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Erlebnispädagogische Woche in Tieringen

Voller Energie und Lust auf neue Abenteuer starteten die Klassen 9a, 9b und 9c des Zinzendorfgymnasiums ins neue Schuljahr. Unter der Begleitung von Br. Bick, Br. Lickert, Sr. Wallner, Sr. Jung und Br. Wigishoff erlebten die drei Klassen eine gemeinsame Woche in Tieringen, die ganz unter dem Motto der Erlebnispädagogik stand.

Durch die Leitung des Malamute Travel & Outdoor Service hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit voller Spaß an ihrer Klassengemeinschaft zu arbeiten. Während verschiedener Aktivitäten im Barfußpark und Kletterparcours oder beim Bogenschießen, Geocaching, Wandern und Floßbau lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur über sich selbst hinauszuwachsen, sondern ebenso gemeinsam im Team zu arbeiten.

Vertrauen und das Stärken der Gemeinschaft standen dabei vor allem im Fokus der erlebnispädagogischen Outdoorspiele, wobei der Spaß dabei natürlich auch nicht zu kurz kam. Die ganze Zeit über hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestes Wetter und selbst der wolkenbedeckte Himmel während des Floßbaus konnte einigen Schülerinnen und Schülern nicht die Lust am Baden nehmen. Ob beim Volleyballspiel, Fußballturnier oder beim Essen – der Zusammenhalt und die Gemeinschaft, auch über die Klassengrenzen hinweg, wurde in der Freizeit der Schülerinnen und Schüler deutlich sichtbar.

Unter eigener Regie sorgten die jeweiligen Schülerhütten völlig selbstständig für ihre Mahlzeiten, von denen auch die Lehrerinnen und Lehrer profitieren durften. Selbstgebackene Cookies, Pasta oder Stracciatellajoghurt - der Kreativität der „Köche“ waren dabei keine Grenzen gesetzt. Der Renner in allen Hütten war jedoch Pizza. Mittags wurden die Schülerinnen und Schüler mit Lunchpaketen, selbstgekochtem Eintopf am Lagerfeuer und Grillwürsten versorgt.

Insgesamt konnten die neunten Klassen gemeinsam eine erlebnisreiche und vor allem tolle Woche in Tieringen genießen. Die Klassengemeinschaften wurden gestärkt und eine Basis an der weiter gearbeitet werden kann, wurde gebildet.

Sr. Wallner


erstellt am 21.10.2016


Leckeres Herbstmenü beim Tag der Schulverpflegung

Mach’s Mahl lautete das Motto des diesjährigen Tages der Schulverpflegung und das ließen sich die Siebtklässler der MUM-Gruppe von Sr. Helms nicht zweimal sagen. Eine ganze Woche lang haben sie sich im Unterricht auf den großen Tag vorbereitet und standen heute in der Lehrküche, wo sie als Ergänzung zum herbstlichen Menü, das in der Großküche der Zinzendorfschulen zubereitete wurde, leckere Gemüsemuffins buken.
Vier Kinder aus der Gruppe durften sogar unter der Anleitung von Küchenchef Stefan Jung in der Großküche selbst mithelfen. Sie brieten Lachs, der mit einer feinen Dillsauce und Kürbisrisotto serviert wurde und schibbelten die Zutaten für die cremige Linsen-Möhren-Suppe, andere waren an dem Apfel-Kompott auf Vanille-Quark-Creme beteiligt. „Das schmeckt sehr gut“, fanden ihre Mitschüler. Für die Vegetarier wurde das Gericht abgewandelt und statt Fisch gab es gebratenen Sellerie in Petersiliensauce.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich aktiv an dem Tag der Schulverpflegung beteiligten, lernten nicht nur verschiedene Lebensmittel, Kräuter und Gewürze sowie deren Zubereitungsarten und Nährwerte kennen, sondern erfuhren auch gleich noch wichtige Details über die Hygiene beim Kochen.


erstellt am 19.10.2016


Eine-Welt-Kiosk: Fair gehandelte Ware kommt gut an

Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es an den Zinzendorfschulen einen Kiosk mit ausschließlich fair gehandelten Produkten. Die Schülersprecherin Tabea Jauch hatte den Impuls dazu gegeben und auch gleich die Schulleitung von ihrer Idee überzeugen können. Schon im vergangenen Schuljahr hatte sie gemeinsam mit einer AG, an der sich Schülern aller Altersklassen beteiligten, Ideen gesammelt und diese mit dem Kurs Sozialmanagement vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium, ihrer Stellvertreterin Eurona Jakubi und weiteren SMV-Mitglieder nach und nach umgesetzt. Mehr als 50 verschiedene Waren von Keksen über Bananenchips, Orangensaft, Schokolade bis hin zu Schulheften gibt es mittlerweile in dem Eine-Welt-Kiosk zu kaufen.

„Ich bin völlig überwältigt, wie gut unser Angebot angenommen wird“, sagt Tabea, die sich über einen Umsatz von 800 Euro in den ersten vier Wochen freut. Die Erstausstattung der Ware hat die SMV aus ihrer Kasse bezahlt, die Produkte beziehen sie über den Königsfelder Eine-Welt-Laden Ujamaa. „Wir bekommen die Ware zum Glück auf Kommission, müssen also kein Risiko eingehen und können immer mal wieder unser Sortiment erweitern.“

Der kleine Laden neben dem Lehrerzimmer, der jeden Vormittag in den beiden großen Pausen geöffnet hat, ist bei Schülern aller Altersklassen beliebt. „Ich kaufe gerne hier ein, weil die Menschen, die die Produkte hergestellt haben, gut bezahlt werden“, sagt Anna aus der 6a und auch Kilian aus der Eingangsklasse der beruflichen Gymnasien findet die Idee gut. Seine Jahrgangsstufe übernimmt im Wechsel jeweils zu zweit die Kasse, um die Nachbestellungen und das Einräumen der Regale kümmert sich die SMV. Der Kurs Sozialmanagement entwirft das Logo, Flyer und Plakate.

 „Das Angebot ist richtig toll“, meint auch die Schulsekretärin Sabine Milbradt, „die haben sogar blaue Chips!“ Die teils außergewöhnlichen Schokoladen- und Teesorten gefallen ihr genauso wie der praktische Aspekt, einen Teil der Einkäufe gleich auf dem Schulgelände zu erledigen. „Wir Sekretärinnen haben beschlossen, den Kaffee für die Verwaltung künftig immer da zu kaufen.“

Der Kiosk hat an jedem Schultag zwischen 9.25 Uhr und 9.40 Uhr sowie zwischen 11.15 Uhr und 11.25 Uhr geöffnet.


erstellt am 17.10.2016


Angehende Erzieher überwinden kulturelle Grenzen

Zwei phantastische Tage voller neuer Begegnungen und Erfahrungen konnten die angehenden Erzieher und Jugend- und Heimerzieher der Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen erleben. Ihre Projekttage standen unter dem Motto  „Unterwegs – kulturelle Grenzen überwinden“.

Zum Auftakt inszenierte das Theaterprojekt „Hoffnung“, bei dem junge Syrer unter der Regie von Br. Knieß und Johanna Zelano die Erlebnisse ihrer Flucht vor dem Krieg und in ihre ersten Erfahrungen im Schwarzwald thematisieren, noch einmal sein Stück. Anschließend verteilten sich die Zinzendorfschüler auf zehn Arbeitsgruppen mit sehr unterschiedlichen Ansätzen und Inhalten. „Mit diesen Projekttagen wollen wir unsere Auszubildenden auf die aktuelle politische Situation vorbereiten“, sagte die Leiterin der Fachschulen, Sr. Schoo-Schemmann und dankte dem Verein der Freunde und Förderer, der das finanziell ermöglicht hat.

Konkrete Handlungsmuster für die Praxis wurden in verschiedenen der Workshops erarbeitet. Die Gruppe um Schulpfarrer Br. Fischer erarbeitete die Basis christlicher Gastfreundschaft und lud im Anschluss eine Gruppe jesidischer Frauen, die aus IS-Gefangenschaft fliehen konnten, in ihren Kreis. „Wie unterscheidet sich das Leben hier von dem in Ihrer Heimat?“, wollten die angehenden Erzieher von ihnen wissen. Die Antwort war knapp und beinhaltete doch so viel: „Es gibt hier keinen Krieg!“ 

Schreckliche Erlebnisse sitzen auch bei den Jüngsten ganz tief. „Was brauche ich, um in der Fremde glücklich zu werden?“ überlegten sich daher die Teilnehmerinnen einer Gruppe, in der es hieß: „Willkommen in der Kita!“
Eine Arbeitsgruppe übte unter Anleitung von Referenten der Landeszentrale für politische Bildung Zivilcourage gegen Stammtischparolen, in einer Schreibwerkstatt probierten die Teilnehmer ganz praktisch, wie sie eine Mauer aus Vorurteilen einreißen können. Jugend- und Heimerzieher im Anerkennungsjahr tauschten sich mit Fachkräften der Jugendhilfe und Mitarbeitern des Jugendmigrationsdienstes aus und eine andere Gruppe setzte sich mit dem Einfluss des Islam auf jugendliche Muslime auseinander.

In den kreativen Gruppen entwickelte sich teils eine schöne Eigendynamik. Ursprünglich hatte Sr. Grässlin unter dem Titel „Musik als Brücke zum Miteinander“ geplant, sich spielerisch der deutschen Sprache zu nähern. Im Laufe des Workshops sind jedoch zwei Performances entstanden, in denen vorwiegend Körpersprache zum Einsatz kam. Im Kunstunterricht erschufen die Teilnehmer Utopien von Ländern, in denen jeder glücklich wird oder modellierten einen Brotbaum, der die ganze Welt satt macht.

Gemeinsam mit Flüchtlingen studierte eine weitere Arbeitsgruppe Lieder in verschiedenen Sprachen ein und überraschte beim gemeinsamen Abschluss der Projekttage ihre Mitschüler mit einem arabischen Festlied zur Begrüßung. Bei dieser Abschlussrunde durften sich auch alle an einem tollen internationalen Büffet mit exotischen Zutaten und Gewürzen aus 1001 Nacht stärken, das unter Koordination der SMV entstanden ist und auch sehr professionell aussah. Kein Wunder, denn Schulsprecher Maximilian Tanzer, der sich zum Jugend- und Heimerzieher ausbilden lässt, ist gelernter Koch.


erstellt am 11.10.2016


Bilder zum Krieg im Franziskaner

Am ersten Oktoberwochenende wurde im Villinger Franziskaner die Ausstellung „Was nicht sein darf“ eröffnet. Dabei sind rund 70 Werke von Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Zinzendorfschulen und zweier Villinger Gymnasien zu sehen.  

Drei Monate lang hatten sich die jungen Menschen im Kunstunterricht mit dem Krieg auseinandergesetzt und teils allein, teils in Gruppen Werke unterschiedlichster Größe geschaffen.  Einige sind überlebensgroß, andere winzig klein und zu Collagen verarbeitet. Die meisten sind in düsteren Farbtönen gehalten, einzig das Blutrot darin bildet einen Akzent und verdeutlicht  das Grauen. Bilder und Fotografien, unter anderem aus dem Vietnam-Krieg, dienten dabei als Vorlage. „Uns war schon etwas unbehaglich dabei, als wir so entsetzliche Szenen gezeichnet haben“, sagten sie und erinnerten sich, dass die Stimmung  - ganz anders als sonst im Kunstunterricht – eher gedrückt war.

Eigentlich will Kunstlehrer Br. Ditz-Burk solche Themen nicht in seinem Unterricht stellen, sondern eher das Schöne betonen,  aber der Krieg ist mittlerweile so präsent, dass  die Jugendlichen sich damit auseinandersetzen müssen, um es gedanklich besser verarbeiten zu können. Immer wieder haben sie bei der Wahl der Materialien zu Kohlestiften gegriffen, „weil damit die Tiefe besser dargestellt wird.

Auch Texte spielen eine große Rolle bei dem Gesamtkonzept. Während der Vernissage wurden Flugblätter mit Zitaten aus Dantes „Inferno“ verteilt, in den Bildern wurden Zitate aus  Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ visualisiert. Eine ehemalige Praktikantin der Zinzendorfschulen war gebeten worden, ein Gedicht zum Krieg zu schreiben – und sie formulierte ihren Widerwillen, sich überhaupt damit auseinanderzusetzen. Diese Zeilen wiederum fanden ihren Platz auf einem der Bilder.

Die Ausstellung „Was nicht sein darf“ ist noch bis zum 23. Oktober im Kreuzgang vom Franziskaner zu sehen.


erstellt am 10.10.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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