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Neue Farbe für die Unterführung zum Solara

Da kommt der Sommer doch gleich nochmal zurück: Schülerinnen und Schüler der Realschule und der Gymnasien gestalten bei schönstem Herbstwetter gerade die Unterführung zum Königsfelder Freibad Solara neu. Im vergangenen Schuljahr hatte die 8R im Kunstunterricht von Br. Hertnagel Skizzen für eine Neugestaltung angefertigt. In Absprache mit der Gemeinde fiel die Wahl auf die Entwürfe von Vanessa Kasseckert und Lucia Kramer. Nun setzten gut 20 Kunstbegeisterte die beiden Entwürfe um.

Auf der einen Seite sind die einzelnen Buchstaben des Wortes „Solara“ stilisiert, das „O“ zum Beispiel ist eine Sonne, das „R“ wird aus einer Palme gebildet und das letzte „A“  aus zwei gut gefüllten Eiswaffeln. Die gegenüberliegende Wand ist dem Natursportpark gewidmet mit allem, was da so geboten wird – von Klettern über Skaten bis zum Biken. Die Bäume kommen natürlich auch nicht zu kurz.

Obwohl alle konzentriert bei der Arbeit sind, herrscht beinahe Partystimmung. Viele haben sich Kittel übergeworfen, die durch das Malen bunt geworden sind, und hören nebenbei Musik. Beratend stehen ihnen immer wieder die Kunstlehrer und die Referendarin Sr. Bur am Orde zur Seite. „Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sehr gut als Team zusammen“, stellte sie erfreut fest.


erstellt am 27.09.2017


Offene Türen an den Fachschulen

Gemeinsam zu feiern macht doppelt so viel Freude, wenn man zuvor das Fest gemeinsam organisiert hat. Deshalb waren alle angehenden Erzieherinnen und Erzieher bzw. Jugend- und Heimerzieherinnen und –erzieher in die Planung und Ausführung des Begrüßungsfestes am Ende der ersten Schulwoche einbezogen.

An der Fachschule für Sozialpädagogik konnten Schüler und Lehrer verschiedene Sinne testen und den Bobbycar-Führerschein erwerben -  wobei so manche Verkehrsregel großzügig außer Kraft gesetzt wurde. An der Fachschule für Sozialwesen wurde gemeinsam mit Bechern „musiziert“ und Teamarbeit war ebenfalls gefragt, als es darum ging, gemeinsam mit einem an mehreren Fäden befestigten Stift eine Sonne zu malen.

Die Frage „Was für ein Erziehertyp bist du?“ stellte die Klasse 2BKSP2 ihren Mitschülern. Neben berufsspezifischen Qualifizierungsangeboten wie etwa Babypuppen wickeln und in Rekordtempo Kinderchaos beseitigen erfuhren die Besucher auch, ob sie eher dem Erziehertyp „Chaosbeseitiger“, „Liedertante“, „Gedulsengel“ oder schlicht „Lieblingsmensch“ angehörten. Die Ergebnisse ließen so manchen an seiner Selbsteinschätzung zweifeln.

Nachdem zwei Stunden lang viel gelacht und geredet worden war, endete das Fest mit einem ebenfalls durch Vielfalt geprägtem Buffet, zu dem alle mit Fingerfood beigetragen hatten. Sabine Agel


erstellt am 20.09.2017


Sanierungsarbeiten verbessern Energiebilanz und Sicherheit

Nachdem in den vergangenen Jahren an den Zinzendorfschulen viel Geld in neue Schulmöbel und technische Ausstattung investiert wurde, stehen derzeit Sicherheit und Ökologie im Vordergrund der Baumaßnahmen. Auch in den Sommerferien waren wieder Handwerker fleißig bei der Arbeit. Die Spuren sind auch längst beseitigt, so dass man jetzt im neuen Schuljahr schon genau hinsehen muss, um die Veränderungen zu registrieren. Bemerkbar machen sie sich angesichts der herbstlichen Witterung aber trotzdem schon – zum Beispiel die neuen Oberlichter im Amos-Comenius-Haus und in der Sporthalle oder der Eingangsbereich im Verwaltungsgebäude. „Die alten Fenster und Türen entsprachen nicht mehr den energetischen Standards, weshalb sie ausgetauscht werden mussten“, erklärt Verwaltungsleiter Br. Banholzer.

Viel Energie spart auch die neue Beleuchtung auf dem Schulhof ein. „Die neuen LED-Leuchten sind heller, obwohl sie deutlich weniger Energie verbrauchen.“ Somit sorgt dieser Beitrag zum Umweltschutz gleichzeitig für ein erhöhtes Maß an Sicherheit.

Da die Gebäude des Schulwerks zum Teil sogar aus der Gründungszeit von Königsfeld im Schwarzwald stammen, war es schon immer eine Herausforderung, die jeweils gültigen Brandschutzbestimmungen mit dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen. Diese wurde jedoch auch diesmal bestens gemeistert.

So wurde im Haus Früauf ein großer, sieben Meter langer Rauchabzugs-Schacht in das Treppenhaus eingebaut. Allein in den beiden Wohnhäusern des Internats, dem Erdmuth-Dorotheen-Haus und dem Haus Früauf, wird rund eine halbe Million Euro investiert, um den aktuellen Brandschutzauflagen zu genügen. Weitere 300 000 Euro wurden für den Brandschutz an den Schulgebäuden eingeplant, so sind etwa im Südflügel vom Haus Spangenberg jetzt auf zwei Etagen die Fluchtwege optimiert.


erstellt am 19.09.2017


Talenteschmiede wieder zu Gast

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“ soll der chinesische Philosoph Konfuzius gesagt haben. Aber woher weiß man, welcher Beruf das ist? Welche Fähigkeiten, Interessen und Talente dafür nötig sind? Die Zinzendorfschulen unterstützen  den Berufsfindungsprozess ihrer Schülerinnen und Schüler schon lange, sei es durch Praktika, die jährliche Berufsfindungsmesse oder auch, indem sie Experten einladen.

Zum wiederholten Male ist in diesem Schuljahr die Talenteschmiede in Königsfeld zu Gast. Am Ende der ersten Schulwoche stellte der NaturTalent Mentor Thomas Perr das eintägige Intensiv-Seminar vor. "Es gibt 34 Talente, die unter den Menschen unterschiedlich verteilt sind." Dabei sei kein Talent besser oder schlechter als ein anderes. Talente seien etwa Bindungsfähigkeit, Kontaktfreudigkeit, Vorstellungskraft, Behutsamkeit oder Weitblick.

Wie man herausfindet, welche Talente in einem schlummern, machte er an ein paar Beispielen deutlich: "Wer von euch saß mal in einem Bus und bekam ohne es zu wollen die Lebensgeschichte eines Fremden erzählt?" wollte er wissen, um dann denjenigen, die eine solche Situation schon öfter erlebt haben, besondere Bindungsfähigkeit zu bescheinigen. Das Talent der Behutsamkeit besitzen in einem anderen Beispiel Menschen, die in einem Restaurant erst bestellen, nachdem sie die gesamte Speisekarte gelesen und sorgfältig abgewogen haben.

Dank der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg können Interessenten für einen geringen Eigenbetrag an der Talenteschmiede teilnehmen. Da Projekt der NaturTalent Stifung unterstützt seit 12 Jahren Schülerinnen und Schüler bei der Wahl zwischen 18.400 Berufs-und Studienmöglichkeiten.


erstellt am 18.09.2017


Gesunde Kommunikation im Schulalltag

Jeder Erwachsene kann sich an bestimmte Situationen seiner Schulzeit erinnern, viele sogar noch nach Jahrzehnten an Sätze, die ein Lehrer einst gesagt hat. Umso wichtiger ist es, dass Lehrer und Erzieher nicht unbedacht formulieren. Die Zinzendorfschulen hatten für ihre Pädagogischen Tage am Ende der Sommerferien die renommierte Expertin für gesundes Kommunizieren Angela Dietz eingeladen.

Sie brachte den Lehrerinnen und Lehrern in einem spannenden, anschaulichen Vortrag, der mit vielen Beispielen angereichert war, die gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg nahe,
wobei sie schon gleich zu Beginn feststellte, dass dies am Königsfelder Schulwerk eigentlich gar nicht mehr nötig sei. „Es geht dabei um das Verinnerlichen einer Haltung, mit der wir unserem Gegenüber begegnen“, sagte sie, „und genau diese Wertschätzung wird bei Ihnen ja bereits gelebt, Sie haben sie sich ja sogar in ihr Leitbild geschrieben.“

Abkürzungen, sprachliche Defizite, Hierarchien und vorgefasste Meinungen seien die häufigsten Hindernisse bei der Kommunikation. „Wir wollen oft gar nicht mehr zuhören, sondern uns nur in unserem Urteil bestätigt wissen“, so Angela Dietz. Deshalb sei es auch wichtig, sich auf seinen Gesprächspartner einzulassen und wenn dies gerade nicht möglich ist - etwa weil man gerade mit anderen Dingen beschäftigt ist - den Dialog lieber auf einen späteren Zeitpunkt verlegen.

Nach dem mit vielen Beispielen aus der eigenen Biografie angereicherten Vortrag von Angela Dietz hatten die Pädagogen in verschiedene Workshops, die von der Referentin und ihren Mitarbeitern geleitet wurden, selbst die Möglichkeit, die Techniken einzuüben und verschiedene Situationen durchzuspielen.

Etwa anhand des fiktiven Beispiels, in dem ein Kollege an den Schreibtisch kommt und sich wortlos ein Lineal nimmt. Der erste Impuls wäre vielleicht ein lauter Protest. In den Workshops haben die Lehrer jedoch eine gesündere Art der Kommunikation eingeübt, bei der Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und schließlich eine Bitte artikuliert werden, zum Beispiel: „Du hast ohne zu fragen das Lineal genommen, das finde ich ärgerlich und ich möchte meine persönlichen Bereich respektiert wissen. Kannst du nächstes Mal bitte fragen?“ Die sogenannte Wolfsshow – also eine Bewertung im Sinne von „das ist ja ein unmögliches Benehmen“ – sollte in dieser Kommunikation nicht stattfinden. „Natürlich muss man seinen Dampf ablassen, aber nicht in Gegenwart des Gesprächspartners.“ Denn um eine negative Äußerung zu neutralisieren, sind fünf bis sieben positive Äußerungen nötig.

Der Vortrag und die Workshops kamen bei allen Lehrerinnen und Lehrern gut an. „Es ist ein wichtiges Thema“, sagt Realschul-Leiter Br. Hertnagel, der den Vortrag und die Workshops organisiert hatte. „Kommunikation gehört für uns zum Handwerk und ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen.“


erstellt am 12.09.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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