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Bundestagsabgeordneter diskutiert mit Schülern

Politik aus nächster Nähe konnten die Schülerinnen und Schüler des vierstündigen Gemeinschaftskundekurses von Br. Kreihe am Zinzendorfgymnasium erleben: Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei (CDU) war nach Königsfeld gekommen, um von seinem Berliner Alltag zu erzählen und Fragen aus unterschiedlichsten Bereichen von Finanzpolitik, innerer Sicherheit, dem Wahlrecht bis hin zur Außenpolitik zu beantworten.

 „Was glauben Sie, was man in Syrien verändern müsste?“ fragte eine Schülerin, eine andere wollte wissen, was er generell vom Lobbyismus halte, eine weitere erkundigte sich nach seiner Meinung zu Ausgleichs- und Überhangmandaten. Die für den ehemaligen Donaueschinger Bürgermeister am schwierigsten zu beantwortende Frage war jedoch die, was er von Donald Trump halte. „Ich musste meine Meinung zu ihm schon oft revidieren“, gestand er und gab zu bedenken, dass der gewählte US-Präsident in seinen 70 Lebensjahren noch nie eine politische Position besetzte - „noch nicht einmal als Ortsvorsteher.“ Da stelle sich die Frage, ob er allen Gesprächspartnern gewachsen sei.

Auch persönliche Aspekte kamen zur Sprache, beispielsweise was für ihn ausschlaggebend war, der CDU beizutreten. Es sei die Partei, die in ihren Grundzügen seine Vorstellungen am besten abbilde – auch wenn es Parteikollegen gebe, mit deren Ansichten er auch nicht mehr gemein habe als mit Mitgliedern der SPD oder FDP.

Der Besuch Freis war auch für zwei Schüler hilfreich, die ihn direkt zu ihren GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) befragen konnten, die ihnen Br. Kreihe zu den Themen Brexit und TTIP aufgegeben hatte.

Bei einer Studienfahrt nach Berlin haben die Schülerinnen und Schüler demnächst Gelegenheit, den Politikern bei der Arbeit zuzusehen: Sie werden auf der Zuschauertribüne des Plenarsaals eine Bundestagsdebatte verfolgen und haben anschließend erneut Gelegenheit, mit Thorsten Frei zu sprechen.


erstellt am 16.01.2017


Acht Ehrungen und ein Abschied

 „Es war ein gutes Jahr und wir haben verschiedene Herausforderungen gemeistert“, resümierte Schulleiter Br. Treude bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier der Mitarbeiter und ihrer Familien am letzten Tag vor den Ferien. Jeder habe seinen persönlichen Beitrag zum Wohl der Schule an seiner Stelle geleistet. Am Beispiel dreier Bauarbeiter, die auf der Frage nach ihrer Tätigkeit jeweils unterschiedlich mit  „Steine behauen“, „Geld verdienen“ und „einen Dom bauen“ antworten, machte er deutlich, wie wichtig der Blick fürs Ganze und die Identifizierung damit sei. „Wir alle bauen gemeinsam an einem Schul- und Internatsdom“.

Er bedankte sich in diesem Sinne bei Br. Gilga und Br. Gehring für 10-jährige „Bautätigkeit“, bei Sr. Jerke, Sr. Maurer und Br. Michel für 20 Jahre und bei Br. Dorn und Br. Pletz sogar für 30 Jahre. „Die Geschichte der Zinzendorfschulen ist eine Geschichte ihrer Mitarbeiter“, sagte er. „Das Wohl des Schulwerks hänge davon ab, dass jeder Mitarbeitende an seiner Stelle das jeweils Beste leistet.“

Auch im Bereich des Verwaltungsleiters wurden Mitarbeiterinnen gewürdigt. Br. Banholzer bedankte sich bei My Tam Jämlich für ihre zehnjährige Mitarbeit in der Zentralküche. Zuvor jedoch hatte er Heidi Hakenjos nach 24 Jahren und acht Monaten im Personalwesen der Zinzendorfschulen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Sie hat über sehr viele Jahre tolle Arbeit geleistet“, stellte Br. Banholzer fest. Mit ihrer fleißigen, freundlichen und bestimmten Art sei sie bei allen Mitarbeitern beliebt und anerkannt.


erstellt am 09.01.2017


Schüler und Mitarbeiter spenden rund 2277 Euro für Afrika

Am letzten Schultag des Jahres wurden die Schülerinnen und Schüler aller Zinzendorfschulen mit drei Gottesdiensten zu verschiedenen Themen in die Ferien verabschiedet. „Lasst Euch anstiften zur Freude“ lautete das Motto für die Klassen 8-10 und der Berufsfachschulen. „Gerade jetzt“ sei das wichtig, so Schulpfarrer Br. Fischer, gerade jetzt müsse man mit Freude der Not und dem Elend in dieser Welt entgegentreten. „Wir brauchen Freude, damit das Leben gelingen kann“, sagte er. Die Lieder, die von der Orgel und einem Bläserquintett begleitet wurden, trugen dazu bei, unter anderem sangen die Kinder neben dem Weihnachtslied „Oh, du fröhliche“ und dem Spiritual „Go, Tell it on the Mountain“ auch den vom Musiklehrer Reinhard Ziegler komponierte Kanon „Gloria“.

Und es funktionierte: Der Abteilungsleiter der Realschule und Berufsfachschulen, Br. Hertnagel, der den Schülern im Namen des Schulleiters Br. Treude und des gesamten Kollegiums schöne Ferien wünschte, hatte den Glanz in den Augen der Schüler beim Singen der Weihnachtslieder bemerkt.

In einem selbst entwickelten Anspiel verdeutlichten Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b, dass es beim Weihnachtsfest nicht darum gehe, Geschenke um der Geschenke willen zu kaufen, sondern Zeit miteinander zu verbringen und Freude zu bereiten.

Weihnachten sei immer schon ein Ausstrecken nach den Grundlagen des Lebens, sagte Br.  Fischer. So baten die Schüler unter anderem für Frieden auf der Welt, für ein Ende des Rassismus und für die Opfer des Anschlags von Berlin. Auch der Schulpfarrer beendete den Gottesdienst mit einem irischen Segenswunsch nach Frieden.

Den Gottesdienst für die Unterstufe hatten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher aus dem ersten Jahrgang der Fachschule für Sozialpädagogik unter der Leitung der Religionslehrerin Sr. Fischer gestaltet. Sie konnten dabei praktisch anwenden, was sie im religionspädagogischen Unterricht während ihrer Ausbildung bereits gelernt haben. Herausgekommen war dabei ein moderner, witziger und dennoch festlicher Gottesdienst. 

Traditionell haben alle Klassen in der Zeit vor Weihnachten wieder für einen guten Zweck Spenden gesammelt. Die Klassen 5-10 sowie die Berufsfachschulen spendeten insgesamt 874,44 Euro für die Sekundarschule der Brüdergemeine im tansanischen Ifakara. Die Klasse 7a hatte sich dabei besonders ins Zeug gelegt und allein durch den Verkauf von Plätzchen auf dem Königsfelder Weihnachtsmarkt ihren Spendenbeitrag um 160 Euro aufstocken können.

Die Spende der Oberstufe und der Fachschulen in Höhe von 257,54 Euro geht an den Verein Afrokids e.V. Auch die Mitarbeiter des Schulwerks griffen tief in ihre Portemonnaies: In den Spendenkörben, die bei der Weihnachtsfeier am Abend herumgereicht wurden, landeten 1145,51 Euro. Damit wird die African-Rainbow Secondary School in Sumbawanga unterstützt, eine Schule, die von der Brüdergemeine seit 2009 aufgebaut wird und an der mittlerweile fast 800 Jungen und Mädchen lernen. Staatliche Auflagen erfordern an verschiedenen Stellen Nachrüstung, wie Pfarrer Raimund Hertzsch, Mitglied der Kirchenleitung, der Evangelischen Brüder-Unität, bei der Mitarbeiter-Weihnachtsfeier berichtete.


erstellt am 22.12.2016


Preise für Sieger beim Preisrätsel der Deutschen Bank

 Über ein Geschenk vor Weihnachten konnten sich drei Zinzendorfschüler freuen, die  beim Preisrätsel der Deutschen Bank auf der diesjährigen Berufsfindungsmesse Campus Comenius die vorderen Plätze belegten. Maren Wursthorn (10 c), Laura Kohler (2BFH1) und André Bossert (9R) hatten eine Sporttasche, einen USB-Stick und eine Trinkflasche gewonnen. Sigrid Klaiber und Daniel Fischer von der Deutschen Bank Villingen-Schwenningen hatten es sich nicht nehmen lassen, nach Königsfeld zu kommen und die Gewinne persönlich zu überreichen. „Es war ein knackiges Gewinnspiel“, meinte die Privatkundenberaterin Sigrid Klaiber und fügte hinzu: „Es ist schön, wenn sich junge Menschen für die Bankenwelt interessieren.“ Schließlich könne man das für das Gewinnspiel nötige Wissen im späteren Berufsleben gut brauchen, egal in welcher Branche. Teamleiter Daniel Fischer betonte, wie wichtig Campus Comenius für die richtige Berufswahl sei, weshalb die Deutsche Bank in diesem Jahr bereits zum dritten Mal unter den Ausstellern war.


erstellt am 21.12.2016


Büchner aus neuer Perspektive gesehen

 "Die Welt ist das Chaos" stellt Georg Büchners Protagonist in "Dantons Tod" fest und fragt sich: "Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet? Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!"

Büchner ist heute noch genauso aktuell wie vor 200 Jahren, aber nicht immer leichte Kost. Sein Drama "Dantons Tod" ist in der Oberstufe der baden-württembergischen Gymnasien Sternchenthema, weshalb die Zinzendorfschulen ein paar Monate vor dem Abitur wieder das "Theater mobile Spiele" aus Karlsruhe eingeladen hat, um den Abiturienten Büchner näher zu bringen - und das sogar im Wortsinn.

Die Bühne des Einpersonenstücks "büchner. die welt. ein riss.", das der versierte Theaterschauspieler Rüdiger Hellmann unter der Regie von Thorsten Kreilos zeigte, war inmitten der Schüler aufgebaut, so dass sie von zwei Seiten aus das Geschehen hautnah miterleben konnten.

Das spärliche Bühnenbild aus Holz, Jute und Plastik baute er im Laufe der 60-minütigen Vorstellung nach und nach ab und hinterließ damit ein "Waste Land", also das Nichts, das sich Büchner als Ruhepol immer wieder herbeigesehnt hatte. Die Plastikplanen, die zuvor mal als Paravent dienten, mal als Symbol für Blut oder die Roben der Reichen, wurde später zu den zeitgenössischen "Müllbergen, auf denen die Knochen des Hungers liegen", wie es im Programmheft heißt.

Die Theatermacher haben Passagen aus den Werken und Briefen des hessischen Schriftstellers zu einer Collage verwoben, welche die Zerrissenheit Büchners, der Gesellschaft, in der er lebte und seiner Werke nachvollziehbar macht. "Man nennt mich einen Spötter. Es ist wahr, ich lache oft, aber ich lache nicht darüber, wie jemand ein Mensch, sondern nur darüber, dass ein Mensch ist, wofür er ohnehin nichts kann, und lache dabei über mich selbst, der ich sein Schicksal teile", hatte Büchner etwa in einem Brief an die Familie geschrieben.

Das Ergebnis dieses vielschichtigen Textgewebes forderte hohe Schauspielkunst. Zuweilen wechselte Hellmann im Sekundentakt zwischen Danton und Büchner, Woyzeck und König Peter (mit Pappkrone als "Burger King") oft nur durch Details wie ein aus der Hose hängendes Hemd, eine Perücke oder eine andere Tonlage angedeutet - doch stets so präzise ausarbeitet, dass das Publikum zu jeder Zeit genau wusste, welche Figur er gerade darstellte.

"Der politisch-menschliche Diskurs von 'Danton' nimmt in dieser Inszenierung eine zentrale Rolle ein", so Regisseur Thorsten Kreilos, der in München Theaterwissenschaft und Philosophie studiert hatte. Gemeinsam mit dem Rüdiger Hellmann beantwortete er im Anschluss an die beiden Vorstellungen für die Abiturienten von der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfgymnasien alle Fragen zu Büchner, der Inszenierung und dem Theater allgemein.


erstellt am 20.12.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen