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Angehende Erzieher lernen Philosophieren mit Kindern

Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? Diese Frage, die der Philosoph Richard David Precht vor rund zehn Jahren in einem Buchtitel aufwarf, stellen sich nicht nur Erwachsene. Auch Kinder wollen wissen, wie alles zusammenhängt und was verschiedene Aspekte des Lebens zu bedeuten haben.

Nach einem Schnupperworkshop zum Thema "Mit Kindern philosophieren" im vergangenen Jahr nehmen angehende Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen jetzt an einer mehrtägigen Weiterbildung der Münchener Akademie Kinder philosophieren zu dem Thema teil.

In insgesamt vier Modulen erlernen sie das Handwerkszeug, um später mit den von ihnen betreuten Kindern philosophische Themen anzusprechen. "Erzieher, die mit Kindern philosophieren, müssen ihr Vorhaben auch Eltern und den Teamkollegen gegenüber kommunizieren", sagt Dr. Anton Hörburger, der gemeinsam mit Ute Mangold freiberuflich für die Akademie arbeitet und jetzt bei dem dritten von vier Modulen den angehenden Erziehern das passende Handwerkszeug nahelegte.
Nicht jede Frage sei philosophisch zu beantworten. "Wenn gefragt wird, wie ein Blitz entsteht, dann gibt es dazu eine eindeutige Antwort", sagt er. "Geht es jedoch um die Bedeutung von Naturgewalten, ist das schon eine philosophische Fragestellung."

Beim angeleiteten Philosophieren werden Kinder zum kritischen, kreativen und ergebnisoffenen gemeinsamen Nachdenken animiert. "Für die Zukunft unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass Kinder eigene Denkprozesse durchlaufen", sagte Ute Mangold schon beim Schnupperseminar.

Nach einer Einstimmungsrunde zum Thema "Wirklichkeit und Wahrnehmung" wurden zunächst einmal Erfahrungen ausgetauscht: Wie kann man am besten die Kollegen und Eltern vom Philosophieren mit Kindern begeistern? Es gab viel Gelegenheit, die Methodik und Didaktik nicht nur theoretisch zu erlernen, sondern auch praktisch auszuprobieren. Das Projekt "Mit Kindern philosophieren" wird von der Karl-Schlecht-Stiftung unterstützt.

 

INFO:
Wer sich für eine Ausbildung zu einem Beruf mit Kindern und Jugendlichen interessiert, kann sich am Mittwoch, den 29. November informieren.


erstellt am 11.10.2017


Ausstellung vermittelt Wissen über die böhmische Reformation

„Es ist anders als normaler Unterricht, man lernt viel mehr als von der Schultafel“ freut sich Julia, deren Religionsunterricht bei Schulpfarrer Christoph Fischer derzeit im Kirchensaal stattfindet. Dort nämlich ist gerade eine Wanderausstellung zur Reformation in den böhmischen Ländern zu sehen. Die Zinzendorfschulen und die Evangelische Gesamtgemeinde haben die zehn Tafeln des Deutschen Kulturforums östliches Europa anlässlich des 500. Jubiläums der Luther-Reformation nach Königsfeld geholt.

„Es gab aber auch lange vor Luther schon eine Reformation“, erklärt Christoph Fischer der 10W. Rund 100 Jahre vor dem Anschlag der 95 Thesen in Wittenberg hatte der tschechische Theologe Jan Hus den Ablasshandel kritisiert und vieles von dem vorweg genommen, was Luther später anprangerte. „Aus dieser Entwicklung ist diese Kirche entstanden, in der wir gerade stehen und auch eure Schule“, so der Pfarrer.

Daher dient die Ausstellung den Lehrern nicht nur dazu, gezielt Wissen um die Reformation in Böhmen und Mähren zu vermitteln, sondern auch die Geschichte der Brüdergemeine zu vermitteln.

Die Schülerinnen und Schüler finden es hochinteressant, „es ist schade, dass wir nicht mehr Zeit haben, um darüber etwas zu erfahren“, meint Amunet und Marco findet die Ausstellung insofern spannend, als dass sie das Wissen um die Reformation in der Zeit vor Luther öffentlich macht.

Wer sich selbst über diese spannenden Ereignisse informieren möchte, ist herzlich eingeladen, die Ausstellung im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine in Königsfeld zu besichtigen. Sie ist noch bis zum 15. Oktober täglich von 8 bis 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.


erstellt am 09.10.2017


Gesund und lecker – BeKi-Schulung für angehende Jugend- und Heimerzieher

Für oder mit Kindern und Jugendlichen zu kochen ist für angehende Jugend- und Heimerzieher ein wichtiges Handwerkszeug, weshalb die Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen der Zinzendorfschulen regelmäßig eine Fachfrau für Bewusste Kinderernährung (BeKi) einladen.  

Während der Kurs im Frühjahr für die künftigen Erzieher das Essen und Trinken für 3-6-Jährige in der Kindertagesstätte behandelte, stand diesmal das Kochen mit Jugendlichen auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit der Lehrerin Sr. Helms, die ebenfalls über die Zusatzqualifizierung der Landesinitiative verfügt, klärte die BeKi-Fachfrau Edith Kirner die angehenden Jugend- und Heimerzieher über die Ernährungsbedürfnisse von Jugendlichen auf.

Mit Ofenkartoffeln, Ofengemüse, Kürbissuppe, Gemüsetaucher und Kräuterquark, Apfelmus und Zitronenlimonade können Jugendliche leicht überzeugt werden, dass gesundes Essen auch lecker sein kann und in der Zubereitung auch nicht unbedingt länger dauert als bei Fastfood. „Ich habe bei verschiedenen Praktika auch schon mit Jugendlichen gekocht“ sagt Xenia und Sina freut sich, dass der Unterricht nicht nur einen theoretischen Teil  sondern auch praktisch ist. So lernen die angehenden Jugend- und Heimerzieher nicht nur die Zubereitung, sondern vor allem auch, wie sie andere dazu anleiten.


erstellt am 09.10.2017


Kennenlernen im Hochseilgarten

Bei schönstem Herbstwetter haben die neuen Fünftklässler der Zinzendorfschulen ihren Kennenlerntag im Naturhochseilgarten in Triberg verbracht.

Während sie durch den Parcours kletterten, lernten die Kinder dabei, wie wichtig es ist, aufeinander Rücksicht zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu helfen. Auch beim gemeinsamen Spielen und Vespern konnten alle ihre Mitschüler besser kennenlernen. Damit neu gebildeten Gemeinschaften schneller zusammenwachsen, haben die Lehrer mit ihren jeweiligen Klassen kurzweilige Übungen zur Teambildung gemacht.

Helen Marzahn-Neugart


erstellt am 06.10.2017


Training für den sicheren Schulweg

Die Zinzendorfschulen haben einen weiten Einzugsbereich, zum Teil nehmen die Schülerinnen und Schüler täglich bis zu 80 Kilometer Fahrstrecke in Kauf, um nach Königsfeld zu kommen. Aber auch aus den umliegenden Gemeinden pendeln viele der Kinder und Jugendlichen mit dem Bus. Damit schon die Fünftklässler lernen, wie sich sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, nahmen sie an der Bus-Schule des Verkehrsverbundes Schwarzwald-Baar (VSB) und des Schwarzwald-Baar-Kreises teil.
Alexandra Effinger vom VSB-Service-Center nahm sich für die fünften Klassen einen ganzen Vormittag Zeit, um ihnen nicht nur deutlich zu machen, was sie im öffentlichen Personen-Nahverkehr tun und lassen müssen, sondern auch warum.
„Ein voll besetzter Linienbus wiegt etwa 18000 Kilo“, erklärte sie den Kindern. „Wenn der Bus eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern hat, beträgt der Bremsweg 100 Meter, deshalb ist es ganz wichtig, beim Warten mindestens einen Meter Abstand zur Straße zu haben und nicht zu rangeln.“
Wie sich eine Vollbremsung im Bus selbst anfühlt, konnten die Schüler während einer kurzen Spritztour Richtung Hardt erleben. Ihre Schultaschen hatten sie sich als eine Art Airbag auf den Schoß gestellt und weil alle angeschnallt waren und das Tempo sehr gemächlich, konnten sie über die angekündigte Situation staunen. Dabei merkten sie aber schon, welche Kräfte beim Bremsen freigesetzt werden und denken hoffentlich daran, sich gut festzuhalten, wenn sie einmal nur noch einen Stehplatz ergattern können.

Neben dem praktischen Teil gab es auch eine Theoriestunde zum sicheren Schulweg mit einem Film und vielen Informationen.


erstellt am 05.10.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
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