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Fair-Trade-Frühstück als Prüfungsthema

Dass Prüfungen sowohl für Prüflinge als auch ihre Mitschüler eine schöne Sache sein können, haben Letizia Galasso und Anna Marterer aus der Klasse 10R der Zinzendorfschulen gezeigt. Die beiden Realschülerinnen haben im Fach Mensch und Umwelt (MuM) eines von drei vorgegebenen Themen gewählt und ein Fair-Trade-Frühstück zubereitet.

Bei dem reichhaltigen Buffet fehlte es an nichts: Angefangen von frisch gepresstem Orangensaft über Kaffee, Kakao, Obst, selbst gebackenen Brötchen, Muffins und Müslibällchen war sogar die Tischdekoration – Rosen und Tulpen - fair gehandelt. Dass fairer Handel sich auch auf regionale Lebensmittel bezieht, zeigten sie unter anderem mit Getreide aus den umliegenden Mühlen.

Vier Wochen lang hatten sie sich im Rahmen des Unterrichts theoretisch mit der Herkunft von Lebensmitteln auseinandergesetzt und auf den praktischen Teil ihrer Prüfung vorbereitet. Daher konnten sie gelassen der Bewertung von Ulrike Rök und Birgit Helms aus der MuM-Fachschaft entgegensehen. Auch Schulleiter Johannes Treude ließ es sich schmecken und lobte das üppige Frühstücksbuffet.

Eine weitere Gruppe hatte als Prüfungsthema „Sport und Ernährung“  gewählt und bereitete zum Mittag Geschnetzeltes mit Reis und als Nachtisch einen Obstsalat vor, eine dritte Gruppe beschäftigte sich mit Upcycling von alten Jeans und T-Shirts, aus denen unter anderem Taschen und Kinderspielzeug entstanden. „Das Besondere an dem Fach MuM ist die Praxis“, so Ulrike Rök, „in der die Schülerinnen und Schüler viel Engagement zeigen können.“


erstellt am 17.03.2017


Vielseitige Ausbildung für einen Beruf mit Kindern und Jugendlichen

Die Ausbildung für einen Beruf mit Kindern und Jugendlichen ist an den Zinzendorfschulen sehr vielseitig und vor allem praxisbezogen. Schon im ersten Jahr der zweijährigen Berufskollegs steht ein sechswöchiges Praktikum auf dem Lehrplan. Benedikt Klein, der sich an der Fachschule für Sozialpädagogik zum Erzieher ausbilden lässt, hatte sich für einen Praktikumsplatz im Villinger Waldkindergarten entschieden, Evelyn Grossmann, die mit dem Ausbildungsziel Jugend- und Heimerzieherin die Fachschule für Sozialwesen besucht, absolvierte ihr Praktikum an der Luisenklinik in Bad Dürrheim. Beide fanden sich durch die Erfahrungen, die sie dabei sammeln konnten, in ihrem Berufswunsch bestätigt.

„Es ist toll, durch das Praktikum viele verschiedene Facetten der Arbeit kennen zu lernen“, sagt Benedikt Klein. Er ist sehr naturverbunden und interessierte sich daher für das Konzept des Waldkindergartens. Gerade die Monate zwischen November und Februar sind im Waldkindergarten eine Herausforderung, weshalb das Praktikum mitten im tiefsten Winter für ihn eine Art Indikator war: „Wenn es mir sogar bei diesen Temperaturen gefällt, dann ist es auch etwas für mich“, hatte er sich gedacht und diese selbst gewählte Bewährungsprobe bestanden: Er kann sich gut vorstellen, später einmal in diesem Bereich zu arbeiten. Der Bundesfreiwilligendienst hatte Benedikt schon vor seiner Ausbildung in Königsfeld an einen Kindergarten geführt. „Es war ein glücklicher Zufall“, erinnert er sich, denn dabei wurde ihm sein Berufswunsch klar.

Der Tag im Villinger Wald beginnt für die Kinder mit einem Morgenkreis, danach gibt es oft eine Wanderung. Benedikt konnte sich bei den drei Erzieherinnen in seiner Gruppe, die derzeit für 19 Kinder zuständig sind, viel abschauen, aber auch selbst erdachte Aktivitäten anbieten: Er bastelte beispielsweise mit den Kindern Meisenglocken und organisierte eine Tier-Rallye durch den Wald. Das Frühstück nehmen Kinder und Erzieher gemeinsam in den Hütten ein. Dort wird bei schlechtem Wetter auch gemalt oder den Jahreszeiten entsprechende Dekoration gebastelt. „Ansonsten gibt es hier keine fertigen Spielsachen, aber den Kindern fehlt es trotzdem an nichts“, konnte Benedikt feststellen. „Sie entwickeln ein hohes Maß an Kreativität, wenn sie etwa mit Kastanien und Waldfrüchten Kaufladen spielen.“

Im Unterricht fühlte er sich gut auf seinen Einsatz im Waldkindergarten vorbereitet, „aber in der Praxis sieht es ja doch immer wieder anders aus.“ Daher war er sehr froh über die Praxisbesuche seiner Lehrerin, die teils zur Benotung dienten, teils zur Hilfestellung. „Das gab mir Sicherheit in meinem Auftreten.“ Grenzen zu setzen war für ihn anfangs die größte Herausforderung.

Ganz andere, aber ebenso positive Erfahrungen machte Evelyn Grossmann, die sich erfolgreich um eine Praktikumsstelle an der Luisenklinik in Bad Dürrheim beworben hatte. In der Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie hatte sie unter anderem die Freizeitgestaltung und Hausaufgabenbetreuung übernommen und gerade bei der Umsetzung therapeutischer Ziele viel mit den Ärzten und Therapeuten zusammengearbeitet. Auch wenn viele der Erkrankungen, mit denen sie in der Tagesklinik zu tun hatte, im Lehrplan des ersten Jahres noch nicht vorkamen,  fand sie sich schnell zurecht: Während der Praxisbesuche Ihrer Lehrerin Beatrix Feldmann konnte sie alle Fragen loswerden, aber auch die Kollegen waren stets hilfsbereit: „Man merkt, dass die Klinik auch ein guter Ausbildungsbetrieb ist und Hilfestellung bietet.“  Die Krankheitsbilder der Patienten reichten von ADHS über Phobien, Autismus, Aggression bis zu Depressionen und Zwangsstörungen.  „Ich fand es sehr spannend, zu sehen, wie man positiven Einfluss nehmen kann.“ 
In der Freizeitgestaltung für die kranken Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren hatte sie weitgehend freie Hand. „Ich durfte sogar Veränderungen vornehmen wie etwa die Mal-Ecke umgestalten.“  Überhaupt fühlte sie sich vom ersten Tag an als vollwertiges Mitglied des Teams. „Im Rahmen meiner persönlichen Kapazitäten und Kompetenzen erhielt ich stets die Chance, Aufgaben mit zunehmender Verantwortung zu übernehmen.“

Diese Ideen und Anregungen hatte sie zum großen Teil während ihrer Ausbildung an den Zinzendorfschulen gesammelt, konnte aber auch aus ihren eigenen Erfahrungen als Tanzlehrerin schöpfen. Das Spektrum reichte von Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen, Mal- und Bastelarbeiten mit kunsttherapeutischem Ansatz bis zum ganzheitlichen Zirkeltraining.

Die festen Teams sowohl vom Waldkindergarten als auch von der Luisenklinik waren mit ihren Praktikanten sehr zufrieden: „Er ist eine große Hilfe und für die Kinder ein wunderbares Vorbild“, lobte die Leiterin des Villinger Waldkindergartens, Lydia Schaumann, den angehenden Erzieher Benedikt Klein: „Er ist eine Bereicherung im Team und hat mich darin bestärkt, öfter Praktikanten aufzunehmen.“ Auch Evelyn Grossmann hinterließ in der Luisenklinik einen positiven Eindruck: „Sie war sehr kreativ und einfühlsam“, fand die Leiterin der Tagesklinik, Corinna Angeles, „und konnte die Kinder mit ihren Ideen begeistern.“

 

Wer sich für eine Ausbildung zum Erzieher oder Jugend- und Heimerzieher interessiert, kann sich am 20. März an den Fachschule für Sozialwesen und Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen informieren  - auch über die Fördermöglichkeiten nach BAFöG und AFBG. Die Veranstaltung im Erdmuth-Dorotheen-Haus, Zinzendorfplatz 11 in Königsfeld, beginnt um 18 Uhr.


erstellt am 13.03.2017


Austausch mit Marokko

Der Schüleraustausch mit Marokko ist längst eine feste Institution an den Zinzendorfschulen. Auch in diesem Jahr ging es wieder in das Königsreich an der Straße von Gibraltar. Eine Gruppe der zehnten Klassen war im Herbst 2016 in Casablanca, und nun wurde mit Spannung der Gegenbesuch erwartet.

Leider hatte der Winter eine kurze Pause eingelegt, so dass die Schüler der Ecole AlJabr aus Casablanca teilweise frühlingshafte Temperaturen vorfanden.

So hatten sie aber genügend Zeit, das Schulwerk und den Ort kennenzulernen. Von Br. Fischer erfuhren sie einiges über die Geschichte der Brüdergemeine und die weltoffene Ausrichtung von Gemeine und Schule. Auch das Albert-Schweitzer-Forum gehörte zum Programm.

Besonders spannend fanden sie eine Chemiestunde bei Sr. Jehle, die mit den Gästen Rungebilder, also Bilder, die „sich selbst malen“, fertigte. 

Auch Besuche in Triberg und Stuttgart durften natürlich nicht fehlen, außerdem wurde das Forstamt Villingen aktiv und die Schüler konnten beobachten, wie ein riesiger Baum gefällt wurde und die modernen,  riesigen Forstmaschine bestaunen. 

Da der Gegenbesuch in diesem Jahr einige Ferientage beinhaltete, blieb viel Zeit für Aktivitäten in den Familien.


erstellt am 10.03.2017


Tolle Skifreizeit in Altglashütten

Im Februar konnten die siebenten Klassen sich richtig im Schnee austoben: Im Skilandheim in Altglashütten lernten auch diejenigen, sich auf den Brettern zu halten, die zuvor noch nie auf Skiern oder einem Snowboard standen. Hannah und Catharina aus der 7c haben darüber einen Bericht geschrieben, der ist hier zu lesen.


erstellt am 08.03.2017


Johanna Sander gewinnt Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs

Gutes Vorlesen - noch dazu vor größerem Publikum - ist eine Kunst, die Mut und gestalterische Fähigkeiten voraussetzt. Beim jährlichen Vorlesewettbewerb vom Börsenverein des deutschen Buchhandels werden nun schon zum 58. Mal die bundesweit besten Vorleser in verschiedenen Qualifikationsrunden gekürt. Johanna Sander aus der 6b hatte ihr Talent schon im Schulentscheid als beste Vorleserin der Zinzendorfschulen bewiesen und setzte sich nun auch im Regionalentscheid gegen elf Mitbewerber anderer Schulen des Schwarzwald-Baar-Kreises durch. In der Villinger Buchhandlung Osiander lasen die Sechstklässler zunächst aus einem selbst gewählten Buch vor. Die fünf besten durften sich in einer zweiten Runde mit einer Passage aus einem fremden Buch messen. Souverän überzeugte Johanna auch hier mit ihrer lebendigen, natürlichen Leseprobe die Jury, die nach Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis urteilte. Ein neunköpfiger Fanclub aus ihrer Klasse war mitgekommen und fieberte beim Wettbewerb mit. Die Stimmung war toll und Johanna kann sich nun im Bezirkswettbewerb mit den anderen Regionalsiegern messen.


erstellt am 28.02.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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