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Tag der offenen Tür zeigt Vielfalt der Erzieher-Ausbildung

Die ganze Vielfalt der Ausbildung zum Erzieher sowie zum Jugend- und Heimerzieher zeigten die Zinzendorfschulen bei ihrem Tag der offenen Tür.  Schon am Eingang empfing die Jugendlichen, die zumeist mit ihren Eltern gekommen waren, ein verlockender Duft aus der gläsernen Küche, in welcher österliches Backen auf dem Stundenplan stand, denn gesunde Ernährung für Kinder ist ebenso Inhalt der Ausbildung wie beispielsweise Religionspädagogik, Theater- , Medien- und Kunstpädagogik und Konflikttraining.

In mehreren Räumen des Erdmuth-Dorotheen-Hauses informierten nicht nur Lehrer, sondern auch angehende Erzieher über die Ausbildungswege, die Voraussetzungen und die Perspektiven.  Welche Praktika werden gemacht, wie sind die Voraussetzungen, um BAföG zu beantragen, wie schwer ist es, nebenbei  zusätzlich die Fachhochschulreife zu erlangen? Das waren die Fragen, die mit am häufigsten gestellt wurden.

Eine Ausstellung zeigte die verschiedenen didaktischen Handlungsansätze, ein Film die Herangehensweise vom Konfliktmanagement, ein anderer die Theaterarbeit. In einem Raum konnten Besucher selbst kreativ tätig werden und Exponate für das „Kleinsten Museum der Welt“ kreieren, das mit einer feierlichen Vernissage eröffnet wurde.

Die Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik, Sr. Schoo-Schemmann, stellte die Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen noch einmal kompakt in einer kurzen Präsentation vor. „Moderner Unterricht in traditionellem Ambiente, Wertschätzung des Einzelnen, engagierte und intensive Elternarbeit, enge Zusammenarbeit mit der Praxis sowie ein umfangreiches AG-Angebot sind uns besonders wichtig.“

Die Besucher waren sehr angetan von der Vielseitigkeit der Ausbildung an den Zinzendorfschulen. Sarah aus Donaueschingen hatte sich zuvor in Richtung Wirtschaft orientiert, „aber das war nicht das Richtige für mich“, sagte sie. Eine Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin an der Fachschule für Sozialwesen würde ihr eher entsprechen, meinte sie und war daher froh, sich in Königsfeld informieren zu können.

„Ich habe schon viel Gutes über die Zinzendorfschulen gehört“, sagte Mika Fleischmann. Noch geht er in Schwenningen zur Schule, kann sich aber gut vorstellen, sich nach seinem Abschluss an der Fachschule für Sozialpädagogik zum Erzieher ausbilden zu lassen. „Im Fußballverein trainiere ich Kinder, da habe ich gemerkt, dass mir der Umgang mit ihnen Spaß macht.“


erstellt am 04.03.2016


Ausbildungstag im Hotel Öschberghof in Donaueschingen

Zur Berufsorientierung an der Realschule gehören an den Zinzendorfschulen auch Besuche in Ausbildungsbetrieben. Das Hotel Öschberghof hat die MUM-Gruppen des Wahlpflichtbereiches der 9. Klassen mit ihren Fachlehrerinnen Sr. Rök und Sr. Helms zu einem speziellen Ausbildungstag eingeladen.

Claudia Bürer leitet und koordiniert die Berufsausbildung von 30 jungen Menschen im Hause und führte die Schülerinnen und Schüler durch die Räumlichkeiten. Der Blick hinter die Kulissen eines großen Betriebes der Spitzengastronomie mit gehobenem Standard beeindruckte alle. Ebenfalls konnten die Fragen der Jugendlichen über die Ausbildungsberufe Restaurantfachfrau/-mann, Hotelfachfrau/-mann und Köchin/ Koch ausführlich beantwortet werden.

Abgerundet wurde der informative Rundgang im „Hexenweiher“ bei der Familie Galasso, welche die Jungen und Mädchen mit Pizza und Getränken bewirtete. Hierbei lernten sie Tischkultur, italienische Gastfreundschaft und die Aufgaben der Erlebnisgastronomie kennen. 

Bevor man sich für eine Ausbildung entscheidet, empfiehlt sich ein Praktikum. Anfragen für einen Ferienjob während der Hauptsaison, für ein Schnupper- bzw. Berufspraktikum oder für eine Ausbildung beantwortet die Ausbildungsbeauftragte gerne per Mail


erstellt am 02.03.2016


Buntes Programm für Besuch aus Marokko

Triberger Wasserfälle, Daimler-Museum in Stuttgart, eine Führung durch den Schwarzwald, Kristallwelten, Besuch einer Säge und natürlich die Teilnahme am Unterricht: Der Organisator Br. Jehle hat den Besuchern aus Casablanca wieder einiges geboten. Die Austauschschüler, deren Tauschpartner bereits im Oktober in Marokko waren, staunten immer wieder – vor allem über den Schnee. Diese Form von Niederschlag haben die wenigsten von ihnen schon einmal erlebt und so blieb am Wochenende die eine oder andere Schneeballschlacht nicht aus.


erstellt am 29.02.2016


Infotag für angehende Erzieher

Der Beruf des Erziehers ist anspruchsvoll und vielseitig: Kreativität soll gefördert und jeder Konflikt hilfreich moderiert werden, die Ernährung gesund sein und bei allem Trubel die Kinder und Jugendlichen zur Ruhe finden. An den Fachschulen für Sozialwesen (SW) und Sozialpädagogik (SP) der Zinzendorfschulen lernen die angehenden Erzieher sowie Jugend –und Heimerzieher die dazu nötigen didaktischen Handlungsansätze. Ein Fach etwa nennt sich „Förderung von Bildung und Entwicklung“ (SP) und hat teilweise die gleichen Inhalte wie das Fach Musisch-Kreatives Gestalten (SW). Der Kunstpädagoge Br. Rist hat an beiden Fachschulen gerade das Thema „Kraftraumgestaltung – werde Dein eigener Architekt und Innenausstatter“ gestellt. „Damit sollen die angehenden Erzieher Kunst als Lebensschule begreifen“, erklärt er. Mit kreativen Medien zu arbeiten sei Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Die Auszubildenden sollen einen eigenen Kraftraum gestalten, wobei sie ästhetische, kreative, bildnerisch-gestaltende und technische Fähigkeiten erlernen.

Jeder soll in einem Schuhkarton einen Raum gestalten, in dem er Entspannung findet und sich darin selbst zwei- und dreidimensional darstellen. Die Ergebnisse sind so vielfältig wie die Persönlichkeiten der angehenden Erzieher. Einige sehen aus wie Puppenstuben, andere bieten eine Bambushütte an einem einsamen Strand mit Lagerfeuer, der nächste Karton zeigt wandhohe Graffiti und Skateboards, bei wieder andern dominiert ein Schlagzeug den Raum.

„Ich habe mich für einen Lebensbaum entschieden, der  die verschiedenen Entwicklungsstufen zeigt“, sagt Martina. Von dem knorrigen Baum aus Pappmaché hängen Fäden wie Spanisches Moos herunter, an ihnen will sie noch Bilder von verschiedenen Stationen ihres Lebens aufhängen. Sich selbst hat sie aus Porenbeton in Form eines Sessels dargestellt. Eine Mitschülerin bastelt an einem Fadenvorhang, der einen Raum mit Sofalandschaft abtrennt, wieder jemand anderes hat den Boden mit einem Mosaik belegt und die Fliesen sorgfältig verfugt. „Bei dieser Arbeit lernen die angehenden Erzieher alle Werkstoffe und Techniken kennen“, erklärt der Kunstpädagoge. Das Ergebnis stellt die ganz persönlichen Kraftquellen der Gestalter dar.

Weniger um das Wohlbefinden als um harte Realität geht es im Wahlfach Konfliktmanagement. „Hierbei muss man unterscheiden zwischen Konflikten der Kinder und Jugendlichen untereinander und den Konflikten mit den Erziehern“, erklärt Sr. Jäger, die mit den Auszubildenden vor allem in Rollenspielen Strategien erarbeitet, wie sie sich in solchen Fällen verhalten sollten. „Die meisten Konflikte sind leichte bis mittlere Regelverstöße, beispielsweise wenn ein Kind absichtlich Papierschnipsel nicht in den Papierkorb sondern daneben wirft. Da gilt es dann, deeskalierend einzuwirken.“ Darüber hinaus können diese Konflikte auch eine Chance sein, mehr über sich und andere zu erfahren. Die angehenden Erzieher lernen sowohl verbal als auch nonverbal, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihr Fehlverhalten zu ändern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist es, die Sache an sich und nicht die Person anzuprangern. „Man muss eine gute Autorität sein und ständig daran arbeiten, dass die Beziehung so gut ist, dass die Kinder gerne kooperieren“, so die Lehrerin. „Das geht am besten durch respektvollen Umgang miteinander.“

Wer die vielseitigen Inhalte der Ausbildung zum Erzieher und Jugend- und Heimerzieher kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, sich am Tag der offenen Tür über die Fachschule für Sozialwesen und die Fachschule für Sozialpädagogik zu informieren:  4. März von 16.30 Uhr bis 18 Uhr, Zinzendorfplatz 11 in Königsfeld.


erstellt am 26.02.2016


Gut besuchte Viertklässlerparty

Als einen bunten, fröhlichen Ort des Lernens  präsentierten sich die Zinzendorfschulen bei ihrer traditionellen Viertklässlerparty den interessierten Grundschülern und ihren Eltern. Während die Kinder über die eindrucksvollen Experimente im Chemiesaal staunten, sich in der Turnhalle austobten, Getreidesorten unterscheiden und Holzkreisel basteln durften, informierten sich rund 200 Mütter und Väter bei Kaffee, Kuchen und Brezeln im Haus Katharina von Gersdorf über die Besonderheiten der größten christlichen Privatschule mit Internat in Baden-Württemberg.

„Es gibt derzeit eine große Diskussion über den richtigen bildungspolitischen Weg“, so der Schulleiter Br. Treude zu den Eltern, die sich für das acht- oder neunjährige Gymnasium interessierten. Die Zinzendorfschulen seien bewusst keine Gemeinschaftsschule, sondern eine Schulgemeinschaft, betonte er. „Wir unterscheiden im Unterricht nach den Schularten, weil wir das für wichtig halten. Bei allen anderen schulischen Veranstaltungen gibt es keine Unterschiede.“

Der Unterstufenchor und die Orchester der fünften und sechsten Klassen, die Kostproben ihres Könnens zeigten, sind nur zwei Beispiele für diese Gemeinschaft, in der alle an einem Strang ziehen. „Das Orchester ist ein gutes Beispiel“, sagte Br. Treude. „Es besteht aus vielen Individuen und jeder spielt ein anderes Instrument, aber wenn sich alle an die Regeln halten, kommt etwas Gutes zustande.“  

Die Abteilungsleiterin der allgemeinbildenden Gymnasien, Sr. Lutz-Marek erklärte, wie selbstorganisiertes Lernen und Rhetorik in den Unterricht eingebaut wird, Sr. Vogt stellte den  bilingualen Zug vor und ließ auch Schüler zu Wort kommen. „Es ist interessant“, sagte Fabian, der Geographie auf Englisch lernt. „Man kann direkt das anwenden, was man im Englischunterricht gelernt hat.“

Zeitgleich zur Infoveranstaltung für die Gymnasien sprach der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, zu den Eltern, die sich für diesen Schulzweig interessieren, über Unterrichtsinhalte und Strukturen. Auch die Ursprünge der Schule waren ein Thema: „Schon Amos Comenius, der neben unserem Namensgeber Nikolaus Graf von Zinzendorf unsere Pädagogik prägt, hatte den Anspruch, ‚allen alles zu lehren‘.“ Br. Giesel ging kurz auf die Geschichte des Schulwerks ein und erklärte, wie sich bis heute die Weltoffenheit zeigt: „Bei uns wird nicht in katholischen und evangelischen Religionsunterricht unterschieden, es gibt für alle einen Religionsunterricht.“

Auch Schulleiter Br. Treude betonte, dass das Schulwerk ein christliches und kein konfessionelles ist.  „Ihre Konfession und die Ihrer Kinder spielt für uns keine Rolle“, sagte er. Das Kind als individuelle Persönlichkeit stehe im Vordergrund, und die Lehrer begleiten die Kinder so, dass jedes sein Potential ausschöpfen kann.

Die Besonderheiten wie Morgensegen, die stillen fünf Minuten und die Klassenlehrerstunden kamen ebenso zur Sprache wie die unterschiedlichen Betreuungsmöglichkeiten nach der Schule. Die Eltern waren angetan: „Meine ältere Tochter ist schon hier und ihre Schwester möchte nun auch herkommen“, sagte Jan Reich aus Tuningen. Jule, die mittlerweile in die neunte Klasse geht, war die christliche Ausrichtung der Zinzendorfschulen wichtig. „Sie ist glücklich und zufrieden“, so ihr Vater, „deshalb nehmen wir auch die weite Anfahrt in Kauf.“


erstellt am 23.02.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen