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Absolventen segeln gut gerüstet in die Zukunft

So manche Klippe haben sie während ihrer Schulzeit sicher umschifft. Segeln die Absolventen der beruflichen Zinzendorfschulen nun „sorglos in die Zukunft“ wie das Motto ihres Abschiedsgottesdienstes als Frage formuliert lautete? Auf jeden Fall brechen sie auf zu neuen Ufern und „dabei sorglos können sie sein, wenn zuvor sorgsam gearbeitet wurde“, wie der Schulpfarrer Br. Fischer betonte.

Alle am Gottesdienst beteiligten hatten sich an das maritime Motto angepasst. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Klasse 2BKSP1, die traditionell den Gottesdienst für die Absolventen ausrichtet, hatten kleine bunte Papierschiffchen als Andenken an diesen besonderen Tag verteilt.

Ein antiquarisches Faltboot mit Mast und einem Segel mit Herrnhuter Emblem schmückte den Kirchensaal und der Schulleiter Br. Wittmann begrüßte als „Kapitän der Crew“ die „Mitreisenden der MS Zinzendorf“. „Das Schulwerk konnte eure Kindheit und Jugend ein wenig verlängern“, sagte er, „die Zinzendorfschulen haben euch in den vergangenen Jahren Struktur, ein Ziel, Lob und Anerkennung gegeben.“ Er wünschte den Absolventen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung, der Berufsfachschule Wirtschaft sowie den Erziehern Gottvertrauen, Neugier, Selbstvertrauen und Mut.

Unter ihnen hatten sich einige mit ihren guten Leistungen besonders hervorgetan. An der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung legte Sonja Hilser die beste Abschlussprüfung ab, an der Berufsfachschule Wirtschaft ging diese Auszeichnung an Antonia Himmelsbach.

Unter den Absolventen der Fachschule für Sozialpädagogik wurden mehrere Preise verliehen: Als Jahrgangsbeste beendete Birgit Müller ihre Erzieherausbildung, den Schulsprecherpreis bekam Lisa Zimmermann für das „nette und immer engagierte Miteinander als Klassensprecherin und Schulsprecherin“, wie es in der Laudatio hieß. „Sie brachte sich immer engagiert ein, auch wenn sie damit einen beschwerlichen Weg vor sich hatte und gab es einmal keinen Ansprechpartner für lästige Aufgaben in der Klasse, reagierte sie immer mit einem `OK Schwester, ich mach’s!´“

Der Preis der Vereins der Freunde und Förderer wurde an zwei Schülerinnen vergeben: Carina Käfer und Katrin Winker zeichneten sich durch sehr gute Leistungen in der sozialpädagogischen Praxis aus. Mit 1,25 den gleichen Notenschnitt wie die Jahrgangsbeste erlangte Daniela Beringhoff, der die Amos-Comenius-Medaille verliehen wurde. „Die Wahl ihrer Worte ist immer empathisch und sie wirkt verbindend innerhalb der Klasse“, war dafür eine der zahlreichen Begründungen in der Laudatio.


erstellt am 26.07.2014


Projekttage mit bleibendem Wert

Es wird gehämmert und gebastelt, gewerkelt, gebuddelt und gemalt: Bei den Projekttagen sind etliche Schülergruppen aktiv, um ihre Schule und den Campus zum großen Schulfest am kommenden Dienstag noch weiter herauszuputzen. Auf dem Schulhof bastelt eine große Gruppe an hängenden Gärten, eine andere  jätet die vielen Beete und hält den Schulgarten in Schuss.

Im Jan-Hus-Haus entsteht gerade ein Projekt, an dem noch viele Jahrgänge ihre Freude haben werden: Die eher tristen Lichtschächte vor dem Erdkunderaum werden mit der Entstehungsgeschichte der Erde in leuchtenden Farben verschönert. Vom Urknall über die Zeit der Dinosaurier bis hin zu urbanen Szenen im Stil von James Rizzi sind die Bilder thematisch gegliedert, davor werden dreidimensionale Plastiken wie etwa Dinosaurier aus Pappmaché zu sehen sein.

Papierschöpfen und Tanzprojekte, Zaubern und Jonglieren, Sport in jeglicher Form vom Tanzen über Inline-Skaten bis zum Wasserspringen, Kanufahren, Schnuppergolf und Schach um nur einige Projekte zu nennen – die Lehrer haben sich wieder jede Menge Angebote ausgedacht, die von den Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen begeistert aufgenommen wurden.

Beim Schulfest haben dann alle Gelegenheit, die Projekte der anderen Gruppen zu bewundern. Wir dürfen gespannt sein!


erstellt am 25.07.2014


Fortbildung für gesunde Kinderernährung

Wie kürzlich eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung ergab, sind die Mahlzeiten in Kindertagesstätten oft ungesund. Damit die Erzieherinnen und Erzieher wissen, worauf es bei der Ernährung der Jüngsten ankommt, bieten die Zinzendorfschulen schon seit Jahren immer wieder Fortbildungen für Bewusste Kinderernährung (BeKi) an. Die BeKi-Fachfrau Edith Kirner erklärte in den Klassen BKSP1a und BKSP1b des zweijährigen  Berufskollegs für Sozialpädagogik, worauf sie achten müssen.

Dabei geht es nicht nur darum, den Kindern etwas zu kochen und vorzusetzen, sondern sie auch zum Mitmachen anzuleiten – und zwar unfallfrei. Der richtige Umgang mit Messern und Schälern will dabei ebenso gelernt sein wie die Ernährungsstandards. Deshalb waren die Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich in Theorie und Praxis abwechselten.

Das gemeinsame Ausprobieren sowie die Verknüpfung von Theorie und Praxis hat den angehenden Erziehern besonders gut gefallen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, schrieb eine Schülerin in dem Fragebogen, den anschließend alle ausfüllen mussten. „Ich fühle mich bei der Ernährung von Kindern jetzt sicher und weiß, worauf es ankommt.“


erstellt am 22.07.2014


Kameramann Hermann Schlenker in der 7b

Island, Grönland, Afghanistan, Südamerika… - der Kameramann Hermann Schlenker bereiste im Auftrag von WDR, BBC London und IWF (Institut für den wissenschaftlichen Film) sehr viele Länder. In der vergangenen Woche besuchte er die Klasse 7b des Zinzendorfgymnasiums und gab den Schülerinnen und Schülern zuerst einen Einblick in seine Arbeit. Er stellte die Wichtigkeit des Tropischen Regenwaldes für unser Klima dar und fragte die Schüler:“Warum machen die Menschen ihre eigene Welt kaputt?“ Schnell schlossen die Schüler auf die allgegenwärtige Geldgier.

In einem 1960 gedrehten Film mit Originaltönen aber ohne deutschsprachigen Sprecher konnte Hermann Schlenker die Schüler in eine komplett verschwundene Welt mitnehmen. Der Kameramann erklärte live, was im Film zu sehen war. Zusammen mit dem Film-Team hatte er in diesem Film das Dorf Amadahuna am Oberlauf des Flusses Rio Padamo in Venezuela besucht, wo das Volk der Makiritare wohnt.

Kein Schüler konnte sich ein Leben vorstellen, in dem keinerlei Müll produziert wird, kein Verpackungsmaterial benötigt wird und die Menschen einfach immer etwas zu essen im Wald finden. Beispielweise wurde eine Boa Konstriktor besiegt und sofort auf dem Feuer gebraten.

Als Hauptnahrungsmittel dient den Dorfbewohnern Maniok, aus dem aber in großem Aufwand die Blausäure entfernt werden muss, bevor aus dem Maniokmehl eine Art Fladenbrot gebacken wird.

Besonders eindrucksvoll war die Herstellung der Blasrohre und Pfeile, deren Spitzen mit Curare, einem Nervengift bestrichen wurden. Danach ahmten die Dorfbewohner die Tierlaute täuschend echt nach, Die Tiere wurden dadurch angelockt und fanden den sicheren Tod. „Kann man das dann essen…?“, so die ungläubige Frage der Schüler. „Ja sicher, man darf nur an den Lippen oder im Mund keine Wunde haben“, erklärte Schlenker.

Das Vertrauen der Urbevölkerung zu erlangen ist dem Kamerateam gut gelungen. Die heimliche Währung waren winzige Glasperlen, aus denen die Dorfbewohner Schmuck herstellten und ihre Kleidung  verzierte. Für einen Tag Mitarbeit für den Film bekamen sie einen Esslöffel Perlen.

Nach zwei sehr kurzweiligen Stunden sahen die Schüler dieses Thema mit anderen Augen und bedankten sich mit einer selbstgebastelten Karte und begeistertem Applaus.

Susanne Jehle


erstellt am 21.07.2014


Fünftklässler bestaunen Schmetterlinge und Elefanten

Jede Menge große und kleine Tiere bekamen die 5. Klassen des Gymnasiums in der Stuttgarter Wilhelma zu sehen. Die Anregung der Biologielehrer Sr. Küstermann und Br. Dorn nahmen die Klassenlehrer Br. Hering, Sr. Vogt und Sr. Kyburz gerne auf, denn so konnten sie mit ihren Klassen am Ende des Schuljahres noch gemeinsam etwas unternehmen. Zwei Schülerinnen aus der 5c berichten über den Ausflug:

„Die Klasse 5c hat am 14. Juli einen Ausflug nach Stuttgart in die Wilhelma gemacht. Wir machten in Gruppen eine Rallye (die Wilhelma-Safari) und sahen viele Tiere, z.B. Affen, Fische, Elefanten Tiger und noch viele andere. Manche waren auch im Insektenhaus, da gab es schöne  große Schmetterlinge und Flugfüchse, die aussahen wie Fledermäuse und an einem Baum hängend kopfüber schliefen.

Viele waren bei der Fütterung der Krokodile, die nur einmal in der Woche ein Huhn zu fressen bekommen.  Auch die Seelöwen wurden gefüttert und haben Tricks vorgeführt. Am Schluss konnten alle noch die Tiere anschauen, die sie wollten. Danach konnten sich alle etwas im Wilhelma-Shop kaufen, bevor wir dann zum Bus laufen mussten und nach Hause fuhren. Der Ausflug war sehr schön und witzig.“

Lara Schulze und Noemi Lai


erstellt am 21.07.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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