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Zinzendorfschüler pflanzen Bio-Kartoffeln in Marokko

Auch in diesem Jahr war wieder eine Gruppe von Zehntklässlern am mittlerweile zur Tradition gewordenen Schüleraustausch in Casablanca beteiligt. Natürlich durften die wichtigen Highlights wie Rabat, Marrakesch mit der Place Djemaa el Fna, El Jadida und das Wellenreiten im Atlantik nicht fehlen. Zusätzlich gab es in diesem Jahr aber einen neuen Programmpunkt: Der Besuch eines Biobauernhofs bei Casablanca. Der Besitzer gab den Schülern einen guten Einblick in seine Kooperative und erklärte in gut verständlichem Französisch seine Vorstellung von biologischem Landbau.

Bei einem Rundgang durch die Felder pflanzten die Schüler Kartoffeln und freundeten sich mit dem Esel des Hofes an. Abgerundet wurde der Besuch durch ein köstliches, typisch marokkanisches  Tajine-Gericht, das die Schüler und die begleitenden Lehrer, Br. Jehle und Sr. Berberich-Ebner, gemeinsam genießen durften.

Viel zu früh, nach Meinung der Schüler, ging der Flieger wieder nach Europa, und so freuen sich alle auf ein Wiedersehen beim Gegenbesuch der marokkanischen Schüler im Frühjahr.

Ulrich Jehle


erstellt am 30.10.2014


Pädagogischer Nachmittag an den Zinzendorfschulen

Die Schüler haben Ferien, jetzt sind die Lehrer dran, sich weiterzubilden. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden die Themen, die bei den Pädagogischen Tagen in Bad Wildbad am Ende der Sommerferien (unser Bild) besprochen wurden, wieder aufgegriffen und intensiviert.

Vielleicht haben sie in der kommenden Woche auch den einen oder anderen Tag, bevor dann am 3. November die Schule wieder anfängt. 


erstellt am 24.10.2014


Großzügige Sponsoren ermöglichen fünf neue Active Boards

Die Zukunft des Unterrichtens hat an den Zinzendorfschulen schon lange begonnen. Weil die Active Boards, die beim Neubau vom Haus Katharina von Gersdorf in den Klassenzimmern eingebaut wurden, inzwischen aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken sind, wurden die im Haus Spangenberg neu geschaffenen beziehungsweise sanierten Klassenräume ebenfalls mit solchen interaktiven Tafeln ausgestattet. Die neue Generation verfügt zusätzlich noch über Dokumentenkameras, welche gestochen scharfe Abbildungen von Texten und Gegenständen auf die elektronische Tafel bringt.

Fünf  zusätzliche Active Boards im Gesamtwert von 30000 Euro konnten dank großzügiger Spenden vom Verein der Förderer der Zinzendorfschulen e.V., der EGT AG aus Triberg und der Niedereschacher Firma Jerger angeschafft werden. In einem kleinen Festakt mit Musik, Buffet und natürlich einer Präsentation der interaktiven Tafeln bedankte sich die Schulleitung bei den Sponsoren. „Wir leben in einer Zeit, in der es ohne Technik nicht mehr geht“, sagte der Schulleiter Br.Treude. Hierbei sei das Schulwerk jedoch auf Unterstützer angewiesen. "Es ist schön, dass Sie ein Herz für die Zinzendorfschulen haben."

 Martin Marx, Leiter der Abteilung Kommunikation bei der EGT AG, erklärte: „Wir brauchen Nachwuchs und freuen uns, dass wir Schülern helfen können, den Umgang mit technischer Ausstattung zu erlernen." 

Heiko Jerger, einer der Geschäftsführer des Familienunternehmens, hat die Zinzendorfschulen bereitwillig unterstützt, weil er weiß, dass diese Spende 1 zu 1 den Schülern und Lehrern zu Gute kommt. „Wir stellen uns der sozialen Verantwortung in der Region.“

 Die dritte generöse Spende kam vom Verein der Freunde und Förderer der Zinzendorfschulen und der Amos-Comenius-Stiftung, die unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins angesiedelt ist. „Als  Schüler der 70er und 80er Jahre kannten wir Skateboards, vielleicht auch noch Wakeboards aber was, bitteschön, sind Active Boards?“, schilderte der Vorsitzende des Fördervereins, Christian Weßler, humorig die erste spontane Reaktion des Vorstands. Nachdem Br. Treude ihnen erklärt habe, wie wichtig diese Tafeln aus didaktischer Sicht sind, habe man sich auch schnell zur Unterstützung bereit erklärt.

„Für viele Lehrer war es zu Anfang schon eine gewisse Umstellung“, berichtete der Abteilungsleiter von WerkRealschule, Realschule und Berufsfachschulen, Br. Giesel. Doch schon nach kurzer Zeit lernen sie die Vorteile zu schätzen. „Ich kann per Mausklick verschiedene Landkarten nebeneinanderstellen oder etwa den Geschichtsunterricht mit Szenen aus Dokumentarfilmen lebendiger gestalten“, freut sich der Abteilungsleiter der beruflichen Gymnasien, Br. Dassler. Seine Unterrichtsmaterialien nimmt er auf einem USB-Stick mit.

Unterrichtet werden an den Active Boards Klassen aus der Oberstufe der Gymnasien und der Realschule. „Die Schüler finden es gut“, weiß Br. Giesel. Kein Wunder, vereinen sie doch viele Vorteile, es müssen zum Beispiel keine Landkarten mehr aufgerollt werden,  es gibt kein Gedränge mehr um den Tisch, wenn etwa eine ganze Schulklasse sich etwas ansehen soll, Dokumentarfilme sorgen für Abwechslung , fehlende Wörter in Lückentexten können per Mausklick für alle gleichzeitig sichtbar werden, der Lernstoff bleibt präsent, auch wenn er gerade nicht zu sehen ist und - nicht zuletzt – niemand muss mehr die Tafel putzen.


erstellt am 20.10.2014


Unterricht in der Schul-Mensa

Am Donnerstag hatten sich zum sechsten Mal rund 400 baden-württembergische Schulen an den bundesweiten Tagen der Schulverpflegung beteiligt. Unter dem Motto „Schule ist coolinarisch“ waren auch die Zinzendorfschulen dabei. Zur Wahl standen drei herbstliche Menüs – Fisch, Fleisch und vegetarisch – mit Kürbussuppe, Salat und Muffins.

Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse der WerkRealschule nutzten die Gelegenheit, von allem etwas zu probieren. Ihre Lehrerin Sr. Helms hat den Unterricht im Fach Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit kurzerhand in die Mensa verlegt. „Einige Schüler, die sich sonst immer etwas am Imbiss holen, wollten zuvor partout nicht hier essen. Als dann aber alle um den Tisch saßen, haben sie aber doch von allem probiert und es hat ihnen sichtlich geschmeckt.“

Vincent, bei dem zu Hause öfter Fisch auf den Tisch kommt, probierte den Lachs an Zitronen-Dill-Soße mit Gemüsereis und fand ihn lecker, „Ich mochte aber auch die Pute mit Tomatensauce“, verriet er.

In den vorhergehenden Unterrichtsstunden wurde die Ernährungspyramide besprochen und die Schüler lernten die Lebensmittelgruppen kennen. Ein weiterer Aspekt war die Frage, wie sie gut durch den Schulalltag kommen. „Wenn sie schon vor sieben Uhr zum Schulbus gehen und bis nachmittags Unterricht haben, sollte die Verpflegung gut geplant sein“, so die Lehrerin.

Zum Nachtisch gab es neben saftigen Muffins auch noch eine Obstplatte mit exotischen Früchten. Physalis, Maracuja, Mango, Sternfrucht - die Schüler konnten die verschiedenen Sorten kennen- und unterscheiden lernen.


erstellt am 17.10.2014


Mobiles Theater gastiert mit eindrucksvoller Büchner-Collage

Noch haben sie ein paar Monate Zeit bis zu ihren Prüfungen, aber denen können die Gymnasiasten der Zinzendorfschulen – zumindest, was das Sternchenthema Büchner im Deutsch-Abitur angeht – gelassen entgegenblicken. Das Theater mobile Spiele aus Karlsruhe gastierte auf Einladung der Zinzendorfschulen in Königsfeld und brachte den Schülerinnen und Schülern die Werke des hessischen Dichters und Revolutionärs näher, und das sogar im Wortsinn. Die Bühne des Einpersonenstücks „büchner. die welt. ein riss.“, das der Schauspieler Georgios Tzitzikos unter der Regie von Thorsten Kreilos mit unglaublicher Intensität inszenierte, war inmitten der Schüler aufgebaut.

Zu zwei Seiten saß das junge Publikum nur wenige Zentimeter von der Bühne entfernt, die lediglich von einem fünf mal fünf Meter großem Teppich markiert wurde, und konnten so jedes noch so leise Zucken um den Mund, jedes Heben der Augenbrauen des grandiosen Darstellers verfolgen.

Das spärliche Bühnenbild aus Holz, Jute und Plastik baute er im Laufe der 60-minütigen Vorstellung nach und nach nebenbei ab und hinterließ damit das Nichts, das sich Büchner als Ruhepol immer wieder herbeigesehnt hatte. Die Plastikplanen, die zuvor mal als Paravent dienten, mal als Symbol für Blut oder die Roben der Reichen, wurde später zu den zeitgenössischen „Müllbergen, auf denen die Knochen des Hungers liegen“, wie es im Programmheft heißt.

Die Theatermacher haben Passagen aus den Werken und Briefen des hessischen Schriftstellers zu einer Collage verwoben, welche die Zerrissenheit Büchners, seiner Gesellschaft, seiner Werke und seiner Topographie  nachvollziehbar macht. „Man nennt mich einen Spötter. Es ist wahr, ich lache oft, aber ich lache nicht darüber, wie jemand ein Mensch, sondern nur darüber, dass ein Mensch ist, wofür er ohnehin nichts kann, und lache dabei über mich selbst, der ich sein Schicksal teile“, hatte Büchner etwa in einem Brief an die Familie geschrieben.

Das Ergebnis dieses vielschichtigen Textgewebes forderte hohe Schauspielkunst. Zuweilen wechselte Tzitzikos im Sekundentakt zwischen Danton und Büchner, Woyzeck und König Peter, oft nur durch Details wie ein aus der Hose hängendes Hemd, eine Perücke oder eine andere Tonlage angedeutet – doch stets so präzise ausarbeitet, dass das Publikum zu jeder Zeit genau wusste, welche Figur er gerade darstellte.

Eine besondere Glanzleistung war der Dialog zwischen dem blutverschmierten Danton und Robespierre, bei dem der Mime je ein halbes Kostüm trug und dem Publikum mal seine rechte, mal seine linke Körperhälfte zeigte, wobei er teils mitten im Satz die Stimme verstellte. „Das war in der Probenphase auch besonders schwierig“, verriet Tzitzikos am Ende der Vorführung.

Für die Schülerinnen und Schüler war es ein tolles Erlebnis, sich dem vor 200 Jahren geborenen Menschenrechtler einmal aus einer anderen Perspektive zu nähern. In der anschließenden Diskussion stellten Schauspieler und Regisseur klar, dass Büchner heute so aktuell ist wie je. „Er stünde mit Julian Assange und Edward Snowden in einer Reihe“, meinte Thorsten Kreilos, der vor zwei Jahren schon einmal mit einer Collage zu Kafka an den Zinzendorfschulen gastierte.


erstellt am 15.10.2014


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Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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