr bis 15.30 Uhr. Wer teilnehmen möchte, kann sich dafür sogar vom Unterricht befreien lassen.


erstellt am 17.03.2014


Schüleraustausch: Besuch aus Casablanca

Nachdem die 10. Klasse der Zinzendorfschulen im vergangenen Herbst schöne Tage im marokkanischen Casablanca verbringen durften, stand nun der Gegenbesuch im Schwarzwald an.

Die Gäste konnten Städte wie Rottweil und Stuttgart kennenlernen, auch verschiedene Museen und Sammlungen standen auf dem Besuchsprogramm.

Weil anders als in den Vorjahren in Königsfeld kein Schnee lag, fuhren einige Gastfamilien mit den Austauschschülern in Skigebiete. Viele der Marokkaner haben noch nie in ihrem Leben Schnee gesehen.

Nach einer guten Woche fiel der Abschied schwer, inzwischen sind die Schüler wieder im milden Klima von Casablanca, wo bestimmt einige noch von der schwäbisch-alemannischen Fasnacht träumen.

Ulrich Jehle


erstellt am 14.03.2014


Endspurt zum Abi

Mit der schriftlichen Prüfung im Fach Deutsch hat am heutigen Mittwoch für 41 Schülerinnen und Schüler des allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasiums und für 63 Schülerinnen und Schüler vom Sozialwissenschaftlichen und Wirtschaftswissenschaftlichem Zinzendorfgymnasium der Endspurt zum Abitur begonnen.

In dieser Woche wird noch das Wissen im Fach Mathematik geprüft, in der kommenden Woche dauern die Prüfungen bis Donnerstag an. Dann haben die Abiturienten das meiste hinter sich und können bis zu den mündlichen Prüfungen in den beiden Wochen vor Pfingsten etwas verschnaufen.


erstellt am 12.03.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen