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Staatlich anerkannte Jugend- und Heimerzieher

Der erste Jahrgang der Fachschule für Sozialwesen ist fertig: Alle Absolventen haben mit ihrem Anerkennungsjahr und bestandenen Kolloquium die Staatliche Anerkennung als Jugend- und Heimerzieher erworben. Viele von ihnen haben schon feste Arbeitsverträge. Die Fachlehrerinnen Sr. Feldmann (vorne links) und Se. Jäger (vorne rechts) sowie die Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen, Sr. Schoo-Schemmann (2. von rechts vorne) freuen sich mit Anne-Sophie Schär, Dominique Puttrich, Inga Schnettler (vorne von links), Sebastian Weisser, Martin Rombach, Irina Frey, Stefania Di Francesco, Sandrine Ebner (hintere Reihe von links) und Alexander Schaadt (nicht auf dem Bild).


erstellt am 28.06.2016


Was gehört auf den kindlichen Speiseplan?

Gesunde Ernährung ist schon im Kindergarten wichtig, weshalb die Fachschule für Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen den angehenden Erzieherinnen und Erziehern immer wieder Seminare der Landesinitiative für Bewusste Kinderernährung (BeKi) ermöglicht. Die Referentinnen Edith Kirner und Birgit Helms brachten jetzt in zwei Seminaren den jungen Menschen in Theorie und Praxis bei, worauf sie in den verschiedenen Altersgruppen achten müssen.  

In der Fortbildung für geeignete Kleinkindernährung wurden fachliche Kenntnisse über die kindliche Essentwicklung und Geschmacksbildung geben. Verschiedene Esstypen sowie Rituale und Strukturen im Alltag waren im theoretischen Teil das Thema, in der Praxis stellten sie gesunde Beikost her und verglichen sie mit Fertiggerichten.

 In dem anderen Seminar stand Essen und Trinken für drei- bis sechsjährige Kinder im Vordergrund. Die Ernährungspyramide und die Inhaltsstoffe standen im Mittelpunkt der Theorie-Einheit, in der Lehrküche wurden verschiedene ausgewogene Zwischenmahlzeiten hergestellt.

„Fachliche Kenntnisse über die kindliche Essentwicklung und Geschmacksbildung geben uns Sicherheit“, sagten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher im Anschluss an die Fortbildung und dankten den Referentinnen.


erstellt am 27.06.2016


Abiturienten der Zinzendorfschulen mit buntem Gottesdienst verabschiedet

Mit dem Abitur ist für rund 100 Absolventen der beruflichen und allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien der bisher längste Abschnitt ihres Lebens zu Ende gegangen: Die Schulzeit. Diese wurde beim Abschiedsgottesdienst im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine mit einem riesigen, bunten Tor symbolisiert, durch das zu Beginn der Feier alle Abiturienten gingen, während ihre Namen verlesen wurden. Immer wieder wurde die Symbolik des Tors als Zeichen für Ende und Neubeginn zwischen den Lebensabschnitten aufgegriffen und diente auch als Gelegenheit, innezuhalten und zurückzublicken. „Wir alle sind unseren individuellen Weg gegangen“, stellten drei der Abiturientinnen  in ihrer Rede fest. „Er war nicht immer bei allen gerade, hat aber letztlich doch zum Ziel geführt.“

 Das soziale Umfeld der Schülerinnen und Schüler hat einen großen Teil zur erfolgreichen Schulzeit beigetragen und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wie Schulleiter Br. Treude betonte. Er erzählte von einem Geigenbaumeister, der es schafft, dass seine Instrumente dem Klang einer Stradivari sehr nahe kommen. Eine vollständige Kopie sei nicht möglich, da jedem Instrument ein anders Holz zugrunde liege und der individuelle, besondere Klang einer jeden Geige erst durch den Künstler entsteht, der das Beste aus gerade diesem Stück Holz herausarbeitet.

 „Das ist für mich ein Gleichnis für uns Menschen“, meinte Br. Treude. „Gott hat jeden von uns aus einem ganz besonderen Holz geschaffen. Es ist die Aufgabe unseres ganzen Lebens, unseren besonderen, einzigartigen Klang herauszuarbeiten.“ Wie eine Geige erst durch den Geigenbauer zu dem wird, was in ihr steckt, seien für den Menschen seine Freunde, Familie und Lebenspartner unabdingbar. Erst das soziale Gefüge könne den unverwechselbaren Klang eines jeden Individuums hervorlocken. „Der Sinn unseres Lebens ist, mit anderen gemeinsam unser Leben und unserer Welt zu gestalten und dabei unseren ganz individuellen, persönlichen Beitrag zu leisten.“

Ganz besonders ermutigte er auch diejenigen, die sich mit ihren Leistungen während ihrer Schulzeit hervorgetan hatten, es nicht dabei zu belassen. Vielmehr sollten sie ihre Auszeichnung als Aufforderung anzusehen, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt verlieh er  27 Urkunden, viele Schüler bekamen gleich in mehreren Kategorien Preise.

Das beste Abitur am allgemeinbildenen Zinzendorfgymnasium legte Tamina Rockwell-Kollmann mit der Traumnote 1,1 ab, an den beruflichen Gymnasien war Alicia-Maria Huth (1,3) die Beste und bekam dafür die Amos-Comenius-Medaille.

Für den virtuosen Umgang mit der deutschen Sprache und die besten Leistungen im Fach Deutsch bekamen Alina Schaumann und Maximilian Holm den Scheffelpreis. Maximilian Holm wurden auch die Franz-Schnabel-Medaille für Geschichte sowie der Theaterpreis verliehen. Der Fachpreis Spanisch ging an Clara Thiemann und Chiara Prescha, den Fachpreis Englisch bekamen Tamina Rockwell-Kollmann und Lara Kleinschmidt, in Französisch wurde der Fachpreis an Aline Peduzzi überreicht.

Der Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ging an Martina Huss und Nele Schmachbach. Svenja Wursthorn gewann den Preis der Physikalischen Gesellschaft und den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, eine Mitgliedschaft in der Physikalischen Gesellschaft ging an Frank Hafner. Den Fachpreis Biologie durfte Alena Strittmatter mitnehmen, außerdem wurde ihr der Erwin-Jäckle-Preis für hervorragende schulische Leistungen bei gleichzeitigem hohem und langjährigem Engagement verliehen.

Den Fachpreis Wirtschaft bekam Dennis Bammert, den Fachpreis Kunst teilen sich Leonie Ziefle, Tamina Rockwell-Kollmann und Katrina Tober. Auch der Wettstein-Preis für Musik wurde unter drei Schülern aufgeteilt und ging an Lukas Ebner, Valentin Melvin und Frank Hafner. Über den Preis des Elternbeirats für ihr Soziales Engagement freute sich Annika Witt, für ihr Engagement im Bereich Musik und Theater bekamen Lukas Ebner und Maximilian Schaible den Preis des Vereins der Freunde und Förderer.



Die Abiturienten der beruflichen Zinzendorfgymnasien:

Judith Bähr, St. Georgen; Dennis  Bammert, Donaueschingen; Damaris Breithaupt, St. Georgen; Lisa-Marie Broghammer, Hardt; Jeremy Brydniak, Königsfeld; Fabian Bumüller, Dauchingen; Maximilian de Geus, Mönchweiler; Josua Eisenbraun , Tübingen; Felix Fei, Kusterdingen; Nadine Fichter, St. Georgen; Louisa Gerber, Königsfeld; Anna  Gerhardt, Königsfeld; Simge Hamaloglu, Villingen-Schwenningen; Arne Hauenschild, Mönchweiler;  Romy Helf, Tuningen; Alica-Maria Huth, Villingen-Schwenningen; Adrian Iacubino, Königsfeld; Julian Kempchen, Villingen-Schwenningen; Lara Kleinschmidt, Villingen-Schwenningen; Valerie Knöbel, Königsfeld;  Ann-Kathrin Kreuzberger, Dunningen; Judith Kunze, Villingen-Schwenningen; Kim Kurzmann, Trossingen; Thule Laabs, St. Georgen; Stefanie Lamparter, Niedereschach; Tom Lehmann, Königsfeld; Simon Lienhart, Villingen-Schwenningen; Mirjam Lohrer, Villingen-Schwenningen; Debora Maret, Bad Dürrheim; Marvin Marquardt, Geisingen; Sylvia Meyer, Schramberg; Anna-Lena Mühlbacher, Villingen-Schwenningen; Julia Müller, Schonach; Lisa Müller, Schonach; Mario Müller, St. Georgen; Chiara Prescha, Villingen-Schwenningen; Hanna Reiner, Königsfeld; Bianca Rist, Brigachtal; Anna-Christin Schär, Niedereschach; Hannah Schaetz, Königsfeld; Alina Schaumann, Niedereschach; Nele Schmalbach, Villingen-Schwenningen; Mona Schondelmaier, Lauterbach; Nando  Schweiger, Jonen (CH); Melissa Schyle, Schonach; Florian Silberhorn, Wutöschingen; Jasmine Spanier, Hardt; Miriam Stadler, Villingen-Schwenningen; Clara-Sophie Stever, Königsfeld; Jonas Sutter, Wangen; Katrina Tober, Königsfeld; Valmir Tolaj, Donaueschingen; Dirk Walter, Königsfeld; Julia Wyes, Hardt; Diana Ziegler, Villingen-Schwenningen.

 

 

Die Absolventen der allgemeinbildenden Zinzendorfschulen:

Lasse Barth, Königsfeld; Maximilian Bergen, Königsfeld; Betty Blumenstock, Königsfeld; Leonie Blumenstock, Königsfeld; Clarissa Dahlinger, Lahr; Elisa Dogor, Königsfeld; Lukas Ebner, Königsfeld; Isabel Eckert, Villingen-Schwenningen; Claudius Emmel, Villingen-Schwenningen; Julia Fritschi , Bräunlingen;  Dennis Haase, Uhldingen-Mühlhofen; Frank Hafner, Schramberg; Raphael Hafner, Königsfeld; Felix Heinzel, Königsfeld; Maximilian Holm, Triberg; Martina Huss, Königsfeld; Tobias Kaiser, Königsfeld; Laura Kostic, Villingen-Schwenningen; Scot Lehmann, Villingen-Schwenningen; Luis Matheusser, Königsfeld; Valentin Melvin, Schramberg;  Andreas Müller, Mönchweiler; Isabelle Müller, Villingen-Schwenningen; Annkathrin Neumaier, Villingen-Schwenningen; Darya Neuser, Bad Dürrheim; Aline Peduzzi, Villingen-Schwenningen; Nico Petrolli, Niedereschach; Nathalie Rabel, Herrenberg; Julian Riedmüller, Villingen-Schwenningen; Tamina Rockwell-Kollmann, Villingen-Schwenningen; Maximilian Schaible, Königsfeld; Lena Schreiber, Niedereschach; Alena Strittmatter, Villingen-Schwenningen; Clara Thiemann, Villingen-Schwenningen; Jannis Vollprecht, Königsfeld; Wiebke Warfia, Niedereschach-Schabenhausen; Marcel Weißer, Niedereschach; Chiara Winter, Königsfeld; Melanie Wisser, St. Georgen; Annika Witt, Königsfeld; Svenja Wursthorn, Königsfeld; Leonie Ziefle, Villingen-Schwenningen; Andreas Zimmermann, Königsfeld.


erstellt am 24.06.2016


Angehende Erzieher setzen sich mit Flucht und Vorurteilen auseinander

„Wir alle sortieren unsere Mitmenschen in Schubladen, aber wir sollten den Schlüssel nicht abziehen.“  Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer der Workshops „Wir und die anderen“, zu denen die Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen zwei Mitarbeiterinnen der Landeszentrale für politische Bildung eingeladen hatten.  Maite von Waldenfels und Caroline Zielbauer waren mehrfach aus Freiburg gekommen, um den Schülerinnen und Schülern mehrerer Klassen mit Praxisübungen das Thema Migration nahezubringen.   

Zunächst ging es um Vorurteile: Menschen unterschiedlicher Herkunft und Bildungsgrade sollten anhand von Fotos charakterisiert werden, wobei es immer wieder zu Fehleinschätzungen kam. „Jeder von uns hat bestimmte Vorstellungen von seinen Mitmenschen, die oft vom Aussehen beeinflusst werden“, sagte Maite von Waldenfels. Anhand dieser Vorurteile stecken wir uns gegenseitig in Schubladen, die wir einerseits auch brauchten, um uns in der Welt  zurechtzufinden, denn die Vorurteile gäben uns Sicherheut in unserem Verhalten. „Vorurteile werden jedoch problematisch, wenn sie zu Diskriminierung und damit abgeschlossenen Schubladen führen, indem Menschen bestimmte Verhaltensweisen zugeschrieben werden, ohne dass diese auf den Wahrheitsgehalt hin überprüft werden.“ 

Ein weiterer Schwerpunkt der Workshops war das Thema Flucht. Das Vorurteil, dass alle Flüchtlinge nur wirtschaftliche Fluchtmotive haben, wurde kritisch betrachtet: So sollten in einem Planspiel die Teilnehmer gegen die Regierung demonstrieren. Sie landeten kollektiv im Gefängnis, wo sie ein Papier unterschreiben sollten, dass sie im Tausch gegen Freiheit bereit seien, Rechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit etc. aufzugeben. Sie unterschrieben und flohen anschließend.

Für die angehenden Erzieherinnen und Erzieher, beziehungsweise Jugend- und Heimerzieherinnen und –erzieher sind „Flucht“ und „Vorurteile“  Themen, die in ihrem späteren Berufsalltag eine immer größere Rolle einnehmen werden. Daher hat die Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik an den Zinzendorfschulen, Sr. Schoo-Schemmann, den Workshop organisiert.

Sabine Agel      


erstellt am 20.06.2016


Team der Zinzendorfschulen beim Ingenieurswettbewerb ganz vorne

Passend zur Fußball-Europameisterschaft lautete der Titel des diesjährigen Wettbewerbs der Ingenieurkammer Baden-Württemberg (INGBW) „überDACHt“. Ein halbes Jahr lang hatten Schülerinnen und Schüler Zeit, um aus Papier, Holz- oder Kunststoffstäbchen einen Stadiondach zu entwerfen und im Modell bauen. Dieses musste ein Gewicht von einem 250 Gramm schweren Sandsack aushalten.

Auch aus der 9c des Zinzendorfgymnasiums haben sich mehrere Teams dem NWT-Unterricht bei Br. Gilga  an dem Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) beteiligt. Mit ihrem „Second try project“ kamen Gabriel Class, Paula Henschen, Philipp Kraft, Nicolai Ohnmacht und Tizian Suzuki auf einen tollen sechsten Platz und durften bei der Preisverleihung im Europapark Rust ihren Preis und die Urkunden entgegennehmen. Insgesamt haben sich in Baden-Württemberg 501 Teams in zwei Altersklassen beworben.

Foto der Preisverleihung: Silvie Kühne


erstellt am 16.06.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen