Archiv

Seite: Page 1 Page 2 Page 3 Nächste >

Sternengeflüster in Königsfeld

Weihnachtlicher Schmuck gehört in der Adventszeit einfach dazu, besonders beliebt sind Sterne in allen möglichen Varianten als Symbol für den Stern von Bethlehem. Die Urform des Weihnachtssterns ist bereits rund 190 Jahre alt und berührt noch immer durch seine schlichte Schönheit: Der Herrnhuter Stern, der in den Internaten der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden ist. Man erzählt sich, dass damals ein Pädagoge seinen Schülern im Mathematikunterricht ein besseres geometrisches Verständnis vermitteln wollte und daher die Sterne bauen ließ.

Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen Herrnhuter Sterne zusammengebaut, die heute noch genauso aussehen wie damals. Die sechste Klasse der Realschule hatte einen ganzen Vormittag damit zu tun, 20 von der Herrnhuter Sterne GmbH gesponserten Sterne in allen Farben und Größen zusammenzusetzen.

Zwei besonders große hängen am Verwaltungsgebäude der Zinzendorfschulen und am Erdmuth-Dorotheen-Haus, die anderen wurden von der Firma Rottler Elektrotechnik im Edeka-Markt Holzky-Schulz aufgehängt und mit einem Erzähl-Projekt verknüpft: „Viele Menschen haben persönliche Erinnerungen an den Herrnhuter Stern“, sagt Hans Rohrbach, der als damaliger Kurgeschäftsführer die Herrnhuter Sterne in den 1970er Jahren als Weihnachtsbeleuchtung in Königsfeld etabliert hatte. Im Gespräch waren er, der Schulpfarrer der Zinzendorfschulen, Br. Fischer und der Lehrer Br. Müller auf die Idee zu dem Projekt „Sternengeflüster“ gekommen, mit dem Menschen dazu aufgerufen sind, zu erzählen, was sie mit dem Herrnhuter Stern verbindet und welche Bedeutung der Stern für sie hat. Die Geschichten sollen in einem kleinen Buch veröffentlicht werden. Sie können entweder schriftlich bei Hans Rohrbach eingereicht oder auch einfach ihm erzählt werden. Infos unter Telefon 07725-9173900 oder per Mail.


erstellt am 29.11.2016


Tiere der Savanne und ein Baum im Kirchensaal

Es war das bislang aufwendigste der Unterstufenmusicals, die jedes Jahr zum Altschülertreffen der Zinzendorfschulen unter der Leitung von Br. Michel entstehen, aber die Mühe und die unzähligen Stunden Arbeit vieler Beteiligter haben sich mehr als gelohnt. Schon bevor der erste Ton des weihnachtlichen Musicals „Immanuel – Immanuel“ von Wolfgang König (Musik) und Veronika te Reh (Text) im Kirchensaal erklungen war, zeigten sich die Zuschauer von der Kulisse beeindruckt, die witzige Geschichte um die Tiere der Savanne, die sich jedes Jahr vom Affenbrotbaum Mbuyu die Geschichte von Immanuel erzählen lassen, tat ihr Übriges.

Der riesige Baum (gesprochen von Gerhard Lempp), der beinahe bis an die Decke reichte, erzählte eine Geschichte, die er vor rund 2000 Jahren selbst erlebt hatte: Das Warzenschwein Ngiri (Johannes Schott) findet ein Blatt Papier mit der biblischen Prophezeihung der Geburt Immanuels, das jedoch nur die Brillenschlange Miwani (Eva Bochinger) lesen kann. Nur ist leider das nach Menschen riechende Schriftstück genau an der Stelle von Ngiris Hauern durchbohrt, an der steht, wer denn nun Immanuel zur Welt bringen wird. Miwani liest den Text wieder und wieder, doch immer gibt ein laut gesprochener Platzhalter „Und eine Mhmhmh wird einen Immanuel zur Welt bringen….“ allen ein Rätsel auf. Eine Löwin? Eine Giraffe? Eine Schlange? Ein Affe oder ein Elefant?

Jede Gruppe Tiere (mit phantastischen Köpfen, die - ebenso wie die Kulisse - aus der Werkstatt des Kunstlehrers Br. Dietz-Burk stammen und tollen Kostümen [Sr. Fraas und Helfer]) beansprucht den Platz im Nest für seinen Nachwuchs und so liegen schließlich mit den Kindern der Löwen, Giraffen, Elefanten, der Affen und einem Ei der Schlange Cleopatra (Tina Rosenberg) gleich fünf Immanuels in dem von den Vögeln gebauten und für jeden neuen Immanuel erweiterten Nest.

Dass die Löwenmama Kelele (Laura Klebowski) ihre Töchter als viel mutiger und kräftiger als ihren Sohn ansieht, stört Löwen-Macho Simba (Samuel Domscheit) wenig,  derweil bekommt die Giraffe Mama Twiga (Maya Marquardt) „so einen Hals“ als sie hört, dass Immanuel eine Wildkatze sein soll. Auch die Elefantenmama Mkonga (Nina Marwuardt) und ihre Kinder nicht begeistert, sind sie doch die schwersten Tiere und der Affenoma Bibi (Santhia Fritz) ist es sogar ziemlich egal, dass das Baby ihrer Tochter ein Mädchen ist. Sie pflückt kurzerhand ein Blatt und wickelt es, so dass das niemand merkt.

Natürlich wird die Geschichte am Schluss aufgelöst: Ngiri findet ein weiteres Blatt, das auch „nach Menschen riecht“, wie die Schlange Miwani feststellt – und für noch mehr Verwirrung sorgt, bis der Esel Muhimu (Roodnelson Fritz) von seinem Stall in Bethlehem erzählt. Erst sind alle Tiere enttäuscht, dass Immanuel ein Mensch ist, aber der Baum Mbuyu versichert ihnen, dass er auch für sie da sein werde – schließlich habe der Esel für Immanuel Platz in seinem Stall gemacht.

Die Regisseurin Kathrin Wallner hatte alle 35 Tierdarsteller mühelos an die jeweils richtige Stelle dirigiert, als Solisten beeindruckten Alican Akan und Emese Bacso mit ihren festen Stimmen, die beiden Schlangen sowie Affenoma und Affenmama Ndizi (Hannah Jauch) meisterten jeweils schwierige Duette.

Der Chor der sechsten Klassen, bei dem Sr. Ermich bei der Einstudierung der Lieder mitgewirkt hat, wurde vom Großen Chor unterstützt, ein bewährtes Quartett aus Querflöte (Ann-Kathrin Moritz), Violine (Br. Ziegler), Bass (Verena Dichter) und Klavier (Matthias Fichter) spielte die eingängigen Melodien. Dennis Haase und Br. Knieß setzten das fröhlich-bunte Musical technisch in Szene. Alle Beteiligten hatten für kurzweilige zwei Stunden gesorgt, was vom Publikum mit ausgiebigem Applaus honoriert wurde.

Mehr Bilder gibt es hier und ein Video bei YouTube.


erstellt am 25.11.2016


Die beiden Wesen des Dr. Jeckyll

Anders als in den meisten europäischen Ländern werden in Deutschland fremdsprachige Filme im Kino und Fernsehen nicht mit Untertiteln gezeigt, sondern übersetzt. Das ist zwar für die Zuschauer bequem, aber dem Erlernen von Fremdsprachen nicht wirklich dienlich. Zum Glück gibt es das englischsprachige White Horse Theatre, das Schülern mit spannenden, kurzweiligen Stücken die englische Sprache näherbringt und ihr Gehör schult. Mit jährlich rund 400 000 Zuschauern ist es die europaweit größte Theatergruppe dieser Art. An den Zinzendorfschulen gastierte jetzt ein Ensemble des Theaters mit „Dr. Jeckyll and Mr. Hyde“. Mehrere Klassen der allgemeinen und beruflichen Zinzendorfgymnasien sowie einer Klasse der Fachschule für Sozialwesen durften eine gelungene Abwechslung im Unterricht erleben.

„Man is not truly one but truly two“ („Der Mensch besteht nicht nur aus einem Wesen, sondern aus zweien“) – davon überzeugt versucht der angesehene Londoner Wissenschaftler Henry Jeckyll  (Zachary Price), Tugend (Jessica Passant) und Laster (Hannah Elshaw) zu trennen. Mithilfe diverser bunter Tinkturen, die er in seinem Labor braut, verwandelt er sich in sein Alter Ego Edward Hyde, das ihm jedoch schon bald entgleitet. Der bucklige Hyde, nimmt sich ohne Rücksicht auf Verluste, was ihm gefällt, verbreitet in London Angst und Schrecken und begeht schließlich sogar einen Mord.

Als Erzähler und Handelnder tritt  Jekylls Freund, der Anwalt Gabriel Utterson (Frazer Jenkins) auf. Er weiß, dass etwas Seltsames vor sich geht, ahnt aber zunächst noch nichts von der grauenhaften Wahrheit – dass Jekyll und Hyde ein und dieselbe Person sind. Zum Schluss wird angedeutet, dass Gut und Böse auch um ihn eifern.

Der Schauspieler und Regisseur Peter Griffith, der vor beinahe 40 Jahren das White Horse Theatre in England gegründet hatte, machte aus der  Novelle des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson in ein fesselndes Theaterstück, das die vier jungen englischen Schauspieler mit Bravour in Szene gesetzt haben. Vor allem Zachary Price brillierte mit seinen rasanten Wechseln zwischen seinen beiden Wesen und bewies mit seiner Darstellung, dass Schauspieler nicht nur im Kopf fit sein müssen.

In der Adaption des White Horse Theater wurden die handelnden Personen aus Stevensons Vorlage  leicht verändert: Der Butler Mr. Poole wird zur Haushälterin, der befreundete Doktor Lanyon zu einer Freundin und die tugend- und lasterhaften Stimmen, die Dr. Jekyll heimsuchen, werden mit Hilfe von Handpuppen dargestellt. Der gelungene Auftritt wurde mit reichlich Applaus bedacht.


erstellt am 24.11.2016


Das neue Kaleidoskop ist da!

Pünktlich zum Altschülertreffen ist der dritte Jahrgang vom Königsfelder Kaleidoskop online. Er kann auch zur späteren Lektüre heruntergeladen werden.

Es ist diesmal noch bunter geworden. Wer mit der Darstellung Probleme hat, kann auch die barrierefreie Version wählen.


erstellt am 23.11.2016


Berufliche Zinzendorfgymnasien bieten mehr

Allein schon durch das Zusammenspiel von - je nach Zählweise - acht bis zehn Schularten an den Zinzendorfschulen können das Wirtschaftwissenschaftliche Gymnasium und das Sozial- und Gesundheitswissenschaftliche Gymnasium – Profil Soziales in Königsfeld ein Lernumfeld bieten, das weit über den Rahmen eines beruflichen Gymnasiums hinausgeht. Daher war die Informationsveranstaltung im Haus Katharina von Gersdorf auch wieder gut besucht. Viele junge Menschen und ihre Eltern waren gekommen, um sich über die Möglichkeit zu informieren, mit einem mittleren Bildungsabschluss innerhalb von drei Jahren die allgemeine Hochschulreife zu erlangen.

Mediothek, eigener Internetzugang, Mensa, Schulgebäude und Schulgelände zum Wohlfühlen sowie zahlreiche Arbeitsgemeinschaften - vor allem im musischen und sportlichen Bereich - sind die äußeren Bedingungen.
Inhaltlich werden die Schülerinnen und Schüler an den Punkt hingeführt, an dem sie selbst denken, arbeiten und lernen können. Dabei hilft ihnen beispielsweise ein zusätzlicher Mathe-Förderkurs. Mit Spanisch können Schülerinnen und Schüler die für das Abitur erforderliche zweite Fremdsprache erlernen, wer von einem allgemeinbildenden Gymnasium kommt und dort Lateinunterricht hatte, kann diesen an den Zinzendorfschulen bis zum Latinum weiterführen.

Besonders ist auch die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern. „Eure Lehrer interessieren sich für euch, sie begleiten und unterstützen euch“, stellte der Schulleiter der Zinzendorfschulen, Johannes Treude, klar. Die Anrede „Bruder“ und „Schwester“ für die Lehrer und Lehrerinnen sei nicht nur eine Formalie, sondern kristallisiere die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. „Nur wenn diese funktioniert, funktioniert auch Bildung.“

Michael Sauer erläuterte den Interessenten die Aufnahmevoraussetzungen und das Bewerbungsverfahren. Anders als bei den staatlichen Schulen gibt es an den Zinzendorfschulen keinen Stichtag. Das Bewerbungsverfahren ist durchgängig und es gibt auch keine Online-Bewerbung. „Wer sich am Online-Verfahren des Regierungspräsidiums beteiligt, darf sich trotzdem bei uns bewerben“, erklärte er. 


erstellt am 22.11.2016


Seite: Page 1 Page 2 Page 3 Nächste >

Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen