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Wirtschaftsgymnasium beim Planspiel Börse platziert

Marleen Liebert, Celine Eberhardt und Alexander Hirt aus der Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums erreichten als Team "Börsenboss" einen sensationellen dritten Platz  beim Planspiel Börse der Sparkasse Schwarzwald-Baar. Sie konnten sich in der Depot-Gesamtwertung gegen 139 teilnehmende Schülergruppen aus dem gesamten Kreis durchsetzen.

Die "Börsenbosse" (56167 Euro Portfolio) bekamen von von Sparkassendirektor Jürgen Jauch 200 Euro für die dritte Platzierung, Br. Limberger, der das Team betreute, konnte als erster gratulieren.


erstellt am 01.02.2016


"Voll viel Neues gelernt!" - Kulturtag der Realschule

"Die Oper war mega-schön!", "Es war interessant zu sehen, wie viele Stilrichtungen es in der Kunst gibt!", "Wenn man zuvor mal hinter die Kulissen geblickt hat, kann man die Aufführung einer Oper viel mehr wertschätzen!" Solche und ähnliche Statements gaben die Zehntklässler der Realschule als Eindruck über den Kulturtag wieder, der sich mittlerweile in den Abschlussklassen der Realschule etabliert hat.

So haben sich auch in diesem Schuljahr am vergangenen Freitag wieder einmal 40 Schülerinnen und Schüler der 10a und10b im Begleitung von Sr. Maier, Br. Ditz-Burk und Br. Hertnagel auf den Weg nach Stuttgart gemacht, um sich mit Kunst, Architektur, Handwerk und Musik auseinanderzusetzen.

Sinn und Zweck dieser Studienfahrt ist, die Schüler an große Meisterwerke heranzuführen und diese vor Ort erlebbar zu machen. Im Vorfeld werden die Zehntklässler auf die einzelnen Programmpunkte vorbereitet, damit sie die vielen Inhalte besser wahrnehmen, begreifen und einordnen können.

Der Tag beginnt mit dem Besuch der Neuen Staatsgalerie. Dort betrachte die Gruppe aus Königsfeld die Kunst der Moderne, wobei sichtbar wird, wie Formen und Farben in zunehmend freier und abstrakter Weise Gestalt annehmen, wie das ehemals Allgemeingültige seine individuellen Ausprägungen findet und wie die Kunst als Vorbote gesellschaftlichen Wandels gesehen werden kann.

Auch das 1978 von James Stirling erstellte Gebäude selbst ist von Interesse, da es zur Zeit seiner Entstehung revolutionär war und bis heute wegweisend ist. Ein weiterer Programmpunkt ist eine Führung durch die Werkstätten des Opernhauses, der Blick hinter die Kulissen. Beeindruckend dabei ist immer das besondere Engagement, welches die jeweiligen Mitarbeiter des Stuttgarter Hauses an den Tag legen, wenn Sie den Schülern bei einer solchen Führung Informationen aus erster Hand liefern.

Zu sehen, wie alles hergestellt wird, was auf der Bühne Verwendung findet, wie die Bühne "funktioniert", wie jeder einzelne Mitarbeiter auf kreative und zuverlässige Weise seiner Aufgabe gerecht werden muss, damit das Gesamtkunstwerk Oper zur Aufführung kommen kann, all das ist auch für die jungen Menschen hochinteressant und beeindruckend.

Höhepunkt und Abschluss des Kulturtages bildet der Opernbesuch. Zuvor gibt es aber noch ausreichend Freizeit, damit die Schülerinnen auch in den Genuss des städtischen Lebens kommen.

Diesmal stand "Jenufa" (Uraufführung 1904) auf dem Programm, die wohl populärste Oper des tschechischen Komponisten Leoš Janáček.

Thema ist die Realität einer ledigen Mutter, die in der Zeit um 1900 den gesellschaftlichen Zwängen eines mährischen Dorfes ausgesetzt ist, dessen Bewohner ob ihrer Perspektivlosigkeit von Gewaltbereitschaft und Alkoholismus geprägt sind. Keine leichte Kost, überaus dramatisch, spannend und emotional, eine Komposition, die unter die Haut geht.

Die ursprüngliche Natürlichkeit dieser Oper haben die Stuttgarter in ein packendes, expressiv-realistisches und explosives Feuerwerk aus Gesang, Schauspiel und Musik verwandelt, das durchweg aktuelle Bezüge erkennen lässt. Also keine Oper im klassischen Sinne, aber vielleicht gerade auch deshalb interessant für junge Leute.

Nicht zuletzt sollte erwähnt sein, dass solch ein erlebnisreicher Tag auch wertvolle Impulse für die Klassengemeinschaft setzt.

Detlef Ditz-Burk

 

 


erstellt am 29.01.2016


Streitschlichter für gewaltfreie Konfliktlösung

Wo auch immer mehrere Menschen miteinander zu tun haben, kann es jederzeit zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Damit diese an den Zinzendorfschulen gewaltfrei gelöst werden, wurden jetzt 15 Jungen und Mädchen zu Streitschlichtern ausgebildet. Die Sozialpädagogin Margitta Euler leitete den vom Gesamtelternbeirat finanzierten Kurs, bei dem die Kinder eine Menge gelernt haben:  Wenn sich Mitschüler uneins sind, sollen sie sich zunächst den Streithähnen vorstellen und sagen, dass sie sich als Streitschlichter anbieten. Sie müssen unparteiisch sein und dürfen daher auch nicht in ihrer eigenen Klasse aktiv werden, außerdem unterliegen sie der Schweigepflicht und sollen die Gespräche immer zu zweit führen. Wenn die Streitenden einverstanden sind, setzen sich alle gemeinsam in eine ruhige Ecke und versuchen, zu einer Lösung zu kommen, die schriftlich fixiert und von allen Beteiligten unterschrieben wird.

Die Vertrauenslehrerin Birgit Helms hatte den praxisnahen Kurs vorgeschlagen und begleitet. „Wir sind eine gewaltfreie Schule und daher ist es wichtig, dass wir den jungen Menschen in der gewaltfreien Konfliktlösung Unterstützung und Hilfe geben“, sagt sie. Auch Gewalt mit Worten wie etwa beim Cybermobbing greife in Schülerkreisen immer mehr um sich, weshalb gewaltfreie Kommunikation ein sehr aktuelles Thema sei.

„Ich war am Anfang ja etwas skeptisch“ erinnerte sich Vincent aus der 7w, „aber dann habe ich schon bald festgestellt, dass es cool ist.“ Als Birgit Helms in verschiedenen Klassen nachfragte, wer Interesse an so einem Kurs habe, kamen viele auf sie zu, die sich zuvor schon für ihre Mitschüler eingesetzt haben. „Mich hat man früher immer ,Streitschlichter´ genannt, deshalb habe ich bei der AG mitgemacht“ sagt Philipp aus der 7c und auch Amunet (8w) hat früher schon öfter bei Streitereien eingegriffen. „Jetzt habe ich gelernt, wie ich mich in solchen Situationen besser verhalten kann. Vor allem ist mir klar geworden, dass ich auf jeden Fall unparteiisch sein und zuhören muss.“ Julius aus der 8R möchte mit seinem ehrenamtlichen Einsatz die Schul- und Klassengemeinschaft stärken und auch Michelle (8w) hat einen guten Grund, sich stark zu machen: „Ich möchte nicht, dass an unserer Schule gestritten wird.“
Margitta Euler  war erstaunt, dass so viele Schülerinnen und Schüler aus allen Schularten bei dem Streitschlichter-Kurs mitgemacht haben und freute sich, dass alle gut mitgemacht haben. „Ich kann euch guten Gewissens in die Streitschlichtung gehen lassen.“ 

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erstellt am 26.01.2016


Internatsschüler belegen die ersten drei Preise im Mathematik-Wettbewerb

Tolle Leistung: Die Zinzendorfschüler Xiaoyu Chen (rechts), Wenqi Song (links) und Qihua Lin haben in der ersten Runde des Landeswettbewerbs Mathematik einen ersten, zweiten und dritten Platz gewonnen. In ganz Baden-Württemberg hatten sich insgesamt 607 Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Gruppen beteiligt. Die drei Gewinner wohnen im Zinzendorfinternat und beschäftigen sich gerne mit mathematischen Aufgaben und Kobleleien. „Logisches Denken ist wichtig und interessant“, sagt Xiaoyu Chen aus der 10a, der schon zu Hause in China an mehreren Mathewettbewerben teilgenommen hat. Zusammen mit seinen Mitschülern Wenqi (9b) und Qihua (9a) freut er sich schon auf die nächste Runde im Wettbewerb.


erstellt am 25.01.2016


Rückblick auf das Jahr 2015

Mit immer wieder neuen Angeboten bleiben die Zinzendorfschulen auch nach mehr als 200 Jahren frisch. 2015 wurde mit Kunst und Mediengestaltung ein drittes Profilfach am Gymnasium eingeführt. Schon lange kann in Königsfeld das Abitur im Fach Kunst abgelegt werden, aber nun ist Kunst in der Mittelstufe ein versetzungsrelevantes Hauptfach und bietet in vier Wochenstunden genügend Zeit,  die Inhalte des Lehrplans zu vertiefen.

Den hohen Stellenwert der Künste an den Zinzendorfschulen haben die Kulturpreise des Schwarzwald-Baar-Kreises bewiesen, zu Beginn und am Ende des Jahres im Landratsamt verliehen wurden: Im Januar wurde die Theater AG unter der Leitung des Schülers Max Holm für ihre Woyzeck-Inszenierung prämiert, im Dezember bekam der Abiturient für seine Bearbeitung von Goethes Faust erneut den begehrten Preis. Die Inszenierung dieses Stückes hatte beim Burgspektakel seine viel beachtete Premiere gefeiert, weitere Aufführungen im Umland folgten.

Auch andere Ensembles konnten sich mit ihren schauspielerischen Talenten sehen lassen: Die Unterstufe begab sich im Haus des Gastes auf die Spuren der Kelten, eine andere Theater-AG zeigte eine moderne Adaption des Rattenfänger-Motivs, während der Literatur- und Theater-Kurs mit Auszügen aus dem Stück „Verrücktes Blut“ überzeugte.

Zum 600. Todestag des Reformators Jan Hus hatten Schülerinnen des Literatur- und Theaterkurses einige Szenen auf dem Schulhof einstudiert, während die Jazz-Band für den musikalischen Rahmen sorgte. Das Frühjahrskonzert stand unter dem Motto „Aida“, wartete jedoch auch mit zeitgenössischen Klängen auf  und entließ das Publikum mit Pharell Williams Welthit „Happy“ aus dem Kirchensaal.

Die Sommerserenade konnte 2015 wieder unter freiem Himmel stattfinden, kurz darauf erzählte der Unterstufenchor beim Schulkonzert die Geschichte von Hades und Persephone. Die letzte Woche der Sommerferien nutzten Chor und Blasorchester, um in Norwegen auf den Spuren Edvard Griegs zu wandeln und als Auftakt zum Altschülertreffen führte die Unterstufe im vergangenen Jahr das witzige Stück „Max und die Käsebande“ auf.

Doch natürlich wurden nicht nur die schönen Künste gepflegt. Die Sonnenfinsternis lieferte im naturwissenschaftlichen Unterricht eine perfekte Kulisse, bei besten Wetterbedingungen blickten alle, die eine Schutzbrille ergattern konnten, in den Himmel. Dass im technischen Bereich die Mädchen die Nase vorn haben, bewiesen zwei Teams der 9a und 9b, die für den Ingenieurswettbewerb Türme konstruiert hatten und zur Siegerehrung nach Rust fahren durften.

Heiß her ging es beim Sportfest der Unter- und Mittelstufe: Die Klassen 8R und 8w hatten das bunte Spektakel organisiert und – wie im vergangenen Sommer eigentlich alle Veranstaltungen unter freiem Himmel – großes Glück mit dem Wetter gehabt.

Ein tolles Projekt lief an der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung: Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten einen Kochkurs für Kinder mit internationalen Spezialitäten und schrieben auch ein Kochbuch dazu. Gemeinsam mit der 7w und 7r wurden die Rezepte ausprobiert und anschließend an einer schön gedeckten Tafel gespeist.

Bei allem Spaß kamen selbstverständlich auch erste Themen zur Sprache, von der Ausstellung über Asyl im HKG über einen Workshop zum Thema Cybermobbing bis zur berührenden Lesung der als Jugendliche missbrauchten, magersüchtigen Berliner Autorin Lilly Lindner. Für benachteiligte Kinder in Peru setzten sich die Action!Kidz ein, die beim Spendensammel-Wettbewerb der Kindernothilfe ebenso wie das Team des Vorjahres auf den ersten Platz der Altersgruppe kam. Seit 2008 haben die  Zinzendorfschüler  - Anfangs noch als „Staubengel“ - mit Rasen mähen, Marmelade verkaufen, Autowaschen und ähnlichen Aktionen knapp 45000 Euro für Kinder in Not gesammelt, weshalb sich die Schule nun offiziell „Partner der Kindernothilfe“ nennen darf.

Ein guter Erfolg war auch die fünfte Berufsfindungsmesse Campus Comenius, die für viele Schüler zusätzlich zu den diversen Praktika eine wichtige Orientierungshilfe für ihre berufliche Zukunft bot.

Die Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik haben im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen interreligiösen Tag organisiert, an dem sich die angehenden Erzieher in verschiedenen Workshops mit unterschiedlichen Religionen auseinandergesetzt haben.

Der Besucherreigen bot ein breites Spektrum vom  Chor aus Tansania, der an den Zinzendorfschulen einen musikalischen Zwischenstopp einlegte, über ein Gruppe junger Japanerinnen bis zur Jahrestagung des Evangelischen Schulbundes Südwestdeutschland.


erstellt am 21.01.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen