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France Mobil gastiert an den Zinzendorfschulen

Seit gerade einmal einem halben Jahr lernen die Schülerinnen und Schüler der 6b der Zinzendorfschulen Französisch, aber die Unterhaltung klappt schon ganz gut, wie sie beim Besuch des France Mobil feststellen konnten. Die Germanistikstudentin Lauréta Agossah aus Nantes, die gemeinsam mit elf weiteren jungen Franzosen im Auftrag der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung ein Jahr lang bundesweit verschiedene Schulen mit einem Renault besucht, um Kindern die Kultur und Sprache des Nachbarlandes spielerisch beizubringen, fand in Königsfeld sofort einen guten Draht zu den Schülern.

Nachdem sie sich selbst vorgestellt hatte, forderte sie die Zinzendorfschüler mit den Worten „On fait une ronde!“ dazu auf, einen Kreis zu bilden. Zur Musik warfen sie sich einen Schaumstoffwürfel zu und immer wenn die Musik stoppte, mussten sie von sich so viel preisgeben, wie der Würfel Augen zeigte – Namen, Wohnort, Alter, was man mag, was man nicht mag und welche Musik sie gerne hören. „Hoffentlich würfel ich eine 6“, riefen die Kinder, die völlig unbefangen in der Fremdsprache kommunizierten, eifrig.

Insgesamt war Lauréta Agossah an vier Schulstunden an den Zinzendorfschulen und brachte auch den siebenten Klassen des Gymnasiums ihre Muttersprache näher. Der Französischlehrer Br. Jehle hatte das France Mobil eingeladen, weil es eine willkommene Abwechslung im Unterricht ist. „Ich merke jedes Mal, dass die Schüler danach viel motivierter sind“, sagt er.


erstellt am 27.04.2016


Mit Grips und Leidenschaft zum Ziel

Robin Staabs Leidenschaft ist die Mathematik. Was vielen Schülern und Studenten den Schweiß auf die Stirn treibt, lässt Robin Staab zur Höchstform auflaufen. Im vergangenen Jahr hat er am Zinzendorfgymnasium sein Abitur absolviert, mit Bestnoten in den Fächern Mathematik und Physik und einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,0. Für seine Leistungen ist er nun jüngst mit dem Ferry-Porsche-Preis ausgezeichnet worden. Der Namensgeber des Preises, Ferry Porsche, war der Sohn von Porsche-Gründer Ferdinand. Mit Robin Staab sind weitere 251 junge Frauen und Männer aus dem ganzen Bundesland ausgezeichnet worden. Sie alle haben Spitzenleistungen in den Kernfächern Mathematik, Physik und Technik erbracht. Der Preis soll angehende Studenten für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer begeistern und sie motivieren, ein Ingenieurstudium zu beginnen.

Doch nicht nur diese Auszeichnung räumte Robin Staab ab. Er erhielt auch weitere Preise in Deutsch, Physik, Chemie und Mathematik. Der ruhige und sympathische junge Mann ist allerdings auf dem Boden der Realität geblieben. „Obwohl es mir regelmäßig angetragen wurde, habe ich nie eine Klasse überspringen wollen“, so der 19-jährige. Er habe sich in seinen Klassenverbänden immer wohl gefühlt. Natürlich hätte er sich öfter gelangweilt, vor allem in der Grundschule, aber es wäre auch eine sehr entspannte Zeit gewesen.

Die Zinzendorfschulen hat er sich nach seiner Grundschulzeit bewusst ausgesucht: „Die Schule hat mir von Anfang an gut gefallen, vor allem in der Mittelstufe habe ich oft Zusatzaufgaben und zusätzliche Bücher bekommen.“ Auch seine Lehrer haben viele gute Erinnerungen an Robin Staab. Grundschullehrerin Anja Hamiter schwärmt jetzt noch von dem intelligenten Schüler: „Ich erinnere mich gut an Robin. Er war ein freundlicher und aufgeschlossener Junge, er hätte zu jedem Zeitpunkt eine Klasse überspringen können.“ Auch sein Mathelehrer auf dem Gymnasium, Stefan Gilga, hat lebhafte Erinnerungen: „Robin war einer der wenigen Schüler, von denen man im Unterricht noch was lernen konnte. Er hat oft mit kleinen Vorträgen und Erklärungen den Unterricht unterstützt.“

Während seiner Schulzeit hat Robin Staab regelmäßig im Neuhausener Fußballverein gespielt, später wechselte er dann zum Karatesport. Außerdem gab er seinen Klassenkameraden gerne Nachhilfe. Kostenlos. „Das war schon in Ordnung, so habe ich gleichzeitig auch etwas lernen können.“ Insgesamt hätte er aber nie „so arg viel gelernt“, erzählt er schmunzelnd.

Nach dem Abitur im vergangenen Jahr bereiste er dann erst einmal für ein halbes Jahr Nepal: „Nepal hat mich interessiert, weil ich vorher nie in Asien gewesen bin.“ In einem kleinen Bergdorf hat er Schüler in Englisch und Naturwissenschaften unter sehr einfachen Bedingungen unterrichtet. Besonders die Gastfreundschaft der Nepalesen habe ihn beeindruckt.

Jetzt ist Robin Staab wieder zu Hause in Neuhausen. Bis zu seinem Studienbeginn im September absolviert er ab dem kommenden Monat ein Praktikum in einem Start-Up Unternehmen für Informationstechnologie in Villingen. Dies interessiere ihn besonders, da er selbst so ein Unternehmen in naher Zukunft gründen möchte, zusammen mit drei Freunden. Die Idee, in der Gastronomie die Bestellvorgänge zu optimieren, sei hoffentlich erfolgversprechend.

Im September steht für Robin Staab dann sein Informatik-Studium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich an. Die ETH ist eine der renommiertesten Hochschulen Europas und nur mit schulischen Bestleistungen wird man hier zum Studium zugelassen. Besonders für Nicht-Schweitzer ist die Hürde hoch. Aus Interesse, aber auch um sich besser vorzubereiten, lernt er täglich einige Stunden dafür. „Ich habe Spaß daran. Ich lerne aber vor allem, weil ich mich selbst verbessern will.“ Während der Schulzeit habe er sich oft selbst unter Druck gesetzt, erzählt er. Von einem Einser-Schüler hätte man schließlich auch Einsen erwartet. Eine Zwei wäre für ihn persönlich nicht akzeptabel gewesen. Doch mittlerweile hätte er gelernt, mit sich selbst klarzukommen. Den Druck mache er sich nicht mehr.

Robin Staab ist erst 19 Jahre alt und er weiß was er will. Schon jetzt stehen ihm beruflich Türen und Tore offen, auch bei Porsche selbst. Die Firma hatte bei der Preisverleihung offensiv für ein Studium im eigenen Unternehmen geworben. Doch Robin Staab interessiert die Automobilbranche nicht besonders. Sie ist ihm nicht schnelllebig, nicht wandelbar genug. Seine Zukunft sieht er in den neuen Informationstechnologien, hier kann er sein Potential ausschöpfen.

Text und Bild mit freundlicher Genehmigung von

Kirsten Strötgen


erstellt am 26.04.2016


Reading-Aloud-Cometition: Chiara und Hanna fahren zum Regionalentscheid

Vorlesewettbewerbe werden schon lange an Schulen ausgetragen, seit kurzem gibt es sie auch für englische Texte. Auch an den Zinzendorfgymnasien haben sich zwei Klassen daran beteiligt,  in denen jeweils drei Klassensieger ermittelt wurden. Sie traten beim Schulentscheid gegeneinander an, wobei  Chiara All (7b) auf den ersten Platz kam, gefolgt von Hanna Käfer (7b) und Tamina Eppler (7c). Chiara und Hanna dürfen im Juni zum Regionalentscheid nach Rottweil fahren und dort die Zinzendorfschulen vertreten.


erstellt am 26.04.2016


Zaubershow für Action!Kidz

Ein zauberhaftes Intermezzo im Schulbetrieb durften die sechsten bis achten Klassen der Zinzendorfschulen im Haus des Gastes erleben. Von dem Preisgeld, das sie für das fleißige Spendensammeln zugunsten der Kindernothilfe bekommen haben, hat die Koordinatorin Sr. Klingner-Huss den  Zauberer, Illusionisten und Entertainer Markus Zink engagiert, der auf der Bühne eine faszinierende Show zeigte.

Seine teils ziemlich aufwändigen Tricks hatte der Künstler aus Ravensburg mit einer Geschichte über seine Vorfahren verbunden. Er sei Magier in vierter Generation, erzählte er dem jungen Publikum, und schlüpfte immer wieder in die Rolle seiner Ahnen. Dabei führte er Kartentricks auf,  verwandelte Geldscheine, ließ sich von phantasievollen Steam-Punk-Maschinen in die Luft heben und holte sich auch immer wieder Hilfe aus dem Publikum.

Natürlich hatte er die Lacher auf seiner Seite, als Br. Wehinger und Br. Beller auf die Bühne bat, aber sie machten ihre Sache wirklich gut: Sie mussten Zink nämlich beim Handstand über einem Aquarium festhalten, so dass der Illusionist, wie er mehrfach betonte, bis die Zuschauer wie gewünscht reagierten,  mit verbundenen Augen – „ooh!“ - kopfüber - „aaah!“ , mit dem Mund – „oooh!“ und - Tadaaa: aus dem Wasser! eine zuvor markierte Spielkarte fischte.

Die Show war eine tolle Belohnung für die Action!Kidz, die übrigens vom 11. bis 17. Juli wieder in Königsfeld und ihren Wohnorten unterwegs sein werden, um mit verschiedenen Aktionen wie Autowaschen, Rasenmähen, Kuchenverkauf und ähnlichen Dienstleistungen Spenden für die Kindernothilfe zu sammeln. In diesem Jahr werden von dem Geld Kinder unterstützt, die in Pakistan in Minen arbeiten müssen.


erstellt am 22.04.2016


Profi-Hacker gibt Tipps zur IT-Sicherheit

„Ich bin wirklich überrascht, wie einfach das geht, ein Handy zu hacken“,  musste Dominik zugeben. Der Gymnasiast hatte wie seine Mitschüler aus der gesamten Oberstufe der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfgymnasien und anderer Schulen aus der Region beim Vortrag des Profi-Hackers Erwin Markowsky in der Neuen Tonhalle in Villingen erlebt, wie schnell mal eben eine Spionage-Software auf Smartphone und Notebook landet, wie nachlässig die meisten von ihnen mit den Sicherheitseinstellungen umgehen, wie leicht sich die Gesichtserkennung als Handysperre umgehen lässt und viele andere verblüffende Fakten zum Thema IT-Sicherheit.

Die gute Nachricht kam zuerst: die beliebte Kommunikationsplattform WhatsApp hat ihre Sicherheit erhöht und sendet jetzt verschlüsselt. Doch  grundsätzlich heißt es beim Herunterladen jeglicher App: Gehirn einschalten! „Wozu braucht eine Schrittzähler-App Zugriff auf meine Kontakte?“, meinte Markowski, der auf Einladung der Sozialstiftung der Sparda-Bank Baden-Württemberg im Rahmen des Projektes SpardaSurfSafe die Problematik sehr unterhaltsam rüberbrachte.  Immer wieder holte er sich Schüler als lebende Beispiele aus dem Publikum. Die erste war Lissy aus der 10a, die er mit Marlon und dem Auftrag, miteinander zu flirten, ins Foyer schickte. Blitzschnell hatte er sich in Marlons Smartphone eingehackt und ließ die gesamte Unterhaltung der beiden im Vortragssaal hörbar werden. Dem gehackten Telefon war nichts anzumerken gewesen. Auch Milena, die später auf die Bühne gebeten wurde,  konnte nicht erkennen, dass die Webcam trotz des vermeintlich sicheren Passwortes, das sie zuvor vergeben hatte, sie filmte.

Gängige Sicherheitssperren wie Gesichtserkennung und Fingerabdrücke seien leicht zu umgehen, schilderte Markowsky. Für die Gesichtserkennung genüge es, dem zu hackenden Smartphone ein Bild des Besitzers hinzuhalten, am einfachsten eines, das zuvor mit einem anderen Handy gemacht wurde. Selbst Fingerabdrücke seinen nicht sicher: „Vor ein paar Jahren wurde der Fingerabdruck von Ursula von der Leyen von einem Foto über eine bestimmte Software rekonstruiert.“ Das sei sicher der Grund, weshalb Kanzlerin Merkel immer ihre Fingerspitzen gegeneinander halte, witzelte der Hacker.

Gleich zu Anfang seiner Show hatte Erwin Markowsky, der hauptberuflich im Auftrag großer Konzerne deren Netzwerke auf Sicherheitslücken prüft, gezeigt, wie er mit einem kleinen Gerät, das für weniger als 200 Dollar erhältlich ist, allen Smartphones im Raum vorgaukeln konnte, es sei der heimische Router. „Durch die W-Lan-Funktion loggt sich das Telefon ein und ich habe vollen Zugriff auf alle Kontakte und Bilder.“ Alle  - teils sehr phantasievollen - Routernamen und Zugriffsdaten erschienen sofort auf den großen Projektionsleinwänden.  Markowsky riet den Schülern unter anderem, das W-Lan nicht dauerhaft anzulassen, die Software des Herstellers zu aktualisieren, beim Computer die Firewall zu aktivieren und sich über jede App, die sie installieren, vorher zu informieren.

Bei den Schülern hat es gewirkt: „Ich werde jetzt jedes Mal mein W-Lan ausschalten, wenn ich das Haus verlasse“, meint Dominik.


erstellt am 20.04.2016


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Zinzendorfschulen

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