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Spaß beim Lernen mit MKT

„Konzentrier dich!“ Was für viele auf den ersten Blick nach Anstrengung klingt, kann ganz einfach sein. Das haben jetzt die Unterstufenschüler Lars, Maya, Beatrice, Nina und Charis bei Sr. Wedel gelernt. Nach dem System des Marburger Konzentrationstrainings (MKT) lernen die Kinder, motiviert, konzentriert und strukturiert an ihre Aufgaben zu gehen. Die Erzieherin ist ausgebildete MKT-Trainerin und richtet sich mit diesem Zusatzangebot der Zinzendorfschulen an Kinder, die sich leicht ablenken lassen. Das Training ging über sechs Doppelstunden und beinhaltet jedes Mal die gleichen Elemente: „Wir beginnen immer mit einer Entspannungsübung, es folgen Übungen zum inneren Sprechen und Übungen zur Förderung der Wahrnehmung und Merkfähigkeit. Der Nachmittag endet immer mit einem Spiel“, erklärt Sr. Wedel.

Zum Anfang des Trainings sitzen alle im Kreis und schließen die Augen. Die Trainerin schaltet eine CD mit Orgelmusik und Vogelgezwitscher ein und schickt die Kinder mit einer kurzen Erzählung auf eine Fantasiereise. Diesmal werden sie aufgefordert, ihre Sorgen in ein Paket zu packen, welches dann durch das geöffnete Fenster fliegt. „Das war wie bei Harry Potter“, meint eines der Mädchen anschließend begeistert.

Bei der Übung zum inneren Sprechen spiegeln die Kinder immer schwieriger werdende Muster auf kariertem Papier. Abwechselnd sagt eines der Kinder den anderen an, um wieviel Kästchen sie in welche Richtung malen müssen. Michaela Wedel bestätigt immer wieder die Richtigkeit und  am Ende haben alle das gleiche Muster vor sich liegen. Das Kind, das die Ansage gemacht hat, lobt sich jeweils mit den Worten „Das habe ich gut gemacht.“ Das laute Sprechen bei der Bewältigung der Aufgabe rückt nach und nach immer weiter in den Hintergrund und wird zum inneren Sprechen, bis es die Kinder auf einmal gar nicht mehr wahrnehmen.

Die Wahrnehmung und Merkfähigkeit lernen sie mit einem Denksportspiel. Die Trainerin liest den Kindern eine kleine Geschichte vor, am Ende fragt sie nach den Details. Alle Hände schnellen nach oben, es ist verblüffend, wie viele der Einzelheiten sich alle gemerkt haben.

Die Schüler haben ihre Arbeitsweise geändert und bemerken schon nach dem dritten Training eine Veränderung: „Ich habe gelernt, die Aufgaben erst in Ruhe durchzulesen und dann anzufangen“, sagt Lars. „Vorher habe ich immer gleich losgelegt, damit ich schneller zu meinem Freund zum Spielen gehen konnte. Dabei habe ich viele Fehler gemacht. Wenn ich konzentrierter arbeite, bin ich eher fertig.“ Nina hat sich angewöhnt, nach dem Mittagessen erst einmal zu entspannen, bevor sie an die Arbeit geht.

Auch den Eltern sind die Fortschritte nicht entgangen:  „Charis kommt jetzt mit ihren Aufgaben besser klar, ihr Selbstvertrauen ist gestiegen und sie arbeitet strukturierter“, konnte Birgit Lämmler beobachten. Die begleitenden  Elternabende des Marburger Konzentrationstrainings fand sie besonders hilfreich: „Dabei konnten wir testen, welche Lerntypen wir selbst sind und haben festgestellt, dass Eltern nicht von ihrem eigenen Lerntypen auf den ihrer Kinder schließen dürfen. Wenn die sich unterscheiden, kann es ganz leicht zu einer Überforderung kommen.“

Die Zwillinge Nina und Maya haben  gelernt, Ruhe- und Belastungsphasen besser zu trennen. „Nina ist eher der Sprachentyp und schaltet bei Mathematik gerne ab“, sagt ihre Mutter Martina Marquardt.  „Ich nutze jetzt die Tricks des MKT, um ihnen zu zeigen, dass anfangs viele Aufgaben schwer,  letztendlich aber doch zu lösen sind.“

Beide Mütter waren darüber erstaunt, dass ihre Kinder trotz des Termins am späten Nachmittag viel Spaß bei dem Konzentrationstraining hatten. „Charis kam immer strahlend nach Hause“, sagte Birgit Lämmler. Vor allem die Spielphase am Ende eines Trainings kam bei den Kindern gut an. „Die hätten sie gerne noch verlängert“, meint Martina Marquardt. „Die Belastung durch das G8 ist doch groß, da würden sie manchmal gerne noch einfach Kinder sein.“


erstellt am 18.01.2016


Schneeskulpturen im EDH-Garten

Ein kleines Schneeskulpturen-Festival hat Br. Rist mit Schülerinnen und Schülern der Fachschule für Sozialpädagogik veranstaltet. Was dabei herausgekommen ist, kann sich durchaus sehen lassen. Pinguin & Co. werden uns wohl noch eine Weile erhalten bleiben, wenn die Vorhersagen der Wetterfrösche stimmen.


erstellt am 15.01.2016


Rombach sichert Zinzendorfschulen seine Wertschätzung zu

In seinem Urteil vom 6. Juli 2015 hatte der baden-württembergische Staatsgerichtshof festgestellt, dass Freie Schulen vom Land finanziell benachteiligt werden. Das Privatschulgesetz sei in Teilen verfassungswidrig, weshalb der Gesetzgeber aufgefordert wurde, die Finanzierung der rund 800 Freien Schulen im Land neu zu regeln.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, haben die Arbeitsgemeinschaft der Freien Schulen (AGFS), der auch die Zinzendorfschulen angehören, sowie Eltern, Schüler, Lehrer und Mitarbeiter an Freien Schulen in Baden-Württemberg die Kampagne „Hand hoch für Freie Schulen“ ins Leben gerufen. Diese gipfelt am 1. Februar in Stuttgart in einer Podiumsdiskussion zwischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzminister Nils Schmid (SPD) sowie den Fraktionsvorsitzenden Guido Wolf (CDU) und Hans-Ulrich Rülke (FDP).

Im Rahmen dieser Kampagne hat die Schulleitung der Zinzendorfschulen den Landtagsabgeordneten Karl Rombach (CDU) nach Königsfeld eingeladen, um ihre Situation zu erläutern, die Haltung der CDU zu Privatschulen einzuschätzen und vor allem, um Unterstützung für die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft zu werben.

„Wir streben in Stufen eine Erhöhung der staatlichen Unterstützung auf 80 Prozent an“, bekräftigte Rombach die Ziele seiner Partei, sollte sie an der künftigen Regierung beteiligt sein. Um auf diese Zahl zu kommen, seien 43 bis 46 Millionen Euro nötig, rechnete der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, vor, und auch Schulleiter Br. Treude betonte, dass die Ressourcen nicht unendlich seien. „Es ist vor allem eine Frage der Verteilung.“

Rombach sieht, dass der Staat durch die Privatschulen viel Geld spart: „Wenn das Land den Privatschulen für jeden Schüler die geforderten 80 Prozent dessen gibt, die dieser Schüler an einer staatlichen Schule an Kosten verursacht, spart es ja 20 Prozent. Selbst wenn der Zuschuss bei 90 Prozent läge, würde das Land immer noch sparen.“ Er versicherte nicht nur deshalb den Zinzendorfschulen und mit ihnen allen Freien Schulen seine Wertschätzung: „Wie wären schlecht beraten, wenn wir sie am langen Arm verhungern lassen würden.“

Br. Giesel beklagte, dass die Realschulen unter allen Schularten die am geringsten bezuschussten seien. Das sah auch Rombach als ein Manko: „Gerade die Realschulen bilden den wesentlichen Grundstein für unsere berufliche Ausbildung.“

Ein Zurück zur verbindlichen Grundschulempfehlung könne er sich nicht vorstellen, so Rombach in der weiteren Diskussion; die Gemeinschaftsschulen würden unter einer CDU-Regierung nach jetzigem Stand nicht weiter ausgebaut werden.

Br. Treude gab Karl Rombach noch die eindringliche Botschaft mit auf den Weg: „Mit der Bildungspolitik steht und fällt die Zukunft des Landes.“


erstellt am 13.01.2016


Ehrungen für langjährige Mitarbeit

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien wurden an den Zinzendorfschulen wieder zahlreiche Kolleginnen und Kollegen für ihre langjährige Mitarbeit geehrt. Verwaltungsleiter Br. Schaible dankte Gudrun Ding und Margot Oberdorfer für jeweils zehn Jahre in der Zentralküche sowie Elisabeth Förster, die seit 35 Jahren als Mitarbeiterin im Bereich der Hauswirtschaft für blitzende Sauberkeit sorgt.  „Ich habe großen Respekt vor so viel Durchhaltevermögen“, sagte Br. Schaible.

Auch unter den pädagogischen Mitarbeitern waren viele, die bereits seit zehn, zwanzig oder sogar dreißig Jahren in Königsfeld unterrichten. „Die Ehrungen für langjährige Mitarbeit zeigen Kontinuität und diese gewährleistet Stabilität“, sagte Schulleiter Br. Treude. „Diese Stabilität ist für die pädagogische Arbeit wichtig, denn sie vermittelt Verlässlichkeit.“

Seit zehn Jahren sind Bernadette Grässlin und Tanja Pusch Teil des Kollegiums, Peter Baur, Detlef Ditz-Burk, Götz Knieß, Stephanie Kleist-Ehrenfeuchter, Ute Mayer sowie Margot Motzer sind seit 20 Jahren dabei und Susanne Jehle unterrichtet sogar schon seit 30 Jahren an den Zinzendorfschulen. Die Schulsekretärin Sabine Milbradt hatte Ihr Zehnjähriges bereits im Oktober im Kreis ihrer Kolleginnen begangen. 

„Durch Ihre Arbeit haben Sie zum guten Ruf der Zinzendorfschulen beigetragen“, stellte Br. Treude fest und nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Mitarbeitern zu bedanken:  „Wer gestern bei der Adventssingstunde war, hat erlebt, was die Zinzendorfschulen ausmacht. Es ist die Gemeinschaft, in die sich jeder mit seinen vielfältigen Fähigkeiten einbringt. Dabei stehen die einen im Rampenlicht auf der Bühne, die anderen bilden mit ihrer täglichen Arbeit das Fundament.“

Zur Weihnachtsfeier, bei der traditionell alle Mitarbeiter  des Schulwerks und ihre Familien geladen sind, war auch Sr. Carstens von der Direktion der Herrnhuter Brüdergemeine und bedankte sich im Namen der Kirche.


erstellt am 11.01.2016


Wir wünschen ein gutes neues Jahr

Darauf haben viele lange gewartet - pünktlich zum ersten Schultag des neuen Jahres ist er da: Der Schnee!

 

 

 

 


erstellt am 11.01.2016


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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