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Zu Freunden nach Marokko

Zum achten Mal ist jetzt eine Gruppe Austauschschüler der zehnten Klassen des Zinzendorfgymnasiums nach Marokko gefahren. Ihre Tauschpartner, die im Winter zum Gegenbesuch in Königsfeld erwartet werden, haben sie zuvor schon in den sozialen Netzwerken kennengelernt, so dass die Reise schon fast ein Besuch bei Freunden war.

Ihre Französischlehrer Br, Jehle und Sr. Berberich-Ebner haben zusammen mit ihren Lehrerkollegen der Ecole Al Jabr in Casablanca ein abwechslungsreiches Freizeit- und Bildungsangebot ausgearbeitet. Sie besuchten neben Marakkech und Rabat auch die Hafenstadt El Jadida, in der Orson Welles Anfang der 1950er Jahre seinen „Othello“ gedreht hatte.

Zum Glück spielte das Wetter mit, so dass die Schüler aus dem Schwarzwald zum Wellenreiten in den Atlantik steigen konnten. Auch kulinarisch konnten die Jugendlichen aus Deutschland einiges erleben. „Ein Austausch endet nie ohne eine Besichtigung der Pâtisserie Bennis im Quartier des Habbous“, sagte Ulrich Jehle und die Schüler schwärmen noch immer von dem leckeren marokkanischen Gebäck.


erstellt am 09.11.2015


Jahrestagung des Evangelischen Schulbundes Südwestdeutschland an den Zinzendorfschulen

 „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“, wusste schon der griechische Philosoph Aristoteles. Um sich auf die im Wandel befindlichen Strukturen unserer Gesellschaft und Bildungslandschaft besser vorzubereiten, versammelten sich an den Zinzendorfschulen in Königsfeld die Mitglieder des Evangelischen Schulbundes Südwestdeutschland zu  ihrer Jahrestagung unter dem Motto „Lehren und Lernen heute“. Als Hauptreferentin war die Heidelberger Professorin Anne Sliwka eingeladen, die den Teilnehmern mit einem spannenden Vortrag über das Lernen im Kontext von Diversität neue Impulse gab.

„Die klassischen Einwandererländer Australien, Kanada und Neuseeland sehen die Unterschiede ihrer Schüler als einen Gewinn und eine große Lernchance“, berichtet sie. Auch in Deutschland sei der Wandel von der Homogenität zur Diversität das Thema der Zeit.

Jede gute Schule habe drei Ziele, so die Erziehungswissenschaftlerin: Leistung auf hohem Niveau, Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden. Wie diese Ziele erreicht werden können, regte sie anhand internationaler Beispiele an.

Das Lernen im 21. Jahrhundert sei geprägt von Selbstregulation, Information und Innovation, so die Expertin. Der Trend der Zukunft sei das Lernen im Team. Im Bereich der Information existiere das Wissensmonopol der Lehrer nicht mehr in gleicher Weise wie noch vor wenigen Jahrzehnten. „Heute hat jeder Zugang zum Wissen, jedoch bedarf es der Expertise des Lehrers, dieses zu kanalisieren.“

Den Lernstoff selbst zu erarbeiten gibt es viele Modelle, von denen etliche von der 45-minütigen Schulstunde abweichen. Sliwka berichtete von Lerneinheiten in Hamburg, die 85 Minuten dauern und Lernbändern in einem kanadischen Schulbezirk, in dem montags bis donnerstags Geistes- und Naturwissenschaften in festen Gruppen unterrichtet werden, die Schüler aber in den Bereichen Kunst, Sport und Musik die Wahl haben, ob sie etwa lieber töpfern oder einen Film drehen, ob sie lieber schwimmen oder turnen. Die Freitage stehen für längerfristige Projekte zur Verfügung. Diese Wahlmöglichkeiten tragen ebenso wie die eigenverantwortliche Aufteilung des Lernpensums zum Wohlbefinden der Schüler bei.

Was die Leistung der Schüler betrifft, so sei es „der Idealfall, die Schüler in der sogenannten Zone der nächsten Entwicklung zu halten“, sagte Anne Sliwka und erklärte auch gleich, was mit diesem vom russischen Entwicklungspsychologen Lew Wygotski geprägten Begriff gemeint ist, nämlich der Bereich zwischen Über- und Unterforderung, in dem es möglich ist, unter Anleitung neue Aufgaben zu erledigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer guten Schule ist Sliwka zufolge die Abkehr der Bewertung der Schüler im Vergleich zu den Mitschülern hin zum Vergleich mit den eigenen Vorleistungen oder den Bildungsstandards.

In den Workshops, die am Freitag neben der Mitgliederversammlung den Schwerpunkt der Tagung bildeten, hatten die Lehrer unter anderem Gelegenheit, einzelne Aspekte zu vertiefen. Einen der Workshops leitete Michael Sauer vom Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium – Profil Soziales der Zinzendorfschulen, der seinen Kollegen das in Königsfeld seit Jahren erfolgreich praktizierte Modell des Lernens nach dem Dalton-Plan vorstellte.

Auch viele weitere Anregungen aus dem Vortrag der Professorin werden in Königsfeld schon länger umgesetzt – und offensichtlich nicht nur hier. „Meine Studenten haben mich einmal gefragt, weshalb ich so viele Beispiele von evangelischen Schulen nenne“, berichtete Anne Sliwka. „Das liegt ganz einfach daran, dass viele evangelische Schulen unter den innovativsten sind.“


erstellt am 30.10.2015


Schöne Ferien!

Für die Schüler ist am heutigen Donnerstag der letzte Schultag vor den Ferien. Die Lehrer bilden sich morgen beim Pädagogischen Tag fort während die Schüler dann schon frei haben. Am 9. November geht es dann für alle gemeinsam wieder mit dem Unterricht nach Stundenplan weiter. Schöne Ferien!


erstellt am 29.10.2015


Hilfestellung bei der Berufswahl

Die Nasa arbeitet damit, Firmen wie Siemens, Hewlett-Packard, Intel, Boeing, Coca-Cola und ProSiebenSat.1 – jetzt hatten auch die Abiturienten der allgemeinbildenden Zinzendorfschulen die Gelegenheit, die Birkman-Methode kennenzulernen. Der Berater Norman Tober, der sonst Führungskräften zur Seite steht, stellte interessierten Schülerinnen und Schülern der letzten beiden Jahrgänge vor dem Abitur den umfangreichen Persönlichkeitstest vor, den der US-amerikanische Psychologe Roger Birkman vor 60 Jahren entwickelte. „Diese Methode hilft uns, uns selbst zu verstehen und anhand der eigenen Persönlichkeitsmerkmale den geeigneten Beruf zu finden“, erklärte er. Die Abteilungsleiterin des allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasiums, Heike Lutz-Marek, hatte ihn eingeladen, nachdem ihr Eltern berichteten, dass ihre Kinder noch immer keine genaue Vorstellung von ihrem späteren Erwerbsleben haben.

„Früher war das einfach“, sagt der Psychologe und Theologe Tober, „da haben die Jungs den Beruf ihres Vaters ergriffen und die Mädchen haben geheiratet und sind zuhause geblieben.“ Heute stehen alle im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Individualität und dem Druck, sich anzupassen. „Die Birkman-Methode bietet ein Werkzeug, beides miteinander zu verbinden.“

Tober erklärte an mehreren Beispielen, dass jeder Mensch unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und ein anderes Stressverhalten hat: „Jemand, der immer klar und direkt sagt, was er meint und das auch von anderen erwartet, fühlt sich nicht wohl, wenn sein Gegenüber zu diplomatisch ist.“ Einige Menschen arbeiten lieber allein, andere fühlen sich in der Gruppe wohl, die einen benötigen klare Anweisungen, die nächsten bevorzugen wiederum selbstbestimmtes Arbeiten.

Manchmal stimme zwar der Beruf, aber das Umfeld passt nicht, so habe beispielsweise ein Architekt durch die Wahl des geeigneten Arbeitsumfelds die Möglichkeit, vorwiegend planerisch, kommunikativ, verwaltend oder praktisch zu arbeiten. „Es gibt bei dem Test kein richtig oder falsch“, betonte der Berater. Bei der Auswertung des Profils werden die Persönlichkeitsmerkmale mit denen anderer Menschen mit ähnlichen Merkmalen verglichen, so dass man sieht, in welchen Branchen diese glücklich sind.

Auf 30 Seiten werden 298 Fragen gestellt, die später ein ziemlich genaues Profil liefern, das eine unglückliche Berufswahl verhindern kann. „Wenn Ihr den Test macht, werden Euch einige Fragen sicher merkwürdig vorkommen“, sagte Tober. „Ich habe schon häufig gehört: ‚Wie kann man aus so blöden Fragen so genaue Ergebnisse bekommen?‘“


erstellt am 27.10.2015


Campus Comenius® - Berufsfindungsmesse der Zinzendorfschulen für Schüler aus der gesamten Region

Einen Beruf zu finden, der einem auch nach vielen Jahren noch Freude bereitet, ist nicht nur eine glückliche Fügung, sondern auch das Ergebnis rechtzeitiger, intensiver Auseinandersetzung mit den beinahe unzähligen Möglichkeiten. Ausbildung oder Studium? Vielleicht beides? Und in welcher Branche? Die Zinzendorfschulen sind jungen Menschen schon seit Jahren bei der Orientierung behilflich. Am 14. November lädt das Königsfelder Schulwerk wieder zur Berufsfindungsmesse Campus Comenius® und bietet Ausbildungsbetrieben, Hochschulen und Schülern jeglicher Schulart aus der gesamten Region bereits zum fünften Mal eine Plattform, in ungezwungener Atmosphäre zueinander zu finden.

In den vergangenen Jahren wurden schon etliche wertvolle Kontakte geknüpft, so dass unter den Auszubildenden, die viele Betriebe mitbringen, auch ehemalige Besucher der Königsfelder Berufsfindungsmesse sind.

Neben den Ständen der zahlreichen Aussteller aus den verschiedensten Branchen gibt es in diesem Jahr noch mehr Workshops als in den Vorjahren. Die Themen sind: •(Alten-) Pflege im Wandel der Zeit - Was bietet ein moderner Pflegeberuf? • Studieren an der Hochschule Furtwangen: Chancen und Möglichkeiten • Duale Ausbildung bei Junghans Microtec mit Berufskolleg und Fachhochschule • DH-Studium und/oder Studium Plus - was ist das? das • Bewerbertraining der Sparkasse Schwarzwald-Baar sowie die
• Infoveranstaltung der Berufsfachschulen der Zinzendorfschulen, bei der Ausbildung und Abschlussmöglichkeiten erklärt werden.

Rund 30 Aussteller erwarten die Besucher am 14. November zwischen 10 und 14 Uhr im Haus Katharina von Gersdorf und der Sporthalle im Amos-Comenius-Haus (beide auf dem Campus der Zinzendorfschulen, Mönchweilerstraße 5) mit einem vielseitigen Angebot und interessanten Gesprächen. Der Eintritt ist frei, für die Verpflegung im Messe-Café sorgen in diesem Jahr Schüler der Berufsfachschulen.

Weil auch die Eltern bei der Berufswahl eine wichtige Rolle spielen, bieten wir in diesem Jahr eine spezielle  Informationsveranstaltung für Eltern von Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit, dem Bildungsbüro und den Ausbildungsbotschaftern an. Der Termin ist vier Tage vor der  Berufsfindungsmesse, am 10. November 2015, um 19 Uhr im Haus Katharina von Gersdorf. Für diesen Infoabend sollten sich interessierte Eltern von Schülerinnen und Schülern aller Schularten bitte bei der IHK anmelden unter simone.schmidt@vs.ihk.de oder per Telefon unter 07721-922204.


erstellt am 26.10.2015


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen