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Bildungspartner EGT zeigt das Innenleben von Computern

Ihrer Neugierde, wie wohl ein Rechner von innen aussieht, konnten die Schülerinnen und Schüler der 9r im Technikunterricht von Br. Bihler jetzt ausgiebig nachgehen. Der Bildungspartner der Zinzendorfschulen, die EGT  Triberg, kam zu einem Workshop an die Zinzendorfschulen. Maximilian Hör, Auszubildender als IT-Kaufmann stellte zunächst seinen Beruf und den des IT-Systemelektronikers vor. Anschließend durften die Schüler selbst aktiv werden und einen Computer in seine Einzelteile zerlegen. Sie staunten nicht schlecht, als sie die verschiedenen Komponenten vor sich liegen hatten und setzten anschließend alles unter fachgerechter Anleitung von Joachim Klausmann wieder zusammen. Die Freude, dass hinterher alles wieder funktionierte, war groß.


erstellt am 21.07.2016


Besuch aus Simbabwe

„Mauya!“ – Willkommen in Simbabwe – hieß es für mehrere fünfte bis achte Klassen von Gymnasium, Realschule und Werkrealschule, als die Missionarsfamilie Waldvogel in Königsfeld Station machte und an den Zinzendorfschulen von ihrer Arbeit in dem „Großen Haus aus Stein“, wie Simbabwe übersetzt heißt, berichten. Der gelernte Krankenpfleger Martin Waldvogel, der um die Jahrtausendwende an der Bibelschule in Königsfeld war, lernte hier seine Frau Silke kennen, die sich an den Zinzendorfschulen zur Erzieherin ausbilden ließ. Gemeinsam traten sie vor 14 Jahren der Mission DMG (Damit Menschen Gott begegnen) bei und leben seit 2003 in Simbabwe. Die Ausbildung von Anleitern in der Kinder-  und Jugendarbeit, Coaching von Gemeindehelfern, und der Unterricht in Schulen gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie die Arbeit im Waisenhaus, die biblische Lehre und die  HIV/Aids Prävention.

Martin Waldvogel hatte einige Bilder und Filme mitgebracht, in dem er das abwechslungsreiche Land mit seinen Bergen und Seen, Steppenlandschaften, Wasserfällen und Kiefernwäldern vorstellte. Er erzählte von der beeindruckenden Tierwelt und natürlich auch von seinem Alltag und der Arbeit mit den Kindern. Den jungen Menschen in Königsfeld gab er mit auf den Weg, auf ihr Herz zu hören und sich zu akzeptieren, wie sie sind. Eine Bekannte, die als Therapeutin arbeitet, habe ein depressives Model behandelt, das über sein Aussehen klagte. „So wie die möchte ich auch aussehen“, hatte sie gesagt und auf ein Foto in einer Modezeitschrift gezeigt. Die Frau auf dem Foto war sie selbst – sie hatte sich vor lauter Photoshop-Retusche nicht erkannt.


erstellt am 19.07.2016


Stehende Ovationen beim Sommerkonzert zum Thema Männer und Frauen

Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen – das zumindest meinte der vor fünf Jahren verstorbene, unvergessene Loriot und lieferte damit für das Schulkonzert der Zinzendorfschulen eine tolle Steilvorlage, denn Lieder zum Thema „Männer“ und „Frauen“ oder auch „Männer und Frauen“ gibt es schon seit Jahrhunderten. So konnte Musiklehrer Br. Michel mit den Chören und dem Blasorchester der Zinzendorfschulen ein abwechslungsreiches Programm einstudieren, in dem Loriots These von verschiedenen Seiten beleuchtet wird.

Mal betrachtet der große Chor „Das fremde Wesen“  in einem gleichnamigen Song der Wise Guys, in dem für Männer und Frauen die jeweils andere Hälfte der Menschheit als „Alien“ dasteht, dann wird das vermeintlich starke Geschlecht a cappella in den Worten Herbert Grönemeyers besungen. Der Blick auf Frauen aus Männersicht wurde in dem alten Sailors-Hit „Girls, Girls, Girls“ deutlich und Luci van Orgs Aussage, „Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin“  brachte die „Girlie“-Zeit der 1990er-Jahre zurück in den voll besetzten Kirchensaal.

Auch der Chor der fünften und sechsten Klassen setzte sich mit der Thematik auseinander, die in dem Film „Bibi und Tina III“ erst kürzlich als „Jungs gegen Mädchen“ über die Leinwand flimmerte und jetzt live von der Unterstufe dargestellt wurde.  Drei  witzige Stücke nach Heinz Erhardt hatten sie ebenfalls im Programm.

Gemeinsam mit dem Blasorchester gaben die Kinder ein Medley aus „My Fair Lady“ zum Besten, bevor die Instrumentalisten ohne Chor Billy Joels „Uptown Girl“, Chris de Burghs „Lady in Red“ und  – als ersten Berufswunsch vieler Jungs – die Piraten der Karibik heraufbeschworen. Eine der vielen Überraschungen des beinahe zweistündigen Konzerts war das Solo der Schulsekretärin Sabine Milbradt mit Margot Werners Gassenhauer „So ein Mann“, eine andere waren die gelungenen Intermezzi der Abiturienten Max Holm und Maximilian Schaible, welche mehrere der großartigen Loriot-Sketche ( „Ich will einfach nur hier sitzen!“ ) zeigten.

Am Ende gab es für das tolle Konzert stehende Ovationen und zum Dank dafür den Hit der Weather Girls „It’s Raining Men“ als Zugabe, bei der noch einmal alle Chöre gemeinsam mit dem Blasorchester brillierten.


erstellt am 18.07.2016


Werkrealschüler und Berufsfachschüler bestehen Abschlussprüfungen

Sie haben viel gelernt, alle ihre Abschlussprüfungen bestanden und damit die besten Voraussetzungen für eine sichere Zukunft geschaffen: Der erste Jahrgang der Werkrealschule mit 21 Absolventen und insgesamt 25 Absolventen der Berufsfachschulen Wirtschaft sowie Hauswirtschaft und Ernährung wurden mit einem feierlichen Gottesdienst von den Zinzendorfschulen verabschiedet. Diese Gelegenheit nutzten die jungen Menschen, um gemeinsam „Danke“ zu sagen.
„Danke sagen, weil ich lebe!“ lautete das Motto, das die 46 Schülerinnen und Schüler gewählt haben und das sie in verschiedenen Wort- und Musikbeiträgen, teils unterstützt von Lehrern und Mitschülern, immer wieder thematisierten. Die Möglichkeit, zur Schule zu gehen, in einem sozialen Umfeld mit Freunden zu leben und eine gute Zukunftsperspektive zu haben, seien gute Gründe, dankbar zu sein, sagte Schulpfarrer Br. Fischer. Sie selbst wünschten sich für die Zukunft gute Chancen, Gesundheit, soziale und materielle Geborgenheit, Neugier und Selbstvertrauen.
„Nimm dir das Leben und lass es nicht mehr los, denn alles was du hast ist dieses eine bloß“, zitierte der Abteilungsleiter der Werkrealschule und Berufsfachschulen, Br. Giesel, einen Song von Udo Lindenberg. Gerade erst angesichts der schrecklichen Nachrichten aus Nizza habe dieser Slogan eine ganz andere Bedeutung bekommen.
Alle hätten gute Leistungen erbracht, dürften sich darauf aber nicht ausruhen. Auch in der Ausbildung und im weiteren Leben würden von den Schulabgängern immer wieder Leistungen gefordert. „Geht euren Weg, aber achtet auf die Wegweiser“, riet Br. Giesel. Mancher würde sich wundern, wenn diese zum gleichen Ziel in verschiedene Richtungen zeigten. Er endete mit einem anderen Zitat, dem schwedischen Gedicht „An die Engel der erwachsenen Kinder“ , mit dem er hoffte, diese mögen die jungen Menschen nicht unbedingt auf dem leichtesten Weg geleiten, aber auf dem schönsten - nämlich ihrem eigenen.
Einige der Abgänger schafften besonders gute Leistungen, für die sie Urkunden und Geschenke bekamen: Im ersten Jahrgang der Werkrealschule der Zinzendorfschulen, der seinen Hauptschulabschluss erworben hat, schnitt Antonia Kienzler am besten ab und wurde für die beste Prüfungsleistung ausgezeichnet. Sie bekam zudem den Preis für Soziales Engagement. Die jeweils beste Leistung in Mathematik und in Englisch erzielte Albert Rico Martin.
An der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung schaffte Gisèle Wittmann die beste Prüfungsleistung und wurde außerdem für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Die beste Prüfung an der Berufsfachschule Wirtschaft gelang Gianluca Kern.




Die Absolventen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung:
Sam de Vries, St. Georgen; Angelina Diball, Schramberg; Gina Dörflinger, Niedereschach; Jo-Marie Faisst, Baiersbronn; Flora Gentner, Donaueschingen; Alexandros Kalaitzis, Villingen-Schwenningen; Lisanne Knöbel, Königsfeld; Isabel Kozlowski, Donaueschingen; Larissa Müller, Mönchweiler; Jasmin Pachollek, Triberg; Helen Solleder, Trossingen; Gisèle Wittmann, Grenzach-Wyhlen.

Die Absolventen der Berufsfachschule Wirtschaft:
Mathis Brauner, Niedereschach; Angelika Draj, Mönchweiler; Jana Engel, Königsfeld; Fabian Fix, Schramberg; Gabriel Gäßler, Donaueschingen; Leonie Heuberger, Villingen-Schwenningen; Gianluca Kern, Niedereschach; Louisa Reppe, Königsfeld; Valeria Richter, Mönchweiler; Vanessa Schade, Niedereschach; Aaron Schmitz, Königsfeld; Jonas Steinke, Mönchweiler; Niclas Wuchner, Königsfeld.

Die Absolventen der Werkrealschule:
Lukas Bacher, Donaueschingen; Max Beurer, Hüfingen; Fabian Bürkle, St. Georgen; Alisa Ernst, Balingen; Lea Heini, Villingen-Schwenningen; Jelena Hempel, Niedereschach; Joshua Hils, Königsfeld, Chantal Höckele, Geisingen; Antonia Kienzler, Königsfeld; Leon Kohl, Villingen-Schwenningen; Maximilian Langenbacher, Villingen-Schwenningen; Marc Lehmann, Königsfeld; Karl-Kevin Lohmüller, Achern; Cedric Merkt, Schramberg; Albert Rico Martin, St. Georgen; Lee-Ann Scarinci, Sindelfingen; Kai Schweikert, Korntal-Münchingen; David Stöckermann, Königsfeld; Finn Strehlke, Konstanz; Maximilian Weißer, Königsfeld; Morena Wolbert, Königsfeld.


erstellt am 15.07.2016


Reggae-Feeling in Königsfeld

Was für ein Erlebnis, was für ein Tag, was für ein Konzert! Die Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrer und Erzieher, andere Mitarbeiter der Schule sowie diverse Zaungäste strahlten mit der Sonne um die Wette, als Black Prophet ein fast zweistündiges Konzert im Park des Erdmuth-Dorotheen-Hauses gab. Die einzigartige, dynamische Fusion aus Afro, Rock und Reggae ließ keinen Fuß stillstehen. Nachdem der Musiker aus Accra das zunächst etwas schüchtern im Schatten sitzende Publikum näher an die Bühne gebeten und zum Tanzen aufgefordert hatte,  gab es kein Halten mehr – bis irgendwann jede Menge Schüler die Bühne enterten und dort tanzten. Die internationale Band Thunderstrike um den ghanaischen Musiker genoss das Bad in der Menge sichtlich und ließ sich nicht von Selfie-knipsenden Schülern in ihrem Groove ablenken.

Der Sänger und Songwriter Black Prophet, der gerade in Jamaica sein neues Album eingespielt hat, erzählt in seinen Texten Geschichten und fordert zu bewussterem Handeln auf. Das war  - neben der mitreißenden Musik – auch der Grund, weshalb sich die SMV dazu entschieden hat, ihn zu engagieren. „Das gute an Reggae ist, dass die Texte dabei eine große Rolle spielen“, sagt Schulsprecherin Tabea Jauch.  Der Künstler, der in seinen teils autobiografischen Lyrics  zu Gerechtigkeit, der Gleichheit aller Menschen und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur aufruft, passe zur Schule und unterstreiche das Schulkonzept.  „Am Anfang stand nur die Idee, mal wieder ein  Konzert zu organisieren“, sagte Tabea. „Auf Black Prophet kamen wir über private Kontakte der  Schulleitung. Als wir einige seiner Stücke im Internet hörten, sagten wir nur „Whow, so einen erstklassigen Musiker können wir wirklich buchen?“

Black Prophet tritt sonst in Städten und Metropolen wie London und Liverpool, Warschau, Berlin, Amsterdam und Zürich auf und ist auf Festivals wie dem Chiemsee Summer Festival zu hören. Sein Auftritt in Königsfeld im Schwarzwald war der erste für eine Schule, aber vielleicht nicht der letzte, wie er im Gespräch mit Vertretern der Lokalpresse andeutete.  „Die heutigen  Schülerinnen und Schüler sind diejenigen, die künftig an der Macht sind“, meinte der charismatische Künstler. Deshalb sei es wichtig, sie zu motivieren und die Botschaft von einer besseren, gerechteren Welt zu übermitteln. „Und Musik ist dafür eine hervorragende Möglichkeit.“

Das fanden die Schüler auch, die das Konzert bei bestem Sommerwetter im Park genossen, in dem sonst vorwiegend die Mädchen aus dem Internat chillen. Die Klassen 8W und 8R, die als ein WVR-Projekt die gesamte Bewirtung und das Rahmenprogramm übernommen hatten, trugen ihren Teil zum perfekten Reggae-Feeling bei. Sie hatten Sandwiches vorbereitet und eine Art Schüler-Variante von Soul Food (Fruchtgummi-Spieße und Knuspertüten), der Pavillon im Park wurde zur „African Ghana Banana Bar“, in der es neben fertigen Softdrinks verschiedenen alkoholfreie Cocktails gab, außerdem hatten sie noch ein Gewinnspiel und eine Autogrammstunde organisiert.

Das Konzert war natürlich auch im Unterricht vorbereitet worden. Wo es gerade in den Lehrplan passte, lernten die Schüler im Musikunterricht, was Reggae-Musik ausmacht und auch im Religionsunterricht Hintergründe über die Rastafari-Bewegung.

Mehr Bilder gibt es übrigens hier, einen Film in voller Konzertlänge gibt es hier.


erstellt am 11.07.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen