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Schreibübungen beim Jugendbuch-Autor

Sprudelnde Fantasie bewiesen die Sechstklässler verschiedener Schularten der Zinzendorfschulen, als der hessische Jugendbuchautor Uwe Metz mit ihnen Schreibübungen machte.  „Das sind großartige Geschichten“, schwärmte er begeistert, nachdem seine jungen Zuhörer aufbauend auf dem Einstiegssatz („Die Lichter im Haus erloschen, das Haus lag im Finstern.“) mindestens einen zweiten Satz formuliert hatten. Dabei bedienten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedener Genres vom Krimi über Fantasy und Gruselgeschichte bis zur Fabel. In einer Geschichte kommt „Jacky, die Mörderpuppe“ und beißt den Bewohnern ein Ohr ab, in einer anderen schleicht sich Dieter Bohlen um die Ecke. „Er hat es auf meine Schwester abgesehen, denn sie hatte ihm bei DSDS gehauen“, fantasierte eine Sechstklässlerin.
„Ihr habe Euch richtig in die Vollen gelegt“, lobte Metz, der zuvor sehr bildhaft aus seinen eigenen Werken gelesen hatte. Die Figuren erwachten regelrecht zum Leben, als er eine Passage aus seiner Trilogie „Die verborgene Gesellschaft“ vortrug, in der es unter anderem um magisch begabte Menschen, einen verschwundenen Forscher, sehr schräge Geheimagenten und einen schottischen Whisky-Liebhaber geht. „Seine Bücher sprudeln nur so von Ideen“, meinte der Deutschlehrer Br. Färber, der die Lesung dank der Vermittlung einer Altschülerin organisiert hatte, „daraus machen andere zwei Bücher.“

Die Schüler durften aber auch hinter die Kulissen der Schriftstellerei blicken. Uwe Metz erzählte, wie er und seine verstorbenen Schriftstellerkollegen ans Werk gehen. Hubert Fichte etwa pinnte seine Manuskriptseiten an die Wand und betrachtete sie wie ein Maler mit Abstand, Ernest Hemingway ging zum Schreiben gerne in Cafés, andere können nur an ihrem Lieblingsplatz im Garten schreiben. Er selbst schreibt gerne, wenn er mit dem Zug fährt. „Bei mir fließen die Ideen, wenn ich in Bewegung bin.“ Seine handschriftlichen Notizen, die für Außenstehende nicht unbedingt klar zu erkennen sind, müsse er natürlich später am Computer in Reinschrift bringen, da seine Einfälle oft völlig durcheinander sind. „Mit meiner der Sauklaue – und nur damit – gleiche ich Friedrich Schiller.“

Der nächste Schritt ist die Recherche. Um sich seine Figuren vorzustellen, entwickelt er ihnen schon einmal einen Stammbaum und malt ihnen ein Familienwappen, „auch, wenn das im ganzen Buch nicht einmal vorkommt“.  Mit der Technik, sich auf ungewöhnliche Art in seine Figuren hineinzudenken, hat er ein prominentes Vorbild: „Thomas Mann hat für seine Romancharaktere Unterschriften entwickelt“, erklärte der Buchhändler und Autor seinen Zuhörern, bevor sie ihn mit Fragen löcherten: „Wie viel verdienen Sie?“, „Wie lange brauchen Sie für ein Buch?“, „Wie viele Bücher haben Sie verkauft?“ und „Wird es nach dem 3. Band noch eine Fortsetzung geben?“ wollten die Schüler wissen.

Bevor er ein Manuskript abgibt, bearbeitet Uwe Metz es noch einmal. „Dabei achte ich auf Ausdruck, Satzbau, Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung“, erklärte er. Wenn er seine Geschichten aufschreibt, seien solche Dinge erst einmal zweitrangig, aber später muss er „mit dem Hobel“ rübergehen.

Den Schülern hat die lebendige Lesung mit Workshop sichtlich Spaß gemacht. Bei den Schreibübungen waren sie mit Begeisterung dabei und viele ließen sich am Ende ein Autogramm geben.


erstellt am 05.12.2014


8R beim Nikolausmarkt im Christoph-Blumhardt-Haus

Die 8R hat den Bewohnern des Christoph-Blumhardt-Hauses eine große Freude bereitet: Beim jährlichen Nikolausmarkt haben sie die Besucher mit Liedern und Gedichten erfreut. Bevor sie auf die Bühne im festlich dekorierten Innenhof des Alten- und Pflegeheims stiegen, hatten sie sich in den Räumlichkeiten umgesehen und sich alles erklären lassen. „Diese Begegnung ist schon eine erste Vorbereitung auf das Sozialpraktikum, das im Februar beginnt“, erklärte Schulpfarrer Br. Fischer, der im Fach Religion den Beitrag der Zinzendorfschulen an dem kleinen Nikolausmarkt koordiniert hatte.


erstellt am 04.12.2014


Bewerbungstraining für Realschüler

Dem geeigneten Ausbildungsplatz steht nun eigentlich nichts mehr im Wege:  Mehrere Praktika haben sie absolviert, bei der Berufsfindungsmesse Campus Comenius konnten sie sich über unterschiedlichste Berufe informieren, jetzt haben die Klassen 9RA und 9RB auch noch ein Bewerbungstraining absolviert, so dass sie jetzt genau wissen, worauf es ankommt. Die Ausbildungsreferentin der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Bettina Hirt, gab ihnen jede Menge wertvolle Tipps: „Wenn Ihr mal Klassensprecher oder Kapitän einer Fußballmannschaft wart, euch ehrenamtlich als Schulsanitäter oder woanders engagiert habt, dann schreibt das auf jeden Fall in Euren Lebenslauf.“ Diese sozialen Kompetenzen, ebenso wie die Kopfnoten seien mehr wert als eine schlechte Note im Zeugnis. „Mit einer 4 in Mathe kann man trotzdem bei einer Bank arbeiten, mit einer 3 in Verhalten nicht.“

Eine gute Bewerbung fängt schon damit an, einen Beruf zu finden, der einem gefällt. „Ihr müsst mindestens 40 Jahre lang arbeiten, also seht zu, wo der Spaßfaktor groß ist.“

Wichtig ist, ehrlich zu sein und sich gut über das Unternehmen zu informieren, bei dem man sich bewirbt. Das Outfit sollte dem Beruf angemessen sein, für den man sich bewirbt. „Wenn Ihr in einem Anzug zum Bewerbungsgespräch bei einem Bäcker geht, ist das ungeeignet. Stellt Euch vor, ihr müsst durch die Backstube gehen und alles ist voller Mehl.“ Selbst bei einer Bank würde nicht erwartet, dass die Jugendlichen sich für das Bewerbungsgespräch einen Anzug kaufen. „Aber wenn Ihr einen habt, dann zieht ihn ruhig an.“ Ansonsten genüge ein gepflegtes Äußeres.

Den Schülern hat es auf jeden Fall etwas gebracht. „Ich finde es gut, dass die Schule so etwas organisiert“, sagt Rebecca Moser aus der 9RB. „Heute habe ich einige wertvolle Tipps bekommen, die mir sicher helfen.“


erstellt am 03.12.2014


Jazzpreis für Lukas Ebner und Valentin Melvin

Einen großen Erfolg konnten Lukas Ebner und Valentin Melvin verzeichnen. Die beiden Zinzendorfschüler, die auch in der Jazz-Band der Schule spielen, sind als Klavierduo beim landesweiten Musikwettbewerb Jugend Jazzt in ihrer Kategorie auf Platz eins gekommen - und das, obwohl sie in dieser Formation noch nicht sehr lange zusammenspielen.

Als Lines and Spaces haben sie sich ein kleines, aber ständig wachsendes Repertoire an Jazz-Standards angeeignet, mit dem sie im Bietigheim-Bissingen an zwei Flügeln die Jury überzeugen konnten. "Jugend Jazzt ist wie Jugend Musiziert", so der Landesmusikrat, der den Wettbewerb ausgeschrieben hat, "nur anders." Jazz fördere als kommunikative, kreative und spontane Musik die individuelle musikalische Entwicklung. Auch sei Jazz ein wesentlicher Bestandteil der weltumspannenden Musikszene.

Für die beiden Gymnasiasten gehört Musik von Kindesbeinen an zum Leben. Lukas hat schon im Alter von vier Jahren angefangen, die Tasten des heimischen Klaviers zu erkunden, Valentin war etwas älter. "Klassik ist nicht so meins"; meint Lukas, weshalb er sich an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen für Klavierstunden bei dem renommierten Jazzer Andreas Erchinger entschieden hat, der auch Lehrbeauftragter für Jazz-Piano an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg ist. Auch Valentin gehört zu Erchingers Schülern, weshalb er ihnen die Teilnahme an dem Wettbewerb als Duo vorgeschlagen hat. "Da haben wir uns natürlich öfter vorher getroffen, um zu üben", sagen die Elftklässler.

Musikalisches Vorbild der beiden ist der kanadische Pianist Oscar Peterson, privat hören sie natürlich viel Jazz, Jamie Cullum mögen beide, auch House und Electronic kommt aus den Boxen der talentierten Schüler. Neben ihren Auftritten in der Jazz-Band der Zinzendorfschulen werden sie in Zukunft öfter als Lines and Spaces zu hören sein.


erstellt am 03.12.2014


Schulsanitäter jetzt mit wärmenden Westen

Die Schulsanitäter freuen sich über schicke neue Westen. Damit sind sie noch besser zu erkennen, weshalb der Elternbeirat einen Satz in verschiedenen Größen gespendet hat. Vielen Dank!

Wohin die Arbeit beim Schulsanitätsdienst führen kann, hat Jannis Vollprecht gezeigt. Seit drei Jahren engagiert sich der Gymnasiast  in der Schulsanitäter-AG und hat so viel Spaß daran, anderen zu helfen, dass er sich zum Sanitäter hat ausbilden lassen.  „Ich habe Freude daran, anderen zu helfen und engagiere mich neben dem Schulsanitätsdienst auch beim Jugendrotkreuz.“ Später möchte er als Rettungssanitäter ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und sich zum Notarzt ausbilden lassen.  

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Ausbildung zum Sanitäter, mit der er als Helfer vor Ort nun auch beispielsweise bei  Reitturnieren und Weihnachtsmärkten eingesetzt werden kann. In den insgesamt 54 Stunden hat er viele wichtige Dinge gelernt, etwa die Sauerstoffsättigung im Blut zu messen, Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen richtig auf einer Vakuummatratze zu lagern, Herz-Lungen-Wiederbelebung sachgerecht durchzuführen und Infusionen vorzubereiten.

Solche schwierigen Einsätze werden von den Schulsanitätern natürlich nicht gefordert. Aber auch sie lernen, in Notsituationen richtig zu reagieren und Erste Hilfe zu leisten.


erstellt am 02.12.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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