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"Richtfest" der neuen Oberstufenräume

Seit Wochen schon geht die SMV der Zinzendorfschulen in Möbelhäusern shoppen, um die neuen Aufenthaltsräume der Oberstufe wohnlich einzurichten. Langsam ist das Konzept zu erkennen und die SMV feierte jetzt gemeinsam mit Schul- und Verwaltungsleitung sowie dem beteiligten Hausmeister bei selbst gebackenem Kuchen und Kaffee eine Art Richtfest. „Ihr habt wirklich schon viel daraus gemacht“, lobte die stellvertretende Schulleiterin und Abteilungsleiterin der allgemeinbildenden Gymnasien, Sr. Lutz-Marek, die Schüler.

Die neuen Räumlichkeiten mit Küche, Sofas und Schreibtischen sind als sozialer Treffpunkt und Platz zum Arbeiten zugleich konzipiert. Offiziell sind die Räume noch nicht eröffnet, nach den Sommerferien können es sich die Schülerinnen und Schüler ab der Klasse ZG1 sowie der Eingangsklassen der beruflichen Gymnasien dort in der Mittagspause gemütlich machen. Die stellvertretende Schülersprecherin Eurona Jakupi nahm jetzt schon einmal die Gelegenheit wahr, sich beim Wirtschafts- und Verwaltungsleiter Br. Banholzer dafür zu bedanken, dass er ihnen die Räume zur Verfügung gestellt hat.


erstellt am 22.05.2017


Reise um die Welt

Wer träumt nicht davon, einmal um den Erdball zu reisen? Die Teilnehmer des Projektes „Reise um die Welt“, das von den drei Zinzendorfschülerinnen der Fachschule für Sozialwesen Luise Kaesemann, Anita Rutz und Jana Trippel im Rahmen ihrer Ausbildung realisiert wurde, kamen diesem Traum ein Stückchen näher.

Von Januar bis April entführten die angehenden Jugend- und Heimerzieherinnen elf Freiwillige – Schülerinnen und Schüler der Realschule Königsfeld und der Grundschule Burgberg/Königsfeld – an 13 Mittwochnachmittagen während anderthalb Stunden auf eine symbolische Reise in ein jeweils anderes  Land.

Die drei Projektleiterinnen schlüpften abwechselnd in die Rolle der Pilotin, von der die Flugansagen erfolgten, der „Landsfrau“, die das Land vorstellte und durch das Programm führte sowie der Reiseleiterin, von der es Informationen über das Land gab.

Nach dem Vorzeigen der täuschend echt gestalteten Bordkarten konnte für die jungen Weltenbummler das Abenteuer beginnen. Um die Reise möglichst realistisch zu gestalten, bediente man sich der Flugsimulation. Die Kinder lernten typische Spiele, das Essen und die Kultur des jeweiligen Landes kennen. Die mit Tanz, Theater und Erlebnispädagogik gestaltete Zeit verging buchstäblich wie im Fluge.

Luise Kaesemann, Anita Rutz, Jana Trippel

 


erstellt am 22.05.2017


Zinzendorfschüler helfen Hakima

Sehr engagiert haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a an der Spendenaktion für die sechsjährige Hakima beteiligt. Das irakische Mädchen lebt in einem Flüchtlingscamp im Irak und braucht dringend eine Herz-OP.

Anneliese Spangenberg aus Königsfeld lernte das Mädchen Anfang des Jahres kennen, als sie das Flüchtlingslager in Douhk besuchte. „Nimm mich mit“ hatte ihr das kranke Kind damals zugerufen und damit die Aufmerksamkeit der Sozialarbeiterin, die in Königsfeld jesidische Frauen und Kinder betreut, auf sich gelenkt.

Hakimas Vater erzählte von der Herzkrankheit seiner kleinen Tochter, die nur mit einer Operation überleben kann. Wegen der Dringlichkeit hat die Evangelische Brüdergemeine den dafür nötigen Betrag vorgestreckt und sammelt nun die für den Eingriff nötigen 3000 Euro. Hierzu gibt es verschiedene Aktionen in Königsfeld, unter anderem auch am Zinzendorfgymnasium. Anneliese Spangenberg besuchte die Klasse 6a und berichtete von ihrem Aufenthalt im Irak, von der Situation in den Flüchtlingscamps und davon, wie sie Hakima kennengelernt hat.

Sie zeigte Fotos und Landkarten, so dass die Kinder selbstständig eine Spendenaktion organisierten. Mit großem Eifer bereiteten sie Kuchen, Wackelpudding und Pizza zu und nahmen damit 100 Euro ein. Eine kleine Delegation überreichte das Geld im Vorsteheramt der Brüdergemeine, die sich mit einem Brief an die Klasse für das Engagement der Schülerinnen und Schüler bedankte.


erstellt am 19.05.2017


Alice im Anderland - fesselnde schwarze Komödie der Fachschulen

An ein ziemlich großes Theater-Projekt haben sich die angehenden Erzieher und Jugend- und Heimerzieher der Zinzendorf-Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen gewagt: Zwei Stunden Spielzeit, teils lange Monologe und die Herausforderung, psychische Erkrankungen in ihren teils absurden Facetten dar- aber nicht bloßzustellen.

Mit dem Stück „Alice im Anderland“, das erst vor wenigen Jahren von dem Physik- und Mathelehrer eines hessischen Gymnasiums, Stefan Altherr, geschrieben wurde und das innerhalb kurzer Zeit zum großen Erfolg nicht nur auf Schultheater-Bühnen avancierte, luden sie sich mitten im Prüfungs- auch noch dem Probenstress auf.

Mit Erfolg, denn die Verkörperung nicht nur der Titelfigur Alice (Damaris Bukowsky) und ihres Alter Ego, der Grinsekatze (Michael Oertel), sondern auch die aller anderen Personen überzeugte bei der Premiere im Königsfelder Haus des Gastes.

Alice hat – vermeintlich aus Versehen - ihr Elternhaus angezündet und als einzige den Brand überlebt. Schwer traumatisiert wurde sie in die Nervenheilanstalt eingewiesen, wo zwei Ärzte an ihr herumdoktern. Während der eine (Wolfgang Bergmann) sie mit Psychopharmaka ruhig stellen möchte, sucht seine Kollegin (Michaela Höflich) mit Gruppentherapie und Entzug einen anderen Weg. Abwechselnd stellen sie dem Publikum die pathologischen Störungen ihrer Patienten – unter anderem eine Kindsmörderin (Sarah Motz), einen Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung (Lukas Bogatzki), eine fabulierende Köchin (Ivana Juric) und einen Suchtkranken (Lukas Fetzer) - sowie deren Behandlungsmöglichkeiten vor. All diese Menschen nimmt Alice als ihre alten Wegefährten aus dem Wunderland wahr: als Herzogin, Hutmacher und Raupe.  

Die Nachtschicht ist für sie die Herzkönigin (Lena Dondorf), vor der sich alle Mitpatienten fürchten, denn diese verbreitet mit ihrem sadistischen Schergen, dem Herzbuben (Philipp Probst) jede Nacht Angst und Schrecken. Das Kaninchen (Max Tanzer) versteckt sich sogar vor ihr unter dem Tisch. Doch ausgerechnet dieses schüchterne Tier wird am Ende in der Hoffnung, dem Schrecken ein Ende bereiten zu können, geopfert. Es wird nicht das einzige Opfer bleiben und zum Schluss erfährt das Publikum die wahre Geschichte von Alice und dem Feuer in ihrem Elternhaus.

„Spielend lernen“ ist ein zentraler Aspekt der Theaterarbeit an den Zinzendorfschulen, so Götz Kieß, der das Wahlfach „Theaterpädagogik“ an den beruflichen Zinzendorfschulen leitet und bei diesem Stück Regie geführt hat. In dem Fach werden schauspieltechnische Grundlagen, theaterpädagogische Konzepte, Spiele und Übungen, Theaterformen, Improvisations- und Inszenierungstechniken praxisbezogen vermittelt. Die Fähigkeiten sind im späteren Berufsleben der Erzieher und Jugend- und Heimerzieher von großer Bedeutung, denn in ihren einschlägigen Berufsfeldern wächst die Nachfrage nach theaterpädagogischen Kompetenzen stetig.

Am 30. und  31. Mai sind im Theater im deutschen Haus in St. Georgen zwei weitere Aufführungen von „Alice im Anderland“ zu sehen. Der Beginn ist jeweils um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5.

Hier gibt es übrigens eine Bildergalerie.


erstellt am 18.05.2017


Der Genderfrage auf der Spur - angehende Erzieher recherchieren in der Bücherei

"Wir werden nicht als Mädchen oder Jungs geboren - wir werden dazu gemacht." Ob hinter diesem Zitat von Ursula Scheu ein Körnchen Wahrheit steckt? Dies zu erforschen, war Aufgabe der Klasse 2BKSP1, die neulich die Stadtbücherei Schwenningen besuchte. Dort hatte die Mitarbeiterin Susanne Schneider für die Schülerinnen und Schüler einen Tisch mit einer großen Auswahl an Büchern zum Thema Gender vorbereitet. Er lud ein, in Ruhe zu schmökern und die Bücher hinsichtlich der Qualitätskriterien zum Thema Gender zu untersuchen.

In der anschließenden Präsentation wurde deutlich, dass Genderfragen in vielen unterschiedlichen Büchern versteckt sind und auch die Rezeption bei jedem Einzelnen sehr verschieden ist. So wurde beispielsweise die Frage aufgeworfen, ob „Hanni und Nanni“ ein Mädchenbuch sei, wenn es auch von  Jungen gelesen werde?

Letztendlich konnte die Anregung mitgenommen werden, dass aus  entwicklungspsychologischer Sicht sowohl „typische“ Jungen-und Mädchenbücher auch als Bücher, die traditionelle Geschlechterrollen in Frage stellen, wie das ebenfalls vorgestellte Buch „Kein Angst in Andersrum“ ihre Daseinsberechtigung in den Bücherregalen von Kindern haben könnten.

Sabine Agel


erstellt am 17.05.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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