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Professor aus Michigan recherchiert an den Zinzendorfschulen

Vielleicht sind die Zinzendorfschulen demnächst Schauplatz eines Romans: Der im Amerika lebende Wissenschaftler und Schriftsteller Peter Blickle besuchte während einer Studienreise in der Alten Welt, die ihn zuvor schon nach Herrnhut geführt hatte, auch das Königsfelder Schulwerk. Was er vorfand, entsprach gar nicht dem, was er eigentlich für die Recherche zu seinem neuen Roman gesucht hatte – zu seinem Bedauern und seiner Freude gleichermaßen.

Blickle, der selbst in der pietstischen Brüdergemeinde Wilhelmsdorf bei Ravensburg aufgewachsen  und als 17-Jähriger nach einem Schüleraustausch in den Vereinigten Staaten geblieben ist, vermutete in der evangelischen Brüdergemeine ähnliche Strukturen und Stimmungen. „Aber in den vergangen zwei Wochen habe ich festgestellt, dass der Buchstabe „d“ einen großen Unterschied macht.“ 

Er war überrascht von der Fröhlichkeit und Lebendigkeit, die in den Zinzendorfschulen und ihrem Träger, der Herrnhuter Brüdergemeine, herrscht. „Das Lernen hier ist sehr offen, die Lehrer gewähren dem Unterricht eine gewisse Eigendynamik. Durch die vielen Aktivitäten und Arbeitsgemeinschaften werden die Bereiche Schule und außerschulisches Leben immer wieder osmotisch durchzogen.“

Das spiegele sich auch in der Architektur der Schulgebäude wider. Durch die verschiedenen Gebäude sei die Schule mit dem Ort verwoben zeige die Verbundenheit zur Außenwelt. „Vor allem die großen Fenster, die den Blick in die Natur ermöglichen, sind beeindruckend.“

Die Recherche für seinen neuen Roman mit dem Arbeitstitel „Die Gärten der Seele“ waren nur ein Grund für Blickles Besuch in Deutschland. Der Professor für Germanistik sowie Gender and Women’s Studies an der Western Michigan University untersucht auch die feministischen Aspekte der evangelischen Brüdergemeine. Da wurde er während seines Besuchs in Herrnhut fündig, wo er feststellte, dass dort schon immer Gleichberechtigung praktiziert wurde. „Es gab bereits 1748 Frauen, die Chöre leiteten“, staunte der Professor.


erstellt am 09.10.2014


Neue BF-Schüler zum Kennenlernen in Konstanz

Neue Schule, neue Lehrer, neue Mitschüler – mit Kennenlerntagen ist der Einstieg in einen neuen Tagesablauf gleich viel leichter. Zwei Klassen der Zinzendorfschulen nutzten das schöne Herbstwetter für einen Ausflug nach Konstanz. Mit ihren Klassenlehrerinnen Sr. Jerke und Sr. Gillner führen die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung sowie der Berufsfachschule Wirtschaft mit dem Zug an den Bodensee, wo sie durch Innenstadt bummelten, bevor sie in Gruppen das Münster oder einige Geschäfte besichtigten.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen machten alle einen Abstecher in den Schweizer Ort Kreuzlingen, wo ein Oktoberfest mit rasanten Karussells lockte. Gemächlicher ließen es die meisten beim Tretbootfahren angehen. Immer wieder kamen neue Schüler miteinander ins Gespräch, alle haben sich gut verstanden und genossen das herrliche Wetter. „Es waren ideale Voraussetzungen für den Kennenlern-Ausflug“, fand nicht nur Sr. Jerke.


erstellt am 07.10.2014


Jugend-Hilft-Preis für vier Zinzendorfschülerinnen

Die vier Zinzendorfschülerinnen Alicia (10Ra), Angelina (8b), Rosalie (6b) und Amelie (6R) wurden in der vergangenen Woche in Berlin von der Organisation „children for a better world“  mit dem Jugend-Hilft-Preis ausgezeichnet. Damit wird die Eigeninitiative der vier Cousinen Angelina und Rosalie Limberger sowie Alicia und Amelie Ackermann aus Donaueschingen ausgezeichnet, die sich mit Konzerten ihrer Band "11Wie Du" gegen Kinderarmut im In- und Ausland einsetzen.

Über das Musikprojekt hinaus initiieren die jungen Mädchen verschiedene Aktionen und sind bereits seit 2008 als UNICEF-Juniorbotschafter aktiv. Zusammen mit den anderen Preisträgern durften sie in Berlin an einem fünftägigen Jugend-Hilft-Camp teilnehmen, wo ihnen mit Hilfe von Mentoren und Profis projektrelevante Kompetenzen vermittelt wurden.

Die vier Cousinen aus Donaueschingen setzen sich für Kinder in Not ein. Mit Fundraising und Benefizaktionen sammeln die zehn- und vierzehnjährigen Mädchen Spenden und machen auf die Thematik aufmerksam, unter anderem mit einer Benefiztournee ihrer Band.

Carmen Limberger


erstellt am 01.10.2014


Großer Andrang bei Typisierung - rund 80 Helferinnen und Helfer im Einsatz

Die Registrierungsaktion, mit der am Sonntag ein Stammzell-Spender für den an Leukämie erkrankten Nils Zander und andere Betroffene gesucht wurde, war ein großer Erfolg. Den ganzen Nachmittag über nutzen Menschen nicht nur aus Königsfeld das schöne Wetter, um ihren Sonntagsausflug mit einer guten Tat zu verbinden.

Rund 80 engagierte Ehrenamtliche halfen dabei, dass alles reibungslos über die Bühne ging, die meisten von ihnen Mitarbeiter aus allen Bereichen der Zinzendorfschulen. Auch Schülerinnen und Schüler zeigten sich solidarisch, viele servierten Kaffee und Kuchen an die potenziellen Stammzell-Spender und sorgten dafür, dass die benutzen Teller abgeräumt wurden oder machten sich in sonstiger Weise nützlich.

Auch im Unterricht war das Thema immer wieder aufgegriffen worden. "Die Schüler hatten über die Stammzell-Spende so angeregt diskutiert, dass nach dem Ende der Schulstunde keiner aufgestanden war", erinnert sich der Schulpfarrer Christoph Fischer.


erstellt am 29.09.2014


Abenteuer auf der Alb

Für die Klassen 9a und 9b begann die erste Schulwoche mit einem erlebnisreichen Ausflug nach Tieringen. Unter der Begleitung von Br. Bick, Br. Pletz, Sr. Ruhle und Br. Alexander Giesel verbrachten die Schüler und Schülerinnen fünf gemeinsam Tage im Feriendorf auf der Schwäbischen Alb mit spannenden Aktivitäten des Malamute Travel & Outdoor Service.

Bei hervorragendem Wetter erwartete die Schüler und Schülerinnen viel Bewegung an der frischen Luft, Grenzerfahrungen und vor allem: Abenteuer in Eigenregie. Gleich zu Beginn wagten sie sich mit verbundenen Augen, durch die helfende Hand ihres Teampartners gestützt, über den 900m langen Barfußpfad, der Sand, Kies, Glasscherben und Wasser für sie bereit hielt.

Abenteuerlich weiter ging es auch auf dem Kletterparcours in 10 m Höhe durch den Wald, der ebenfalls vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schülern und Schülerinnen verlangte, die sich gegenseitig sichern mussten. Abgesehen von der hervorragenden Zusammenarbeit, die alle ein bisschen näher zusammengeführt hat, hat es Schülern wie Lehrern großen Spaß gemacht.

Nach diesem kräftezehrenden Erlebnis kam auch das gemeinsame Kochen gerade recht. Am selbst entfachten Lagerfeuer – natürlich ganz im Stil unseres naturverbundenen Abenteuers ohne Grillanzünder! - wurde mit Grillkäse, Würstchen und Suppe für das leibliche Wohl gesorgt. Doch wer hier schon an eine ausgiebige Pause dachte, hatte weit gefehlt.

Nach der Stärkung erforderte das Bogenschießen volle Konzentration. Auf der Pirsch mit Pfeil und Bogen sahen sich die Strohsäcke einem wahren Pfeilhagel der Schüler und Schülerinnen ausgesetzt. Selbst kleinere Verletzungen konnten die tapferen Schüler und Schülerinnen nicht davon abhalten, ihr Ziel mit unerbittlicher Selbstdisziplin zu verfolgen. Ein großartiges Erlebnis!

Am nächsten Tag erwartete die Schülerinnen und Schüler dann eine GPS-Tour – eine Art Schnitzeljagd durch den Wald, bei der sie mithilfe ihrer Navigationssysteme Aufgaben in ihren Teams lösen mussten. Durch den Wettkampfgeist angespornt, hatten natürlich alle den Anspruch als erstes Team mit den richtigen Antworten auf ihren Zetteln das Ziel zu erreichen.

Der letzte Tag begann mit einer Wanderung zum Stausee nach Oberdigisheim. Dieser ist allein aufgrund seiner malerischen Lage am Rande des Waldes einen Ausflug wert, denn er kann sogar als Badesee genutzt werden. Die Aufgabe der Schüler und Schülerinnen lautete: Welches Team baut das tragfähigste Floß und schafft den Endspurt zur Badeinsel im See? Erstaunlicherweise schwamm tatsächlich jedes Floß und schaffte es zur rettenden Insel. Für alle ein gelungener Abschluss eines abenteuerlichen Starts in den Schulalltag.

Die gemeinsamen Aktivitäten haben die Klassengemeinschaft gestärkt, verriet eine Schülerin der Klasse 9a. Für die Schülerinnen und Schüler waren die Tage in Tieringen ein tolles Erlebnis.

Sr. Ruhle


erstellt am 24.09.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen