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Fachmann spricht über ADHS

Weltweit sind etwa fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen von ADHS betroffen, wie der Fachmann, Theologe, Buchhändler und Autor Uwe Metz am Freitag rund 30 Zuhörern an den Zinzendorfschulen erklärte, die der Einladung der Selbsthilfegruppe für Menschen mit ADHS, Regionalgruppe Villingen-Schwenningen, nach Königsfeld gekommen waren. „Egal, ob in Deutschland oder in Papua-Neuguinea, die Zahl ist seit Jahren konstant.“

Ebenfalls unverändert sei der Anteil der Betroffenen, die diese Störung auch noch im Erwachsenenalter haben, er liegt bei 30-50 Prozent. ADHS sei eine neue Bezeichnung für ein sehr altes Phänomen. Einer Theorie zufolge hätten schon die sprichwörtlichen Berserker ADHS gehabt, eine andere Theorie besagt, dass ADHS-Patienten sämtliche Eigenschaften der Jäger- und Sammlerkultur in sich vereinen.

ADHS sei demnach kein Defizit, sondern eher ein Zuviel. „Die Festplatte ist immer voll“, sagte Metz und verdeutlichte, wie sie Menschen mit ADHS fühlen, indem er Zuschauern Karten zuwarf. Solange er sie einzeln nacheinander warf, waren die Probanden sehr wohl in der Lage, sie aufzufangen. In dem Moment jedoch, in dem er alle auf einmal warf, misslang es und die meisten Karten fielen zu Boden. Im seinem kurzweiligen Vortrag erläuterte Uwe Metz,  dass ADHS auch ein großer Gewinn sein kann.


erstellt am 08.12.2014


Schüleraustausch der Realschule und Werkrealschule mit Wingen sur Moder

Zum 18. Mal hat sich der Schüleraustausch mit Wingen sur Moder gejährt, so fuhren 14 Schülerinnen und Schüler der Realschule und der Werkrealschule vom 1. bis zum 3. Dezember nach Frankreich, genauer gesagt ins Elsaß, belgeitet vom Abteilungsleiter der Realschule Br. Giesel und Schwester Jehle.

Br. Giesel bedankte sich bei Herrn Unterleitner, dem Schulleiter des Collège Suzanne Lalique-Haviland, und den beteiligten Kollegen dafür, dass der Austausch zwischen Königsfeld und Wingen über so viele Jahre stattfinden konnte. Nach einem freundlichen Empfang ging die Fahrt zum letzten Holzschuhmacher des Ortes Sought sowie zur Produktionsstätte der weltberühmten Glaskugeln nach Meisenthal.

Der zweite Tag war dem lebendigen Geschichtsunterricht gewidmet, eine Besichtigung der Maginotlinie mit dem Fort Casso ließ den Alltag der Truppen lebendig werden. 25 Meter unter der Erdoberfläche ging es zurück in die Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs, es gab Küchen, Schlafräume, Festsaal und Krankenstation zu besichtigen. 

Schnell kam der letzte Tag des Ausflugs, eine Stadtbesichtigung von Straßburg und der Besuch des Weihnachtsmarktes. Leider hieß es viel zu früh Abschied nehmen, war es doch der letzte Austausch der Realschüler und Werkrealschüler in dieser Form. Eine Freude bleibt uns noch: Die Wingener kommen im März zum Gegenbesuch nach Königsfeld.

Susanne Jehle


erstellt am 08.12.2014


Schreibübungen beim Jugendbuch-Autor

Sprudelnde Fantasie bewiesen die Sechstklässler verschiedener Schularten der Zinzendorfschulen, als der hessische Jugendbuchautor Uwe Metz mit ihnen Schreibübungen machte.  „Das sind großartige Geschichten“, schwärmte er begeistert, nachdem seine jungen Zuhörer aufbauend auf dem Einstiegssatz („Die Lichter im Haus erloschen, das Haus lag im Finstern.“) mindestens einen zweiten Satz formuliert hatten. Dabei bedienten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedener Genres vom Krimi über Fantasy und Gruselgeschichte bis zur Fabel. In einer Geschichte kommt „Jacky, die Mörderpuppe“ und beißt den Bewohnern ein Ohr ab, in einer anderen schleicht sich Dieter Bohlen um die Ecke. „Er hat es auf meine Schwester abgesehen, denn sie hatte ihm bei DSDS gehauen“, fantasierte eine Sechstklässlerin.
„Ihr habe Euch richtig in die Vollen gelegt“, lobte Metz, der zuvor sehr bildhaft aus seinen eigenen Werken gelesen hatte. Die Figuren erwachten regelrecht zum Leben, als er eine Passage aus seiner Trilogie „Die verborgene Gesellschaft“ vortrug, in der es unter anderem um magisch begabte Menschen, einen verschwundenen Forscher, sehr schräge Geheimagenten und einen schottischen Whisky-Liebhaber geht. „Seine Bücher sprudeln nur so von Ideen“, meinte der Deutschlehrer Br. Färber, der die Lesung dank der Vermittlung einer Altschülerin organisiert hatte, „daraus machen andere zwei Bücher.“

Die Schüler durften aber auch hinter die Kulissen der Schriftstellerei blicken. Uwe Metz erzählte, wie er und seine verstorbenen Schriftstellerkollegen ans Werk gehen. Hubert Fichte etwa pinnte seine Manuskriptseiten an die Wand und betrachtete sie wie ein Maler mit Abstand, Ernest Hemingway ging zum Schreiben gerne in Cafés, andere können nur an ihrem Lieblingsplatz im Garten schreiben. Er selbst schreibt gerne, wenn er mit dem Zug fährt. „Bei mir fließen die Ideen, wenn ich in Bewegung bin.“ Seine handschriftlichen Notizen, die für Außenstehende nicht unbedingt klar zu erkennen sind, müsse er natürlich später am Computer in Reinschrift bringen, da seine Einfälle oft völlig durcheinander sind. „Mit meiner der Sauklaue – und nur damit – gleiche ich Friedrich Schiller.“

Der nächste Schritt ist die Recherche. Um sich seine Figuren vorzustellen, entwickelt er ihnen schon einmal einen Stammbaum und malt ihnen ein Familienwappen, „auch, wenn das im ganzen Buch nicht einmal vorkommt“.  Mit der Technik, sich auf ungewöhnliche Art in seine Figuren hineinzudenken, hat er ein prominentes Vorbild: „Thomas Mann hat für seine Romancharaktere Unterschriften entwickelt“, erklärte der Buchhändler und Autor seinen Zuhörern, bevor sie ihn mit Fragen löcherten: „Wie viel verdienen Sie?“, „Wie lange brauchen Sie für ein Buch?“, „Wie viele Bücher haben Sie verkauft?“ und „Wird es nach dem 3. Band noch eine Fortsetzung geben?“ wollten die Schüler wissen.

Bevor er ein Manuskript abgibt, bearbeitet Uwe Metz es noch einmal. „Dabei achte ich auf Ausdruck, Satzbau, Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung“, erklärte er. Wenn er seine Geschichten aufschreibt, seien solche Dinge erst einmal zweitrangig, aber später muss er „mit dem Hobel“ rübergehen.

Den Schülern hat die lebendige Lesung mit Workshop sichtlich Spaß gemacht. Bei den Schreibübungen waren sie mit Begeisterung dabei und viele ließen sich am Ende ein Autogramm geben.


erstellt am 05.12.2014


8R beim Nikolausmarkt im Christoph-Blumhardt-Haus

Die 8R hat den Bewohnern des Christoph-Blumhardt-Hauses eine große Freude bereitet: Beim jährlichen Nikolausmarkt haben sie die Besucher mit Liedern und Gedichten erfreut. Bevor sie auf die Bühne im festlich dekorierten Innenhof des Alten- und Pflegeheims stiegen, hatten sie sich in den Räumlichkeiten umgesehen und sich alles erklären lassen. „Diese Begegnung ist schon eine erste Vorbereitung auf das Sozialpraktikum, das im Februar beginnt“, erklärte Schulpfarrer Br. Fischer, der im Fach Religion den Beitrag der Zinzendorfschulen an dem kleinen Nikolausmarkt koordiniert hatte.


erstellt am 04.12.2014


Bewerbungstraining für Realschüler

Dem geeigneten Ausbildungsplatz steht nun eigentlich nichts mehr im Wege:  Mehrere Praktika haben sie absolviert, bei der Berufsfindungsmesse Campus Comenius konnten sie sich über unterschiedlichste Berufe informieren, jetzt haben die Klassen 9RA und 9RB auch noch ein Bewerbungstraining absolviert, so dass sie jetzt genau wissen, worauf es ankommt. Die Ausbildungsreferentin der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Bettina Hirt, gab ihnen jede Menge wertvolle Tipps: „Wenn Ihr mal Klassensprecher oder Kapitän einer Fußballmannschaft wart, euch ehrenamtlich als Schulsanitäter oder woanders engagiert habt, dann schreibt das auf jeden Fall in Euren Lebenslauf.“ Diese sozialen Kompetenzen, ebenso wie die Kopfnoten seien mehr wert als eine schlechte Note im Zeugnis. „Mit einer 4 in Mathe kann man trotzdem bei einer Bank arbeiten, mit einer 3 in Verhalten nicht.“

Eine gute Bewerbung fängt schon damit an, einen Beruf zu finden, der einem gefällt. „Ihr müsst mindestens 40 Jahre lang arbeiten, also seht zu, wo der Spaßfaktor groß ist.“

Wichtig ist, ehrlich zu sein und sich gut über das Unternehmen zu informieren, bei dem man sich bewirbt. Das Outfit sollte dem Beruf angemessen sein, für den man sich bewirbt. „Wenn Ihr in einem Anzug zum Bewerbungsgespräch bei einem Bäcker geht, ist das ungeeignet. Stellt Euch vor, ihr müsst durch die Backstube gehen und alles ist voller Mehl.“ Selbst bei einer Bank würde nicht erwartet, dass die Jugendlichen sich für das Bewerbungsgespräch einen Anzug kaufen. „Aber wenn Ihr einen habt, dann zieht ihn ruhig an.“ Ansonsten genüge ein gepflegtes Äußeres.

Den Schülern hat es auf jeden Fall etwas gebracht. „Ich finde es gut, dass die Schule so etwas organisiert“, sagt Rebecca Moser aus der 9RB. „Heute habe ich einige wertvolle Tipps bekommen, die mir sicher helfen.“


erstellt am 03.12.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen