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Staffellauf und Gras-Ski begeistern die Schüler der Klassen 5-8

Ein witziges, buntes Sportfest, bei dem nicht die Leistung, sondern der Spaß an der Bewegung und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund standen,  hatten die fünften bis achten Klassen der Zinzendorfschulen gefeiert.

Alles war gut organisiert, so dass die Schülerinnen und Schüler lückenlos von einer Station zur nächsten gehen konnten, wo sie sich in „seriösen“ Wettbewerben wie Staffellauf und Sprintwettbewerben ebenso maßen  wie auch in einfach nur lustigen Disziplinen wie einem  Staffellauf mit gefüllten Wasserbechern oder Gras-Ski, in dem es auf Teamarbeit ankam. Als Schiedsrichter wurden neben den Sportlehrern die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c eingesetzt.

Das Wetter war  für den Sporttag perfekt, so dass ein Fußballturnier ausgetragen werden konnte und die Kinder und Jugendlichen sich auch in Ringtennis und Indiaca messen konnten. Der Spaß an der kunterbunten Veranstaltung stand allen im Gesicht geschrieben.

Hier gibt es übrigens eine Bildergalerie und hier einen kleinen Eindruck auf unserem YouTube-Kanal.


erstellt am 13.07.2017


Achtklässler erfahren alles über die Losungen

Die Losungen sind Begleiter für Christen in der ganzen Welt, aber wie genau sind sie entstanden und was bedeuten sie? Das haben die achten Klassen der Zinzendorfgymnasien jetzt im Projektunterricht erfahren. Im Kirchensaal  erklärte ihnen Schulpfarrer Br. Fischer die Entstehungsgeschichte und den Aufbau der Tageslosung, bevor sich jeder selbst die Losung seines Geburtstags heraussuchen und abschreiben konnte.

Besonders spannend wurde es, als die Schülerinnen und Schüler einen Blick in das Archiv der Brüdergemeine werfen durften und Elisabeth Christoph, eine der ehrenamtlichen Archivarinnen, ihnen besondere Exemplare zeigte.  „Mit Ausnahme von Herrnhut sind wir weltweit das einzige Archiv, in dem lückenlos die Losungen jedes einzelnen  Jahres zu finden sind“, erklärte sie stolz. Und das sind nicht gerade wenige, denn das erste gedruckte Buch mit Losungen ist vor 286 Jahren erschienen.

Die Idee führt auf den Namensgeber des Königsfelder Schulwerks zurück: Nikolaus Graf von Zinzendorf gab am 3. Mai 1728 der Gemeinde ein kurzes Wort aus der Bibel für den kommenden Tag mit.  Auch in den folgenden  Jahren gab es nur Verse für einen Tag, die mündlich weitergegeben wurden, bis 1731 das erste Buch mit Losungen für ein ganzes Jahr gedruckt wurde.

„Während Zinzendorf die Losungen anfangs noch selbst auswählte, wurden sie nach seinem Tod im Jahr 1760 gelost – aus einem Pool von derzeit rund 1100 alttestamentarischen Bibelversen.  Im Anschluss wählt ein Theologe als Losungsbearbeiter zwei dazu passende Texten aus: Einen so genannten Lehrtext und einen Dritttext, der ein Lied oder ein Gebet sein kann“, erklärte der Schulpfarrer.

Nachdem das Manuskript freigegeben ist, wird es in mehr als 50 Sprachen übersetzt, darunter in der kreolischen Sprache  Sranantongo, auf Plattdeutsch, Chichewa und Miskito, einer südamerikanischen Sprache. Ein solches Exemplar befindet sich ebenfalls im Königsfelder Archiv. „Dieser Band ist nicht gedruckt, sondern wurde mit einer Schreibmaschine geschrieben, vervielfältigt und von Hand gebunden“, erklärt die Archivarin.

In der Sammlung finden sich auch spezielle Ausgaben der Andachtsbücher wie zum Beispiel kleinformatige Kinderlosungen oder welche mit besonderem Einband. Auch heute noch gibt es verschiedenste Versionen:  Geschenkausgaben, Abreißkalender, Losungen im Großdruck oder Losungen für junge Leute. Weltweit werden jedes Jahr zwei Millionen Losungen gedruckt, die Hälfte davon allein in deutscher Sprache, obwohl  die Brüdergemeine in Deutschland nur 5400 Mitglieder hat. „Die Losungen waren einmal nach der Bibel das meistgelesene Buch“, sagt Elisabeth Christoph.

 


erstellt am 12.07.2017


Brasilianische Gastschülerin verabschiedet

Ein ganzes oder teilweises Gastjahr an den Zinzendorfschulen ist für junge Menschen aus der ganzen Welt interessant. Wenige Wochen vor den Sommerferien haben Schulleiter Br. Treude und ihr Klassenlehrer Br. Rühle die 16-jährige Ana Beatriz Ribeiro verabschiedet. Die Brasilianerin lebte seit Februar im Internat in Königsfeld und besuchte das Gymnasium.

 Als Zehnjährige hatte sich Ana Beatriz an ihrer Schule für den bilingualen Zug entschieden und lernt seitdem mit Begeisterung deutsch. Mit 13 war sie zum ersten Mal für einen Sprachkurs in Deutschland, die Zeit in Königsfeld war ihr dritter Aufenthalt im Land der Dichter und Denker.  „Obwohl sie schon im Alter von drei Jahren Englisch gelernt hat, spricht sie inzwischen Englisch mit deutschem Akzent“, meinte ihre Mutter, die gemeinsam mit ihrem Vater und ihren Großeltern nach Süddeutschland gekommen waren, um zuerst Ana abzuholen, bevor es weiterging nach Schleswig-Holstein, wo ihr  Zwillingsbruder  zur selben Zeit wie Ana an einer Schule seine Deutschkenntnisse verbesserte.

„Ich habe von ihren Lehrern nur Gutes über sie gehört“, lobte Br. Treude die Gastschülerin, die später einmal Medizinerin oder Computeringenieurin werden möchte. Ana Beatriz hatte schnell Freunde gefunden und wurde von ihren Mitschülerinnen gelegentlich übers Wochenende eingeladen.
Ihre Eltern waren sehr angetan von der Entwicklung, die sie in ihrer Zeit im Schwarzwald durchgemacht hatte. „Ich bin sehr stolz und glücklich“, sagte ihre Mutter, die natürlich in regelmäßigem Kontakt mit ihrer Tochter stand.


erstellt am 11.07.2017


Abiturienten mit Gottesdienst verabschiedet

Die Last der Prüfungen haben sie hinter sich, so dass insgesamt 88 Absolventen der beruflichen und allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien aufatmen und ihren Abschiedsgottesdienst im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine feiern konnten. Unter dem Motto „Picknick“  hatten ihre Mitschüler, denen die Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife noch bevor steht, den Abiturienten Kekse gebacken und Getränke gereicht als symbolische Stärkung für das, was sie in Zukunft erwartet.

„Ihr könnt euch stärken, bevor die Reise weitergeht und ihr die nächsten Schritte tut. Ihr habt es geschafft und für das, was vor euch liegt, werden euch die Gemeinschaft und der gemeinsame Glaube helfen“, erklärte Schulpfarrer Br. Fischer die Metapher.

Die jungen Menschen erleben nun auch eine neu gewonnene Freiheit, die sie jedoch mit Bedacht nutzen sollten, wie Schulleiter Br. Treude meinte. Er erinnerte an das  500. Jubiläum der Reformation, das  unter dem Motto „Ich bin so frei“ in diesem Jahr gefeiert wird.  Damals ging es um die Befreiung von der Bevormundung durch Kirche und Staat und auch heute erfülle dieses Gefühl der Freiheit die Abiturienten. „Endlich könnt ihr selbst entscheiden, wie ihr den Tag gestaltet und womit ihr euch beschäftigt“, sagte er. Doch gleichzeitig sei es wichtig, diese Freiheit zu gestalten, denn sonst werde aus dem Freiraum ein Leerraum. „Ihr müsst euren Freiraum wie ein Zimmer oder eine Wohnung füllen, die erst durch euer Dazutun eure Persönlichkeit widerspiegelt.“ Jeder Mensch bräuchte Ziele, Aufgaben und Herausforderungen, erst dann werde die Freiheit zu einem Lebensraum, in dem wir uns wohlfühlen. „Wir müssen uns als Teil einer Gemeinschaft fühlen und uns mit anderen Menschen und unserer Umwelt auseinandersetzen“, sagte Br. Treude. Das erfordere Mut, sei aber nötig, denn „wer alles will, steht ganz schnell mit leeren Händen da.“ Er wünschte den Abiturienten, dass sie im späteren Leben anderen helfen, stark zu werden.

Besondere Stärke haben 14 Schülerinnen und Schüler bewiesen, die sich über Preise für besondere Leistungen freuen konnten. Leonie Maier wurde gleich mehrfach ausgezeichnet: Sie bekam - ebenso wie Florentine Jung von den beruflichen Gymnasien - den Scheffelpreis für den virtuosen Umgang mit der deutschen Sprache und den besten Leistungen im Fach Deutsch. Außerdem wurde sie mit dem Fachpreis Englisch und dem Kunstpreis ausgezeichnet. Ebenfalls einen Kunstpreis bekam Lena Wolf, ein sehr seltener Sonderpreis im Fach Bildende Kunst für eine ganz besonders reife und herausragende praktische Leistung im Kunstabitur ging an Alexander Blocher. Den Fachpreis Spanisch bekamen Alicia Elkmann und Aruna Button, Fabian Fodor freute sich über den Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und Pia Kriasowski über den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Pia Birkel bekam den Fachpreis Biologie und Silke Vogt wurde mit dem Wettstein-Preis für ihre musikalischen Leistungen ausgezeichnet. Die Amos-Comenius-Medaille für ihre sehr guten Leistungen im Fach „Pädagogik und Psychologie“ ging an Shirin Mian. Hannah Häfner und Nathalie Schneckenburger bekamen für ihr unermüdliches soziales Engagement vom Elternbeiratsvorsitzenden Roland Brauner den Preis des Elternbeirats verliehen. Last not least überreichte der VFF-Vorsitzende Christian Wessler den Preis des Vereins der Freunde und Förderer an Tabea Jauch, die sich nicht nur als Schülersprecherin und Organisatorin hervorgetan hat, sondern auf deren Initiative auch der Eine-Welt-Kiosk der Zinzendorfschulen entstanden ist.

 

Die Absolventen der allgemeinbildenden Gymnasien

Vincent Acocella, Lörrach; Paul; Birkel, Schramberg; Alexander Blocher, Grenzach-Wyhlen; Tiffany-Charlotte Borosch-Vogel, Donaueschingen; Katrin Broghammer, Königsfeld; Enrico Brydniak, Königsfeld; Kai Buckenberger, Donaueschingen; Teresa Fischer, Niedereschach; Fabio Fodor, Königsfeld; Sophie Gerhardt, Königsfeld; Cosima Günter, Niedereschach; Hannah Häfner, Bad Dürrheim; Marie-Celine Hertnagel, Rottweil; Lorine Herzog, Lauterbach; Alina Hummel, Königsfeld; Lucas Käfer, Hüfingen; Lucas Kasper, Donaueschingen; Alexander Keßler, Donaueschingen; Helen Korte, Niedereschach; Nemanja Kostic, Villingen-Schwenningen; Laura Krißler, Königsfeld; Pia Kwiasowski, Königsfeld; Sara-Antonia Leonhard, Königsfeld; Leonie Maier, Königsfeld; Julia Meßmer, Donaueschingen; Yannick Motzer, Königsfeld; Jan Raber, Bad Dürrheim; Naomi Rigoni,Niedereschach; Sharleena Rosing, Villingen-Schwenningen; Maximilian Schanz, Glattfelden (Schweiz); Florian Schubert, Schramberg; Kiara Seckinger, Königsfeld; Sarah Seitz, Hüfingen; Georg Wetzel, Königsfeld; Cedric Wöhrl, Mönchweiler; Lena Wolf, Neustetten.

 

Die Absolventen der beruflichen Gymnasien

Alexander Baier, Rottweil; Stefanie Bart, Donaueschingen; Denis Bendigkeit, Schramberg; Sophia Bucher, Brigachtal; Moritz Buck, Donaueschingen; Aruna Button, Villingen-Schwenningen; Thomme Dannert, Königsfeld; Valentin Distel, Villingen-Schwenningen; Alicia Elkmann, Hardt; Peter Epting, Königsfeld; Olivia Franz, Dunningen; Larissa Gehweiler, Schramberg; Loreen Gerach, Villingen-Schwenningen; Larry Gogija, Sankt Gallen (CH); Niklas Grüninger, Hüfingen; Romy Gür, Villingen-Schwenningen; Tobias Haas, Tennenbronn; Finn-Louis Hagen, Königsfeld; Dyson Hartfiel, Niedereschach; Fabienne Hettich, Mönchweiler; Antonia Himmelsbach, Königsfeld; Corinna Jähn, Dunningen; Lisa Jähn, Dunningen; Tabea Jauch, Villingen-Schwenningen; Florentine Jung, Villingen-Schwenningen; Efthimios Kalaitzis, Villingen-Schwenningen; Michaela Kirsch, Dunningen; Mathias Kloess, Unterkirnach; Felix Kuentz, Triberg; Luis Löffler, Donaueschingen; Bjarne Meyer-Clasen, Königsfeld; Shirin Mian, Donaueschingen; Julia Müller, St. Georgen; Paul Müller, Villingen-Schwenningen; Julius Nattmann, Wolfach; Marion Roth, Donaueschingen; Daniela Sarnes, Donaueschingen; Luisa Scherzinger, Bräunlingen; Jan Schlenker, Niedereschach; Nathalie Schneckenburger, Tuningen; Anna-Lena Schober, St. Georgen; Pascal Seilnacht, Niedereschach-Kappel; Jasmin Stangl, Aichhalden; Adrian Timo Stinsky, Königsfeld; Luise Stöckermann, Königsfeld; Luna Tröltzsch, Villingen-Schwenningen; Silke Vogt, St. Georgen; Johannes Volz, Königsfeld; Maike Wilhelm, Königsfeld; Lea Willmann, Donaueschingen; Anika Zeller, Blumberg; Felix Zind, St. Georgen.


erstellt am 07.07.2017


Sommerserenade mit vielen Überraschungen

Das Wetter hätte schöner nicht sein können, als verschiedene Orchester und die Jazzband der Zinzendorfschulen zur Sommerserenade auf den Schulhof baten. Der Einladung folgten noch mehr Besucher als in den Vorjahren und die Stimmung war prächtig, als zunächst das Orchester der fünften Klassen mit dem Traditional „Joshua fit the Battle of Jericho“ und zwei weiteren Stücken den Abend eröffnete.

Das Orchester der sechsten Klassen widmete sich mit zwei Stücken aus Südafrika dem Thema „Hoffnung“ und spielte dann die Titelmelodie aus „Fluch der Karibik“. „Die Sechstklässler dürfen sich immer ein Stück wünschen und jedes Jahr fällt die Wahl auf diese Komposition“, erklärte Musiklehrer Br. Ziegler, der diesen Abend musikalisch leitete, weshalb diese Stelle des Konzerts dem einen oder anderen Besucher vielleicht bekannt vorkam.

Gänzlich neu und nie dagewesen war dagegen die Version des Menuetts und des 1. Satzes aus Mozarts Kleiner Nachtmusik, denn in dieser erweiterten Fassung spielt im großen Schulorchester ein kompletter Bläsersatz mit. „Mozart wäre sehr überrascht gewesen“, vermutete Br. Ziegler. Eine weitere Überraschung hatte der Englisch- und Gemeinschaftskundelehrer Br. Hudek für Schüler und Kollegen parat, als er das Mikrophon ergriff und ziemlich professionell den Jazz-Standard „My Funny Valentine“ sang.

Auch der folgende Set der Jazzband passte perfekt zu dem lauen Sommerabend: Silke Vogt überzeugte mit „Moanin’“ von Bobby Timmons und zeigte anhand von „Blue Skies“, einem Song aus den 1920er Jahren, wie zeitlos gute Musik ist. Donjeta Spahija hatte sich für den kraftvollen Marvin-Gaye-Klassiker „Heard it through the grapevine“ entschieden. Ganz spontan gab sie gemeinsam mit der Schülersprecherin Eurona Jakupi den Chart-Hit „Bonbon“ der kosovarischen Popsängerin Era Istrefi zum Besten.

Gemeinsam verabschiedeten sich alle beteiligten Musiker aus Jazz-Band, Schulorchester und den Orchestern der fünften und sechsten Klassen bei ihrem dankbaren Publikum mit Edward Elgars „Pomp and Circumstance“.

Wer übrigens das 5er-Orchester noch einmal hören möchte: Die Schülerinnen und Schüler spielen am Sonntag, 9. Juli, zwischen 15 und 16 Uhr beim Tag der offenen Tür im Christoph-Blumhardt-Haus.

 

 


erstellt am 05.07.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen