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Schüler informieren sich über die Vesperkirche

Interessante Eindrücke konnten fünf Achtklässler der Zinzendorfschulen gewinnen, als sie in dieser Woche die Vesperkirche in Schwenningen besuchten. „Alle gingen sehr höflich miteinander um“, fiel Lennart aus der Klasse 8w auf. Schulpfarrer Br. Fischer wollte mit einer kleinen Gruppe Internatsbewohner eigentlich bei der vierwöchigen Aktion helfen. „Als wir uns im Dezember meldeten, waren leider schon alle Stellen besetzt“, sagte er. Stattdessen hatte er mit den Schülern die Einladung von Pfarrer Güntter angenommen, sich dieses „Gasthaus am Weg“ einmal anzusehen.

In Gesprächen erfuhren die Achtklässler von Real- und Werkrealschule der Zinzendorfschulen vieles über die Hintergründe und Abläufe der Vesperkirche, die in diesem Jahr zum zwölften Mal ihre Pforten als Begegnungsstätte für Menschen öffnet, die sich sonst im Alltag vielleicht weniger Berührungspunkte haben. Ein älterer Rumäne, der kaum Deutsch spricht, holte seine Mundharmonika hervor und spielte zur Freude der Anwesenden ein paar Lieder. „Der Applaus wird ihm noch lange in Erinnerung bleiben, auch wenn er wieder allein in seiner Wohnung sitzt“, mutmaßt Br. Fischer.

Die Tische sind an jedem Tag festlich gedeckt, allein das tägliche Waschen der Tischdecken kostet in den vier Wochen 8000 Euro, erfuhren die Schüler. Täglich sind 40 freiwillige Helfer im Einsatz, um 300 Mahlzeiten für Menschen „mit dünnem und dickem Geldbeutel“ zu servieren. Ein Euro ist der Mindestpreis, den alle zahlen, wer es sich leisten kann, gibt mehr.

„Unter den Besuchern sind auch Menschen, die während dieser vier Wochen täglich hier für einen Euro essen, um mit der Ersparnis ihre Heizkostenrechnung zu bezahlen“, erklärte Br. Fischer den Mitschülern der fünf Achtklässler, die nach Schwenningen gefahren waren. Für alle war es eine gute Erfahrung und vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr, dass sie mithelfen können.


erstellt am 11.02.2015


Internats-Bewohner genießen Schnee und Eis

Viel Spaß auf Skiern, Snowboards und Kufen hatten die Internatsschüler neulich beim Wintersportwochenende in Schnee und Eis. Am Samstag fuhren zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner von Erdmuth-Dorotheen-Haus und Haus Früauf zum Feldberg. Die Schneeverhältnisse waren gut, auch wenn die Sonne nicht schien. Am Sonntag ging es dann zum Schlittschuhlaufen nach Schwenningen. Übers Eis zu flitzen machte nicht nur Spaß, sondern auch Appetit – zum Glück hatte das Küchenteam heißen Punsch und Hefegebäck vorbereitet.


erstellt am 04.02.2015


Neues Profilfach am Zinzendorfgymnasium: Neben Sprachen und Naturwissenschaften jetzt auch Kunst möglich

Lernen mit Kopf, Herz und Hand ist ein erklärtes Ziel ganzheitlicher Pädagogik. Der kreative Aspekt, das mit den eigenen Händen Erschaffene, bekommt an den Zinzendorfschulen vom kommenden Schuljahr an eine noch größere Bedeutung: An den allgemeinbildenden Gymnasien wird neben dem sprachlichen und naturwissenschaftlichen auch ein künstlerisches Profil angeboten.

Wer sich dafür entscheidet, hat in den Klassen 8-10 (beim G8), beziehungsweise 9-11 (beim G9) Kunst und Mediengestaltung als Hauptfach. Es wird an vier Wochenstunden unterrichtet und ist versetzungsrelevant. „Das kann auch interessant sein, um die oft schwierige Zeit der Pubertät zu überbrücken“, weiß der Kunstpädagoge Detlef Ditz-Burk, der im Laufe der Jahre schon oft beobachten konnte, dass die Schüler nach dieser Entwicklungsphase auch in anderen Fächern wieder besser motiviert sind.

In vier Unterrichtsstunden pro Wochen können die einzelnen Punkte des Lehrplans vertieft werden. „Die Schülerinnen und Schüler lernen entsprechend ihres Alters die verschiedenen Kunstepochen kennen und entwickeln dazu eigene Arbeiten“, erklärt Ditz-Burk. Das ermöglicht die Fachschaft Kunst den Schülerinnen und Schülern in zwei gut ausgestatteten Kunstateliers, die viele Anregungen zur künstlerischen Entfaltung bieten. Dass dies bei den Schülern auf Resonanz stößt, zeigt sich allein schon daran, dass viele von ihnen freiwillig bereits zu Beginn der großen Pause oder in ihren Freistunden in das Kunstatelier kommen, um mehr Zeit zu haben, kreativ zu sein.

Besonders gerne arbeiten die Schülerinnen und Schüler an Werken, die Bestand haben, sei es an einer der Wände der Schule, den Metall-Skulpturen, die auf dem Schulgelände zu sehen sind, oder der bei den letzten Projekttagen entstandenen Neugestaltung der Lichtschächte im Erdkunderaum.

Neu dazu kommen im Kunstprofil die Bereiche Mediengestaltung, Fotografie und Film. Detlef Dietz-Burk hat auch öffentlichkeitswirksame Projekte im Sinn, wie etwa die Gestaltung von Kirchen.

Wer zu Beginn der Mittelstufe das Profil Kunst und Mediengestaltung wählt, kann sich in der Oberstufe immer noch für einen anderen Schwerpunkt entscheiden. „Man muss dann nicht zwangsläufig Kunst als Neigungsfach wählen“, erklärt der Pädagoge, „vielleicht stellen einige Schüler ja fest, dass ihre Interessen doch woanders liegen.“ Wer jedoch in den Klassen 8-10 (beim G8), beziehungsweise 9-11 (beim G9) vier Stunden Kunstunterricht hatte, verfügt über eine breitere Basis, um sich für das Abiturfach Kunst zu entscheiden, welches am Zinzendorfgymnasium eine lange Tradition hat.

Nähere Informationen zum neuen Kunstprofil gibt es auf der Informationsveranstaltung für die Viertklässler am 24. Februar um 15 Uhr im Haus Katharina von Gersdorf, Mönchweilerstraße 5 in Königsfeld.


erstellt am 02.02.2015


Jahresrückblick auf 2014

Ein spannendes Jahr war auch 2014 wieder für die Zinzendorfschulen. Den Schülerinnen und Schülern konnte ein Vielfaches dessen geboten werden, was der Lehrplan vorsieht. Immer ganz vorne dabei war der Bezug zur Praxis, zum „wirklichen Leben“.  Das begann mit einer fiktiven Gemeinderatssitzung, an der zunächst die Realschüler, ein paar Wochen später auch die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen teilnahmen. Die erste Gruppe nahm dafür sogar die Plätze der Gemeinderäte im Rathaus ein, beide Male war neben dem Sozialpädagogen Udo Wenzl auch Bürgermeister Link anwesend und vermittelte den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in politische Strukturen.

Ebenso anschaulich schnupperten die Zinzendorfschüler während ihrer Praktika in ihr mögliches Berufsleben, etwa  bei der Firma Conti. Ob für sie eher eine Arbeit im sozialen Bereich in Frage kommt, konnten die Realschüler beim Sozialpraktikum testen und die Gymnasiasten bei einem Projekt zum Thema Demenz, das zwei Studentinnen der Hochschule Furtwangen im Religionsunterricht vorstellten.

Manchmal kamen die Firmen auch nach Königsfeld, wie etwa der Bildungspartner EGT, dessen Auszubildende Rede und Antwort zu ihrem Tageablauf standen. Einen guten Überblick über die beruflichen Möglichkeiten gab auch im vergangenen Jahr wieder die Berufsfindungsmesse Campus Comenius

Immer wieder luden die Zinzendorfschulen Referenten und Gesprächspartner zu unterschiedlichen Themen ein: Zeitzeugen, die in den 1930er Jahren in Königsfeld die Schule besuchten, sprachen über ihre Erlebnisse,  die Friedensaktivistin Sumaya Farhat-Naser beeindruckte die Oberstufe mit ihren Schilderungen aus Palästina. Es gab Vorträge von Fachleuten über Magersucht und ADHS, der ADHS-Referent Uwe Metz, der auch Kinderbücher schreibt, las vor Unterstufenschülern aus seinen Werken und machte mit ihnen in einem Literaturworkshop Schreibübungen.

Um die Abiturienten besser auf das Sternchenthema Büchner vorzubereiten, wurde das Mobile Theater eingeladen, das mit einer Collage einen Einblick in die Welt des hessischen Autors ermöglichte. Den hatte zuvor schon die Theater-AG gewagt und unter der Regie des Zehntklässlers Maximilian Holm mit großem Erfolg „Woyzeck“ inszeniert. Auch der Literatur- und Theater-Kurs hat mit einer eindringlichen Inszenierung überzeugt, die Gymnasiasten hatten das dänische Skandalstück „Nichts“ gewählt, in dem Sinnfragen gestellt wurden. Die angehenden Erzieher zeigten ebenfalls, dass sie sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, wohl fühlen: Sie hatten anhand zweier kurzer Stücke vor allem gelernt, was es organisatorisch zu bedenken gibt, wenn sie später mit einer Gruppe Kinder oder Jugendlicher ein Stück aufführen wollen. 

Das Frühjahrskonzert stand unter dem Motto „Narnia“, neben klassischen Stücken des Orchesters begeisterte hierbei auch die Jazz-Band.  Bei der Sommerserenade, die vor allem dem Orchester-Nachwuchs Gelegenheit bietet, erste Bühnenerfahrungen zu sammeln, spielte das Wetter im vergangenen Jahr leider nicht mit, so dass sie in den HKG-Saal verlegt werden musste. Beim sommerlichen Schulkonzert im Kirchensaal ließen schließlich verschiedene Chöre und das Blasorchester Hits aus 100 Jahren Revue passieren. Mit dem Kindermusical „Israel in Ägypten“ stimmte der Unterstufenchor die Altschüler zu ihrem jährlichen Treffen ein, den musikalischen Abschluss des Jahres bildete die von den Zinzendorfschulen gestaltete Singstunde, bei der unter anderem Werke von Telemann und Schubert zu hören waren.

Einen Abschluss für einen Lebensabschnitt gab es im vergangenen Jahr auch für mehrere Mitarbeiter des Schulwerks, darunter die langjährige Leiterin der Fachschule für Sozialpädagogik, Sr. Lütkebohmert-Schilling, die im großen Kreis von ihren Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen verabschiedet wurde. 

Im der Gesamtleitung der Zinzendorfschulen gab es Umstrukturierungen: Rainer Wittmann hat das Schulwerk verlassen, Br. Treude und Br. Schaible bilden seit Beginn des laufenden Schuljahres eine Doppelspitze aus pädagogischer und kaufmännischer Leitung. Sr. Schoo-Schemmann, Sr. Lutz-Marek, Br. Dassler und Br. Giesel wurden jeweils in ihrem Bereich zu stellvertretenden Schulleitern ernannt.

Es wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt, die in den Sommerferien beendet und von drei neuen Active Boards - die großzügigen Spenden vom Verein der Freunde und Förderer, der EGT und der Firma Jerger zu verdanken sind - gekrönt wurden.

Die Internate wurden ebenfalls neu organisiert: Alle Jungen bis hin zur Oberstufe leben jetzt im Haus Früauf, während das Erdmuth-Dorotheen-Haus weiterhin den Mädchen ein Zuhause ist. Internats-Schülerinnen und –schüler der Unter- und Mittelstufe lernen gemeinsam mit den Besuchern des Tagesinternats auf dem neu erschaffenen Lerncampus im Haus Christian Renatus.

Immer wieder waren die Zinzendorfschulen im vergangenen Jahr auch ein magischer Anziehungspunkt für Besucher, die staunend das Schulwerk bewundern – sei es auf der Wirtschaftsleiterkonferenz der Evangelischen Schulbünde, die im vergangenen Jahr in Königsfeld tagten, sei es für Besucher der Südwestprovinz der Herrnhuter Brüdergemeine oder aber auch eine Busladung angehender Erzieher aus Polen, die sich für unsere Fachschulen interessieren. Letztes war ein eher spontaner Besuch – aber beide Seiten haben Interesse an einer Vertiefung der Beziehungen bekundet. Vielleicht gibt es dazu im nächsten Jahr an dieser Stelle mehr zu berichten.


erstellt am 29.01.2015


Gemeinde ehrt Zinzendorfschüler

Für ihre tollem Leistungen wurden beim Neujahrsempfang der Gemeinde Königsfeld acht aktuelle und ehemalige Schüler der Zinzendorfschulen geehrt: Eine Schülergruppe bestand aus Kira Schick, Steffi Caramanico, Maximilian de Geus, Valerie Knöbel und Hannah Schaetz, die mit ihrer fiktiven Firma „Breathless Beats“ den ersten Platz beim regionalen Wettbewerb zum „Deutschen Gründerpreis für Schüler" gewonnen hatten.
Auch Lukas Ebner, Valentin Melvin und Lennard Fiehn, die in verschiedenen Formationen den landesweiten Musikwettbewerb „Jugend jazzt“ gewonnen hatten, wurden beim Neujahrsempfang geehrt.


erstellt am 15.01.2015


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen