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Bibliotheksbesuch der Klasse 7c

In der siebten Klasse müssen die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal eine GFS (gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung – zählt wie eine Klassenarbeit) anfertigen, also ein Referat, das sie schriftlich ausarbeiten und mündlich vortragen müssen.

Um zu zeigen, wie man sich Informationsmaterial zu verschiedenen Themen beschaffen kann, hat die Klasse 7c an einer Führung mit dem Titel „Thema, Stoff, Recherche“ in der Stadtbibliothek Villingen teilgenommen. Sr. Kyburz und Sr. Moosmann haben sie begleitet. Der Bibliothekar Sven Baumgardt verschaffte ihnen zunächst einen Überblick über die Aufteilung der Bibliothek. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie vielfältig die Themen und Unterthemen im Bereich der Sachliteratur sind.

In praktischen Aufgabenstellungen wurde das Gelernte sogleich angewendet. Mithilfe des digitalen Katalogs der Bibliothek konnten die Schülerinnen und Schüler  Bücher zu verschiedenen Sachgebieten suchen und finden. Ziel der Veranstaltung ist vor allem, dass sich die Schülerinnen und Schüler  bei der Informationssuche nicht allein auf zum Teil unsichere Internetquellen beschränken, sondern wissen, wie sie auch im Bereich der Printmedien zu Informationen kommen können.

Den Schülerinnen und Schülern hat der kleine Ausflug nach Villingen gefallen und die Lehrer hoffen, dass sie vom Angebot der Bibliothek regen Gebrauch machen werden.

Andrea Kyburz


erstellt am 26.01.2017


Landtagsabgeordnete Martina Braun besucht die Zinzendorfschulen

Die Landtagsabgeordnete Martina Braun (Bündnis 90/Die Grünen) will genau wissen, was in ihrem Wahlkreis passiert, daher hat sie jetzt auch die Zinzendorfschulen in Königsfeld besucht. Schulleiter Br. Treude erklärte ihr zunächst das Schulwerk und seine Bedeutung innerhalb des Ortes, bevor der Verwaltungsleiter Br. Banholzer ihr einen Überblick über Größe, Schüler- und Mitarbeiterzahlen der Zinzendorfschulen sowie deren Finanzierung verschaffte. Die Bio-Bäuerin aus Linach interessierte sich natürlich für die schuleigene Küche und zeigte sich erfreut, dass frische, regionale Zutaten einen hohen Stellenwert haben.

Im Zentrum des Gesprächs stand jedoch die Diskussion über das Privatschulfinanzierungsgesetz, das laut einem Gerichtsurteil noch in diesem Jahr nachgebessert werden muss. Nach der bisherigen Regelung bekommen Privatschulen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 80 Prozent der Kosten, die ein Schüler einer öffentlichen Schule verursacht. Nicht eingerechnet sind dabei jedoch die nicht unerheblichen Kosten für Instandhaltung, Ausstattung der Räume, die Digitalisierungsoffensive und anderes. „Deshalb ist das Schulgeld leider nötig, um die Finanzierungslücke zu schließen“, so Br. Treude, „die Zinzendorfschulen machen keine Gewinne, sondern setzen jeden Euro für ihre Schülerinnen und Schüler ein.“  Zusätzlich würden die Herrnhuter Brüdergemeine und die Evangelische Landeskirche in Baden das Schulwerk jährlich mit etlichen hunderttausend Euro unterstützen. Auch seien die Zinzendorfschulen keine elitäre Einrichtung. „Unsere Schüler zeigen einen Querschnitt durch die Gesellschaft, wir sind eine Schule für alle. Unsere Schulgemeinschaft versteht sich als Solidargemeinschaft, die auch verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bietet.“

Martina Braun stimmte Br. Treudes  Gedanken zum Privatschulfinanzierungsgesetz zu: „Falls es zu einem Verbot der Erhebung von Schulgeld kommt, muss die dadurch entstehende Finanzierungslücke durch staatliche Zuschüsse ausgeglichen werden.“ Sie habe sich innerhalb ihrer Fraktion umgehört und den Eindruck, dass die Mehrheit ihrer Parteikollegen diese Ansicht teile. Da Bildungspolitik nicht zu ihren Schwerpunkten gehöre,  sei  dies jedoch nur eine vorsichtige Einschätzung, wie sie betonte. 


erstellt am 24.01.2017


Rückblick auf ein buntes, vielseitiges Jahr

Man könnte meinen, dass an den Zinzendorfschulen noch mehr Vielfalt eigentlich nicht möglich ist und wird doch jedes Jahr beim Rückblick auf das vergangene Jahr aufs Neue überrascht. Kultur und Festlichkeiten, besondere Leistungen und interessante Besucher – in allen Bereichen, die  zur Kür einer Schule gehören, pulsierte auch 2016 wieder das Leben.

Den Konzertreigen eröffnete Beethovens Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, zu dem Musiklehrer Br. Ziegler neben weiteren Berufsmusikern den mit internationalen Preisen bedachten Pianisten Jochen Ferber gewinnen konnte. Für die Schüler war es ein ganz besonderes Erlebnis, einmal in einem so hochkarätig besetzten Orchester mitspielen zu können.

Musikalisch in eine völlig andere Richtung ging das nicht minder mitreißende, von der SMV organisierte Reggae-Konzert. Black Prophet, ein Vollblutmusiker aus Ghana, begeisterte zusammen mit seiner Band beim Open-Air-Konzert im EDH-Garten nicht nur Schüler und Lehrer – auch manche Passanten freuten sich über das Gute-Laune-Event umsonst und draußen. Das Sommerkonzert unter Leitung von Br.Michel stand unter dem Motto „Männer und Frauen“, zuvor hatte es noch die Sommerserenade gegeben, die dank der guten Witterung auf dem Schulhof ihr Publikum fand.

Auf der Bühne inszenierten zwei Literatur- und Theaterkurse der Oberstufe die Stücke „Alltag und Ekstase“ und „Liebe, Sex und andere Nichtigkeiten“,  die Unterstufen-Theater-AG zeigte unter Leitung von Verena Duschek das selbst geschriebene moderne Märchen „Nescha“ und beim Altschülertreffen bezauberten die Unterstufen-Schüler in toller Kulisse und mit spektakulären Tiermasken mit dem Kindermusical „Immanuel, Immanuel“. Das englischsprachige White Horse Theatre gastierte mit einer Inszenierung von „Dr. Jeckyll and Mr. Hyde“.

Im Bereich der Bildenden Kunst präsentierten Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen einen Querschnitt ihrer im Kunstunterricht entstandenen Werke in Form von Malerei und Grafik, plastischen Arbeiten aus verschiedenen Materialien, Modellbau und Fotografie zu verschiedensten Themen und Unterrichtsinhalten. Einige davon waren auch in der Veranstaltungsreihe des Villinger Kulturamts „Nie wieder!“ rund um die Aufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“ im Villinger Franziskaner zu sehen.

Neben den Sportlern, die in den Sparten Golf und Fußball bei Jugend trainiert für Olympia tolle Leistungen erzielten, taten sich Schüler auch in Mathematik und den Naturwissenschaften hervor: Im Technikunterricht konnten sie mit dem Bau von Stadion-Modellen die Jury begeistern und durften im Europapark Rust einen Preis der Ingenieurkammer Baden-Württemberg in Empfang nehmen. Drei chinesische Internatsschüler haben in der ersten Runde des Landeswettbewerbs Mathematik einen ersten, zweiten und dritten Platz gewonnen, einer von ihnen kam in der nächsten Runde auf einen hervorragenden zweiten Platz.

Gute Ergebnisse hatten auch die Action!Kidz wieder erzielt und wurden für ihre kreative Spendensammlung mit einer exklusiven Zaubershow im Haus des Gastes belohnt.
Ebenfalls viel Spaß hatten alle Schülerinnen und Schüler bei den Projekttagen vor den Sommerferien, die in einem bunten, von den Eltern organisierten Schulfest mündeten.

Bei einem spannenden Vortrag des Profi-Hackers Erwin Markowsky wurde den Schülern vor Augen geführt, wie unsicher die Kommunikation mit einem Smartphone ist. Die Problematik der Mobiltelefone betreffend der Rohstoffe und des Herstellungsprozesses beleuchtete der gebürtige Kongolese Tshamala Schweitzer, der  später im Jahr erneut nach Königsfeld kam und einen Blick auf die Rolle, das Schicksal und die Zukunft Afrikas warf.

Ebenfalls aus Afrika berichtete die Hebamme Christiane Klingner aus Königsfeld, die zwei Monate lang in Tansania ihr Wissen weitergegeben hatte. Der Altschüler Robin Staab schilderte  sehr eindrücklich die Erlebnisse während seines Freiwilligen Sozialen Jahres in Nepal.

Verschiedene Kulturen und Religionen finden sich auch im unmittelbaren Umfeld. Neugierde weckte daher der interreligiöse Tag der Fachschulen, das Thema Migration brachten zwei Mitarbeiterinnen der Landeszentrale für politische Bildung den angehenden Erzieherinnen und Erziehern nahe.
Selbst auf Reisen gingen Ausrauschschüler, Jahr neben Marokko und Frankreich auch das spanische Tortosa als neues Ziel angeboten wurde.

Im Internat, das sich sich seit dem Sommer mit einer eigenen Website präsentiert, gab es nach den Sommerferien einen interkulturellen Workshop für die Schülerinnen und Schüler.
Egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund – zu Meinungsverschiedenheiten kann es in jeder Form von Gemeinschaft kommen. Damit diese nicht ausarten, wurden an den Zinzendorfschulen Streitschlichter ausgebildet.

Im Christoph-Blumhardt-Haus haben 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9R und 9W ein tolles generationenübergreifendes Projekt umgesetzt: Sie haben gemeinsam mit Bewohnern Speisen und Getränke für deren Sommerfest hergestellt.

Das Lernen an sich wurde bei einem öffentlichen Vortrag des Methodentrainers Heinz Klippert thematisiert,  einen weitgefächerten Überblick über ihre beruflichen Möglichkeiten fanden junge Menschen und ihre Eltern bei der  Berufsfindungsmesse Campus Comenius, zu der in diesem Jahr mit 38 Ausstellern zehn mehr als im Vorjahr kamen.

Im vergangenen Jahr gab es auch einige personelle Änderungen an den Zinzendorfschulen, vor allem bei den „Urgesteinen“: Die Reinigungskraft „Lubi“, der Hausmeister Robert Maurer, der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, die Leiterin des Tagesinternats, Sr. Korell und der Gymnasiallehrer Br. Carle dürfen sich über mehr Zeit für ihre Hobbys freuen. Auch der langjährige Verwaltungsleiter Br. Schaible, wurde in den Ruhestand verabschiedet, an seine Stelle ist Br. Banholzer gerückt.


erstellt am 19.01.2017


Bundestagsabgeordneter diskutiert mit Schülern

Politik aus nächster Nähe konnten die Schülerinnen und Schüler des vierstündigen Gemeinschaftskundekurses von Br. Kreihe am Zinzendorfgymnasium erleben: Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei (CDU) war nach Königsfeld gekommen, um von seinem Berliner Alltag zu erzählen und Fragen aus unterschiedlichsten Bereichen von Finanzpolitik, innerer Sicherheit, dem Wahlrecht bis hin zur Außenpolitik zu beantworten.

 „Was glauben Sie, was man in Syrien verändern müsste?“ fragte eine Schülerin, eine andere wollte wissen, was er generell vom Lobbyismus halte, eine weitere erkundigte sich nach seiner Meinung zu Ausgleichs- und Überhangmandaten. Die für den ehemaligen Donaueschinger Bürgermeister am schwierigsten zu beantwortende Frage war jedoch die, was er von Donald Trump halte. „Ich musste meine Meinung zu ihm schon oft revidieren“, gestand er und gab zu bedenken, dass der gewählte US-Präsident in seinen 70 Lebensjahren noch nie eine politische Position besetzte - „noch nicht einmal als Ortsvorsteher.“ Da stelle sich die Frage, ob er allen Gesprächspartnern gewachsen sei.

Auch persönliche Aspekte kamen zur Sprache, beispielsweise was für ihn ausschlaggebend war, der CDU beizutreten. Es sei die Partei, die in ihren Grundzügen seine Vorstellungen am besten abbilde – auch wenn es Parteikollegen gebe, mit deren Ansichten er auch nicht mehr gemein habe als mit Mitgliedern der SPD oder FDP.

Der Besuch Freis war auch für zwei Schüler hilfreich, die ihn direkt zu ihren GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) befragen konnten, die ihnen Br. Kreihe zu den Themen Brexit und TTIP aufgegeben hatte.

Bei einer Studienfahrt nach Berlin haben die Schülerinnen und Schüler demnächst Gelegenheit, den Politikern bei der Arbeit zuzusehen: Sie werden auf der Zuschauertribüne des Plenarsaals eine Bundestagsdebatte verfolgen und haben anschließend erneut Gelegenheit, mit Thorsten Frei zu sprechen.


erstellt am 16.01.2017


Acht Ehrungen und ein Abschied

 „Es war ein gutes Jahr und wir haben verschiedene Herausforderungen gemeistert“, resümierte Schulleiter Br. Treude bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier der Mitarbeiter und ihrer Familien am letzten Tag vor den Ferien. Jeder habe seinen persönlichen Beitrag zum Wohl der Schule an seiner Stelle geleistet. Am Beispiel dreier Bauarbeiter, die auf der Frage nach ihrer Tätigkeit jeweils unterschiedlich mit  „Steine behauen“, „Geld verdienen“ und „einen Dom bauen“ antworten, machte er deutlich, wie wichtig der Blick fürs Ganze und die Identifizierung damit sei. „Wir alle bauen gemeinsam an einem Schul- und Internatsdom“.

Er bedankte sich in diesem Sinne bei Br. Gilga und Br. Gehring für 10-jährige „Bautätigkeit“, bei Sr. Jerke, Sr. Maurer und Br. Michel für 20 Jahre und bei Br. Dorn und Br. Pletz sogar für 30 Jahre. „Die Geschichte der Zinzendorfschulen ist eine Geschichte ihrer Mitarbeiter“, sagte er. „Das Wohl des Schulwerks hänge davon ab, dass jeder Mitarbeitende an seiner Stelle das jeweils Beste leistet.“

Auch im Bereich des Verwaltungsleiters wurden Mitarbeiterinnen gewürdigt. Br. Banholzer bedankte sich bei My Tam Jämlich für ihre zehnjährige Mitarbeit in der Zentralküche. Zuvor jedoch hatte er Heidi Hakenjos nach 24 Jahren und acht Monaten im Personalwesen der Zinzendorfschulen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Sie hat über sehr viele Jahre tolle Arbeit geleistet“, stellte Br. Banholzer fest. Mit ihrer fleißigen, freundlichen und bestimmten Art sei sie bei allen Mitarbeitern beliebt und anerkannt.


erstellt am 09.01.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen