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Zehn Plagen im Kirchensaal – Unterstufenchor inszeniert biblisches Musical mit viel Witz

Mit großem Engagement und viel Esprit haben der Unterstufenchor und ein  Instrumentalensemble unter der Leitung von Br. Michel das Kindermusical „Israel in Ägypten“ aufgeführt. Es erzählt auf gleichsam humor- wie gefühlvolle Weise die biblische Geschichte von Moses, der die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei befreit.

Zwei Erzählerinnen (Lissi Königsberger und Ann-Kathrin Moritz) führen von der Empore aus durch die Geschichte, in welcher der Pharao (Henry Steiner) und Moses (Lena Huss) als Kontrahenten auf der von Br. Ditz-Burk bunt und fröhlich gestalteten Bühne stehen. Weil der Pharao die Israeliten nicht ziehen lassen will, schickt Gott (Claudius Schiffer) eine Plage nach der anderen. Jedes Mal verspricht der Pharao, Moses und sein Volk ziehen zu lassen und jedes Mal bricht er das Versprechen, sobald Gott die jeweilige Plage beendet, denn sich seine Pyramiden bauen zu lassen und nicht dafür zu zahlen, ist für ihn praktisch. Erst als der Sensenmann (Fabian Heizmann) kommt und alle Erstgeborenen (für jeden kommt ein spitzer Schrei aus dem Chor) holt, gibt er nach.

Mit viel Phantasie und Spielfreude werden die zehn Plagen dargestellt. So hüpfen etwa die kleinsten Mädchen als Frösche gekleidet über die Bühne im Kirchensaal, wobei ihre Füße in grünen Gartenhandschuhen stecken und damit ziemlich authentisch aussehen. Als Fliegen schwirren Jungs mit kleinen Sieben vor den Augen durch das Publikum und als der Sensenmann kommt, wird es richtig gruselig.

Das Stück von Thomas Riegler ist voller witziger Einfälle, etwa einer Anspielung auf das Grimm’sche Märchen vom tapferen Schneiderlein, als sich der Pharao zum Schutz vor den stechenden Fliegen ein Kleid schneidern lassen will bis zu den schrägen Reimen, in denen der Bauer (Lukas Dovern) den Tod seines einzigen Tieres während der Viehpest beklagt: „Meine Kuh Babette, die war so eine nette.“ Die Schar der Heuschrecken knabbert an Knäckebrot, welches von den Bäumen hängt („Zuhause isst sie das nie“, verrät ein Vater im Publikum), während der Chor das Geschehen besingt.

Neben den Solisten überzeugte der Chor der sechsten Klassen mit unbefangener Bühnenpräsenz, die Instrumentalisten Br. Ziegler (Violine), Hans-Beat Motel (Posaune) und Matthias Faller (Klavier) sorgten immer wieder für den professionellen Sound zwischen Gospel, Pop, Jazz und Klassik.


erstellt am 28.11.2014


Industrieverband Steine und Erden überreicht Geo-Koffer

„Aus der theoretischen Erkenntnis wird eine praktische“, erklärte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer vom Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (iste), Heinz Sprenger, den Vorteil des Geo-Koffers, den er den Zinzendorfschulen überreichte. Gemeinsam mit der Vereinigung der Geografielehrer Baden-Württemberg hat die iste ein didaktisches Konzept entwickelt und die Ergebnisse in einem Geo-Koffer zusammengestellt. Dieser soll die Lehrer dabei unterstützen, Themen rund um die Erdgeschichte spannend und praxisnah zu vermitteln. Auf einem USB-Stick sind Präsentationen, Arbeitspapiere, Fotos und Filme gespeichert. 33 laminierte Informationskarten eignen sich für die Gruppenarbeit und mit polierten, handlichen Stücken der 14 wichtigsten Gesteinsarten Baden-Württembergs lässt sich die Erdgeschichte besser begreifen.

Die Filme erlauben einen Blick hinter die Kulissen von Steinbrüchen, Sand- und Kiesgruben und zeigen, wie Steine gewonnen und verarbeitet werden, sei es als Kalkmehl in der Zahnpasta oder im Straßenbau. Rund 10 Tonnen Material pro Einwohner müssen  jedes Jahr der Erde entnommen werden, damit Häuser, Schulen, Straßen, Bahnlinien und Radwege gebaut werden können.

Für Königsfeld ist Buntsandstein und Muschelkalk ein typisches Material, erklärte Bürgermeister Fritz Link.  „Auch hier im Haus Spangenberg wurde Buntsandstein verarbeitet.“

Der schwere Koffer im Wert von 680 Euro wurde den Zinzendorfschulen von der Bad Dürrheimer Transport-Beton-Union GmbH & Co. KG gesponsert. Deren Geschäftsführer Christoph Ramsperger wünschte den Schülerinnen und Schülern viel Spaß mit dem Bildungspaket und bot ihnen eine Vorort-Besichtigung an. Der Landtagsabgeordnete Karl Rombach (CDU) war ebenfalls zur Übergabe des Geo-Koffers gekommen und gratulierte den Schülern zu ihrer guten Wahl. „Sie haben sich für eine hervorragende Schule entschieden.“


erstellt am 28.11.2014


Königsfelder Kaleidoskop ist online

Den "Königsfelder Gruß und Schulpost" gibt es nicht mehr, aber sein Nachfolger ist jetzt pünktlich zum Altschülertreffen online. Auch das "Königsfelder Kaleidoskop" gibt im Rückblick auf das vergangene Schuljahr einen guten Eindruck von der Vielfalt des Schullebens, bietet jedoch durch ein neues Format mehr Gestaltungsmöglichkeiten.


erstellt am 28.11.2014


Lebendiger Geschichtsunterricht: Heinz Klee liest Geschichten aus dem Dorfleben der 1940er Jahre

Geschichte mal aus einer anderen Perspektive konnten die neunten Klassen des Zinzendorfgymnasiums am vergangenen Freitag erleben. Ein ehemaliger Schulleiter aus dem hessischen Viernheim hat ein Buch über das Leben in Dunningen-Lackendorf in den 1940er Jahren geschrieben und las den Schülern daraus vor.

„Mein Großvater kam aus Lackendorf“, sagt Heinz Klee, „und hat den Bezug zu seiner Heimat nie verloren.“ Als Heinz Klee vor einigen Jahren von seinem Cousin ausHorgen erfuhr, welche Erlebnisse damals mit dem Hüten der Kühe verbunden waren, stand für ihn fest: „Das muss ich aufschreiben.“

In der heutigen Zeit ist es kaum mehr vorstellbar, dass die Kinder damals in die Kuhfladen stiegen, um sich ihre Füße zu wärmen, denn sie hatten keine Schuhe oder dass eine Mutter einen Tag nach der Geburt ihres achten Kindes mit den Worten „Mariele, komm schaffen“, aus dem Wochenbett geholt wird, weil sonst niemand da ist, der hilft.

Heinz Klee sprach mit den älteren Bewohnern von Lackendorf und führte die Erzählungen in verschiedenen Handlungssträngen zu dem Buch „Lust auf Dorf?“ zusammen.  „Es geht vor allem um die Stellung der Frau, die Wahrnehmung der Kinder und die Auswirkungen der Kirche auf die sozialen Strukturen“, sagt Klee über sein Buch, das er möglichst vielen Jugendlichen nahebringen möchte. Deshalb hat er sich im ganzen Land Buchpaten gesucht, die jeweils einen Klassensatz seines Erzählbandes an eine Schule ihrer Wahl spenden. Für die Zinzendorfschulen hat Berthold Weisser vom Gasthof Mohren in Niedereschach/Fischbach die Patenschaft übernommen.

Nachdem er eine Erzählung aus seinem Buch vorgelesen hatte, herrschte betroffenes Schweigen. „Das holt die Geschichte aus der Anonymität heraus“, sagten die Schüler, die sich auf einmal viel besser vorstellen konnten, was es bedeutet, wenn ein Familienmitglied im Krieg vermisst ist und keiner weiß, ob der Sohn, der Bruder oder Onkel noch lebt oder nicht. „Normalerweise hören die Schüler im Geschichtsunterricht Zahlen, die sie sich merken oder auch nicht“, sagt Klee. Wenn sie jedoch die authentische Geschichte einer Familie lesen, die noch dazu ganz in der Nähe geschehen ist, dann werden diese Zahlen auf einmal lebendig.


erstellt am 25.11.2014


Schulabschluss für jeden Schüler

„Ich wollte nicht jeden Tag nur auf an meinem Platz sitzen und Theorie lernen“, sagt Lukas Kromer. Deshalb hat sich der Schüler dazu entschieden, seine Mittlere Reife auf der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung der Zinzendorfschulen abzulegen. „Montags steht bei mir viel Praktisches auf dem Stundenplan wie Nähen und Kochen, das ist eine schöne Abwechslung im Schulalltag“, erklärte er beim Informationstag der Fachschulen und der Berufsfachschulen am vergangenen Freitag den Interessenten.

Viele Eltern und angehende Schüler waren ins historische Erdmuth-Dorotheen-Haus gekommen, um sich von Schülern, Lehrern und den Abteilungsleitern über die Zugangsvoraussetzungen, die Ausbildung und die späteren Perspektiven zu informieren. Die angehenden Erzieher hatten Ausstellungen zu  Themen wie „Kunst und Kommunikation“, Religionspädagogik, Erzählwerkstatt, Ruheraum und verschiedene Mitmachaktionen  vorbereitet. Die Berufsfachschüler zeigten Tischdekorationen, eine Nähwerkstatt und boten Fingerfood an, bevor sich die Besucher vom Abteilungsleiter der Realschule, Werkrealschule und der Berufsfachschulen, Br. Giesel, sowie der Abteilungsleiterin der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen, Sr. Schoo-Schemmann, die Besonderheiten des Schulwerks erklären ließen.

„Die Eltern sind bei uns mit im Boot“, sagte Br. Giesel, „und die Lehrer haben keine gesonderten Sprechstunden, sondern sind immer ansprechbar.“  Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen aller Branchen in der gesamten Region ermögliche eine besonders praxisnahe Ausbildung.  „An unseren Berufsfachschulen ist zwei Mal eine Woche Praktikum vorgesehen, das ist deutlich mehr als im Lehrplan gefordert“, sagte er. Eine weitere Besonderheit seien die Naturwissenschaften, „Biologie-, Physik- und Chemieunterricht bereiten gut auf das spätere Berufsleben vor.“

Der Weg, die Mittlere Reife an den Berufsfachschulen zu erlangen, steht allen Schülerinnen und Schülern mit einem Hauptschulabschluss offen, unabhängig von den Noten. „Das wissen viele gar nicht.“ Wer noch keinen Hauptschulabschluss, aber an einer Haupt- Werkreal- oder Gemeinschaftsschule in der achten Klasse eine Zwei in Deutsch, Mathe und Englisch hat, kann ebenfalls zur Berufsfachschule wechseln. „Wir finden für jeden einen Weg, zu seinem Schulabschluss zu kommen“, versprach Br. Giesel.

Lukas Kromer hat durch die Praktika während seiner Schulzeit seinen Traumberuf gefunden. Ursprünglich wollte er nach der Mittleren Reife Koch werden, „aber jetzt freue ich mich auf meine Ausbildung als Brauer.“

Anmelden kann man sich übrigens jederzeit!


erstellt am 24.11.2014


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Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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