Archiv

Seite: Page 1 Page 2 Nächste >

Schüler und Mitarbeiter spenden rund 2277 Euro für Afrika

Am letzten Schultag des Jahres wurden die Schülerinnen und Schüler aller Zinzendorfschulen mit drei Gottesdiensten zu verschiedenen Themen in die Ferien verabschiedet. „Lasst Euch anstiften zur Freude“ lautete das Motto für die Klassen 8-10 und der Berufsfachschulen. „Gerade jetzt“ sei das wichtig, so Schulpfarrer Br. Fischer, gerade jetzt müsse man mit Freude der Not und dem Elend in dieser Welt entgegentreten. „Wir brauchen Freude, damit das Leben gelingen kann“, sagte er. Die Lieder, die von der Orgel und einem Bläserquintett begleitet wurden, trugen dazu bei, unter anderem sangen die Kinder neben dem Weihnachtslied „Oh, du fröhliche“ und dem Spiritual „Go, Tell it on the Mountain“ auch den vom Musiklehrer Reinhard Ziegler komponierte Kanon „Gloria“.

Und es funktionierte: Der Abteilungsleiter der Realschule und Berufsfachschulen, Br. Hertnagel, der den Schülern im Namen des Schulleiters Br. Treude und des gesamten Kollegiums schöne Ferien wünschte, hatte den Glanz in den Augen der Schüler beim Singen der Weihnachtslieder bemerkt.

In einem selbst entwickelten Anspiel verdeutlichten Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b, dass es beim Weihnachtsfest nicht darum gehe, Geschenke um der Geschenke willen zu kaufen, sondern Zeit miteinander zu verbringen und Freude zu bereiten.

Weihnachten sei immer schon ein Ausstrecken nach den Grundlagen des Lebens, sagte Br.  Fischer. So baten die Schüler unter anderem für Frieden auf der Welt, für ein Ende des Rassismus und für die Opfer des Anschlags von Berlin. Auch der Schulpfarrer beendete den Gottesdienst mit einem irischen Segenswunsch nach Frieden.

Den Gottesdienst für die Unterstufe hatten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher aus dem ersten Jahrgang der Fachschule für Sozialpädagogik unter der Leitung der Religionslehrerin Sr. Fischer gestaltet. Sie konnten dabei praktisch anwenden, was sie im religionspädagogischen Unterricht während ihrer Ausbildung bereits gelernt haben. Herausgekommen war dabei ein moderner, witziger und dennoch festlicher Gottesdienst. 

Traditionell haben alle Klassen in der Zeit vor Weihnachten wieder für einen guten Zweck Spenden gesammelt. Die Klassen 5-10 sowie die Berufsfachschulen spendeten insgesamt 874,44 Euro für die Sekundarschule der Brüdergemeine im tansanischen Ifakara. Die Klasse 7a hatte sich dabei besonders ins Zeug gelegt und allein durch den Verkauf von Plätzchen auf dem Königsfelder Weihnachtsmarkt ihren Spendenbeitrag um 160 Euro aufstocken können.

Die Spende der Oberstufe und der Fachschulen in Höhe von 257,54 Euro geht an den Verein Afrokids e.V. Auch die Mitarbeiter des Schulwerks griffen tief in ihre Portemonnaies: In den Spendenkörben, die bei der Weihnachtsfeier am Abend herumgereicht wurden, landeten 1145,51 Euro. Damit wird die African-Rainbow Secondary School in Sumbawanga unterstützt, eine Schule, die von der Brüdergemeine seit 2009 aufgebaut wird und an der mittlerweile fast 800 Jungen und Mädchen lernen. Staatliche Auflagen erfordern an verschiedenen Stellen Nachrüstung, wie Pfarrer Raimund Hertzsch, Mitglied der Kirchenleitung, der Evangelischen Brüder-Unität, bei der Mitarbeiter-Weihnachtsfeier berichtete.


erstellt am 22.12.2016


Preise für Sieger beim Preisrätsel der Deutschen Bank

 Über ein Geschenk vor Weihnachten konnten sich drei Zinzendorfschüler freuen, die  beim Preisrätsel der Deutschen Bank auf der diesjährigen Berufsfindungsmesse Campus Comenius die vorderen Plätze belegten. Maren Wursthorn (10 c), Laura Kohler (2BFH1) und André Bossert (9R) hatten eine Sporttasche, einen USB-Stick und eine Trinkflasche gewonnen. Sigrid Klaiber und Daniel Fischer von der Deutschen Bank Villingen-Schwenningen hatten es sich nicht nehmen lassen, nach Königsfeld zu kommen und die Gewinne persönlich zu überreichen. „Es war ein knackiges Gewinnspiel“, meinte die Privatkundenberaterin Sigrid Klaiber und fügte hinzu: „Es ist schön, wenn sich junge Menschen für die Bankenwelt interessieren.“ Schließlich könne man das für das Gewinnspiel nötige Wissen im späteren Berufsleben gut brauchen, egal in welcher Branche. Teamleiter Daniel Fischer betonte, wie wichtig Campus Comenius für die richtige Berufswahl sei, weshalb die Deutsche Bank in diesem Jahr bereits zum dritten Mal unter den Ausstellern war.


erstellt am 21.12.2016


Büchner aus neuer Perspektive gesehen

 "Die Welt ist das Chaos" stellt Georg Büchners Protagonist in "Dantons Tod" fest und fragt sich: "Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet? Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!"

Büchner ist heute noch genauso aktuell wie vor 200 Jahren, aber nicht immer leichte Kost. Sein Drama "Dantons Tod" ist in der Oberstufe der baden-württembergischen Gymnasien Sternchenthema, weshalb die Zinzendorfschulen ein paar Monate vor dem Abitur wieder das "Theater mobile Spiele" aus Karlsruhe eingeladen hat, um den Abiturienten Büchner näher zu bringen - und das sogar im Wortsinn.

Die Bühne des Einpersonenstücks "büchner. die welt. ein riss.", das der versierte Theaterschauspieler Rüdiger Hellmann unter der Regie von Thorsten Kreilos zeigte, war inmitten der Schüler aufgebaut, so dass sie von zwei Seiten aus das Geschehen hautnah miterleben konnten.

Das spärliche Bühnenbild aus Holz, Jute und Plastik baute er im Laufe der 60-minütigen Vorstellung nach und nach ab und hinterließ damit ein "Waste Land", also das Nichts, das sich Büchner als Ruhepol immer wieder herbeigesehnt hatte. Die Plastikplanen, die zuvor mal als Paravent dienten, mal als Symbol für Blut oder die Roben der Reichen, wurde später zu den zeitgenössischen "Müllbergen, auf denen die Knochen des Hungers liegen", wie es im Programmheft heißt.

Die Theatermacher haben Passagen aus den Werken und Briefen des hessischen Schriftstellers zu einer Collage verwoben, welche die Zerrissenheit Büchners, der Gesellschaft, in der er lebte und seiner Werke nachvollziehbar macht. "Man nennt mich einen Spötter. Es ist wahr, ich lache oft, aber ich lache nicht darüber, wie jemand ein Mensch, sondern nur darüber, dass ein Mensch ist, wofür er ohnehin nichts kann, und lache dabei über mich selbst, der ich sein Schicksal teile", hatte Büchner etwa in einem Brief an die Familie geschrieben.

Das Ergebnis dieses vielschichtigen Textgewebes forderte hohe Schauspielkunst. Zuweilen wechselte Hellmann im Sekundentakt zwischen Danton und Büchner, Woyzeck und König Peter (mit Pappkrone als "Burger King") oft nur durch Details wie ein aus der Hose hängendes Hemd, eine Perücke oder eine andere Tonlage angedeutet - doch stets so präzise ausarbeitet, dass das Publikum zu jeder Zeit genau wusste, welche Figur er gerade darstellte.

"Der politisch-menschliche Diskurs von 'Danton' nimmt in dieser Inszenierung eine zentrale Rolle ein", so Regisseur Thorsten Kreilos, der in München Theaterwissenschaft und Philosophie studiert hatte. Gemeinsam mit dem Rüdiger Hellmann beantwortete er im Anschluss an die beiden Vorstellungen für die Abiturienten von der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfgymnasien alle Fragen zu Büchner, der Inszenierung und dem Theater allgemein.


erstellt am 20.12.2016


Feierliche Adventssingstunde im Kirchensaal

Die vorweihnachtlichen Singstunden im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine sind immer etwas ganz Besonderes. Eine davon wird traditionell von den Zinzendorfschulen gestaltet. In diesem Jahr hat Br. Ziegler die musikalische Gesamtleitung übernommen und zum Auftakt das englische Weihnachtslied „God rest you merry, Gentlemen“ in der deutschen Übersetzung von Manfred Siebald gewählt, das als Zugabe nach dem Ende dieses Liedgottesdienstes noch einmal erklang.

Höhepunkt der mal fröhlichen, mal erhabenen Singstunde war jedoch Dietrich Buxtehudes barocke Adventskantate nach dem Paul-Gerhard-Text „Wie soll ich Dich empfangen“, bei der ein stimmgewaltiger Chor aus Schülern, Lehrern, Altschülern und Eltern zu hören war. Das Schulorchester wurde an diesem Abend vom Kammerorchester St. Georgen unterstützt, gemeinsam schufen alle Musiker unter dem großen Herrnhuter Stern eine berührende Atmosphäre bis hin zum eher getragenen Schluss bildete „Dona nobis pacem“ aus Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe. Kinder kuschelten sich an ihre Eltern, die Erwachsenen genossen teils mit geschlossenen Augen und einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht die hochkarätige musikalische Darbietung.

Dazwischen sangen immer wieder - begleitet von der Organistin Ulrike Brusch  -  Chor und Gemeinde gemeinsam Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch, ebenfalls aus allen Kehlen ertönte nach der kurzen Lesung des Schulpfarrers Br. Fischer der von Br. Ziegler arrangierte Gloria-Kanon.

Besonders inbrünstig gab der Unterstufenchor der europäische Weihnachtslieder zum Besten. Br. Michel hatte traditionelle Weisen aus Skandinavien, dem Balkan und aus England bearbeitet und gemeinsam mit Sr. Ermich mit den Kindern einstudiert.


erstellt am 16.12.2016


Hilfreicher Sammelwettstreit um bunte Deckel

45 Millionen Plastikdeckel wurden seit Beginn der vom Rotary-Club initiierten Aktion „Deckel gegen Polio“ gesammelt, von dem Erlös konnten bislang 90 000 Schluckimpfungen gegen Kinderlähmung finanziert werden. Auch die Zinzendorfschulen sind eifrig mit dabei: Am Buß- und Bettag war das Thema der Andachten Nachhaltigkeit und der Umgang mit Ressourcen. Bei der Gelegenheit hatte der Schulpfarrer Br. Fischer einen Wettbewerb unter den Klassen 5-10 sowie den Berufsfachschulen ausgerufen. Der Klasse, die bis zu den Osterferien die meisten Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen, -kartons und Zahnpastatuben sowie gelben Kapseln der Überraschungseier gesammelt hat, winkt eine tolle Aktion im Bereich Naturschutz.
„Die Schülerinnen und Schüler sind sehr kreativ“, freut sich Br. Fischer. „Sie haben Sammelbehälter in ihren Klassen aufgestellt, einige auch in Supermärkten vor den Pfandautomaten, denn das Leergut kann auch ohne Deckel abgegeben werden.“ Familien und Freunde, sogar ganze Vereine können die Kinder beim Sammeln unterstützen. Die Schüler geben klassenweise immer wieder Tüten mit Deckeln beim Schulpfarrer ab, der sie wiegt und in einer Liste einträgt, welche der 20 teilnehmenden Klassen wie viel gesammelt hat. „Inzwischen haben wir schon 50 Kilo zusammen“, sagt er. Eine besonders fleißige Klasse liegt im Moment ziemlich weit vorn, aber noch ist der Ausgang des Wettbewerbs völlig offen.

Den Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Handeln mit auf den Weg zu geben ist dem Schulpfarrer ein großes Anliegen. „Gerade wir als evangelische Schule wollen vermitteln, dass wir mit den Ressourcen sorgfältig umgehen müssen. Wir sind gewohnt, die Übersetzung von Genesis 1,28 als ‚Machet euch die Erde untertan‘ zu lesen, dabei ist die genaue Übersetzung aus dem Hebräischen eher ein ‚in Besitz nehmen‘ im Sinne von beschützen“, so Br. Fischer. Nachhaltiges Handeln soll für die Schülerinnen und Schüler selbstverständlich werden, daher werden an den Zinzendorfschulen schon seit Jahren alte Mobiltelefone und Korken gesammelt. Auf andere Möglichkeiten, Rohstoffe zu sammeln, weist er im Unterricht immer wieder hin, etwa auf die Aluminium-Sammelstelle im Königsfelder Eine-Welt-Laden Ujamaa. Dieser unterstützt wiederum organisatorisch den Eine-Welt-Kiosk, in dem die Schüler eigenverantwortlich in den großen Pausen fair gehandelte Waren verkaufen. „Auch das wenige, was wir tun können, ist viel“, zitiert Br. Fischer den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer.


erstellt am 12.12.2016


Seite: Page 1 Page 2 Nächste >

Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen