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Bienvenue! Austauschschüler aus St. Charmond an den Zinzendorfschulen

Was für eine Wiedersehensfreude: Nachdem im Herbst eine Gruppe Zinzendorfschüler in das 40 Kilometer südlich von Lyon gelegene St. Charmond gereist war, sind zurzeit ihre Austauschpartner im Schwarzwald. Wie die Zinzendorfschulen ist auch die Partnerschule, das Collège Sainte Marie, in christlicher Trägerschaft.

Die 20 Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren haben ein volles Programm: Morgens begleiten sie ihre Gastgeber aus der 8a, der 10 b und c sowie den 9. Klassen des Zinzendorfgymnasiums in den Unterricht oder arbeiten unter der Leitung ihrer begleitenden Lehrer Detlef Brüers und Anne Viricel an verschiedenen Projekten.

Nachmittags sind sie mit den Königsfelder Austauschschülern unterwegs. Mal ging es gemeinsam ins Kino, mal nach Triberg zum Klettern, wobei weder der strömende Regen noch die Herausforderung der fremden Sprache die gute Laune störten.

Am Donnerstag hatten alle gemeinsam das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart besucht und sich anschließend schwäbische Spezialitäten wie Maultaschen und Spätzle schmecken lassen. "Der Schüleraustausch dient nicht nur der Verbesserung der Sprachkenntnisse, sondern auch der deutsch-französischen Freundschaft und ist ein Beitrag zu einem starken Europa", meint Sr. Maurer, die gemeinsam mit Br. Bick den Schüleraustausch betreut.


erstellt am 08.05.2017


Zeitzeugen berichten von ihrer Schulzeit während des Zweiten Weltkriegs

Geschichte mal nicht aus Büchern und Filmen, sondern aus erster Hand durften die beiden Geschichtskurse der Klasse ZG1 des Zinzendorfgymnasiums erleben: Sechs Altschüler und eine Schülerin im Alter zwischen 87 und 90 Jahren erzählten anschaulich von ihrer Schulzeit in Königsfeld und ihren Erlebnissen während des Zweiten Weltkrieges. Sie waren damals genauso alt wie die Gymnasiasten, zu denen sie sprachen.

Teilweise waren sie von ihren Familien nach Königsfeld geschickt worden, um aus der Reichweite der „150-Prozentigen“ zu sein. „Auch meine Großmutter hat finanziell dazu beigetragen, dass ich in den Schwarzwald kommen konnte“, erinnert sich Gottfried Reichel.

Um die christliche Trägerschaft der damaligen Knabenanstalt zu verschleiern, wurde ein Schulträgerverein gegründet, berichtet Hans-Jürgen Kunick, der später lange Jahre Schulleiter an den Zinzendorfschulen war. „Man suchte und fand Nischen, in denen man überwintern konnte.“

Nils Gormsen, Initiator des jährlichen Treffens der Zeitzeugen, zog Parallelen zur ehemaligen DDR und heutigen Diktaturen. Schon damals wurden Dinge schöngeredet, Wörter missbraucht und ihre Bedeutung  ins Gegenteil verkehrt.  „Schutz“ zum Beispiel war eines dieser Wörter. „Die Juden seien in ‚Schutzhaft‘ genommen wurden, wurde uns gesagt“, erinnerte sich ein anderer der Altschüler.

Der Lehrplan während der NS-Zeit war dem Regime angepasst. Sport galt als Hauptfach, mit dem schlechte Leistungen zum Beispiel in Latein ausgeglichen werden konnten. Über Politik wurde kaum gesprochen, in Geschichte ging es nur um Germanen, die Ägypter oder Römer beispielsweise kamen gar nicht vor. Das änderte sich nach dem Krieg. Zwar wurde auch da die Politik ausgeklammert, aber in Geschichte standen auf einmal Cäsar und Cleopatra auf dem Lehrplan.

Die Altschüler berichteten auch von ihrer Kriegsgefangenschaft, die ganz unterschiedlich erlebt haben. Während Nils Gormsen in Frankreich als Dolmetscher bei einem englischen Radiosender nicht viel auszustehen hatte, kam Günter Siegfried so geschwächt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück ins Internat nach Königsfeld, dass er es kaum die Treppe herauf schaffte. Das Essen, das in der Nachkriegszeit zur Verfügung stand, half nicht wirklich, wieder zu Kräften zu kommen. „Runkelrüben hat es gegeben“, erinnerten sie sich, „und zum Frühstück wurden Kartoffeln in kochendes Wasser gerieben.“

Die Zeitzeugen gaben den jungen Menschen mit auf den Weg, wachsam zu sein und sich nicht vereinnahmen zu lassen. In Deutschland herrsche seit mehr als 70 Jahren Frieden, weil sich das demokratische System bewährt habe. »Dafür gibt es einfach keine Alternative – auch wenn das immer wieder behauptet wird.“


erstellt am 08.05.2017


Marco Tauser jetzt Schülermentor Sport

Die Leichtathletik-AG an den Zinzendorfschulen, die seit Jahren von dem mittlerweile pensionierten Sportlehrer Br. Giesel geleitet wird, kann künftig auch von einem Schüler trainiert werden: Marco Tauser aus der 9W konnte einen der begehrten Ausbildungsplätze zum Schülermentor Sport ergattern und hat die sechstägige intensive Schulung in Karlsruhe mit Bravour bestanden. "Da hatten wir ganz hervorragende Trainingsmöglichkeiten", berichtet der ehemalige Leistungsschwimmer, der verletzungsbedingt aus dem Schwimmkader aussteigen musste. Nun kann er seine Mitschüler in der Sparte Leichtathletik anleiten.

"Wir haben unter anderem gelernt, wie man Kindern Freude an der Bewegung vermitteln kann, wie man Trainingspläne schreibt und Erste Hilfe leistet." 470 Schülerinnen und Schüler wollten in der Sparte Leichtathletik an der vom freien Sport (LSV) und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport geförderten Ausbildung zum Schülermentor Sport teilnehmen, 20 von ihnen durften für zwei mal drei Tage zum Lehrgang fahren.

"Wir haben jeden Tag acht Stunden trainiert und anschließend drei Stunden Theorie gelernt." Als Abschlussprüfung mussten die Teilnehmer jeweils zu zweit die anderen 18 angehenden Schülermentoren in einer Sparte anleiten. Während sich andere auf Disziplinen wie Kugelstoßen, Weit- oder Hochsprung spezialisierten, vermittelte Marco die Verbesserung der Lauftechnik. "Das haben wir auch immer wieder mit Bruder Giesel geübt." Als Sportmentor darf er nun die Gruppe leiten und auf Wettkämpfe vorbereiten.

"Die Leichtathletik-AG ist eine der zentralen AGs an unserer Schule", sagt der Abteilungsleiter von Realschule, Werkrealschule und Berufsfachschule, Br. Hertnagel. "Dass ein Schüler sie leitet, ist eine gute Sache, denn zum einen lernt er dadurch, Verantwortung zu übernehmen, zum anderen hat er einen guten Zugang zu seinen Mitschülern und ist in gewisser Weise auch Vorbild.

Derzeit treffen sich elf Schülerinnen und Schüler jeden Dienstag zwischen 17 und 19 Uhr, je nach Wetter auf dem Sportplatz oder in der Sporthalle der Grundschule zur Leichtathletik-AG. "Bei Bedarf können wir aber auch öfter trainieren", sagt Marco Tauser, der nichts dagegen hätte, wenn noch mehr Schülerinnen und Schüler in die AG kämen. Sein Traum ist es ohnehin, später einmal Sportlehrer zu werden und so kann er schon während seiner Schulzeit Erfahrungen sammeln.


erstellt am 05.05.2017


Jugend- und Heimerzieher lernen Musikalisch-kreatives Gestalten

Selbstständiges Arbeiten ist im Berufsleben wichtig, daher wird dieser Punkt auch an der Fachschule für Sozialwesen regelmäßig geübt. In drei spannenden Projekten konnten die angehenden Jugend- und Heimerzieher der Klasse 2BKSW2  im Fach Musikalisch-kreatives Gestalten jetzt ihren Ideenreichtum, ihre Teamfähigkeit und ihre Selbstständigkeit beweisen.

Ein Team hatte sich für einen Gitarrenworkshop entschieden. Arne Busch, der sich in Königsfeld zum Jugend- und Heimerzieher ausbilden lässt, gab sechs Mitschülern einen ersten Eindruck von dem Zupfinstrument. Sie lernten, wie eine Gitarre aufgebaut ist, wie man sie hält und stimmt, bevor es an die Akkorde, Rhythmen, Schlag- und Zupftechniken ging. „In den Einrichtungen, in denen die Jugend- und Heimerzieher später einmal arbeiten werden, arbeitet kaum jemand, der Gitarre spielen kann“, sagt Sr. Grässlin. Dabei kann gerade dieses Instrument im späteren Beruf sehr nützlich sein.

Zwei andere Gruppen haben sich Video-Projekte vorgenommen: Während das eine Team das Musikvideo zu Jason Derulos „Kiss the Sky“ neu interpretierte und auf das Oktoberfest verlegte, wurden beim für das Projekt „Songs in Real Life“ alltägliche Situationen aufgezeichnet und mit der passenden Musik unterlegt.

Die Ergebnisse dieser Projekte werden den Anleitern der verschiedenen Einrichtungen präsentiert, in denen die Zinzendorfschüler nach dem schulischen Teil der Ausbildung die ein berufspraktisches Jahr absolvieren müssen, bevor sie sich staatlich anerkannte Jugend- und Heimerzieher nennen dürfen.


erstellt am 02.05.2017


Neue 3-D-Zielscheibe für die Bogenschießen-AG

Drachen bekämpfen können jetzt die Schülerinnen und Schüler in der Bogenschießen-AG, denn die Eltervertretung hat ihnen pünktlich zum Start in die neue Saison ein tolles Geschenk gemacht: Die Bogenschützen freuen sich über eine grimmig dreinschauendes Fabelwesen, das ihre Sammlung an dreidimensionalen Zielscheiben bereichert.


erstellt am 28.04.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen