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Klavierschüler zeigen ihr Können

Zum jährlichen Vorspiel der Klavierschüler von Sr. Grässlin haben sich Eltern, Lehrer, Mitschüler und Erzieher im Speisesaal versammelt und was ihnen geboten wurde, konnte sich durchaus hören lassen. Angepasst an ihr jeweiliges Level hatten sich die Schülerinnen und Schüler, die die Zeit im Internat nutzen, um nebenbei das Spiel mit den schwarzen und weißen Tasten zu erlernen, ein breites Spektrum von Kinderliedern über Mozarts „Kleine Nachtmusik“ bis hin zu Werken des chinesischen Komponisten Jianzhong Wang und des angesagten Starkomponisten Ludovico Einaudi einstudiert.
„Gerade für die jüngeren Schüler ist das Klavier kein einfaches Instrument, unter anderem, weil für jede Hand ein anderer Notenschlüssel gilt.“ Das sei aber gut für die Synapsenbildung und habe somit einen positiven Nebeneffekt auf das Lernen.
 Während der Klaviernachwuchs noch hochkonzentriert auf die Noten schaute, spielten die älteren Schüler teils auswendig sehr anspruchsvolle Melodien. Für einige von ihnen war dies das letzte Vorspiel in Königsfeld, denn sie haben ihre Abschlussprüfungen an den verschiedenen allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfschulen abgelegt und werden das Internat im Schwarzwald verlassen.


erstellt am 28.06.2017


Wie kommen Strom und Gas ins Haus? Besuch beim Bildungspartner EGT

Die beiden Technikklassen 8R und 8W der Zinzendorfschulen konnten vor kurzem die vielseitige Technikwelt des Bildungspartners EGT Energievertrieb GmbH kennenlernen. In Begleitung ihrer Lehrer Br. Gehring und Br. Bihler erfuhren die Klassen in der Hauptzentrale der Firma in Triberg zunächst, über welche Stationen der Strom von der Produktion über sämtliche Leitungen bis zum Endverbraucher gelangt. Anschließend fuhr die Gruppe zum Umspannwerk, indem die ankommende Hochspannung von 110000 Volt auf 20000 Volt heruntertransformiert wird.

Auch bekamen die beiden Klassen einen Einblick in die regenerative Stromproduktion mit Hilfe von Wasserkraft. Bei der Besichtigung des oberen Einlaufs für das Wasserkraftwerk informierte der Netztechniker Christian Schuler über die im Triberger Wasserfall befindliche Peltonturbine, welche ca. 400 Haushalte mit elektrischer Energie versorgen kann.

Zurück im Firmengebäude erhielten die Schülerinnen und Schüler von Frank Bonsiepe spannende Einblicke in das von der EGT betriebene Gasnetz. Nach der Theorie ging es direkt in die Praxis. In der Triberger Gasübernahmestation in der Nußbacher Straße erfuhren die Schüler aus erster Hand, wie das Gas mit rund 25 bar Druck in großen Leitungen in Triberg ankommt und von hier mit letztlich nur noch rund 0,5 Bar (bzw. 500 Millibar) über die lokalen Versorgungsnetze in die Haushalte gebracht wird.

Und was natürlich beim Gas in Bezug auf die Sicherheit nicht fehlen darf, ist die Odorierung bzw. Parfümierung des Erdgases. Denn Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Damit es im Schadensfall sofort bemerkt werden kann, muss es mit einem "Duft" versehen werden, was in der Fachsprache odorieren heißt. Auch die Schüler konnten sich davon überzeugen und werden den strengen Geruch nach faulen Eiern sicher nicht so schnell wieder vergessen.


erstellt am 26.06.2017


Staatliche Anerkennung für 19 Erzieherinnen und Erzieher

Wir gratulieren den Absolventen der Fachschule für Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen. Sie haben nach ihrem Anerkennungsjahr und bestandenem Kolloquium die staatliche Anerkennung als Erzieher erworben. Die Fachlehrer sowie die Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen, Maria-Elke Schoo-Schemmann (rechts) freuen sich mit Adriana Aceto, Julia Blessing, Julia Dietrich, Tatjana Eble, Jennifer Eisele, Janika Hempel, Kira Johanna Jauch, Sabrina Käfer, Alexa Ketterer, Nadine Kienzler, Jil Kleinlogel, Melanie Kohler, Nadine Lehmann, Alicia Rold, Melissa Schellhammer, Marlin Selz, Hannah Stein, Christina Untenberger und Celina Yen.


erstellt am 23.06.2017


Why - vielschichtige Collage

In einer vielschichtigen Collage haben sich zehn Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen begleitet von der Theaterpädagogin Verena Duschek mit den verschiedenen Aspekten der Flüchtlingsthematik auseinandergesetzt. Eine moderne Romeo-  & Juliaversion, bei der sich Familie, Freunde und Bekannte gegen die junge Liebe der deutschen Julia (Sarah Eiswirth) zu dem Syrer Salim (Fabian Heizmann) stellen, zieht sich wie ein roter Faden durch den fast zweistündigen Abend, den die Theater-AG souverän im gut besetzten Haus des Gastes bestritt.

Dramaturgisch zogen die Schülerinnen und Schüler, die das Stück selbst geschrieben haben, alle Register: Das spannende Schauspiel beginnt mit einem Herzschlag aus dem Off, bevor das berühmte Tonsignal die Tagesschau ankündigt und Jan Hofer (Fabian Heizmann) aktuelle Zahlen der Geflüchteten verliest. Bei einer Live-Schalte nach Dresden versucht die Reporterin (Lara Heck), mit Pegida-Demonstranten ins Gespräch zu kommen, deren tumben Schlagworten rezitierte Paragrafen des bundesrepublikanischen Grundgesetzes entgegenstehen.

Zwischen den ganzen Zahlen und Statistiken wird es plötzlich sehr real: Salim und Julia verlieben sich ineinander und erfahren – wie einst Romeo und Julia im Shakespeare’schen Klassiker, der zwischen den Szenen auch immer wieder eingeleitet von Renaissance-Musik zitiert wird – überall nur Ablehnung.

Geschickt hat die Theater-AG die teils schnell wechselnden Szenen visualisiert. Der Kulissenschieber (Tom Brydniak) verrichtet ruhig und konzentriert seine Arbeit und ergänzt von auf eine Leinwand projizierten Bildern werden ein paar schwarze Schaumstoff-Blöcke vom Nachrichten-Tresen der Tagesschau zum Fernseher, Sofa, Café-Tisch, DJ-Pult, Flughafen-Counter, Behörden-Schreibtisch oder einem Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer.

Immer wieder kommen Dinge zur Sprache, die so unfassbar sind, dass immer wieder fassungslos die Frage nach dem Warum gestellt wird: Warum sterben Menschen auf der Flucht, warum werden Asylanträge abgelehnt, warum wenden sich die Freundinnen von Julia ab?

Am Schluss zieht sich Salim immer mehr von Julia zurück, die von seinen Albträumen nicht die leiseste Ahnung hat und am Schluss auch nur fragen kann: „Warum?“

Das junge Ensemble zeigte in seiner dritten Inszenierung mit der Theaterpädagogin Duschek enorme Fortschritte in der schauspielerischen Leistung, stellte auch Schulleiter Br. Treude fest. „Ihre Bühnenpräsenz entwickelt sich von Mal zu Mal weiter“, freut er sich, denn: „Die Fähigkeiten, die sie auf der Bühne brauchen, helfen ihnen auch in der Schule und später im Beruf. Sie lernen, sich vor größerem Publikum deutlich zu artikulieren und stärken ihr Selbstvertrauen.“


erstellt am 22.06.2017


Mensa neu gestaltet

Die Mensa der Zinzendorfschulen wurde neu gestaltet, so dass die rund 1000 Schülerinnen und Schüler jetzt selbst entscheiden können, ob sie vielleicht zwei Beilagen haben möchten oder von allem mal etwas probieren möchten. „Es macht viel mehr Spaß, sich das Essen selbst auszusuchen als es an den Tischen serviert zu bekommen“, meint Nina und ihre Freundinnen aus der 7b stimmen ihr zu.

Auch finden sie gut, dass sie nun nicht mehr auf feste Essenszeiten angewiesen sind, sondern im Zeitraum zwischen 12 Uhr und 13.40 Uhr völlig flexibel sind. „Super“, findet das auch der Realschüler Felix, der im Internat lebt und jetzt mit seinen Schulfreunden zusammen zum Mittagessen gehen kann.

„Das Angebot ist das gleiche wie vorher“, sagt Küchenchef Stefan Jung, der mit seinem Verbesserungsvorschlag beim Verwaltungsleiter Br. Banholzer ein offenes Ohr fand, „aber so haben wir die Möglichkeit, die Speisen besser zu präsentieren.“  Dadurch kann das Küchenteam auch besser planen, denn es kommt immer nur so viel aus der Küche, wie auch wirklich benötigt wird. „Wenn jemand zum Beispiel nur ein halbes Schnitzel haben möchte, können wir das aus der Küche holen und müssen nicht die Hälfte wieder entsorgen.“

Am Eröffnungstag gab es als Hauptgerichte hausgemachte Pizza und Lasagne – konventionell und natürlich auch vegetarisch. Diese wurden vom Küchenteam serviert, während am Salatbuffet, bei den Nachspeisen, dem Obstkorb, den Getränken und am Nudelbuffet, das es ab sofort zusätzlich zu den Hauptgerichten täglich gibt, Selbstbedienung ist.

Nicht zuletzt können die jungen Gäste ihre Tabletts mit nach draußen nehmen und ihre Mittagspause im Atrium zwischen dem Erdmuth-Dorotheen-Haus und dem Haus Christian Renatus in der Sonne oder unter den großen Marktschirmen genießen. „Das haben wir heute zu spät gesehen“, sagen die Siebtklässlerinnen, „aber morgen setzen wir uns ganz bestimmt nach draußen.“


erstellt am 20.06.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
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  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen