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Feierliche Adventssingstunde im Kirchensaal

Die vorweihnachtlichen Singstunden im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine sind immer etwas ganz Besonderes. Eine davon wird traditionell von den Zinzendorfschulen gestaltet. In diesem Jahr hat Br. Ziegler die musikalische Gesamtleitung übernommen und zum Auftakt das englische Weihnachtslied „God rest you merry, Gentlemen“ in der deutschen Übersetzung von Manfred Siebald gewählt, das als Zugabe nach dem Ende dieses Liedgottesdienstes noch einmal erklang.

Höhepunkt der mal fröhlichen, mal erhabenen Singstunde war jedoch Dietrich Buxtehudes barocke Adventskantate nach dem Paul-Gerhard-Text „Wie soll ich Dich empfangen“, bei der ein stimmgewaltiger Chor aus Schülern, Lehrern, Altschülern und Eltern zu hören war. Das Schulorchester wurde an diesem Abend vom Kammerorchester St. Georgen unterstützt, gemeinsam schufen alle Musiker unter dem großen Herrnhuter Stern eine berührende Atmosphäre bis hin zum eher getragenen Schluss bildete „Dona nobis pacem“ aus Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe. Kinder kuschelten sich an ihre Eltern, die Erwachsenen genossen teils mit geschlossenen Augen und einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht die hochkarätige musikalische Darbietung.

Dazwischen sangen immer wieder - begleitet von der Organistin Ulrike Brusch  -  Chor und Gemeinde gemeinsam Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch, ebenfalls aus allen Kehlen ertönte nach der kurzen Lesung des Schulpfarrers Br. Fischer der von Br. Ziegler arrangierte Gloria-Kanon.

Besonders inbrünstig gab der Unterstufenchor der europäische Weihnachtslieder zum Besten. Br. Michel hatte traditionelle Weisen aus Skandinavien, dem Balkan und aus England bearbeitet und gemeinsam mit Sr. Ermich mit den Kindern einstudiert.


erstellt am 16.12.2016


Hilfreicher Sammelwettstreit um bunte Deckel

45 Millionen Plastikdeckel wurden seit Beginn der vom Rotary-Club initiierten Aktion „Deckel gegen Polio“ gesammelt, von dem Erlös konnten bislang 90 000 Schluckimpfungen gegen Kinderlähmung finanziert werden. Auch die Zinzendorfschulen sind eifrig mit dabei: Am Buß- und Bettag war das Thema der Andachten Nachhaltigkeit und der Umgang mit Ressourcen. Bei der Gelegenheit hatte der Schulpfarrer Br. Fischer einen Wettbewerb unter den Klassen 5-10 sowie den Berufsfachschulen ausgerufen. Der Klasse, die bis zu den Osterferien die meisten Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen, -kartons und Zahnpastatuben sowie gelben Kapseln der Überraschungseier gesammelt hat, winkt eine tolle Aktion im Bereich Naturschutz.
„Die Schülerinnen und Schüler sind sehr kreativ“, freut sich Br. Fischer. „Sie haben Sammelbehälter in ihren Klassen aufgestellt, einige auch in Supermärkten vor den Pfandautomaten, denn das Leergut kann auch ohne Deckel abgegeben werden.“ Familien und Freunde, sogar ganze Vereine können die Kinder beim Sammeln unterstützen. Die Schüler geben klassenweise immer wieder Tüten mit Deckeln beim Schulpfarrer ab, der sie wiegt und in einer Liste einträgt, welche der 20 teilnehmenden Klassen wie viel gesammelt hat. „Inzwischen haben wir schon 50 Kilo zusammen“, sagt er. Eine besonders fleißige Klasse liegt im Moment ziemlich weit vorn, aber noch ist der Ausgang des Wettbewerbs völlig offen.

Den Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Handeln mit auf den Weg zu geben ist dem Schulpfarrer ein großes Anliegen. „Gerade wir als evangelische Schule wollen vermitteln, dass wir mit den Ressourcen sorgfältig umgehen müssen. Wir sind gewohnt, die Übersetzung von Genesis 1,28 als ‚Machet euch die Erde untertan‘ zu lesen, dabei ist die genaue Übersetzung aus dem Hebräischen eher ein ‚in Besitz nehmen‘ im Sinne von beschützen“, so Br. Fischer. Nachhaltiges Handeln soll für die Schülerinnen und Schüler selbstverständlich werden, daher werden an den Zinzendorfschulen schon seit Jahren alte Mobiltelefone und Korken gesammelt. Auf andere Möglichkeiten, Rohstoffe zu sammeln, weist er im Unterricht immer wieder hin, etwa auf die Aluminium-Sammelstelle im Königsfelder Eine-Welt-Laden Ujamaa. Dieser unterstützt wiederum organisatorisch den Eine-Welt-Kiosk, in dem die Schüler eigenverantwortlich in den großen Pausen fair gehandelte Waren verkaufen. „Auch das wenige, was wir tun können, ist viel“, zitiert Br. Fischer den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer.


erstellt am 12.12.2016


Glückwunsch: Johanna gewinnt den Vorlesewettbewerb

Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen haben sich die in den vergangenen Wochen an den Zinzendorfschulen ermittelten Klassensieger des Vorlesewettbewerbs geliefert. Lestart Schullerer (6a), Johanna Sander (6b) Lisa Käfer (6c) und Raphael Korte (6R) stellten ihren Mitschülern, Lehrern und der Jury ihre Lieblingsbücher vor.

Dabei galt es, möglichst flüssig und spannend zu lesen, was alle Sechstklässler gut hinbekamen. Die Bandbreite reichte vom Otfried-Preußler-Klassiker "Krabat" (Lestart) über Cornelia Funkes Fantasy-Roman "Drachenreiter" (Lisa) und Joachim Friedrichs Abenteuer-Geschichte „Merlin Cooper“ (Raphael) bis zum hoch gelobten Außenseiter-Roman „Wunder“ von Raquel J. Palacio (Johanna).

Am Schluss gewann Johanna knapp vor ihren Mitstreitern und darf Anfang kommenden Jahres die Zinzendorfschulen in der nächsten Runde des bundesweiten Wettbewerbs vertreten, den der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 1959 organisiert. Die Stimmung im Publikum war toll, alle hörten aufmerksam zu und zum Schluss gaben sogar noch einiger der Lehrer eine spontane Lesung.


erstellt am 08.12.2016


Zinzendorfschüler erfreuen Senioren bei Nikolausfeier

Ein fröhliches Fest war wieder einmal die Nikolausfeier im Christoph-Blumhardt-Haus. Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen sowie der Grund- und Hauptschule waren gekommen, um gemeinsam mit den Senioren zu feiern. Die 7c des Gymnasiums wechselte sich auf der Bühne mit den singenden und Mundharmonika spielenden Grundschülern ab. In den jeweiligen Pausen konnten sich die Kinder bei Kakao und Waffeln aufwärmen. „Es war sehr lustig und wir haben auch ein Bild mit dem Nikolaus gemacht“, berichteten einige Schülerinnen. „Die Klasse hatte sich in der Vorbereitung sehr positiv engagiert“, freut sich Schulpfarrer Br. Fischer. „Bei solchen Aktionen lernen die Schüler gleich mehrfach: Der Zusammenhalt in der Klasse wird gestärkt, die Schüler sammeln Erfahrung im Umgang mit anderen Generationen und sie lernen, wie sie mit einem Mikrophon auf der Bühne umgehen.“

Aus der Klasse 10W hatten sich einige Schülerinnen und Schüler freiwillig gemeldet und unter der Anleitung von Sr. Helms Plätzchen nach historischen Rezepten gebacken.


erstellt am 07.12.2016


Anschaulicher Infoabend für angehende Erzieher

Was ist der Unterschied zwischen der Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher und der zum Erzieher, muss ich mir meine Praktika selbst suchen und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Informationsveranstaltung der Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen beantwortet. Es war der erste für sich stehende Informationsabend, der nicht an den Tag der offenen Tür gekoppelt ist. Da die Anmeldung an den Fachschulen ganzjährig möglich ist, wurde dieses Angebot auch gut angenommen.

Die Jugendlichen, die sich für die Ausbildung interessieren, kamen in Begleitung ihrer Eltern und wurden gleich mit einer kleinen Kostprobe dessen begrüßt, was sie in den zwei, beziehungsweise drei Jahren lernen: Kinder und Jugendliche spielerisch zu motivieren und ihre Konzentration zu fördern.

Sie erfuhren, dass sie auch mit einer Ausbildung zum Erzieher später im Bereich der Ganztagsbetreuung arbeiten können und dass die Ausbildung für Jugend- und Heimerzieher mehr Unterrichtseinheiten im Bereich Recht, Gesundheit  sowie Spiel und Bewegung beinhaltet. Anleitungen und musische Arbeit haben dagegen in der Erzieherausbildung einen größeren Schwerpunkt. „Unsere Auszubildenden merken schnell, ob sie lieber mit jüngeren oder älteren Kindern arbeiten“, so Sr. Schoo-Schemmann, Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik und Sozialwesen.

In beiden Ausbildungsgängen ist es an den Zinzendorfschulen möglich, mit zusätzlichem Unterricht und Prüfungen die Fachhochschulreife zu erlangen, die Katholische Hochschule Freiburg bietet Absolventen der Königsfelder Fachschulen ein verkürztes Studium des Bachelorstudiengangs „Pädagogik“.

An beiden Fachschulen ist neben BAföG seit August auch Förderung von Schulentgelt und Unterhalt durch das AFBG möglich. Dieses sogenannte Aufstiegs-BAföG wird elternunabhängig und teilweise einkommensunabhängig ermittelt.
Sowohl der Beruf des Erziehers als auch des Jugend- und Heimerziehers bietet gute Perspektiven: Kindergärten und –krippen suchen händeringend Personal, für Jugend- und Heimerzieher, die später unter anderem in der Ganztagsbetreuung, im Jugendzentrum, der kirchlichen Arbeit oder der Erziehungshilfe arbeiten können, bieten sich „unendlich viele Einsatzmöglichkeiten“, wie Sr. Schoo-Schemmann betonte.


erstellt am 01.12.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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