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Abschied von acht Kolleginnen und Kollegen

Das Schuljahresende ist immer eine Zäsur - nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrerinnen und Lehrer. An den Zinzendorfschulen hieß es gleich für mehrere Kollegen Abschied zu nehmen, darunter zwei Referendarinnen, deren Berufsleben gerade erst beginnt und zwei langjährige Pädagogen, deren Erwerbsleben jetzt mit dem Ruhestand endet.

Nach 35 Jahren am Schulwerk war dieses Schuljahr für den Englisch- und Französischlehrer Br. Burrows das letzte. 35 Jahre, in denen er rund 2500 Schüler unterrichtet hatte, deren Namen er alle noch weiß. Rund 150-200 Kollegen hat er in dieser Zeit kommen und gehen sehen, etliche Klassenfahrten begleitet und Morgensegen gehalten, außerdem rund 1000 Klassenarbeiten korrigiert, wie die Kollegen vorrechneten. Nicht nur, dass er reich beschenkt wurde, er kam auch mit einem ganzen Sack voller Geschenke, die er im Kollegium verteilte - bevor er zum Abschied Elton Johns "Your Song" zu Klavierbegleitung sang.

Einen ähnlich emotionalen Abschied nahm das Kollegium von Sr. Cuenca-Garcia. Die Spanischlehrerin war zwölf Jahre an den Zinzendorfschulen und hinterlässt Spuren, wie in dem Gedicht "Der Wanderer" des spanischen Lyrikers Antonio Machado beschrieben, das die Fachschaft im Original und der Übersetzung vortrug. Schulleiter Br. Treude lobte sie für ihre offene, ehrliche Art und ihr Geschick im Umgang mit ihren Schülern.

Beiden langjährigen Kollegen hatte der Lehrerchor humorvolle Lieder auf den Leib getextet, alle anderen wurden mit einem englischen Segen verabschiedet.

Sr. Klausmann und Sr. Bernacki wechseln an staatliche Schulen, die beiden Referendarinnen Sr. König und Sr. Ruhle verlassen Königsfeld ebenfalls. Die vom Land geförderte Stelle des Sonderpädagogen Matthias Mohnkorn, der das Inklusionsprojekt begleitete, wurde nicht verlängert, weshalb auch er die Zinzendorfschulen verlassen musste. Jiyan Ilhan hat die pädagogische Arbeit während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres so gut gefallen, dass sie im kommenden Jahr an der Fachschule für Sozialwesen der Zinzendorfschulen eine Erzieherausbildung beginnt.


erstellt am 29.07.2015


Schuljahr endet mit Abschlussgottesdienst

Mit dem Aufruf, dass jeder das macht, was ihm möglich ist, um die Welt zu bewahren und zu beschützen, wurden am letzten Schultag alle Schülerinnen und Schüler in die Ferien verabschiedet. Der traditionelle Gottesdienst im Garten des Erdmuth-Dorotheen-Hauses zum Schuljahresende stand unter dem Motto „Mensch, pack doch mit an!“

Was damit gemeint war, verdeutlichten einige Schüler der 9R mit einem Rollenspiel, in dem ein Investor ein Sportzentrum bauen wollte – mitten in ein Waldstück. „Wir wollen der Erde keine Wunden verpassen, wir wollen ihr einen schützenden Mantel umlegen“, lautete der Tenor der Gegenstimmen, denn was nütze all das Geld und der Luxus, wenn die Umwelt mehr und mehr zerstört werde.  

„Es sind nicht mehr nur die Frommen, die vor dem Weltuntergang warnen“, sagte Br. Fischer in seiner Predigt, „sondern auch die Naturwissenschaftler.“ Daher solle jeder das tun, was in seiner Macht stehe, um die Welt zu schützen, „denn Gott gab uns die Möglichkeit, zu handeln.“  Schon kleine Dinge wie das Einsammeln von achtlos weggeworfenem Müll könnten einen wertvollen Beitrag leisten.

Ganz wörtlich haben die Berufsfachschulen das Motto „Mensch, pack doch mit an!“ genommen, indem sie die Bänke aufgestellt und die Liederblätter verteilt haben.

Die Gelegenheit, dass alle Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Jahrgänge versammelt waren, nutzte die Schülersprecherin Alena Strittmatter, um ihre neugewählte Stellvertreterin Tabea Jauch vorzustellen. Auch begrüßte sie die beiden neuen Verbindungslehrerinnen Sr. Kramer und Sr. Fraas, die an die Stelle von St. Vogt und Br. Lickert treten. Sr. Helms, Sr. Mudrich und Br. Ditz-Burk bleiben im Team.

Schulleiter Br. Treude gratulierte noch einmal allen, die sich im vergangen Jahr durch besondere Leistungen hervorgetan hatten, namentlich  die 9b, die beim weltweiten Wettbewerb Mathematik ohne Grenzen ganz vorne dabei waren,  den Turmbauerinnen der 9a und 9b, die beim Wettbewerb der Ingenieurskammer tolle Leistungen erbracht hatten und bei dem Zeitungsmacher-Team der 9a, die beim Südkurier-Wettbewerb eine prämierte Seite zum Thema „Respekt“ gefüllt hatte. Um eine Urkunde zu überreichen, war sogar eigens die zuständige Redakteurin der Zeitung gekommen.


erstellt am 29.07.2015


Fünfer erkunden Freizeitpark Allensbach

Einen riesigen Spaß hatten die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen am Montag im Wild- und Freizeitpark Allensbach. Nautic-Jet, Riesenrutsche, Hüpfkissen und Überflieger oder doch lieber in den Streichelzoo, beobachten, wie ein Braunbär zehn Meter einen Baumstamm hochklettert oder Hirsche füttern? Die Fünfer konnten sich nur schwer entscheiden und probierten gleich alles aus.


erstellt am 28.07.2015


EDH verbringt Internatswochenende am Bodensee

Das alljährliche Ausflugswochenende der Mädchen aus dem Internat ging diesen Sommer wieder an den Bodensee. Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Konstanz. Dort mieteten wir am Bahnhof Fahrräder, mit denen wir in zehn Minuten eine hübsche Jugendherberge in Kreuzlingen mit Blick auf den Bodensee erreichten. Obwohl die Mädchen am Ende des langen Tages ziemlich erschöpft waren,  waren sie natürlich gespannt auf ihr neues Umfeld und richteten erst einmal ihre Zimmer ein. Nach dem Abendessen erkundeten einige von ihnen die Konstanzer Innenstadt, andere entspannten im Park, der die Jugendherberge umgibt, oder am See.

Der nächste Tag begann schon früh als erstes stand nach dem Frühstück eine Radtour zu einem Freibad direkt am See stand auf dem Tagesplan. Trotz anfänglicher Wetterprobleme hatten wir einen angenehm ruhigen Aufenthalt mit Pommes als kleinen Mittagssnack. Wieder zurück in der Herberge und erholt von der Fahrt durchs Grüne wurden wir vom Herbergsvater bekocht. Den Rest des Tages durften die Mädchen selbst gestalten, sie bummelten durch die Stadt oder gingen noch einmal ans Wasser.

Am nächsten Morgen wurde auch schon gepackt. Ein letztes Mal fuhren wir mit den Fahrrädern nach Konstanz und pausierten in einer Eisdiele, bis uns der Zug zurück in den Schwarzwald brachte.

Die Mädchen genossen ihren Freiraum und ich fand es eine einmalige schöne Möglichkeit, Zeit mit Mädchen und Kollegen außerhalb des Internatslebens zu verbringen.

Liane Sauer, Diakonische Helferin im Erdmuth-Dorotheen-Haus


erstellt am 27.07.2015


84 Absolventen der beruflichen Zinzendorfschulen mit feierlichem Gottesdienst verabschiedet

„Der Anfang beginnt mit dem Ende“, lautete der Kernsatz, den die stellvertretende Schulleiterin der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen der Zinzendorfschulen, Sr. Schoo-Schemmann, bei der Verabschiedung der 84 Absolventen aus ihrem Bereich und der beiden Berufsfachschulen wählte. Der 24. Juli 2015 sei für die Schulabgänger nicht nur ein Tag der Freude, sondern auch ein Tag des Nachdenkens. Ein wichtiger Lebensabschnitt liege hinter ihnen und so mancher stelle sich sicher die Frage, was bleibt und was kommt. Viel hätten die jungen Menschen in den Jahren, die hinter ihnen liegen, gelernt und viele Kompetenzen erworben, darunter Sozialkompetenzen wie Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, aber auch persönliche Kompetenzen wie Ausdauer, Zuverlässigkeit, Kritikfähigkeit und Belastbarkeit.

Auch der stellvertretende Schulleiter der Berufsfachschulen, Br. Giesel, richtete das Wort an die Absolventen. „Euer Weg war gepflastert mit Einsichten und Rückfällen, aber auch mit dem Willen zum Erfolg.“ Mit einer Mischung aus Neugierde auf das, was kommt und Wehmut beim Gedanken an das, was war, stünden sie nun an einem Wendepunkt.

Beide Abteilungsleiter griffen mit ihren Ansprachen das Motto auf, unter dem die Klasse 2BKSP1 mit der Religionslehrerin Sr. Fischer den Abschlussgottesdienst gestaltet hatten: „Das Leben ist wie eine Pusteblume, wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder für sich alleine fliegen.“

Die jüngeren Schülerinnen und Schüler nahmen die Absolventen und deren Eltern, Freunde und Lehrer mit auf eine Phantasiereise und zogen immer wieder Parallelen zwischen dem Ende der schulischen Ausbildung und einer Pusteblume, für deren einzelne Samen die Reise dann erst richtig losgeht, wenn sie sich auflöst. Symbolisch überreichten sie allen Schulabgängern ein kleines Fläschchen mit einem einzelnen Blumensamen. Der stimmgewaltige Chor der angehenden Erzieherinnen und Erzieher, der in Begleitung ihrer Musiklehrer neben Bette Midlers „The Rose“ auch das bekannte Kirchentags-Lied „Wo Menschen sich vergessen“ und den letztjährigen Fußball-WM-Hit „Auf uns“ sangen, bereicherte den schön gestalteten Gottesdienst ebenso wie die liebevolle Dekoration, zu der auch eine Powerpoint-Präsentation mit den Namen aller Absolventen gehörte.

Für ihre besonderen Leistungen wurden fünf von ihnen ausgezeichnet: Br. Giesel überreichte Johannes Hauenschild (Notendurchschnitt 1,8) von der Berufsfachschule Wirtschaft und Corinna Kramp (Notendurchschnitt 1,7) von der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung Urkunden für ihre jeweilige Jahrgangs-Bestleistung. Sr. Schoo-Schemmann zeichnete Julia Lehmann für die beste schulische Leistung (Notendurchschnitt 1,3) und die Schul- und Klassensprecherin Sarah Bayer für ihr vorbildliches Engagement aus. Den Preis des Vereins der Freunde und Förderer überreichte dessen Vorsitzender Christian Weßler an Inga Schnettler für ihr Engagement im Klassenverband.


erstellt am 24.07.2015


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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