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Vier ZG-Klassen erfolgreich bei weltweitem Wettbewerb

Mathematik gehört normalerweise nicht unbedingt zu den Lieblingsfächern der Schülerinnen und Schüler: Wenn ihnen jedoch mit Begeisterung die Freude am Lösen kniffliger Aufgaben vermittelt wird und somit auch der praktische Nutzen von Formeln und Zahlenvor Augen geführt wird, dann kann diese oft und zu Unrecht als trocken und schwierig verschriene Wissenschaft auch zu tollen Leistungen anspornen.

Die neunten und zehnten Klassen des Zinzendorfgymnasiums konnten sich jetzt beim Regionalentscheid des internationalen Wettbewerbs „Mathematik ohne Grenzen“ ziemlich weit vorne platzieren. Die 9b kam mit 48 von 65 Punkten auf Platz 13, mit nur einem Punkt weniger belegte die 9a den 17. Platz – von immerhin 175 teilnehmenden Klassen im Regierungspräsidium Freiburg.

Im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis lag nur eine einzige Schule vor ihnen. Die zehnten Klassen lagen etwas weiter hinten,  sie erreichten 38 (10a) bzw. 36 (10b) von 87 Punkten. „Eine tolle Leistung von allen“ findet der Mathematiklehrer Br. Schüller, der auf dem Bild rechts in einer Archivaufnahme zu sehen ist.

Der Wettstreit, an dem sich weltweit rund 9000 Klassen mit einer viertel Million Schülerinnen und Schüler in 30 Nationen beteiligen, stellt den Teamgedanken in den Vordergrund, die Aufgaben müssen klassenweise gelöst werden. In Deutschland wird er auf Bundesebene von der Stiftung Rechnen und dem Ernst Klett Verlag sowie zahlreichen regionalen Sponsoren gefördert. Mit dem Wettbewerb, der 1989 in Strasbourg ins Leben gerufen wurde, soll Freude an mathematischen Fragestellungen und ganz nebenbei auch Fremdsprachen vermittelt werden – eine der Aufgaben wird nämlich in Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gestellt und muss auch in einer dieser Sprache gelöst werden.


erstellt am 24.04.2015


Prüfungen zur Mittleren Reife haben begonnen

Einige haben gegrübelt, geschrieben, ganze Absätze durchgestrichen und noch mal von vorne angefangen, andere haben erst  einmal lange nachgedacht, um dann in einem Zug ihre Gedanken zu Papier zu bringen: Für 38 Schülerinnen und Schüler der Zinzendorf-Realschule hat mit der schriftlichen Prüfung im Fach Deutsch der Endspurt zur Mittleren Reife begonnen.

 Die vier Themen, zwischen denen sie wählen konnten, waren spannend und abwechslungsreich: Sie konnten über das Heinz-Erhardt-Gedicht „Schule“ schreiben oder über Annette Rauerts Kurzgeschichte „Der Schritt zurück“. Ihre eigene Meinung war beim Rahmenthema „Texte lesen, auswerten und schreiben“ gefragt. Hier sollten sie dem Redner  eines Vortrags zum Thema „Das Glück in der Fremde suchen: Gehen oder bleiben?“ in einer kritischen E-Mail ihren Standpunkt darlegen.

Produktiver Umgang mit Texten war bei Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ gefragt: Die Prüflinge mussten im Sinne einer der Figuren einen Tagebucheintrag verfassen, der in dem Drama lediglich erwähnt wird.

„Ich glaube, für dieses Thema haben sich die meisten entschieden“, sagte Larissa Erchinger, die die vier Stunden, die sie für ihre Aufgabe Zeit hatte, gut bemessen fand. Sie und ihre Freundinnen hatten der Deutschprüfung ohnehin gelassen entgegen gesehen. Mehr Respekt haben sie vor der Prüfung am Freitag: Dann müssen die Realschulabsolventen ihre Mathematik-Kenntnisse unter Beweis stellen, kommenden Dienstag werden sie in Englisch geprüft. Anschließend sind erst einmal zwei Monate Pause, bevor sie sich Ende Juni den mündlichen Prüfungen stellen müssen.


erstellt am 22.04.2015


Angehende Erzieher machen sich fit für den Beruf

Namasté: Mit dieser hinduistischen Grußformel beginnen Kerstin Ketterer, Ramona Wolbert, Kim Simon und Yasmin Koch die nächste Station auf der Reise um die Welt, auf die sie 31 Kinder wöchentlich jeweils für eineinhalb Stunden einladen. Die jungen Frauen lassen sich an der Fachschule für Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen zu Erzieherinnen ausbilden. Damit ihre spätere Aufgabe nicht zum Sprung ins kalte Wasser wird, sind praktische Erfahrungen ein wichtiger Teil ihrer Ausbildung.

Im zweiten Ausbildungsjahr steht ein Teampraktikum auf dem Lehrplan. Gemeinsam müssen die angehenden Erzieherinnen und Erzieher ein Konzept entwickeln, das sie über mehrere Wochen unter realen Bedingungen ausprobieren. Den Grundschülern der ersten bis vierten Klasse aus Obereschach wollen sie mit ihrer Weltreise Toleranz und Offenheit vermitteln. „Wie möchten den Kindern die Unterschiede der Kulturen sowie die unterschiedlichen Lebensweisen und landestypische Merkmale aufzeigen“, erklären sie.

Jede Woche führt die Reise in eine andere Gegend der Welt, die bunten Pässe der Kinder zeugen mit Stempeln von den verschiedenen Ländern, die sie in ihrer Phantasie bereits mit Unterstützung der angehenden Erzieherinnen besucht haben. In Brasilien waren sie schon, in Südafrika, Japan, Australien und am Südpol, diesmal führt die Reise nach Indien. Per stiller Post wird das Begrüßungswort im Kreis herumgeflüstert, bis natürlich etwas Urkomisches dabei herauskommt.

Die Kinder suchen das Land auf der Weltkarte, schnuppern an landestypischen Gewürzen und lernen, wie ein Sari gewickelt wird. Rupienscheine machen die Runde und die Kinder erfahren, was der rote Punkt zu bedeuten hat, den viele Frauen auf der Stirn tragen. „Sie sind sehr motiviert und es sind noch alle dabei“, freut sich Kim Simon, die sich für diese Ausbildung entschieden hat, wie sie Kinder sehr mag. „Bei der Arbeit mit Kindern bekommt man sehr viel zurück.“

Ihr Teampraktikum bietet ihnen die Möglichkeit, die pädagogischen Methoden anzuwenden, die sie zuvor an den Zinzendorfschulen erlernt haben. „Dabei haben wir viel Freiraum, aber wenn nötig auch Hilfestellung.“ Zwei Mal pro Woche sind sie mit dem Praktikum beschäftigt, an einem Tag arbeiten sie mit den Kindern, am anderen bereiten sie das nächste Treffen vor.

Wenn Fragen auftauchen, sind ihre Lehrerinnen immer ansprechbar, einige Dinge, wie Elternbriefe, müssen sie zuvor mit ihnen absprechen. Dadurch lernen sie die ganze Palette ihrer zukünftigen Aufgaben kennen. Erzieher zu werden ist sicher kein Beruf, für den sich jeder eignet, aber wenn es passt, dann ist es ein Traumberuf. „Ich habe nach meinem Schulabschluss viel ausprobiert“, sagt Yasmin Koch, „aber etwa in einem Büro zu arbeiten kommt nicht in Frage, ich brauche Menschen um mich herum.“ Für die Fachschule in Königsfeld hat sie sich wegen ihres guten Rufs entschieden. „Sogar meine Tante aus dem Saarland kannte die Zinzendorfschulen.“

Voraussetzung für die Ausbildung zum Erzieher ist mindestens der mittlerer Bildungsabschluss und  der erfolgreiche Abschluss des einjährigen Berufskollegs,  Bewerber mit Abitur oder Fachabitur können mit einem sechswöchigen Praktikum einsteigen. Weitere Informationen gibt es unter 07725-938170 oder hier.


erstellt am 20.04.2015


Berufsorientierung in der Werkrealschule zieht sich durch das gesamte Schuljahr

Berufliche Orientierung wird an allen Schularten der Zinzendorfschulen groß geschrieben. Auch in der Werkrealschule werden den jungen Menschen schon früh die vielseitigen schulischen und beruflichen Ausbildungswege sowie die dafür nötigen Voraussetzungen aufgezeigt.

In der achten Klasse ziehen sich die verschiedenen Etappen dann wie ein roter Faden durch das Schuljahr. Schon beim ersten Elternabend im Herbst informierte eine Berufsberaterin über die vielfältigen Angebote und Informationsquellen zur Berufsorientierung. Vor den Herbstferien fand die erste Praktikumswoche statt, im Dezember besuchte die Klasse das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Villingen. Im Januar und Februar organisierten die Zinzendorfschulen Einzelgespräche mit einer Berufsberaterin und den Eltern.

Im Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen und Fähigkeiten mit Hilfe von Einzel- und Gruppenaufgaben kennen. Eine Portfoliomappe mit Arbeitsmaterialien hilft ihnen bei der Selbsteinschätzung.

Auch die Kompetenzanalyse Profil AC (Tests zur Feststellung der Ausbildungsreife), die im Februar gemeinsam mit der Realschule durchgeführt wurde, diente als weiteren Baustein. Hier konnten die jungen Menschen mit Hilfe von Computer- und Konzentrationstests sowie in Gruppen- und Einzelaufgaben ihre Stärken und Schwächen kennen lernen. Ihre Lehrer beobachteten und bewerteten die Tests. Beim Elternsprechtag wurden die ausgewerteten Ergebnisse mit jedem Schüler und jeder Schülerin ausführlich einzeln besprochen.

Ihr zweites einwöchiges Praktikum in der achten Klasse absolvierten die Werkrealschüler vor den Osterferien. Einige von ihnen mussten dafür gar nicht weit fahren, denn sie fanden auch in Königsfeld verschiedene qualifizierte Ausbildungsbetriebe, sei es im Optikerfachgeschäft, im Fotografenstudio, beim Supermarkt, im Naturkindergarten oder im Hotel.

Auch in der weiteren Umgebung erklärten sich etliche Ausbildungsbetriebe bereit, für eine Woche die Betreuung der Jugendlichen zu übernehmen, darunter größere Industrie- und kleinere Handwerksbetrieben, ein Bauernhof sowie eine Tierarztpraxis. „Wir danken nochmals allen Betrieben, dass sie sich die Zeit für unsere Schülerinnen und Schüler genommen haben“, betonte die Klassenlehrerin Sr. Helms.

Wichtig bei dem Konzept der Begleitung junger Menschen ist eine stabile und konstante  Betreuung durch das Team der Lehrkräfte. Nicht nur die Klassenlehrerin, auch die verschiedenen Fachlehrer kennen die schulische und persönliche Entwicklung der einzelnen Schüler über Jahre. Die Lehrer besuchten die Praktikantinnen und Praktikanten in den jeweiligen Betrieben und standen für Fragen zur Verfügung. Überall wurde ihnen bestätigt, dass die Schülerinnen und Schüler über die wichtigen Schlüsselqualifikationen Pünktlichkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit und ausreichend Interesse verfügen.  So gut vorbereitet kann der Sprung ins Berufsleben eigentlich nur noch ein Erfolg werden.


erstellt am 13.04.2015


SoFi gucken passt gut in den Unterricht

Was für ein  Spektakel: Die Augen fast aller Schüler richteten sich heute Vormittag in den Himmel, gut geschützt mit speziellen Schutzbrillen, die auch untereinander ausgetauscht wurden. Br. Baur hatte ein Teleskop auf dem Schulhof aufgebaut, auch Lehrer, die keine Naturwissenschaften unterrichten, ermöglichten ihren Schülern, sich die Sonnenfinsternis anzusehen.

Bei einigen Klassen kam die Sonnenfinsternis wie gerufen. „Wir nehmen gerade erneuerbare Energien durch, das passt das sehr gut“, meinte Sr. Kramer, deren Klasse 6R sich die So-Fi-Brillen selbst gebaut hatte. Nur die Abiturienten hatten keine Zeit, auf den Schulhof zu gehen: Am ZG stand das Abi in Französisch an, die beruflichen Gymnasien wurden in Englisch geprüft.


erstellt am 20.03.2015


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen