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Hausmeister Maurer darf auf die Rentnerbank

Nach 22 Jahren haben die Zinzendorfschulen im Rahmen eines Grillfestes Abschied von Robert Maurer genommen. Er war als leitender Hausmeister für den Bereich Mönchweilerstraße zuständig und dort auch maßgeblich am Neubau des Jan-Hus-Hauses und des Hauses Katharina von Gersdorf beteiligt. „Er saß als kritischer Geist mit in der Planungsrunde und hat viele neue Vorschläge eingebracht“, erinnerte sich Verwaltungsleiter Br. Schaible. So habe er bei der Planung eines der ersten Schulhäuser in Passivhaus-Bauweise gefragt, wo denn die Möbel untergebracht werden sollten, wenn der Saal für eine Veranstaltung einmal leer geräumt werden muss. „Also entstand noch ein Anbau, den wir intern gerne mal die ‚Maurer-Box‘ nennen“, sagte Br. Schaible. Auch an anderen Stellen habe er mit seinen Vorschlägen Spuren hinterlassen. Seine Kollegen überreichten Robert Maurer ein „Rentnerbänkle“, auf dem er gleich strahlend Platz nahm. Sein Nachfolger an den Zinzendorfschulen ist Thomas Sohmer.

„Eine Schule ist nichts ohne ihr Herz und das Herz ist der Hausmeister“, meinte der Abteilungsleiter der Realschule, Stefan Giesel, und betonte, die Lehrer hätten ihn sehr geschätzt.  Gleiches gelte auch für die Leiterin der Hauswirtschaft im Bereich Mönchweilerstraße, Angelika Weisser, die für 35 Jahre an den Zinzendorfschulen geehrt wurde. „Ich arbeite gerne hier, es ist eine gute Gemeinschaft“, sagte sie, nachdem ihr Br. Schaible für ihre wertvolle Arbeit gedankt hat.
Für 20 Jahre ehrte er Andrea Wockenfuß, die für die Schülerbeförderung zuständig ist. Seit nunmehr zehn Jahren ist Doris Winterhalter als Reinigungskraft „im immerwährenden Kampf gegen den Schmutz“ im Einsatz. „Dass so viele Mitarbeiter so lange an den Zinzendorfschulen arbeiten, zeichnet auch das Schulwerk als guten Arbeitgeber aus“, meinte Br. Schaible.


erstellt am 29.08.2016


Villinger Profi leitet Theaterworkshop im Rhetorikunterricht

Zum Abschluss des Rhetorikunterrichts bei Sr. Fraas wollte die Klasse 6a  der Zinzendorfschulen Theater spielen und hat sich dazu professionelle Hilfe eingeladen. Der Theaterpädagoge Olaf Jungmann, der vielen Villingern durch sein Rollmopstheater in der Färberstraße bekannt ist, kam nach Königsfeld. In  einem dreistündigen Workshop lernten die Schülerinnen und Schüler viel darüber, wie man in eine andere Rolle schlüpft, wie man Körper und Stimme einsetzt, um zu überzeugen, und wie kurzweilig, aber auch anstrengend die Schauspielerei sein kann. Finanziert wurde der Workshop  durch einen eigens hierfür veranstalteten  Kuchenverkauf.

Im großen Kreis durfte sich jeder zunächst einen Hut aussuchen und eine passende Rolle kreieren – bald stellten sich vornehme Adelige, wilde Wikinger und schüchterne Mädchen in der Runde vor. Anschließend wurden Übungen für einen  festen Stand, für eine gute Körperspannung und eine überzeugende Stimme gemacht. Beim Slapsticktheater stellten die Schüler auf der Bühne pantomimisch kurze Szenen vor, die die Mitschüler zum Lachen brachten.

 Zum krönenden Abschluss schlüpfte Olaf Jungmann in seine Paraderolle als ‘Jacques Mehlsack‘, der französische Meisterkoch, der seine Zutaten verloren hat und deshalb Märchen kocht  - diesmal ‘Der Wolf und die sieben Geißlein‘. Tatkräftig und lautstark führten die Schülerinnen und Schülern unter Jacques‘ Regie das Märchen mit Hilfe von einfachen, aber wirkungsvollen Requisiten im Zeitraffer auf.  Auch wenn zum Schluss die Zeit etwas knapp wurde und viele sich gewünscht hätten noch mehr zu spielen, war das Fazit mehr als positiv: „Das müssen wir bald wieder machen, Schwester!“ Und dass keiner während der gesamten drei Stunden nach einer Pause fragte, spricht für sich.

Saskia Fraas


erstellt am 29.08.2016


Schuljahr endet mit Gottesdienst

Endlich Ferien! Mit einem gemeinsamen Gottesdienst im EDH-Garten hat die Schulgemeinschaft der Zinzendorfschulen das Schuljahr beendet. Unter dem Motto „Das Recht ströme wie Wasser“ erinnerte Schulpfarrer Christoph Fischer an den sozialkritischen Propheten Amos, der sich für Gerechtigkeit einsetzte. „Wenn es Böse wird bei den Menschen, dann brauchen sie gute Gedanken“, sagte Fischer und rief jeden dazu auf, nicht angesichts der vielfältigen Probleme auf der Welt zu resignieren, sondern sich dort einzusetzen, wo es ihm möglich ist. Er zitierte auch Albert Schweitzer, der einst gefordert hatte: „Sucht euch euer eigenes Lambarene.“

Manchmal helfen auch schon kleine Schritte, um anderen ein besseres Leben zu ermöglichen, etwa mit dem Sammeln von Flaschendeckeln aus Plastik. Diese Sammlung wird am Schulwerk gefördert, denn der Erlös aus den Rohstoffe finanziert Kindern Polioimpfungen. Auch die Action!Kidz hätten in diesem Jahr wieder ein tolles Ergebnis erzielt, was jetzt schon sichtbar ist, obwohl noch nicht die Ergebnisse aller Klassen ausgezählt waren.

Die Schulsprecherin Tabea Jauch nahm die Gelegenheit wahr, ihre Stellvertreterin Eurona Jakupi aus der EKSGB vorzustellen, die dann im übernächsten Schuljahr in ihre Fußstapfen treten wird. Eurona, die vielen schon von diversen Einlagen bekannt ist, sorgte auch an diesem letzten Schultag mit ihrer Band für den musikalischen Rahmen. Die Schüler nahmen Abschied von verschiedenen Lehrern und Mitarbeitern (mehr dazu demnächst an dieser Stelle) und begrüßten deren Nachfolger.

Schulleiter Br. Treude bedankte sich bei allen Mitarbeitenden für ihr Engagement. „Es gibt einige Projekte im Rampenlicht, aber das meiste, was an Schulen und Internaten geschieht, spielt sich im Hintergrund ab.“

 

 


erstellt am 27.08.2016


Zinzendorfschulen feiern strahlendes Schulfest

Sommer, Sonne, Schulfest – am vorletzten Schultag vor den großen Ferien haben Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde der Zinzendorfschulen gemeinsam ein fröhliches, buntes Sommerfest gefeiert. Es bot den Rahmen, das vergangene Schuljahr Revue passieren zu lassen und einfach mal ohne Zeitdruck zusammenzusitzen und zu reden.  Die Besucher bewunderten nicht nur die Ergebnisse und Präsentationen der Projekttage, sondern ließen es sich auch am Grill und den üppigen Salat- und Kuchenbuffets schmecken, das die Eltern der rund 1000 Schülerinnen und Schüler kreativ und abwechslungsreich bestückt hatten. Auch die Back-AG war am Pizzaofen aktiv und hatte für jeden Geschmack etwas vorbereitet. Wer von den Eltern keine Zeit hatte, im Vorfeld in der Küche aktiv zu werden, machte sich beim Fest selbst nützlich mit Kaffee ausschenken, Kuchen servieren, Kassieren oder Geschirrspülen.

"Was die Eltern unter der Leitung des Elternbeiratsvorsitzenden Roland Brauner auf die Beine gestellt haben, war einfach hervorragend", dankte Schulleiter Br. Treude.  "Es war die Basis für ein sehr gelungenes Schulfest und brachte die zentrale Bedeutung der Eltern für die Schulgemeinschaft eindrücklich zum Ausdruck."

In verschiedenen Projekten hatten die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Tagen genäht und gebastelt, musiziert und gekocht, waren in die Welt der Römer abgetaucht und haben sich mit Fotografie auseinander gesetzt. Eine schöne Idee hatten Schüler in einem Kunstprojekt, in dem sie Steine bunt mit Wünschen und Sprüchen wie „Peace“ oder „Be Happy“ beschriftet hatten und verschenkten. Einige haben Modellflugzeuge und –boote gebastelt, andere widmeten sich einem Leseprojekt, schnupperten in die Welt des Golfspiels und des Flag-Footballs hinein oder probierten leckere vegane Rezepte aus. Die Projektreporter haben alles dokumentiert.

Ein besonderer Höhepunkt war das Königsfelder Mathematikmuseum, in dem Besucher mathematische Knobeleien lösen oder Phänomene bestaunen konnten. „Das ist ein tolles Fest, so große Projekte hat es zu meiner Schulzeit nicht gegeben“, sagte Helga Fister, deren Enkel  die Zinzendorfschulen besucht.

Auf der Bühne unterhielten die Mädchen der 9c mit einer Choreografie zu einem Pop-Song, jüngere Mädchen und Jungen, präsentierten ihre in dem Projekt „Let’s Dance“ einstudierten Schritte mit teils waghalsigen Breakdance-Einlagen.

Natürlich waren auch viele musikalische Talente zu hören, so gab es beispielsweise  Ausschnitte aus dem letzten Schulkonzert ,  verschiedene Schüler traten mit ihren eigenen Bands oder auch solo auf. Ein Projekt der Musiklehrer zeigte, dass auch ohne Instrumente  mitreißender Groove entstehen kann.

Nicht nur Gruppen, auch einzelne Schülerinnen und Schüler haben sich bei dem Fest eingebracht, so zeigte der Fünftklässler Max Jäckle einen Film über Naturphänomene, die er und seine Mitschüler im Laufe des Schuljahres kennengelernt hatten.

Das Fest bot nicht nur einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen, sondern auch einen kleinen Ausblick auf zukünftige Pläne. So stellte der Kurs Sozialmanagement vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium schon einmal den Eine-Welt-Laden vor, in dem es  bald fair gehandelte Schreibwaren und Snacks geben wird.

Mehr Bilder gibt es übrigens hier.

 

 


erstellt am 26.08.2016


Projekttage bieten für jeden etwas

So vielseitig wie das Schulwerk sind auch die Projekttage an den Zinzendorfschulen, die im Vorfeld des morgigen Schulfestes angeboten und gut angenommen werden. Egal, ob die Schülerinnen und Schüler sich für Technik, Kreatives, Musisches, für Sportliches oder Naturwissenschaftliches interessierten – es war wirklich für jeden etwas unter den rund 25 verschiedenen Angeboten dabei.

Fahrradtouren entlang der Donau und in der Umgebung wurden organisiert, es gab eine Gruppe, die Marmelade kochte und eine, die im Steinofen Brot buk. Ein Team widmete sich drei Tage lang dem Schulgarten und ließ sich anschließend selbstgemachte Limonade schmecken, die Teilnehmer eines anderen Projektes stellten sich gegenseitig ihre Lieblingsbücher vor und unternahmen abschließend eine Exkursion in die Villinger Stadtbibliothek. In einem Nähprojekt wurden kleine Mappen hergestellt, die wahlweise als Schminktäschchen oder als Federmappe dienten, wieder andere probierten vegane Kochrezepte aus.

Richtig spektakulär sah das Parkour-Training aus, bei dem die Teilnehmer unter anderem lernten, waagerecht eine Wand entlangzulaufen. Hierbei wie auch bei einigen anderen Angeboten wie etwa  Klettern auf Bäumen und über den Donisweiher  waren externe Anbieter nach Königsfeld gekommen. Typisch Jungs und Typisch Mädchen gab es dabei nicht: Beim Nähen waren die Mädchen ebenso wenig unter sich wie beim  Tanzen. „Toll, dass so viele Jungs dabei sind“ freute sich Sr. Rudisch, die für ihr Tanzprojekt sogar einen freiberuflichen Breakdance-Lehrer engagiert hatte. Die Projektreporter haben sich drei Tage lang bei den verschiedenen Angeboten umgesehen und stellen sie in einer Präsentation beim Schulfest vor. Sie wird später auch auf der Schul-Homepage zu sehen sein.


erstellt am 25.08.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen