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Rombach sichert Zinzendorfschulen seine Wertschätzung zu

In seinem Urteil vom 6. Juli 2015 hatte der baden-württembergische Staatsgerichtshof festgestellt, dass Freie Schulen vom Land finanziell benachteiligt werden. Das Privatschulgesetz sei in Teilen verfassungswidrig, weshalb der Gesetzgeber aufgefordert wurde, die Finanzierung der rund 800 Freien Schulen im Land neu zu regeln.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, haben die Arbeitsgemeinschaft der Freien Schulen (AGFS), der auch die Zinzendorfschulen angehören, sowie Eltern, Schüler, Lehrer und Mitarbeiter an Freien Schulen in Baden-Württemberg die Kampagne „Hand hoch für Freie Schulen“ ins Leben gerufen. Diese gipfelt am 1. Februar in Stuttgart in einer Podiumsdiskussion zwischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzminister Nils Schmid (SPD) sowie den Fraktionsvorsitzenden Guido Wolf (CDU) und Hans-Ulrich Rülke (FDP).

Im Rahmen dieser Kampagne hat die Schulleitung der Zinzendorfschulen den Landtagsabgeordneten Karl Rombach (CDU) nach Königsfeld eingeladen, um ihre Situation zu erläutern, die Haltung der CDU zu Privatschulen einzuschätzen und vor allem, um Unterstützung für die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft zu werben.

„Wir streben in Stufen eine Erhöhung der staatlichen Unterstützung auf 80 Prozent an“, bekräftigte Rombach die Ziele seiner Partei, sollte sie an der künftigen Regierung beteiligt sein. Um auf diese Zahl zu kommen, seien 43 bis 46 Millionen Euro nötig, rechnete der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, vor, und auch Schulleiter Br. Treude betonte, dass die Ressourcen nicht unendlich seien. „Es ist vor allem eine Frage der Verteilung.“

Rombach sieht, dass der Staat durch die Privatschulen viel Geld spart: „Wenn das Land den Privatschulen für jeden Schüler die geforderten 80 Prozent dessen gibt, die dieser Schüler an einer staatlichen Schule an Kosten verursacht, spart es ja 20 Prozent. Selbst wenn der Zuschuss bei 90 Prozent läge, würde das Land immer noch sparen.“ Er versicherte nicht nur deshalb den Zinzendorfschulen und mit ihnen allen Freien Schulen seine Wertschätzung: „Wie wären schlecht beraten, wenn wir sie am langen Arm verhungern lassen würden.“

Br. Giesel beklagte, dass die Realschulen unter allen Schularten die am geringsten bezuschussten seien. Das sah auch Rombach als ein Manko: „Gerade die Realschulen bilden den wesentlichen Grundstein für unsere berufliche Ausbildung.“

Ein Zurück zur verbindlichen Grundschulempfehlung könne er sich nicht vorstellen, so Rombach in der weiteren Diskussion; die Gemeinschaftsschulen würden unter einer CDU-Regierung nach jetzigem Stand nicht weiter ausgebaut werden.

Br. Treude gab Karl Rombach noch die eindringliche Botschaft mit auf den Weg: „Mit der Bildungspolitik steht und fällt die Zukunft des Landes.“


erstellt am 13.01.2016


Ehrungen für langjährige Mitarbeit

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien wurden an den Zinzendorfschulen wieder zahlreiche Kolleginnen und Kollegen für ihre langjährige Mitarbeit geehrt. Verwaltungsleiter Br. Schaible dankte Gudrun Ding und Margot Oberdorfer für jeweils zehn Jahre in der Zentralküche sowie Elisabeth Förster, die seit 35 Jahren als Mitarbeiterin im Bereich der Hauswirtschaft für blitzende Sauberkeit sorgt.  „Ich habe großen Respekt vor so viel Durchhaltevermögen“, sagte Br. Schaible.

Auch unter den pädagogischen Mitarbeitern waren viele, die bereits seit zehn, zwanzig oder sogar dreißig Jahren in Königsfeld unterrichten. „Die Ehrungen für langjährige Mitarbeit zeigen Kontinuität und diese gewährleistet Stabilität“, sagte Schulleiter Br. Treude. „Diese Stabilität ist für die pädagogische Arbeit wichtig, denn sie vermittelt Verlässlichkeit.“

Seit zehn Jahren sind Bernadette Grässlin und Tanja Pusch Teil des Kollegiums, Peter Baur, Detlef Ditz-Burk, Götz Knieß, Stephanie Kleist-Ehrenfeuchter, Ute Mayer sowie Margot Motzer sind seit 20 Jahren dabei und Susanne Jehle unterrichtet sogar schon seit 30 Jahren an den Zinzendorfschulen. Die Schulsekretärin Sabine Milbradt hatte Ihr Zehnjähriges bereits im Oktober im Kreis ihrer Kolleginnen begangen. 

„Durch Ihre Arbeit haben Sie zum guten Ruf der Zinzendorfschulen beigetragen“, stellte Br. Treude fest und nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Mitarbeitern zu bedanken:  „Wer gestern bei der Adventssingstunde war, hat erlebt, was die Zinzendorfschulen ausmacht. Es ist die Gemeinschaft, in die sich jeder mit seinen vielfältigen Fähigkeiten einbringt. Dabei stehen die einen im Rampenlicht auf der Bühne, die anderen bilden mit ihrer täglichen Arbeit das Fundament.“

Zur Weihnachtsfeier, bei der traditionell alle Mitarbeiter  des Schulwerks und ihre Familien geladen sind, war auch Sr. Carstens von der Direktion der Herrnhuter Brüdergemeine und bedankte sich im Namen der Kirche.


erstellt am 11.01.2016


Wir wünschen ein gutes neues Jahr

Darauf haben viele lange gewartet - pünktlich zum ersten Schultag des neuen Jahres ist er da: Der Schnee!

 

 

 

 


erstellt am 11.01.2016


Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit

Allen Besuchern unserer Website wünschen wir eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2016.

Der Unterricht im neuen Jahr beginnt am 11. Januar nach Stundenplan.

 


erstellt am 18.12.2015


Kritische Weihnachtsgottesdienste vor den Ferien

Mit drei Gottesdiensten haben die Zinzendorfschulen ihre Schülerinnen und Schüler in die Weihnachtsferien verabschiedet. „Es fehlt die weihnachtliche Stimmung“ bedauerte Schulpfarrer Br. Fischer, „denn es fehlt das friedliche Gefühl.“ In Königsfeld laufe zwar das Schuljahr seit September ohne Probleme, aber in den Nachrichten sei tagtäglich von den Krisen in aller Welt zu hören, die die Menschen zur Flucht bewegen. Eine Flucht, die zahlreiche Menschen nicht überleben und an deren Ende viele erneut mit Gewalt konfrontiert werden. Eine Flucht, die viele auch bis in den Schwarzwald führe.

Die Klasse 8R hat dies bei dem  in einem der drei Gottesdienste in einem Anspiel symbolisiert: Maria und Josef standen verletzlich hinter einer Absperrung, diesseits der Grenze wurde gepöbelt. Demonstranten hielten Plakate in die Höhe, Schlagworte von Wirtschaftsflüchtlingen fielen – bis der Religionslehrer Br. Färber in Gestalt eines Ordners die Menge wiederholt beschwor: „Halt, fürchtet euch nicht, habe keine Angst.“ Am Ende beruhigte sich die Menge und die Grenze fiel.

Br. Fischer nahm das Thema  „Fremd sein“ während des Gottesdienstes immer wieder auf. Er betonte, dass die Weihnachtsgeschichte keine romantische, süßliche, wohlig-behagliche sei, wie sie in gängigen Krippenszenarien oft verklärt werde. „Die Weihnachtsgeschichte ist eine Geschichte gegen die Angst“, sagte er, „denn es ist nicht schön, hochschwanger auf der Flucht zu sein.“ Er forderte: „Wir müssen die Flüchtlinge hineinlassen, zumindest in unsere Herzen.“  

Dem gleiche Thema, „Fremd sein“, war auch der Gottesdienst der Oberstufe gewidmet. Die Klassen fünf bis sieben hatten unter der Leitung von Mechthild Fischer einen konsumkritischen Gottesdienst gestaltet. Sie hatten in mehreren Anspielen kritisiert, dass der Weihnachtszeit immer mehr die Inhalte verloren gehen.  Die Lieder, die in allen drei Feierstunden von Lehrern an verschiedenen Instrumenten begleitet wurden, haben die Unterstufenschüler besonders inbrünstig vorgetragen.

Natürlich haben die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr nicht nur an die Menschen gedacht, denen es nicht so gut geht wie ihnen, sondern auch fleißig gespendet. In den Klassen 5-7 kamen 434,60 Euro für die Waisenkinder in der Region des Isoko-Hospitals in Tansania zusammen, einem Projekt der Herrnhuter Missionshilfe. Die Klassen 8-10 haben 345,06 Euro für das Rainbow House of Hope in Uganda gesammelt, für das auch die Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik 116,10 Euro spendeten. Die Oberstufe sammelte 605 Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Schwarzwald-Baar-Kreis. „Insgesamt haben die Schüler in diesem Jahr mehr gespendet als in den Vorjahren“, freut sich Schulpfarrer Fischer.


erstellt am 18.12.2015


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen