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Zinzendorfschüler landesweit auf Platz 1 beim Planspiel Börse

Nachhaltigkeit ist Trumpf: Ein Team der Zinzendorfschulen hat sich beim Planspiel Börse, einem Online-Wirtschaftsspiel der Sparkassen, in der Nachhaltigkeitsbewertung gegen 3800 teilnehmende Teams im ganzen Bundesland durchgesetzt und den ersten Platz in Baden-Württemberg erzielt. Jetzt wurden sie an einem erlebnisreichen Tag in Stuttgart, bei dem neben der Besichtigung der Börse und einem Mittagessen in der Landesbank auch ein Besuch im Porsche-Museum auf der Tagesordnung stand, für den mit 1000 Euro dotierten ersten Platz vom Sparkassenverband Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Julia Vieira da Silva, Hanna Hauber und Verena Nagel vom Wirtschaftsgymnasium machten als Team „Die BöseBörse“ einen Gewinn in Höhe von 4 402,96 Euro, wobei sie ausschließlich auf nachhaltige Aktien setzten. Der Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit” soll zukunftsorientiertes und verantwortungsvolles Handeln schon bei jungen Leuten fördern. „Langfristige Strategien sollen kurzfristiges Handeln ersetzen - ohne dabei ökonomische Faktoren aus dem Blick zu verlieren“, hieß es in der Ausschreibung.

Die nachhaltigen Aktien im Planspiel Börse gehören dem Nachhaltigkeitsindex Ethibel Sustainability Index (ESI) Global an. In diesem Index sind ausschließlich nachhaltige Unternehmen aus Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik gelistet.

„Es war eigentlich ganz einfach“, sagte Hanna Hauber, „besonders viel Zeit haben wir auch nicht in das Planspiel Börse investiert, einfach immer mal wieder auf den Stand geschaut und entsprechend reagiert.“ Sie fand es toll, dabei einen Einblick in den Börsenhandel zu bekommen und spielerisch ohne Risiko hautnah zu erlebenn, wie die Märkte funktionieren. Den Gewinn in Höhe von 1000 Euro vom Sparkassenverband teilen die drei Schülerinnen der Klasse WG1 genauso auf wie schon die 300 Euro, die sie von der Sparkasse Schwarzald-Baar für ihren ersten Platz bekommen hatten. Das Geld sparen sie für Klassenfahrten und Autos. Irgendwann einmal selbst Börsenmakler zu werden kommt für Hanna trotz aller Freude über den Gewinn nicht in Frage: „Das ist mir dann doch zu riskant.“

Ein weiteres Team vom Wirtschaftsgymnasium der Zinzendorfschulen war auf Kreisebene ebenfalls erfolgreich:  "Global Industries" aus der WG2 belegte den vierten Platz bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar mit einem Depotwert von 55 448,27 Euro. Sie verfehlten den dritten Platz um nur knapp um 5 Euro. Alicia Elkmann, Luna Tröltzsch, Thomme Dannert und Alexander Baier dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro freuen.

Fotos: Sascha Baumann, Stuttgart


erstellt am 06.02.2017


"Schwarz ist nicht die Farbe der Trauernden"

„Im Himmel haben alle Flügel“,  sagte einmal ein kleines Mädchen, dessen Mutter im Hospiz nach langer Krankheit starb. Die Kunsttherapeutin und Sterbe- sowie Trauerbegleiterin Barbara Hummler-Antoni wählte dieses Zitat als Titel für ihren Vortrag an den Zinzendorfschulen, in dem sie zahlreichen Betroffenen und Interessierten erläuterte, wie Kinder trauern und Erwachsene sie dabei am besten betreuen können.

Der Tod als unumkehrbares Ende aller lebensnotwendigen Körperfunktionalitäten aus physikalischem oder biologischem Grund sei die dramatischste, aber nicht die einzige Verlustsituation, erklärte sie. Neben dem Tod von Verwandten oder Haustieren betrauern Kinder auch beispielsweise den Wegzug des Freundes in eine andere Stadt, wenn ihre Eltern nicht mit ihnen den Tag im Kindergarten verbringen oder die Abenddämmerung.

Die meisten Menschen hätten keine Angst vor dem Tod, jedoch vor dem Sterben.  Kleine Kinder gehen oft unbefangen mit dem Tod um, da sie ihn zunächst als eine vorübergehende, befristete Trennung ansehen, so Barbara Hummler-Antoni. „Erst mit zunehmendem Alter lernen sie, dass der Tod nicht rückgängig zu machen ist, dann steigt auch die Abwehr.“ Im Grundschulalter wird der Tod oft figürlich dargestellt, etwa als Skelett oder Sensenmann, aber auch das Bild von einem Loch oder Keller wählen Kinder häufig. Besonders schwer trifft sie der Verlust  eines Familienmitglieds, denn „das ist immer auch ein Identitätsverlust.“

Um darüber hinwegzukommen, bräuchten Kinder Zeit, Zuwendung und Zuversicht. Trauerrituale könnten helfen, auch Hilfsangebote von Außenstehenden sollten durchaus angenommen werden. „Wer mit einem trauernden Kind zu tun hat, darf auch selbst Gefühle zeigen“, sagte sie. Ehrlichkeit sei wichtig und die Wahl der richtigen Worte. Metaphern wie „Opa ist eingeschlafen“, könnten Ängste auslösen:  „Kleine Kinder trauen sich dann oft nicht mehr, zu schlafen.“

Zum Tod durch Krankheit und Alter ist in den letzten Jahren auch verstärkt der Tod durch Gewalt  - zumindest in den Medien – für viele Kinder und Jugendliche präsent. Seit Winnenden ist Sterben auch bei jungen Menschen, die noch keine Familienangehörigen verloren haben, ein Thema.  „Eine Studie aus dem Jahr 2004 hat ergeben, dass jeder Mensch bis zu seiner Volljährigkeit 18000 reale und fiktionale Todesfälle mitbekommen hat.  

Das sei das Alter, in dem Jugendliche allein den Tod eher verdrängen. In einer Gruppe dagegen, etwa im Konfirmandenunterricht, seien sie sehr an Themen rund um den Tod interessiert und neugierig, etwa im Gespräch mit einem Bestatter, was auch in der Diskussionsrunde bestätigt wurde.

Am Nachmittag hatte Barbara Hummler-Antoni einen Workshop angeboten, an dem Schüler und Lehrer verschiedener Schularten der Zinzendorfschulen teilnahmen.   „Der Tod begegnet früher oder später jedem, daher ist es gut, wenn man sich damit auseinandersetzen kann“, erklärte ein Schüler, warum er an dem Workshop teilnahm.

Beim zirkulären Malen bekamen die Teilnehmer Einblick in die Situation von Menschen, die nicht mehr viel Zeit zum Leben haben.  Jeder Teilnehmer hatte ein Blatt Papier und eine Schachtel Wachsmalkreiden vor sich und malte ein Motiv seiner Wahl darauf. Die einen entschieden sich eher für geometrische Muster, andere für  Blumen oder das Meer, einige füllten das ganze Blatt, die nächsten nur eine Ecke. Nach jeweils einer Minute ertönte ein Gong und das Blatt wurde im Uhrzeigersinn für eine Minute so oft weitergereicht, bis die Bilder wieder beim Urheber waren. „Man erfährt dabei sehr viel“, erklärte die Kunsttherapeutin. Wie bei einer lebensverkürzenden Diagnose müssen die Maler die Kontrolle abgeben, sie haben nur begrenzt Zeit, sie wissen nicht, was diejenigen, in deren Hände sie ihr Werk weiterreichen, damit tun.“

Die Teilnehmer hatten dieses spannende Experiment ganz unterschiedlich aufgenommen. Die einen empfanden es als schwierig, ihr eigenes Bild weiterzugeben, andere hatten Skrupel, das Werk des Nachbarn zu verändern. Menschen setzte niemand in das gemeinschaftliche Bild und  - obwohl Tod und Abschied das Thema des Tages waren – wählte kaum jemand dunkle Farben. Alle Bilder strahlen Wärme und Fröhlichkeit aus. „Schwarz ist nicht die Farbe der Trauernden“, weiß die Trauerbegleiterin aus langjähriger Erfahrung.

Der thematisch ausgerichtete Tag mit Workshop, Ausstellung diverser Vereine und Institutionen sowie einem Vortrag am Abend gehörte zum umfangreichen Programm der Hospizbewegung ambulant Schwarzwald-Baar e. V., das dieser im Rahmen seiner Jubiläumsfeierlichkeiten organisiert hat.


erstellt am 03.02.2017


Zinzendorf-Schüler in Berlin

Eine elfte Klasse des Zinzendorfgymnasiums hatte kürzlich eine  politischen und gesellschaftskundliche Exkursion in der Bundeshauptstadt unternommen. Zu Beginn ihrer Berlin-Reise waren die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Klassenlehrer Br. Kreihe nach einer Visite im Auswärtigen Amt zu Besuch im Bundestag. Dort stand neben einem Kuppelbesuch auch ein Gespräch mit dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei auf der Tagesordnung. Br. Kreihe zeigte sich ein wenig enttäuscht, dass sie beim kurz zuvor vorangegangen Besuch im Plenarsaal leider keine Debatte verfolgen konnten. Thorsten Frei bot in diesem Zusammenhang an, dass das Gespräch gerne lebhaft sein und Debattenqualität haben dürfte.

Erste Fragen zielten auf die Verteilung von Redezeiten und die Überzeugungswirkung der während einer Rede vorgetragenen Argumente der Abgeordneten. Thorsten Frei betonte diesbezüglich, „dass kein Gesetz das Parlament verlässt, wie es hereingekommen sei. Die Abgeordneten sind schließlich nicht nur der verlängerte Arm der Regierung, sondern setzen eigentlich immer eigene Akzente in den Verfahren.“

Mit Blick auf den kommenden Herbst und die Bundestagswahl interessierten sich die Königsfelder Schüler, die diesmal noch nicht in das Wahlgeschehen eingreifen können,  auch für die persönliche Strategie und das zeitliche Programm von Thorsten Frei, für seine Prognose für den Wahlkreis und das Land insgesamt sowie für seinen möglichen Plan B. Daneben wurden bei diesem Themenkomplex auch über die Finanzierung von Wahlkämpfen in Deutschland, die Unterschiede zwischen Listen- und Direktkandidaten sowie die Aufstellung und Bedeutung der Landesliste der Parteien gesprochen.

Die Schüler interessierten sich auch für die Situation in Nordkorea, den Fall Erika Steinbach sowie die Causa Höcke, die künftige Zusammenarbeit mit der US-Regierung und die Wirkung des Urteils zum NPD-Verbotsverfahren.

Am Ende musste Thorsten Frei noch Auskunft geben, ob er die zwei Wochen zuvor beim Klassenbesuch in Königsfeld ausgehändigte Kursklausur lösen konnte. Nach eigenem Bekunden „war das ganz gut machbar", allerdings bezeugte er seinen Gästen, dass ihr Unterrichtsstoff sehr fordernd sei und sie mit der Qualität ihrer Ausbildung gutes Rüstzeug für ihre Zukunft erhielten.

Pressemitteilung von Thorsten Frei


erstellt am 31.01.2017


Zwei erste Plätze beim Planspiel Börse

Eine tolle Leistung haben zwei Teams vom Wirtschaftsgymnasium der Zinzendorfschulen beim diesjährigen Planspiel Börse der Sparkasse Schwarzwald-Baar erzielt: Das Team "Global Industries" aus der WG2 belegte den vierten Platz bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar mit einem Depotwert von 55 448,27 Euro. Sie verfehlten den dritten Platz um nur knapp um 5 Euro. Alicia Elkmann, Luna Tröltzsch, Thomme Dannert und Alexander Baier dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von 150 EUR freuen.

In der Nachhaltigkeitbewertung  kam das Team "Die BöseBörse" aus der Klasse WG1 sowohl bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar wie auch im Sparkassenverband Baden-Württemberg auf den ersten Platz. Julia Vieira da Silva, Hanna Hauber und Verena Nagel erwirtschafteten einen Nachhaltigkeitsertrag in Höhe von 4 402,96 EUR. Mehr Informationen dazu gibt es später. Im gesamten Bundesgebiet haben sie überdies einen tollen 18. Platz in dieser Wertung belegt.


erstellt am 30.01.2017


Bibliotheksbesuch der Klasse 7c

In der siebten Klasse müssen die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal eine GFS (gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung – zählt wie eine Klassenarbeit) anfertigen, also ein Referat, das sie schriftlich ausarbeiten und mündlich vortragen müssen.

Um zu zeigen, wie man sich Informationsmaterial zu verschiedenen Themen beschaffen kann, hat die Klasse 7c an einer Führung mit dem Titel „Thema, Stoff, Recherche“ in der Stadtbibliothek Villingen teilgenommen. Sr. Kyburz und Sr. Moosmann haben sie begleitet. Der Bibliothekar Sven Baumgardt verschaffte ihnen zunächst einen Überblick über die Aufteilung der Bibliothek. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie vielfältig die Themen und Unterthemen im Bereich der Sachliteratur sind.

In praktischen Aufgabenstellungen wurde das Gelernte sogleich angewendet. Mithilfe des digitalen Katalogs der Bibliothek konnten die Schülerinnen und Schüler  Bücher zu verschiedenen Sachgebieten suchen und finden. Ziel der Veranstaltung ist vor allem, dass sich die Schülerinnen und Schüler  bei der Informationssuche nicht allein auf zum Teil unsichere Internetquellen beschränken, sondern wissen, wie sie auch im Bereich der Printmedien zu Informationen kommen können.

Den Schülerinnen und Schülern hat der kleine Ausflug nach Villingen gefallen und die Lehrer hoffen, dass sie vom Angebot der Bibliothek regen Gebrauch machen werden.

Andrea Kyburz


erstellt am 26.01.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen