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25 Realschulabsolventen verabschiedet

Mit einem feierlichen Gottesdienst haben die Zinzendorfschulen ihre Realschulabsolventen verabschiedet. Das Motto, das sich die 25 Schülerinnen und Schüler gewählt haben, lautete „Mensch – wohin!? Als wenn es nur für heute wär!“  Zu dem Song „Feuerwerk“ von Wincent Weiss zogen sie in den Kirchensaal ein und verbreiteten eine Leichtigkeit und Freude über die bestandene Mittlere Reife, als würden sie nie aufhören wollen zu feiern. Aber sie machten auch deutlich, dass sie sich durchaus der verschiedenen Problematiken dieser Welt bewusst sind, sei es in einem kurzen szenischen Anspiel, bei der Wahl der Lieder oder in der Ansprache des Schulpfarrers Br. Fischer.

Dieser zitierte aus den Gedanken, die sich die Klasse im Laufe des Schuljahres gemacht hatte. Darin ging es um Umweltverschmutzung, Krieg und anderes Leid auf der Welt. „Man kann sicher nicht als einzelne Person an Kriegen oder an Meinungsverschiedenheiten zwischen Ländern etwas ändern, aber es ist sicher schon mal ein Anfang, wenn man (…) nicht einfach wegschaut“, hieß es da. An anderer Stelle wurden die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft und das Streben nach materiellem Reichtum bemängelt.  

„Den Stress vergessen, jeden Tag genießen und auf keinen Fall etwas auslassen… Das Lebensziel hört sich verlockend an“, meinte der Realschulleiter Br. Hertnagel, „und auf jeden Fall wäre es schön, wenn ihr es schaffen könntet, jeden Moment des Lebens so bewusst voller Lebensfreude zu begehen.“ Das Biertischgespräch in dem kurzen szenischen Anspiel sei da aber gar nicht mehr eindeutig. Hier standen sich verschiedene Positionen gegenüber: Feiern oder Grübeln und sich anstrengen?

„Mich beruhigt es, dass ihr diese Lebensfrage hier an dieser Stelle aufgeworfen habt“, sagte Br. Hertnagel. „Wenn wir als Schule es geschafft haben, dass ihr euch über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Lebensgestaltung Gedanken macht, dann haben wir einen wichtigen Schritt erreicht.“ Er wünschte den Absolventen, dass sie eine gute Mischung finden. „Eine Mischung, in der ihr der Welt nachdenklich begegnet und trotzdem der Lebensfreude Raum lasst.

Von den 25 Absolventen der Realschule haben sich einige besonders hervorgetan und wurden mit Preisen ausgezeichnet: Timo Neizert bekam den Preis für die beste Jahresleistung und den Technikpreis vom Bildungspartner EGT. Außerdem teilte er sich mit Letizia Galasso den Sozialpreis des Elternbeirats. Der Musikpreis ging an Lukas Schäfer (Blasorchester), Ronja Kwiasowski (Chor) und Anna-Celina Marterer (Orchester).

 

Die Absolventen der 10R:

Tim Berger, Königsfeld; Leon Böttle, Bad Boll; Jan Cattoretti, München; Sarah Eiswirth, Königsfeld; Letizia Galasso, St. Georgen; Joel Günter, Niedereschach; Linh Hartfiel, Niedereschach; Nico Heinzelmann, Königsfeld; Chiara Kohler, Königsfeld; Ronja Kwiasowski, Königsfeld; Samuel Lewkowicz, Freiburg; Anna-Celina Marterer, Riefensberg; Timo Neizert, Niedereschach; Luca Rapp, Königsfeld; Madleen Rapp, Königsfeld; Görkem Sahin, Königsfeld; Lukas Schäfer, Königsfeld; Robin Schmidt, St. Georgen; Jana Schnurr, Königsfeld; Sebastian Schulte im Walde, Königsfeld; Jannik Schulze, Villingen-Schwenningen; Hannah Starke, Königsfeld; Tabea Thämmig, Königsfeld; Ellen Thoma, Königsfeld; Robin Wiedmann, Geisingen.


erstellt am 30.06.2017


Kolosseum und Katakomben, Petersdom und Pantheon

Die Ewige Stadt haben die Klassen 10R und 10W zum Ziel ihrer Abschlussfahrt gewählt. Bei glühender Hitze standen viele Sehenswürdigkeiten und Museen, darunter Kolosseum und Katakomben, Petersdom und Pantheon, auf dem Plan, aber auch das Dolce Vita kam nicht zu kurz – schließlich schmeckt das Gelato umso besser, je wärmer es ist.
Begleitet von Br. Beller, der ihnen mit seinem schier unerschöpflichen Wissen das alte Rom und seine Geschichte nahe brachte, sowie Sr. Helms und Br. Giesel verbrachten die Schülerinnen und Schüler eine unvergessliche Woche in Italien. Lee-Ann Scarinci und Letizia Galasso haben einen Bericht darüber geschrieben.


erstellt am 29.06.2017


TOP SE - Einsatz im Zeichen der Nächstenliebe

"Für uns als religiöse Menschen steht die Frage im Mittelpunkt, wie wir füreinander da sein können“, meint Schulpfarrer Br. Fischer, weshalb dem Themenorientierten Projekt Soziales Engagement (TOP SE), das in Baden-Württemberg in den Lehrplänen der Realschule verankert ist, an den Zinzendorfschulen seit jeher ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird.

So waren auch in diesem Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8R und 8W über mehrere Wochen eifrig bei der guten Sache. Die meisten haben sich für einen Einsatz in einem der umliegenden Kindergärten entschieden. Da haben sie sehr schnell gelernt, wie anstrengend aber auch erfüllend diese Tätigkeit sein kann. Über den hohen Lärmpegel waren sie erstaunt und freuten sich, wenn die Kleinkinder auf sie zukamen und sie zum Spiel aufforderten. Da waren auch gestandene Jungs nicht zu verlegen, sich auf Wunsch mit Puppen zu beschäftigen oder im Sandkasten zu buddeln.

Fabian, der in Brigachtal in der Kita half, schlichtete Streitereien unter Kindern und achtete darauf, dass beim Fußballspiel keiner von einem Ball getroffen wurde. Sein Mitschüler Nico, der in Schabenhausen unter anderem einen Waldtag begleitete, machte die Erfahrung, dass kleine Kinder gar nicht viele Spielsachen brauchen, um Spaß zu haben.

Andere Schülerinnen und Schüler machten sich in Einrichtungen der Altenpflege nützlich, andere widmeten sich der direkten Nachbarschaftshilfe, indem sie etwa für eine verwitwete Nachbarin den Rasen mähten oder die Hecke schnitten. Unterm Strich waren die Arbeitseinsätze, die die Schülerinnen und Schüler auch dokumentieren mussten, für alle ein wichtiger Impuls.

Zum Abschluss des TOP SE waren Eltern und Mitarbeiter der Einrichtungen, in denen sich die Zinzendorfschüler engagierten, eingeladen. Moderiert von den Religionslehrern Br. Luz und Br. Färber berichteten die Achtklässler von ihrem Engagement, bevor sich alle gemeinsam am Buffet und Grill stärkten.


erstellt am 29.06.2017


LuT-Kurs zeigt "Die Acht Frauen"

Seine Schwiegermutter ist geizig, die Schwägerin geht ihm tierisch auf die Nerven, seine Frau betrügt ihm, die Tochter ist schwanger, alle liegen ihm auf der Tasche, er ist pleite ist und  wird zu allem Überfluss auch noch erdolcht – oder doch nicht? In der Krimikomödie „Die acht Frauen“ von Robert Thomas, die der Literatur- und Theaterkurs der Zinzendorfgymnasien im Haus des Gastes auf die Bühne brachte, muss der Totgeglaubte schreckliche Dinge erfahren – die ihn zu guter Letzt dann doch dazu bewegen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.

„Wir haben dieses Stück gewählt, weil in diesem Kurs fast ausschließlich Schülerinnen waren und die Auswahl an passenden Theaterstücken nicht sehr groß ist“, sagte der Regisseur und Theaterpädagoge Br. Knieß, bevor sich der Vorhang hob. Daher entschied sich der einzige junge Mann in dem Kurs, Jonas Buchholz, auch dafür, die Bühne ganz seinen Mitschülerinnen zu überlassen und sich der Technik zu widmen, die er souverän beherrschte.

Die Schülerinnen agierten gekonnt und überzeugend, sei es in der Rolle der spielsüchtigen Haushälterin (Eurona Jakupi), des koketten Hausmädchens Louise (Hanna Dufner), der geizigen, trinkenden Mamy (Annabelle Mayenberger), der untreuen Gattin Gaby (am Premierenabend Marie-Christin Kilzer), der hypochondrischen Augustine (am Premierenabend Lorine Herzog), der neunmalklugen Catherine (Lisa Fritschi), der schwangeren Susanne (am Premierenabend Moira Losch) oder der verstoßenen Pirette (Alina Broghammer). Sie alle füllten ihre Rollen, die von den von Bernadette Grässlin geschickt gewählten Kostümen und von Ute Schick gekonnt aufgetragenen Masken zusätzlich treffend gezeichnet waren, mit einer Leichtigkeit aus, die es mit so manchem Amateurtheater aufnehmen kann.  

„Umfassende Darstellungs- und Improvisationsfähigkeit, Selbstbewusstheit und Spielfreude“ sind laut Br. Knieß einige der Ziele des Literatur- und Theaterkurses, der sich aus Absolventen der allgemeinbildenden und der beruflichen Gymnasien zusammensetzt und an den Zinzendorfschulen die Möglichkeit bietet, in dem Fach eine Abiturprüfung abzulegen. Im Haus des Gastes haben die Schülerinnen öffentlich unter kräftigem Applaus bewiesen, dass sie diese Ziele spielend erreicht haben.

 

 


erstellt am 28.06.2017


Klavierschüler zeigen ihr Können

Zum jährlichen Vorspiel der Klavierschüler von Sr. Grässlin haben sich Eltern, Lehrer, Mitschüler und Erzieher im Speisesaal versammelt und was ihnen geboten wurde, konnte sich durchaus hören lassen. Angepasst an ihr jeweiliges Level hatten sich die Schülerinnen und Schüler, die die Zeit im Internat nutzen, um nebenbei das Spiel mit den schwarzen und weißen Tasten zu erlernen, ein breites Spektrum von Kinderliedern über Mozarts „Kleine Nachtmusik“ bis hin zu Werken des chinesischen Komponisten Jianzhong Wang und des angesagten Starkomponisten Ludovico Einaudi einstudiert.
„Gerade für die jüngeren Schüler ist das Klavier kein einfaches Instrument, unter anderem, weil für jede Hand ein anderer Notenschlüssel gilt.“ Das sei aber gut für die Synapsenbildung und habe somit einen positiven Nebeneffekt auf das Lernen.
 Während der Klaviernachwuchs noch hochkonzentriert auf die Noten schaute, spielten die älteren Schüler teils auswendig sehr anspruchsvolle Melodien. Für einige von ihnen war dies das letzte Vorspiel in Königsfeld, denn sie haben ihre Abschlussprüfungen an den verschiedenen allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfschulen abgelegt und werden das Internat im Schwarzwald verlassen.


erstellt am 28.06.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen