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Action!Kidz wieder auf Platz 1 - Außerdem Nominierung für Engagementpreis

Auch in diesem Jahr haben sich die Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen erfolgreich für Kinder in Not eingesetzt: Mit ihrer Aktionswoche vor den Sommerferien haben die Action!Kidz mehr als 5.500 Euro Spenden gesammelt. Damit sind sie der Sieger in der Kategorie "Höchste Gesamtspende" bei den unter Zwölfjährigen. Von dem Preisgeld konnten alle Action!Kidz jetzt klassenweise im Religionsunterricht Eis essen gehen.

Außerdem wurden sie für ihren unermüdlichen Einsatz für den Deutschen Engagemetpreis nominiert. Auf der Seite www.deutscher-engagementpreis.de/Publikumspreis kann man bis zum 31. Oktober online für die fleißigen Spendensammler abstimmen.

Im vergangenen Schuljahr hatten sich die Fünft- und Sechstklässler im Unterricht mit dem Thema Kinderrechte und Kinderarbeit auseinandergesetzt und mit verschiedenen Aktionen wie Rasenmähen oder Kuchenverkauf Spenden für Kinderarbeiter in Pakistan zu sammeln. Dort müssen schon Zehnjährige 1000 Meter unter der Erdoberfläche in Kohleminen schuften. Die Kinder leiden unter den extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen und haben keine Zeit, um in die Schule zu gehen oder zu spielen. Bundesweit sammelten Action!Kidz über 65000 Euro, die in Projekte der Kindernothilfe im pakistanischen Dalwal fließen. Hier haben die Kindernothilfe und ihre lokale Partnerorganisation RASTI sogenannte Spaß- und Lernzentren für die arbeitenden Jungen und Mädchen errichtet. In den Zentren können die Kinder Rechnen, Lesen und Schreiben lernen, aber auch spielen und Sport treiben.


erstellt am 29.09.2016


Interkulturelles Training erleichtert das Miteinander im Internat

„Wenn ich in China in ein Lokal gehe, Daumen und Zeigefinger in die Höhe halte, und Cola bestelle, bekomme ich acht Gläser.“  Die Jungen und Mädchen vom Zinzendorfinternat staunen nicht schlecht, als der erfahrene Erlebnispädagoge Fridolin Weiner ihnen mit Hilfe eines ihrer Mitschüler zeigt, dass in China sogar die Zahlen mit den Händen anders angezeigt werden als in Deutschland. Kein Wunder also, dass es auch in anderen Bereichen des Miteinanders gelegentlich zu Missverständnissen kommt. Um diese auszuräumen, haben Weiner und zwei Kolleginnen von der Hamburger Weiterbildungseinrichtung InterCultur ein ganzes Wochenende mit den Jugendlichen trainiert.

Zunächst einmal ging es darum, kulturelle Unterschiede und deren Auswirkungen im zwischenmenschlichen Bereich kennenzulernen. Dazu wurden sie fiktiven Kulturkreisen zugeteilt: Die einen waren die emotionalen, kreativen „Handländer“, die alles mit ihren Händen begreifen müssen, die anderen die eher rationalen, technikaffinen „Fußländer“, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Gemeinsam mussten sie eine Aufgabe bewältigen, deren Ergebnis sich am Ende trotz aller Gegenseitigkeiten sehen lassen konnte.

Zwölf Schülerinnen und Schüler aus Fernost besuchen derzeit im Schwarzwald gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Süddeutschland und den Nachbarländern die unterschiedlichen Schulzweige des evangelischen Schulwerks. „Die internationale Zusammensetzung der Schulgemeinschaft bietet eine tolle Gelegenheit, etwas über ferne Länder und Kulturen zu erfahren“, freut sich Vincent Acocella, der das interkulturelle Training als sehr anregend empfand.

Bei dem Workshop lernten die jungen Menschen an praktischen Beispielen, dass bei der Kommunikation zwischen zwei Individuen immer der jeweilige Erfahrungshintergrund eine Rolle spielt. Ein temperamentvoller, rhythmusbetonter Musikclip verdeutlichte das eindrucksvoll. Die meisten tippten darauf, dass die Musik beim Karneval in Rio zu hören sei, die Auflösung zeigte jedoch: Es handelt sich um eine ghanaische Beerdigung.  „Die Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben, spielen unbewusst immer eine Rolle, um neue Erlebnisse einzusortieren“, erklärte Fridolin Weiner.

Eine zentrale Rolle  spielten auch verschiedene Übungen zum Teambildung. Mal ging es darum, dass ein unbeweglicher „Schäfer“ seine „Herde“, die aus Mitschülern mit verbundenen Augen bestand, durch Geräusche wie Klatschen oder Schnalzen in den Stall führt, bei einem anderen Spiel mussten die Jugendlichen mit verbundenen Augen über eine Slackline laufen. Sie wurden dabei von ihren Mitschülern gehalten und mussten sie dirigieren, in welche Richtung sie ausbalanciert werden wollten. In einer anderen Übung ging es darum, nur aus Holzleisten eine sich selbst tragende Brücke zu konstruieren. In den Teams rauchten die Köpfe und  jeder konnte seine Ideen einbringen. „Ich habe schon viele Teamtrainings mitgemacht“, meinte der Berufsfachschüler Lukas, „aber diesmal war es endlich mal etwas ganz anderes.“

Besonders spannend fanden die Jugendlichen die Zukunftswerkstatt, in der verschiedene Ideen gesammelt wurden, wie das Zusammenleben im Internat in fünf Jahren aussehen könnte. Eines der Projekte, die sie sich erdacht hatten, nannten sie „Cook & Learn“ – hierbei kochen die Schüler gemeinsam ein internationales Gericht kocht und sammeln dabei Hintergrundinformationen über das jeweilige Herkunftsland.

Der vom Humboldt-Institut und der Bildungsberatung Ouyang geförderte Workshop setzte nicht nur bei den Schülern an. Am Abend diskutierten die Pädagogen von InterCultur mit den Erzieherinnen und Erziehern der Zinzendorfschulen, wie sie den internationalen Schülern helfen können, sich trotz kultureller Unterschiede schnell im Schwarzwald einzuleben. „Es sind viele gute Ideen entstanden, die im Internatsbeirat, einem Gremium von Schülern und Internatsleitung, weiter vorangetrieben werden“, resümierte Internatsleiter Br. Sendlbeck.


erstellt am 28.09.2016


Ausstellung zum "War Requiem"

„Nie wieder!“ heißt die Veranstaltungsreihe des Villinger Kulturamts rund um die Aufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“, an der unter anderem auch die Zinzendorfschulen beteiligt sind. Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen haben im Kunstunterricht Werke zum Thema Krieg geschaffen, die in der Ausstellung „Was nicht sein darf“ im Kreuzgang vom Franziskaner zu sehen sind.

„Sollen sich Jugendliche künstlerisch mit dem Thema Krieg beschäftigen?“,  fragte sich der Kunstlehrer Br. Dietz-Burk und kam zu dem Schluss: „Als Dauerthema sicher nicht! Aber projektbezogen ist es bestimmt lehrreich, die abgründige Seite des Menschseins zu beleuchten und ein Bewusstsein zu entwickeln, das in unserem gemeinsamen Motto zum Ausdruck kommt: `Nie wieder! … Nie wieder Krieg!´“

Die Vernissage mit Werken der Zinzendorfschüler und zweier Villinger Schulen  beginnt am 30. September um 18.30 Uhr im Franziskaner Kreuzgang. Von da an sind die Bilder bei freiem Eintritt bis zum 23. Oktober zu sehen.


erstellt am 22.09.2016


Nachtrag zur Kunstausstellung

Zur großen Kunstausstellung vom Juli erreichte uns jetzt ein toller, längerer Film. Nikolai Burk hat ihn während der Vernissage aufgenommen. Ansehen lohnt sich gleich doppelt - zum einen, um die phantastischen Kunstwerke noch einmal zu sehen, zum anderen für die spektakulären Luftaufnahmen.

Hier gehts zum Film >>>


erstellt am 20.09.2016


Wanderung zum Schuljahresbeginn

Gemeinschaft erleben konnten alle fünf Klassen der Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen in der ersten Schulwoche. Rund 100 angehende Erzieherinnen und Erzieher machten sich zu Fuß auf den Weg nach Neuhausen, wo sie in der Kirche nach einer kleinen Ansprache über Lebenswege gemeinsam Lieder sangen und sich anschließend bei einem Picknick mit mitgebrachtem Fingerfood für den Rückweg stärkten.  Während der Wanderung gab es immer wieder Pausen mit kleinen Quizfragen oder Spielen, bei denen sich alle kennenlernen konnten.

„Die Wanderung ist ein Symbol für das Schuljahr mit seinen verschiedenen Herausforderungen“, erklärte die Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik, Maria-Elke Schoo-Schemmann. Zuvor hatte es geheißen: „Unterwegs bin ich seit meiner Kindheit.  Das Leben fordert mich auf, den Weg zu gehen, meinen Weg, Schritt für Schritt…“

 

 


erstellt am 20.09.2016


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Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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