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Schüler spielen für Schüler

So viel Spaß macht Rhetorik-Unterricht: Die jetzige Klasse 7b hatte im Vorjahr bei Sr. Mudrich das rasante, phantasievolle Theaterstück "Das Rattenfänger-Projekt" von Gabriele Seba einstudiert und jetzt vor den fünften Klassen im Haus Katharina von Gersdorf aufgeführt.

Die verrückte Professorin Mazotti kann Kinder nicht leiden - deshalb lässt sie sie von ihren Assistenten Trevor und Trevor einfangen und verwandelt sie in einer selbstgebauten Maschine in Erwachsene.

Ihr erstes Opfer ist Sarah, die bald von ihren Freunden und Verwandten vermisst wird. Diese machen sich auf die Suche, einer von ihnen lässt sich sogar bewusst einfangen, um das Versteck der durchgeknallten Wissenschaftlerin zu finden.Zwar kann ihr das Handwerk gelegt werden, aber Sarah wurde schon in eine Erwachsene umgewandelt. "So kann ich doch nicht nach Hause gehen", klagt sie, "meine Eltern stecken mich in ein Altersheim."

Doch sie hat noch einmal Glück gehabt - die Umwandlung konnte rückgängig gemacht werden, dafür wurden Professorin Mazotti und ihre Gehilfen in Kinder verwandelt.


erstellt am 12.11.2015


Interreligiöser Tag der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen

Religionspädagogik ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts an den Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen der Zinzendorfschulen. Jetzt hatten die angehenden Erzieher beider Fachrichtungen bei einem Interreligiösen Tag Gelegenheit, sich in verschiedenen Workshops mit den unterschiedlichen Aspekten auseinander zu setzen. „Das war wirklich ein ganz besonderer Tag“, so die Abteilungsleiterin Sozialpädagogik und Sozialwesen, Sr. Schoo-Schemmann, als zum Abschluss alle Gruppen im Kirchensaal ihre Ergebnisse präsentierten.

Den Auftakt hatte der Darmstädter Religionspädagoge Joachim Dietermann gemacht, der über religionssensible Erziehung sprach. Allen Kindern gebühre Achtung und Respekt und jedes Kind habe das Recht auf Religion. Dabei sei es normal, dass alle verschieden sind – auch in religiöser Hinsicht. In dem Workshop des Pfarrers, der für religionspädagogische Beratung und Fortbildung im Fachbereich Kindertagesstätten zuständig ist, erarbeiteten die Zinzendorfschüler Methoden, mit denen sie dies später im Beruf umsetzen können. Das Theologisieren und Philosophieren mit Kindern sei dabei ein wichtiger Aspekt, so Dietermann: „Es zeigt, dass man sich für ihre Gedanken interessiert.“

Für den Bereich „Interkulturelles Training“ hatten das Organisatoren-Team des Interreligiösen Tages die externen Fachleute Ursula Becky und Bernhard Beier-Spiegler eingeladen. Die Gruppe stellte während des Workshops fest, dass jeder zweite von ihnen einen Migrationshintergrund besitzt. Unter  anderem ging es auch um die korrekte Verwendung von Sprache. „Einheimisch“ als Gegensatz zu „Migranten“ sei kein so glückliches Wort, so Beier-Spiegler vom Team Migration der Evangelischen Kirche in Baden, denn das unterstellt, dass Migranten nicht heimisch seien.

Um interkulturelle und interreligiöse Kompetenz ging es in dem Workshop, in dem verschiedene Begrüßungsrituale unterschiedlicher Kulturkreise erarbeitet und auch die Chancengerechtigkeit beleuchtet wurde.

In einem anderen Workshop bekamen Schülerinnen Anregungen, wie sie singend und tanzend ihre späteren Schützlinge um die Welt führen können, im Bereich Darstellender Kunst wurden interkulturelle Konflikte im Theater erlebt. Eine weitere Gruppe unternahm eine Exkursion in die neue Moschee in Villingen und schließlich beschäftigte sich ein Film- und Fotoworkshop  - ebenfalls in Villingen - mit dem Thema „Vielfalt wahrnehmen“. Hierfür befragten die angehenden Erzieher Passanten nach ihrem Glauben und symbolisierten in der Fußgängerzone liegend Kreuze. „Dieser Tag, an dem wir alle gemeinsam gearbeitet haben, zeigt, dass wir offen sind für Neues“, freute sich Sr. Schoo-Schemmann.


erstellt am 11.11.2015


Zu Freunden nach Marokko

Zum achten Mal ist jetzt eine Gruppe Austauschschüler der zehnten Klassen des Zinzendorfgymnasiums nach Marokko gefahren. Ihre Tauschpartner, die im Winter zum Gegenbesuch in Königsfeld erwartet werden, haben sie zuvor schon in den sozialen Netzwerken kennengelernt, so dass die Reise schon fast ein Besuch bei Freunden war.

Ihre Französischlehrer Br, Jehle und Sr. Berberich-Ebner haben zusammen mit ihren Lehrerkollegen der Ecole Al Jabr in Casablanca ein abwechslungsreiches Freizeit- und Bildungsangebot ausgearbeitet. Sie besuchten neben Marakkech und Rabat auch die Hafenstadt El Jadida, in der Orson Welles Anfang der 1950er Jahre seinen „Othello“ gedreht hatte.

Zum Glück spielte das Wetter mit, so dass die Schüler aus dem Schwarzwald zum Wellenreiten in den Atlantik steigen konnten. Auch kulinarisch konnten die Jugendlichen aus Deutschland einiges erleben. „Ein Austausch endet nie ohne eine Besichtigung der Pâtisserie Bennis im Quartier des Habbous“, sagte Ulrich Jehle und die Schüler schwärmen noch immer von dem leckeren marokkanischen Gebäck.


erstellt am 09.11.2015


Jahrestagung des Evangelischen Schulbundes Südwestdeutschland an den Zinzendorfschulen

 „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“, wusste schon der griechische Philosoph Aristoteles. Um sich auf die im Wandel befindlichen Strukturen unserer Gesellschaft und Bildungslandschaft besser vorzubereiten, versammelten sich an den Zinzendorfschulen in Königsfeld die Mitglieder des Evangelischen Schulbundes Südwestdeutschland zu  ihrer Jahrestagung unter dem Motto „Lehren und Lernen heute“. Als Hauptreferentin war die Heidelberger Professorin Anne Sliwka eingeladen, die den Teilnehmern mit einem spannenden Vortrag über das Lernen im Kontext von Diversität neue Impulse gab.

„Die klassischen Einwandererländer Australien, Kanada und Neuseeland sehen die Unterschiede ihrer Schüler als einen Gewinn und eine große Lernchance“, berichtet sie. Auch in Deutschland sei der Wandel von der Homogenität zur Diversität das Thema der Zeit.

Jede gute Schule habe drei Ziele, so die Erziehungswissenschaftlerin: Leistung auf hohem Niveau, Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden. Wie diese Ziele erreicht werden können, regte sie anhand internationaler Beispiele an.

Das Lernen im 21. Jahrhundert sei geprägt von Selbstregulation, Information und Innovation, so die Expertin. Der Trend der Zukunft sei das Lernen im Team. Im Bereich der Information existiere das Wissensmonopol der Lehrer nicht mehr in gleicher Weise wie noch vor wenigen Jahrzehnten. „Heute hat jeder Zugang zum Wissen, jedoch bedarf es der Expertise des Lehrers, dieses zu kanalisieren.“

Den Lernstoff selbst zu erarbeiten gibt es viele Modelle, von denen etliche von der 45-minütigen Schulstunde abweichen. Sliwka berichtete von Lerneinheiten in Hamburg, die 85 Minuten dauern und Lernbändern in einem kanadischen Schulbezirk, in dem montags bis donnerstags Geistes- und Naturwissenschaften in festen Gruppen unterrichtet werden, die Schüler aber in den Bereichen Kunst, Sport und Musik die Wahl haben, ob sie etwa lieber töpfern oder einen Film drehen, ob sie lieber schwimmen oder turnen. Die Freitage stehen für längerfristige Projekte zur Verfügung. Diese Wahlmöglichkeiten tragen ebenso wie die eigenverantwortliche Aufteilung des Lernpensums zum Wohlbefinden der Schüler bei.

Was die Leistung der Schüler betrifft, so sei es „der Idealfall, die Schüler in der sogenannten Zone der nächsten Entwicklung zu halten“, sagte Anne Sliwka und erklärte auch gleich, was mit diesem vom russischen Entwicklungspsychologen Lew Wygotski geprägten Begriff gemeint ist, nämlich der Bereich zwischen Über- und Unterforderung, in dem es möglich ist, unter Anleitung neue Aufgaben zu erledigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer guten Schule ist Sliwka zufolge die Abkehr der Bewertung der Schüler im Vergleich zu den Mitschülern hin zum Vergleich mit den eigenen Vorleistungen oder den Bildungsstandards.

In den Workshops, die am Freitag neben der Mitgliederversammlung den Schwerpunkt der Tagung bildeten, hatten die Lehrer unter anderem Gelegenheit, einzelne Aspekte zu vertiefen. Einen der Workshops leitete Michael Sauer vom Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium – Profil Soziales der Zinzendorfschulen, der seinen Kollegen das in Königsfeld seit Jahren erfolgreich praktizierte Modell des Lernens nach dem Dalton-Plan vorstellte.

Auch viele weitere Anregungen aus dem Vortrag der Professorin werden in Königsfeld schon länger umgesetzt – und offensichtlich nicht nur hier. „Meine Studenten haben mich einmal gefragt, weshalb ich so viele Beispiele von evangelischen Schulen nenne“, berichtete Anne Sliwka. „Das liegt ganz einfach daran, dass viele evangelische Schulen unter den innovativsten sind.“


erstellt am 30.10.2015


Schöne Ferien!

Für die Schüler ist am heutigen Donnerstag der letzte Schultag vor den Ferien. Die Lehrer bilden sich morgen beim Pädagogischen Tag fort während die Schüler dann schon frei haben. Am 9. November geht es dann für alle gemeinsam wieder mit dem Unterricht nach Stundenplan weiter. Schöne Ferien!


erstellt am 29.10.2015


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen