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Theater-AG auf den Spuren der Kelten

„Wir befinden uns im Jahr 616 vor Christus am Magdalenenberg in Villingen. Unser großer Fürst ist tot.“ Während dieser Einführung erklingt feierliche Musik, die Untertanen ziehen am Grab vorbei, stellen sich in zuvor besprochener Reihenfolge auf und sprechen ihren Text. „Achtet auf die ‚T’s, sie sind das Problem eines jeden Schauspielers“, rät Verena Duschek und macht vor, wie es geht. Schon in der ersten Wiederholung klingt der Satz gleich viel besser.

Seit Ende Januar probt die Theaterpädagogin regelmäßig mit einer Gruppe Unterstufenschüler der Zinzendorfschulen zum Thema Keltenspuren. Es gibt kein fertiges Drehbuch, nach dem jeder Schüler seinen Text lernen muss und davon nicht abweichen darf. Das Stück entsteht frei, jedoch innerhalb eines professionellen Rahmens. „Die einzelnen Szenen habe ich vorgegeben, die Schüler füllen sie mit Leben“, erklärt Verena Duschek. Falls ihnen einmal nichts einfällt, gibt es immer noch einen Plan B, denn sie hat die Geschichte natürlich vorbereitet und zieht bei Bedarf Zettel mit Sätzen aus der Tasche, die die Schüler entweder so übernehmen oder abwandeln können. Doch je öfter die Theater-AG sich trifft, desto seltener kommen diese zum Einsatz. Die Schüler haben sichtlich viel Spaß daran, lassen ihre Phantasie sprudeln und bringen viele eigene Ideen ein.

„Manchmal habe ich schon eine bestimmte Vorstellung von einer Figur, aber die Kinder spielen die Rolle dann ganz anders. Auch das kann einen Zauber haben“, freut sich Verena Duschek über die Kreativität ihrer Schüler. Zur Vorbereitung hatte sie mit den Kindern das Franziskanermuseum besucht, wo sie vom Museumspädagogen Peter Graßmann eine maßgeschneiderte Führung bekamen und ihnen alles erklärt wurde. Auch zum Magdalenenhügel erfuhren sie eine Menge über das Leben der Kelten und ihre Rituale.

„In dem Alter interessieren sich Schüler sehr für Geschichte“, weiß die Lehrerin aus eigener Erfahrung. „Mit diesem Theaterprojekt versuche ich, die Geschichte lebendig zu gestalten und in Geschichten zu erzählen.“ Zur Lebendigkeit trägt schon die erste Szene bei, die im Hier und Jetzt spielt. Sie zeigt am Beispiel einer Familie, welche Bezugspunkte es zur Vergangenheit gibt.

Für die Schüler ist nicht nur der andere Umgang mit der Geschichte, sondern auch die Schauspielerei eine tolle Erfahrung. „Die Schüler erleben sich in einer gänzlich anderen Situation“, sagt die Theaterpädagogin, „sie entdecken, wie sie sich verändern, sich mehr zutrauen, anders sprechen.“

Das Theaterprojekt „Keltenspuren“ ist am 8. Juli  um 19 Uhr im Haus des Gastes in Königsfeld zu sehen.


erstellt am 29.06.2015


Sensationeller dritter Platz beim Golf-Landesfinale von JtfO

Einen phantastischen Erfolg konnte das Team um Captain Maxime Rößle beim baden-württembergischen Landesfinale in der Sparte Golf verzeichnen.

Hinter den Favoriten, den Gymnasien St. Leon-Rot und Heidelberg, belegte die Mannschaft der Zinzendorfschulen und –Internate einen hervorragenden dritten Platz.

Bei vier gewerteten Ergebnissen erspielten das Team aus dem Schwarzwald mit einer ganz starken Leistung insgesamt 105 Bruttopunkte. Es spielten spielten Paul Fischer, Nemanja Kostic, Maxime Rößle Michael Höfler, Louis Rößle und Henry Johnston (nicht auf dem Bild), die von Sr. Helms betreut wurden.

Insgesamt hatten sich neun Schulen über regionale Ausscheidungen für das stark besetzte Landesfinale qualifiziert, das im GC Hetzenhof bei Göppingen ausgetragen wurde.


erstellt am 29.06.2015


Abiturienten mit festlichem Gottesdienst verabschiedet

„Eine ruhige See hat noch keinen guten Seemann hervorgebracht.“ Dieses bretonische Sprichwort gab Schulleiter Br. Treude den Absolventen der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfgymnasien mit auf den Weg. „Ihr verlasst jetzt den ruhigen Hafen der Schule und des Elternhauses. Die raue See des Lebens wird euch einiges abverlangen“, sagte er beim Abschlussgottesdienst im Kirchensaal.  Aber es seien erst diese Herausforderungen, die eine Weiterentwicklung der Persönlichkeiten ermögliche. Eltern und Lehrern falle es oft nicht leicht, die jungen Menschen in die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu entlassen. „Aber wem nichts zugemutet wird, der entwickelt keinen Mut.“

Diesen wünschten  auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse SG2, die den Kirchensaal mit türkisfarbenen und goldenen Luftballons geschmückt und den Festgottesdienst liebevoll mit Musik, Ansprachen und Fürbitten gestaltet hatten, ihren Mitschülern. Symbolisch überreichten sie in einem kleinen szenischen Anspiel Luftballons, die Mut, Hoffnung und Freundschaft verkörperten, der Schulleiter wünschte ihnen zudem noch Tatkraft und Neugier.

„Ihr habt es geschafft, eure Zeit an den Zinzendorfschulen geht jetzt zu Ende. Ihr habt neue Freunde gewonnen und werdet euch an schöne Momente erinnern. Jetzt  müsst ihr euch entscheiden, welchen Weg ihr gehen werdet. Ihr  habt ihr die Freiheit, Euer Leben so zu leben, wie ihr es wollt“, ermunterten die Gymnasiasten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Sr. Fischer ergänzte, dass Freiheit nicht mit einem Freibrief zu verwechseln sei, da schon ein gewisses Maß an Verantwortung dazu gehöre und Schulpfarrer Br. Fischer erinnerte an die unzähligen Menschen auf der Welt, die nicht von dieser hervorragenden Ausgangsposition aus ins Leben starten können.

Wie man seine im Laufe der Schulzeit erworbenes Wissen nutzt, sich neuen Herausforderungen stellt und zugleich anderen Menschen hilft, zeigte Clara Renz, die ihre Aufgabe schilderte, die sie sich für das kommende Jahr gesucht hat: Sie geht für ein Jahr als Freiwillige vom Schwarzwald nach Laos, wo sie als Assistenzlehrerin für Englisch in einem Lernzentrum Kindern bessere Chancen bereitet. Am Ende des Gottesdienstes hatte sie für ihr Projekt gesammelt und freut sich, dass dabei 343 Euro zusammenkamen.

Ihre Chancen  hat die Schülerin während ihrer Zeit im Internat bestens genutzt:  Für ihr Abitur, das sie ebenso wie ihr Mitschüler Robin Staab mit der Note 1,0 bestand, bekam Clara Renz insgesamt sechs Preise für besondere Leistungen. Auch Robin Staab hätte bei der Preisverleihung eigentlich gleich vorne stehen bleiben können, so oft, wie er aufgerufen wurde.

Der Scheffelpreis für den virtuosen Umgang mit der deutschen Sprache und die besten Leistungen im Fach Deutsch ging an Clara Renz und Robin Staab. Den Fachpreis Spanisch bekam Tabea Gehrke Soler, den Fachpreis Englisch teilten sich Clara Renz und Pia Kimmig, welche sich in einer weiteren Fremdsprache besonders hervortat und auch den Fachpreis Französisch bekam.

Der Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ging an Robin Staab, Felix Birkel und Clara Renz. Robin Staab wurde zudem der Preis der Physikalischen Gesellschaft, der Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker den er sich mit Felix Birkel und Clara Renz teilte, sowie der Ferry-Porsche-Preis für herausragende Leistungen im Mathematik und Physik verliehen. Eine Mitgliedschaft in der Physikalischen Gesellschaft bekam Felix Birkel. Der Fachpreis Biologie ging an Celine Spieker, Julia Heppler bekam den Ökonomiepreis des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg. Für hervorragende Leistungen im Orchester teilten sich Anna Schäfer und Clara Renz den Wettstein-Preis, der Preis des Elternbeirats für hohes Engagement im außerunterrichtlichen Bereich ging an Melina Winter. Daniel Haller bekam für sein Engagement für die Schule den Preis der Verein der Freunde und Förderer und die Amos-Comenius-Medaille für ihre Leistungen im Profilfach Pädagogik/Psychologie ging an Clara Renz. Für hervorragende schulische Leistungen bei gleichzeitigem hohem und langjährigem Engagement bekamen Pia Kimmig und Catherine Rau den Erwin-Jäckle-Preis.

 

Die Abiturienten der beruflichen Zinzendorfgymnasien:

Viviane Baumann, Villingen-Schwenningen; Tanja Benzing, Dauchingen; Benjamin Bienger, Königsfeld; Lisa Braun, Schramberg; Noëmi Disch, Villingen-Schwenningen; Tabea Dommermuth, Villingen-Schwenningen; Tabea Gehrke Soler, Villingen-Schwenningen; Nicola Gramlich, Dunningen; Julia Heppler, Bad Dürrheim; Cornelius Herzog, Villingen-Schwenningen; Tobias Hohner, Königsfeld; Jonathan Jäger, Königsfeld-Neuhausen; Angelina Kammerer, Königsfeld-Neuhausen; Tina Kehder, Villingen-Schwenningen; Janik Körner, Königsfeld; Lena Kopahnke, Schramberg; Markus Kopp, Tennenbronn; Monja Krämer, Königsfeld; Isabelle Krause, Schramberg; Judith Ladner, Königsfeld; Maximilian Lehmann, Königsfeld-Burgberg; Ann-Kathrin Loosli, Königsfeld; Alina Maier, Donaueschingen; David Maier, Königsfeld; Angelina Misselwitz, Rottweil; Janina Moosmann, Hardt; Niklas Moosmann, Tennenbronn; Sophie-Marie Nattmann, Wolfach; Lara Neuser, Bad Dürrheim; Tessa Poepping, Königsfeld-Neuhausen; Clara Renz, Königsfeld; Lotta Rübsaamen, Königsfeld; Anna Schäfer, Königsfeld; Bradley Smith, Schonach; Anne Teufel, Donaueschingen; Melina Winter, Königsfeld.

 

Die Absolventen der allgemeinbildenden Zinzendorfschulen:

Pascal Anetsberger, Königsfeld; Mario Bauer, Hardt; Phileas Baun, Villingen-Schwenningen; Felix Birkel, Schramberg; David Bradula, Königsfeld; Simon Dereck, Eschbronn; Annabel Felicitas Dogor, Königsfeld; Michaela Fleig, Niedereschach; Julien Froidefond, St. Georgen; Lena Glatthaar, Dunningen; Dennis Haase, Königsfeld; Nikola Hack, Mönchweiler; Daniel Haller, Villingen-Schwenningen; Nicolai Haves, Geisingen; Luca Hertnagel, Rottweil; Daniel Hezel, Königsfeld; Carla Hoffmann, Dauchingen; Rudolph Jacobs, Königsfeld; Julia Ketterer, Vöhrenbach; Pia Kimmig, Villingen-Schwenningen; Alina Kleiser, Königsfeld; Catalina Knödler, Villingendorf; Luisa Melinat, Königsfeld; Maxi Michna, Mönchweiler; Tim Ott, Königsfeld; Dennis Rackel, Brigachtal-Klengen; Catherine Rau, Königsfeld; Linda Rebholz, Dauchingen; Sarah Recker, Villingen-Schwenningen; Melena Schlegel, Königsfeld; Miriam Schmid, Bad Dürrheim; Phillip Schmidt, Königsfeld; Enrico Seckinger, Königsfeld; Berit Skorzinski, Donaueschingen; Celine Spieker, Bad Dürrheim; Robin Staab, Königsfeld; Stefanie Stadler, Hüfingen; Olivier Teichmeister, VS-Villingen; Lucas Walcher, Königsfeld; Yannik Zaft, Königsfeld.


erstellt am 26.06.2015


Staatliche Anerkennung für 31 Erzieherinnen und Erzieher

Geschafft: 31 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen haben nach zweijähriger schulischer Ausbildung und einem einjährigen Betriebspraktikum das Kolloquium als letzte Hürde souverän gemeistert und sind jetzt staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher. Die Abteilungsleiterin Sozialpädagogik und Sozialwesen Sr. Schoo-Schemmann sowie die Lehrer der Fachschule gratulierten:

Desirée Amoruso, Daniela Beringhoff, Malena Brunnenkant, Katrin Dachs, Jana Dembiany, Luise Dorn, Alexandra Durler, Sophie Engelberg, Alina Franke, Luisa Genovese, Nathalie Höflich, Fabian Hornig, Özge Ince, Carina Käfer, Timo Kammerer, Nadine Keller, Philipp Kiefer, Jessica Kienzle, Christine Klein, Elvira Lakmann, Anna Müller, Birgit Müller, Beatrix Rack, Jonas Rosenstiel, Sandra Rudolf, Christina Sülzle, Lisa Thurner, Katrin Winker, Tina Winterhalter, Claudia Witowski, Lisa Zimmermann.

 

 


erstellt am 26.06.2015


Gymnasiasten besichtigen Wald und Sägewerk

Einen spannenden Waldtag erlebten die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der Zinzendorfschulen im Fach Naturwissenschaft und Technik mit ihren Lehrern Br. Bihler und Sr. Jehle. Der stellvertretende Leiter des Villinger Forstamtes Roland Brauner führte sie durch das Revier und zeigte ihnen, wie ein Vollernter in Sekundenschnelle eine etwa 70 Jahre alte Fichte fällt, entastet und je nach Verwendungszweck zersägt.

Sie lernten auch die wichtigen Funktionen des Waldes als Erholungsort und Grundwasserspeicher sowie den wirtschaftlichen Nutzen kennen. Besonders überrascht waren sie darüber, dass die Stadt Villingen einen großen Teil ihrer Gemeindeeinnahmen aus  der Holzwirtschaft  gewinnt. Das 5000 Hektar große Waldgebiet erzielt einen Umsatz von rund 12 Millionen Euro. Ständiges Beobachten und Bearbeiten der einzelnen Bäume führt zu geraden, nahezu astfreien Stämmen, die hohe Preise erzielen und teilweise bis nach Dubai als Telefonmasten verkauft werden, wie Roland Brauner erklärte.

Er zeigte den Schülerinnen und Schülern einen Würfel mit einer Kantenlänge von 12 Zentimetern, der nach Anteilen maßstabsgetreu aus Fichte, Kiefer Tanne, Buche, Eiche und Esche hergestellt wurde und wollte wissen, wie schnell diese Holzmenge im  Villinger Forst wächst? Die Auflösung – eine Sekunde -  erstaunte die Achtklässler.

Anschließend besichtigte die Gruppe die Holzwerke Dold in Buchenbach, wo sie die Bereiche Sägewerk, Hobelwerk, Massivholzplattenproduktion und Energie kennenlernten. Täglich werden von früh bis spät 60 Lastwagen mit Holz verarbeitet, erfuhren sie dabei. Sehr eindrucksvoll fanden sie das auf die Sekunde genaue Zusammenarbeiten der einzelnen Maschinen und erfuhren, was ein Cluster ist, nämlich das haargenaue Zusammenarbeiten verschiedener Betriebe miteinander von der Verarbeitung über die Lagerung bis zur Regelung des Exports.

Susanne Jehle


erstellt am 24.06.2015


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Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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