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Hauptschulabschlussprüfungen haben begonnen

21 Schülerinnen und Schüler der WerkRealschule der Zinzendorfschulen legen derzeit ihre Hauptschulabschlussprüfung ab. Die erste der schriftlichen Prüfungen war am heutigen Dienstag die Deutschprüfung, in der es um die Vorbildfunktion von Stars ging. Die Prüflinge hatten 135 Minuten Zeit, um sich mit Texten auseinanderzusetzen in denen es um Stars als Identifikationsfiguren, das Erfolgsrezept von Helene Fischer und den Torhüter Manuel Neuer ging.

Nach den Prüfungen haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl, ob sie auf der WerkRealschule bleiben und im kommenden Jahr dort den Abschluss ablegen, auf den zweijährigen Berufsfachschulen die Mittlere Reife anstreben oder gleich eine Ausbildung anfangen.


erstellt am 12.04.2016


Schüler erwerben interreligiöse Kompetenzen

Zu einer christlichen Schule gehört auch Vermittlung interreligiöser Kompetenzen. Deshalb besuchen die Zinzendorfschulen seit Jahren auch die Moschee in Spaichingen und diskutieren den Islam im Religionsunterricht. Gemeinsam mit ihren Religionslehrern Br. Fischer, Sr. Fischer und Br. Luz haben die achten Klassen des Zinzendorfgymnasiums auch in diesem Schuljahr wieder die Moschee besichtigt und die Erlebnisse im Unterricht vor- und nachbereitet.. "Der Ausflug war unglaublich interessant", meinte der Achtklässler Sebastian Flaig. "Der Gemeindevorsteher war überraschend aufgeschlossen und hat viele Dinge über den Islam sehr verständlich erklärt." Auch die derzeitige politische Situation kam zur Sprache, es wurden viele gute Fragen gestellt und beantwortet, bis es viel zu schnell wieder an der Zeit war, aufzubrechen. Die Jugendlichen hat neben der prunkvollen Innenausstattung vor allem beeindruckt, dass sie das Nachmittagsgebet miterleben konnten und der Schulpfarrer Br. Fischer freute sich über den lebendigen Dialog. Er schätzt an den Exkursionen besonders die schülergerechten Informationen.


erstellt am 12.04.2016


Skitag ein voller Erfolg

Bevor es endlich Frühling wurde, konnten sich die Schülerinnen und Schüler vor den Osterferien noch einmal im Schnee austoben.  Während die älteren Schüler mit Br. Frasch und weiteren Lehrern am Feldberg waren, fuhren die Klassen 5-9 mit fünf Bussen ins Skigebiet Waldau, wo die meisten mit dem Schlitten unterwegs waren.

Fast 70 schnallten sich jedoch Bretter unter die Füße, der Lift in Waldau war praktisch den ganzen Tag für die Zinzendorfschüler im Einsatz. Auch die Snowboard-Künste von Br. Luschin und Br. Hertnagel waren zu bestaunen. "Das Ganze hat allen einen Riesenspaß bereitet", konnte Br. Moll feststellen, der mit in Waldau war.


erstellt am 07.04.2016


Abiturprüfungen haben begonnen

Für insgesamt 104 Abiturienten der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfgymnasien haben am heutigen Mittwoch die wichtigsten Prüfungen ihrer schulischen Laufbahn begonnen: Mit Klausuren im Fach Deutsch legten sie ihre erste schriftliche Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife ab.

Fünf verschiedene Aufgaben - von Interpretationen über Erörterungen bis zum Verfassen eines Essays - standen zur Wahl. Die Schülerinnen und Schüler hatten fünfeinhalb Stunden Zeit, sich für eine der Aufgaben zu entscheiden, sich einzulesen und ihr Thema zu bearbeiten.

In den Prüfungsräumen rauchten die Köpfe, auf den Tischen stapelten sich Schokoriegel, Obst und Getränke, nicht wenige hatten auch einen Glücksbringer dabei. In den nächsten Tagen folgen noch drei weitere schriftliche Prüfungen, dann haben die Abiturienten eine kurze Verschnaufpause, bevor es in der zweiten Junihälfte mit den mündlichen Prüfungen in den Endspurt des diesjährigen Abiturs geht.


erstellt am 06.04.2016


Robin Staab erzählt vom Freiwilligendienst in Nepal

Mit seinem Einserabitur, das er im vergangenen Jahr am Zinzendorfgymnasium abgelegt hatte, steht ihm die Welt offen. Robin Staab hatte sich jedoch dafür entschieden, erst einmal für ein halbes Jahr einen Freiwilligendienst zu leisten – und zwar in Nepal. „Ich bin ein eher fauler Mensch“ gestand der Preisträger mehrerer naturwissenschaftlicher Preise, darunter des Ferry-Porsche-Preises für herausragende Leistungen in Mathematik und Physik.  „Wenn ich es also nicht jetzt gemacht hätte, dann wahrscheinlich nie.“

Für Nepal habe er sich entschieden, „weil Asien der einzige Kontinent ist, auf dem ich noch nie gewesen bin“, sagte er vor Oberstufenschülern des Zinzendorfgymnasiums, denen er neben Fotos und Anekdoten auch jede Menge Tipps zum Freiwilligendienst mitgebracht hatte. Er war ohne eine Organisation in den Himalaya geflogen und musste die Kosten für seinen Aufenthalt selbst zahlen, weil Nepal nach dem letzten Erdbeben nicht mehr als sicherer Ort galt. Dennoch habe er sich dafür entschieden, in dem Dorf ganz in der Nähe des Epizentrums als Lehrer zu unterrichten. 

„Man sagte mir, ich könne ganz entspannt erst einmal ein paar Wochen in der letzten Reihe sitzen und mir den Unterricht ansehen, bevor ich selbst übernehme“, berichtete er. Aber dann war er schon nach einer halben Stunde gefordert und musste 42 Kinder unterrichten. Die Schulbücher waren  in nepalesischem Englisch verfasst oder bestanden aus englischen Wikipedia-Artikeln. „Da fing das Problem schon an, denn die Schüler verstanden schon sprachlich oft gar nicht, worum es ging.“ 54,8 Prozent der Nepalesen seien Analphabeten,  für jeden Menschen betragen die durchschnittlichen Bildungsausgaben acht US-Dollar – im gesamten Leben. Trotzdem werden die Kinder schon im Alter von drei Jahren eingeschult und haben schon in der ersten Klasse Klausurenwochen.

Seine Schule hatte keine Fenster und zum Teil fehlten nach dem Erdbeben auch die Wände. „Die Schüler bringen heißen Tee mit, um sich aufzuwärmen, denn die Temperaturen liegen im Winter um den Gefrierpunkt.

Ebenso abenteuerlich wie seine Tätigkeit war auch das Leben. Wenige Tage nach seiner Ankunft in Kathmandu – „die dreckigste Stadt der Welt“ – fuhr er sechs Stunden lang in einem Bus mit acht Sitzen und 14 Insassen, von denen die meisten das Busfahren nicht vertrugen und daher regen Gebrauch von den Spucktüten machten.

In seiner Gastfamilie gab es Tag für Tag Reis und Linsen zu essen, „und als ich gesehen habe, wie dort Fleisch zubereitet wird, war ich froh über Reis und Linsen.“ Fleisch zu essen ist in Nepal etwas Besonderes und daher wird nichts verschwendet, wenn eine Ziege geschlachtet wird. „Die Nepalesen essen die Knochen mit und häuten das Tier auch nicht, bevor sie das Fleisch kochen“, erzählte Robin Staab. In dem Dorf habe es täglich nur an sechs bis sieben Stunden Strom gegeben, immerhin hatten sie seit einem halben Jahr Internet-Anschluss.

Die herzliche Aufnahme in der Familie und ganz allgemein die Freundlichkeit der Nepalesen habe ihn beeindruckt. „Ich bin sicher, dass ich schon bald zu Besuch dort hin fliegen werde.“ Die Erfahrungen, die er dort sammeln konnte, waren für ihn unbezahlbar. „Ich habe gelernt, dass Geld keine wirkliche Rolle spielt und bin sehr dankbar meine eigene Chance auf Bildung.“


erstellt am 06.04.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
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  • Fachschulen für Sozialpädagogik
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