Archiv

Jazzband begeistert bei Gipfel-Treffen in St. Georgen

Richtig ins Zeug gelegt hat sich die Jazz-Band wieder beim Jazz-Gipfel in St. Georgen, den sie zum zweiten - und sicher nicht letzten - Mal gemeinsam mit der Jazzcrew Bigband des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums im Theater im Deutschen Haus bestritten hat. Sowohl das Publikum als auch die Presse waren begeistert. Wer das Konzert verpasst hat, bekommt am 26. Juli beim Burgspektakel noch eine letzte Gelegenheit in diesem Schuljahr, die Combo um Br. Ziegler zu hören.


erstellt am 03.07.2014


Realschüler zeigen Soziales Engagement

Wertvolle Erfahrungen über das Leben durften die Schülerinnen und Schüler der beiden achten Klassen der Zinzendorf-Realschule in den vergangenen Monaten sammeln. Dem Themenorientierten Projekt Soziales Engagement (TOP SE), das fest im baden-württembergischen Lehrplan verankert ist, dessen Gestaltung jedoch den Schulen überlassen ist, wird an den Zinzendorfschulen traditionell viel Zeit eingeräumt. Mindestens elf Stunden lang müssen sich die Schülerinnen und Schüler innerhalb von drei Monaten in einem Sozialpraktikum eigener Wahl engagieren, ihre Einsätze protokollieren und am Ende des Praktikums dieses ihren Mitschülern, Lehrern und Praktikumsgebern vorstellen. Viele der Achtklässler engagierten sich freiwillig weit über das geforderte Maß hinaus.

Die meisten haben ihr Sozialpraktikum in einem Alten- und Pflegeheim oder in einer Kindertagesstätte geleistet. Sie zeigten sich berührt von den Erfahrungen, die sie dort sammeln konnten, wie Alte und Junge im Laufe der Zeit zu ihnen Vertrauen fassten und man ihnen mit der Zeit auch ein großes Maß an Verantwortung übertrug. Viele berichteten mit leuchtenden Augen von ihren Begegnungen, sei es mit kleinen Kindern, die im Sandkasten ihre Schuhe verbuddelten oder mit Senioren, die ihnen das Schachspiel beibrachten.

Die 14-jähige Maja Weißer hatte sich in ihrer Nachbarschaft einen Praktikumsplatz bei einer Familie mit drei Kindern gesucht. Kerstin Graf, die Mutter von Lilian (6), Hannah (7) und Helen (2) zögerte nicht, als Maja sie bat, ihre Kinder betreuen zu dürfen. „Die Kinder waren begeistert, denn sie kannten Maja schon vom Sportverein“, sagt sie. Anfangs sei sie immer in der Nähe gewesen, wenn die Schülerin mit ihren Töchtern spielte und bastelte, aber schon bald konnte sie sie guten Gewissens auch mal mit ihr alleine lassen. „Sie ist sehr verantwortungsbewusst und ich finde es erstaunlich, dass sie in ihrem Alter das so gut hinbekommen hat.“

Andere Schülerinnen und Schüler haben sich um behinderte Menschen in der Stiftung St. Franziskus gekümmert,  in einer Demenzgruppe der Diakonie geholfen oder mit Schlaganfallpatienten in einer Rehaklinik in Bad Dürrheim gearbeitet. „Zu unseren Vorgaben für das Sozialpraktikum gehörte unter anderem, dass es möglichst nicht mit Chauffeurdiensten der Eltern verbunden sein sollte“, erklärte der Schulpfarrer Br. Fischer.

Bei dem Sozialen Engagement gehe es auch um christliche Werte und dabei vor allem um Barmherzigkeit, so der Schulpfarrer und Religionslehrer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Br.Färber den Präsentationsnachmittag im Haus Katharina von Gersdorf moderierte. „Die Schüler lernen hierbei, genau hinzusehen und dass im Leben nicht immer alles einfach ist.“

Der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, hatte bei der Begrüßung der Gäste betont, dass die Zinzendorfschulen als kirchliche Schule großen Wert auf soziale Praktika legt. „Soziales Engagement ist gleichwertig mit tollen Leistungen im Sport, Naturwissenschaften oder Musik.“


erstellt am 02.07.2014


Üppiges Dessertbuffet in der Schulmensa

Mmmh, lecker! Darin waren sich alle einig, als in der Schulmensa heute ein üppiges Dessertbuffet kredenzt wurde. Der Küchenmeister und Patissier Raimund Karg war zu Gast in Königsfeld und zauberte fünf verschiedene Nachspeisen: Panna Colada, Schokoladen-Panna-Cotta mit Chili-Vanillesauce, orientalisch gewürzte Creme Caramel, Schokoladen-Mousse á la orange und Zitronen-Quark-Mousse auf marinierten Beeren.

„Ich bin hier als lebende Gebrauchsanweisung“, sagte gut gelaunte Patissier aus Nürnberg, der schon seit dem Vortag leckere Nachtische in großen Mengen produzierte.  Er arbeitet  für die Firma Nestlé und zeigte dem Küchenteam, wie sie die Basisprodukte aus dem Convenience-Bereich verfeinern können. Der Leiter der Küche der Zinzendorfschulen, Jens Bergmann, und seine Stellvertreterin Ulrike Neumaier assistierten ihm bei der Vorbereitung der 300 Nachtisch-Schälchen und nahmen dabei die eine oder andere Anregung mit.

Bei den Schülerinnen und Schülern kam das Buffet gut an, wobei bei der Verkostung unterschiedliche Strategien zu beobachten waren: Während viele der Jungs mühelos  gleich mehrere Nachtische verputzten, nahm bei den Mädchen jede ein anderes Dessert,  das sich dann alle Tischnachbarinnen teilten.


erstellt am 01.07.2014


Mal ernst mal heiter – angehende Erzieher präsentieren Bühnentechniken

Die Themen des Vortragsabends waren so unterschiedlich wie die Ausbildung zum Erzieher an den Zinzendorfschulen breitgefächert ist: Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik sowie des Berufskollegs für Praktikantinnen und Praktikanten haben ihren Lehrern, Eltern und Mitschülern präsentiert, was sie in den Wahlfächern Theaterpädagogik und Musizieren mit Kindern im laufenden Schuljahr gelernt haben.

 „In der theaterpädagogischen Arbeit geht es meist darum, eigene Themen anstelle von fertigen Stücken selbstständig zu dramatisieren“, erklärte der Theaterpädagoge Br. Knieß, unter dessen Anleitung die Schülerinnen und Schüler mit „Mike“ ein Stück über die Schwierigkeit des Loslassens entwickelt haben. Hier verunglückt ein Schüler tödlich, in der Klassengemeinschaft entsteht eine große Leere.

Besonders schwer ist es für seine Freundin Jessie. Für sie ist Mike nach wie vor präsent, sie spricht und telefoniert mit ihm, geht mit ihm ins Kino und plant sogar einen gemeinsamen Urlaub mit dem Verstorbenen. Ihre Freunde sind von diesem Verhalten sehr verunsichert und distanzieren sich. Sehr genau haben die angehenden Erzieher diese schwierige Situation, die jederzeit jeden treffen kann, analysiert und sehr berührend auf die Bühne gebracht.

Ein guter Ausgleich zu dem ernsten Thema war das heitere Rhythmical, das die andere Gruppe unter der Leitung von Sr. Grässlin entwickelt hatte und gleich im Anschluss zeigte. „Im Wahlfach Musizieren mit Kindern lernen die angehenden Erzieherinnen und Erzieher, sich Abläufe zu merken und zu organisieren, was sie für eine Aufführung benötigen -  von den Kostümen über die Requisiten bis zur Musik.“

Dass sie diese Techniken schon sehr gut beherrschten, zeigten die Schüler der beruflichen Zinzendorfschulen mit dem Stück „Die zertanzten Schuhe“, in dem die sechs tanzwütigen Prinzessinnen Nacht für Nacht jedes Paar Schuhe im Regal durchtanzen und damit das Königsreich Zandolan in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Selbst der hofeigene Schuster kommt mit seinen Reparaturen nicht gegen den Verschleiß der Fußbekleidung an. Der König ist „not amused“, Rettung naht erst, als eine der Prinzessinnen den Schuhmacher ehelicht und ihre Schwestern paketeweise Schuhe, die dieser herstellt, in die ganze Welt verkaufen. Um sie kaputt zu tanzen, bleibt ihnen dadurch keine Zeit mehr. So floriert das Königreich wieder und am Ende schreien sie vor Glück!


erstellt am 27.06.2014


Alltag mit Alzheimer: Was Schüler wissen sollten

Alltag mit Alzheimer: Eine Zeitung liegt im Kühlschrank, die Orangen zwischen den Pullovern im Schrank. Die Frau, noch keine 70 Jahre alt, erkennt ihr eigenes Spiegelbild nicht. Unter anderem mit Hilfe des eindrucksvollen Dokumentarfilms „Apfelsinen in Omas Kleiderschrank“, in dem ein 16-jähriger über das Zusammenleben mit seiner an Alzheimer-Demenz erkrankten Großmutter spricht, haben Claudia Gelbke und Charlotte Distler eine Doppelstunde zum Thema Demenz im Religionsunterricht der Klasse 10a des Zinzendorfgymnasiums gestaltet.

Die beiden Studentinnen der Hochschule Furtwangen gehören einem sechsköpfigen Projektteam „Demenz und Schule“ des Studiengangs Angewandte Gesundheitswissenschaften an. Ziel des Projektes in Kooperation mit dem Arbeitskreis Demenz, dem Gesundheitsnetzwerk und dem Landratsamt des Schwarzwald-Baar-Kreises ist, das Thema Demenz ins Bewusstsein der Schüler zu rücken. „In Deutschland leben derzeit bei 1,2 Millionen Demenzkranke“, sagt Claudia Gelbke, „schätzungsweise wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln.“

Die beiden Studentinnen erklärten den Zehntklässlern, was eine Demenzerkrankung von normaler Vergesslichkeit unterscheidet, wie man sie diagnostiziert und vor allem, wie man auf die betroffenen Menschen zugehen sollte.

„Demenzkranke stellen ja oft immer wieder dieselben Fragen, dabei muss man geduldig bleiben“, erklären sie. Auch wenn eine Frage schon zehn Mal gestellt wurde, sei es wichtig, eine Antwort zu geben, da dies dem Kranken Sicherheit vermittelt. „Wenn man dem Menschen sagt dass er diese Frage schon zehn Mal gestellt hat, dann bringt ihm das nichts, weil er es nicht weiß. Im Gegenteil, es frustriert ihn eventuell zieht er sich deshalb dann zurück.“

Für die Kommunikation mit Demenzkranken gibt es feste Regeln, die erste davon lautet, die Menschen direkt anzusprechen und Blickkontakt herzustellen, „auch, wenn es bis zu zwei Minuten dauert.“ Man muss in einfachen Sätzen sprechen und seine Worte mit Gesten unterstreichen. Ebenfalls wichtig sei es, in die Lebenswelt der Erkrankten einzutauchen. „Wir sind in einem Altersheim einer Frau begegnet, die dachte, sie sei noch immer auf ihrem Bauernhof“, berichtete Charlotte Distler. „Man muss dann auf sie eingehen und sie etwa fragen, wie viele und welche Kühe sie hat, anstatt ihr zu erklären, dass sie nun dort nicht mehr wohnt.“

Praktische Erfahrungen in der Begegnung mit Demenzkranken konnten die Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse der Zinzendorf-Realschule machen. Mit ihnen hatten die beiden Studentinnen vor einigen Wochen das Königsfelder Alten- und Pflegeheim Christoph-Blumhardt-Haus besucht und mit den Bewohnern Motorik und Erinnerungsvermögen trainiert. „Die Schüler waren sehr engagiert“, freute sich Claudia Gelbke. Der Schulpfarrer Br. Fischer prüft derzeit, wie das von den Studenten im Projekt „Demenz und Schule“  erarbeitete Material in den Unterricht eingebunden werden kann.

Auch die Zehntklässler hatten bereits das Christoph-Blumhardt-Haus besucht. Ihnen war sehr  bewusst, dass das Thema Demenz sie alle angeht. Einige berichten aus den Erfahrungen, die sie in ihrem Familienkreis gemacht haben, ein anderer bringt es auf den Punkt: „Das Thema ist nicht totzuschweigen.“


erstellt am 26.06.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen