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Sabrina Schrenk wurde zweifache Deutsche Meisterin im Kickboxen

An den Wänden ihres Zimmers ist bald kein Platz mehr vor lauter Urkunden, in den Regalen stehen die Pokale dicht an dicht und am vergangenen Wochenende sind noch zwei dazu gekommen: Sabrina Schrenk kam am Wochenende mit doppeltem Gold von den Deutschen Meisterschaften im Kickboxen des Kampfsport-Verbandes WFMC aus dem hessischen Dillenburg zurück. Zuerst verteidigte sie ihren Titel vom Vorjahr in der Gewichtsklasse -50 Kg. „Weil ich noch Lust und Kraft hatte, stieg ich anschließend eine Gewichtsklasse höher ein und besiegte eine Schwarzgurt-Teilnehmerin“, schildert sie den Wettkampf. Damit wurde die Zinzendorfschülerin am Samstag zweifache Deutsche Meisterin.

Dabei kickboxt die zierliche Neuntklässlerin erst seit dreieinhalb Jahren. „Ich war früher sehr unsportlich“, sagt Sabrina. Vergeblich probierte sie verschiedene Ballsportarten vom Fußball bis zum Tennis und auch Ballett aus, aber nichts machte ihr so richtig Freude. Nur mit ihren Brüdern und Cousins hat sie immer gern zum Spaß gekämpft. Als ihr Bruder mit Kung Fu anfing, wäre sie nur zu gerne mit ins Training gegangen, „aber der wollte mich nicht dabeihaben.“ Dann begann eine Freundin mit dem Kickboxen und nahm sie zum Probetraining mit. Sabrina fing Feuer und legte binnen kürzester Zeit die Gelbgurt-Prüfung ab. Nach einem Dreiviertel Jahr nahm sie an ihrem ersten Turnier teil – und gewann.

Dieser erste Sieg war kein Glückstreffer, schon bald bekam sie den Spitznamen „das Goldmädchen“ verpasst. Inzwischen wurde sie ins Nationalteam aufgenommen und erst kürzlich bei der Munich Hall of Honours, einer der renommiertesten Kampfsport-Veranstaltungen in Deutschland, für ihre Leistungen im Wettkampfsport ausgezeichnet.

Um Abwechslung in ihren Trainingsalltag zu bringen, macht sie auch Mixed Martial Arts und fängt nun noch mit Brazilian Jiu-Jitsu an.

Ihr Wissen gibt Sabrina gerne an andere weiter. Sie ist in der Schwenninger Martial Arts Academy Fischer, in der sie selbst trainiert, auch als Co-Trainerin aktiv. Sobald sie 16 ist, will sie ihre eigene Trainerlizenz erwerben.

Sabrina Schrenk trainiert mittlerweile jede Woche vier bis sechs Mal. „Dabei kann ich mich gut auspowern und habe einen guten Ausgleich zur Schule“, sagt sie. Ihre Noten in der Zinzendorf-Realschule haben dadurch nicht gelitten, im Gegenteil: statt Dreien und Vieren stehen jetzt Einsen und Zweien im Zeugnis – und nicht nur im Sport. „Beim Kickboxen lerne ich Disziplin und verbessere meine Konzentrationsfähigkeit“, erklärt Sabrina Schrenk, die Chemie besonders mag. Ihre Mitschüler finden – im positiven Sinne - „krass“, was sie macht und haben großen Respekt vor ihren Leistungen. Zu den Zielen des „Goldmädchens“ gehört der Aufstieg von der Amateur- in die Profiklasse. Ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Kroatien im Herbst wird dabei sicherlich kein Hindernis sein.


erstellt am 13.05.2014


Realschüler beteiligen sich am Aktionstag Altenpflege

Am bundesweiten Aktionstag Altenpflege der Diakonie haben sich auch die beiden neunten Klassen der Zinzendorf-Realschule beteiligt. Mit Postkarten und Stiften ausgerüstet zogen die Schülerinnen und Schüler durch Königsfeld und luden Passanten ein, schriftlich bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ein Rettungspaket für die Altenpflege zu fordern. Darin geht es vor allem um würdevolle Pflege, familiäre Entlastung, gerechte Finanzierung und attraktive Ausbildung, aber auch eigene Forderungen hatten auf den Karten Platz.

Die meisten der Angesprochenen beteiligten sich gerne an der Aktion, denn „es betrifft uns ja früher oder später alle“, so die einhellige Meinung, der sich auch die Jugendlichen anschließen, weshalb sie eifrig bei der Sache waren. „Ich denke schon, dass es etwas bringt“, meinte Larissa Erchinger aus der 9Ra.

Ihre Mitschüler Sam de Vries, Nino Rudek, Marcel Radula und Lasse Weisser hatten sich klugerweise vor der Apotheke aufgestellt, deren Kundschaft sich ohnehin mit Gesundheitsthemen auseinandersetzt. Daher konnten sie schon bald mit einem ganzen Stapel ausgefüllter Postkarten zum Alten- und Pflegeheim Christoph-Blumhardt-Haus gehen, wo pünktlich um 5 vor 12 alle Schüler ihre Karten in eine Sammelbox warfen, die nach Berlin ins Gesundheitsministerium geschickt wird.

Die Heimleitung freute sich sehr über die Unterstützung der Schüler, denn die Angestellten des Altenheims konnten nicht selbst an der Aktion teilnehmen. „Wenn wir so viele Mitarbeiter hätten, dass wir in der Mittagszeit welche für diese Aktion abstellen könnten, wäre die Forderung nach einem Rettungspaket gar nicht nötig“, sagte die Pflegedienstleiterin Helga Wilde.

Da die Schule und das Altenheim schon seit längerer Zeit bei sozialen Projekten zusammenarbeiten, sei es naheliegend gewesen, auch diese Aktion zu einem Sozialprojekt zu machen und die Schule als Partner zu gewinnen, sagt der Heimleiter Jürgen Lieberum.

Im Fach Diakonie hatte der Schulpfarrer Br. Fischer die Realschüler schon im Vorfeld die Hintergründe zu der Aktion erklärt. Daher war die Teilnahme auch weit mehr als ein Pflichttermin für die Zinzendorfschüler und die Situation der jeweiligen Groß- und Urgroßeltern blieb für die Schüler noch lange nach Beendigung der Postkartenaktion auf dem Rückweg in die Schule Gesprächsthema.


erstellt am 12.05.2014


„Wir waren mit dem Leben davongekommen!" - Zeitzeugen berichten von ihrer Schulzeit in den 1940er Jahren

Rund 70 Jahre ist es her, dass sie ihr Abitur abgelegt haben, und noch immer treffen sich die Altschüler der Zinzendorfschulen einmal im Jahr in Königsfeld. In zwei Geschichtskursen der Oberstufe des Zinzendorfgymnasiums haben rund ein Dutzend Zeitzeugen von ihrer Schulzeit berichtet, die in vielen Bereichen so ganz anders war als die der heutigen jungen Menschen.

Lebensmittel waren knapp, die Räume kalt. „Zum Frühstück wurden rohe Kartoffeln in kochendes Wasser gerieben“, erinnerte sich Günther Siegfried und es kam schon mal vor, dass sie nachts aus dem Bett geholt wurden, um einen Lastwagen voller Rüben zu entladen, weil diese sonst bis zum nächsten Morgen erfroren gewesen wären. „Im Januar 1942 war es bitter kalt“, wissen die Altschüler noch heute. Das Thermometer habe 32 Grad unter null gezeigt, geheizt wurde in den Schlafsälen trotzdem nicht, im Gegenteil – die Fenster standen immer offen. „Morgens war oft das Bettzeug an den Fußenden festgefroren.“

Die Bewohnerinnen des Mädcheninternats hatten es ein bisschen leichter. Sie durften abends ihre metallenen Wärmflaschen mit heißem Wasser füllen und morgens wurde eine halbe Stunde vor dem Wecken geheizt. „Aber nur die Stuben“, erinnert sich Siegrid Meyer, „während an den Wänden der Flure das Eis glitzerte.“ Nach dem Essen halfen sie den Erzieherinnen, das Geschirr zu spülen, die Jungen mussten ihre Schreibtische immer penibel aufräumen. Wenn da mal ein Stift im falschen Winkel lag, war die Vorlesestunde für den betreffenden Schüler gestrichen. Doch diese Entbehrungen hatten die Schülerinnen und Schüler nicht als besonders schlimm empfunden. „Wir waren damals nicht so empfindlich“, sagt Siegrid Meyer.

Noch heute müssen die Altschüler kichern, wenn sie sich an die Zeit erinnern, als Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet wurden. „Das was ziemlich aufregend“, fanden sie, denn außer im Unterricht hatte es kaum Begegnungen gegeben. „Wenn wir frei hatten und zum Einkaufen gingen, telefonierten die Erzieher vorher immer miteinander, damit wir uns auch ja nicht im Ort begegnen können“, erinnert sich Liselotte Kirchgässner, geborene Gieck. Die Mädchen durften erst losgehen, wenn die Jungen wieder in ihrem Internat waren.

Nach dem Krieg kehrten einige der Schüler zurück an die Zinzendorfschulen und da begann für sie die beste Zeit. Auch wenn sie sich vorwiegend von selbst gesammelten Pilzen, Topinambur und Brennesselgemüse ernährten: „Wie waren mit dem Leben davongekommen!“, beschrieb Hans Nutz das Gefühl, das ihre Stimmung damals prägte.

Viel mehr als die karge Ernährung hatte die jungen Menschen die fehlende Bildung belastet. „Wir hatten zwei oder drei Jahre keinen Unterricht gehabt und waren ausgehungert nach Wissen.“ Sie entdeckten Bücher, die unter dem nationalsozialistischen Regime verboten gewesen waren, lasen Thomas Mann und lernten Französisch, indem sie sich Texte von Descartes diktieren ließen – denn Schulbücher gab es nicht.


erstellt am 08.05.2014


Erlebnis und Nervenkitzel beim Schülerwettbewerb

Ihre Kreativität kannte kaum Grenzen, als die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen des Zinzendorfgymnasiums eine ebenso schwierige wie spannende Aufgabe anpackten: Sie nahmen im NWT-Unterricht bei Sr. Blötscher und Sr. Jehle an einem Schülerwettbewerb teil, bei dem sie ihre technische Begabung mit dem Bau von funktionsfähigen Achterbahn-Modellen unter Beweis stellen mussten. Die Bedingung: Die Materialien mussten so einfach wie möglich sein und ohne den Einsatz von Industriemaschinen bearbeitet werden.

Die Ingenieurkammern der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland hatten zum Wettstreit LoopIng aufgerufen und allein in Baden-Württemberg beteiligten sich mehr als 2100 Teilnehmer in 120 Schulen an dem Wettbewerb. Rund die Hälfte von ihnen – darunter auch die Zinzendorfschüler – durfte nach der Preisverleihung und einer technischen Einführung im Europapark Rust die echten Achterbahnen wie Silverstar und Euromir nach Herzenslust testen.

„Das diesjährige Thema "loopING" ist besonders vielversprechend, bedeutet es doch Erlebnis und Nervenkitzel“, sagte der Schirmherr, Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Die Herausforderung bestehe jedoch nicht nur aus dem emotionalen Aspekt. „Schließlich müssen die Modelle im Kleinen dieselben Anforderungen an Stabilität und Sicherheit erfüllen wie die real existierenden großen Achterbahnen auf Festplätzen und in Erlebnisparks", so Stoch.

„Die Achtklässler waren anfangs mit den physikalischen Grundlagen dieser Materie noch nicht so vertraut, dass sie die Schwungbahnen und Überhöhung berechnen konnten“, sagte Sr. Jehle. Doch im Laufe der fünfmonatigen Projektphase wurden die Jungen und Mädchen immer besser, bis die Kugeln, welche jeweils den Querschnitt der Fahrbahn bestimmten, flüssig durch diese sausten. Und dann ging es ans Ausschmücken: Einige Exemplare bestachen allein durch die schlichte Schönheit der Konstruktion, andere wurden mit Blümchen und Glitter verziert.

Wie die Achtklässler bei der Preisverleihung feststellten, konnten ihre Arbeiten qualitativ gut mit denen der anderen mithalten, auch wenn es am Schluss dann doch nicht für die nächste Runde des Wettbewerbs gereicht hat. Profitiert haben sie dennoch: „Bei der Arbeit an dem Projekt wurden Teamfähigkeit und partnerschaftliches Denken trainiert“, konnte Susanne Jehle beobachten. „Zugleich konnten die Schülerinnen und Schüler sowohl ihre Frustrationstoleranz als auch ihr Durchhaltevermögen schulen, wenn mal etwas nicht so funktioniert hat, wie es sollte.“


erstellt am 06.05.2014


Prüfungen zu Mittleren Reife haben begonnen

Das erste Drittel haben sie geschafft: 39 Zehntklässler der Realschule haben am letzten April-Tag die erste von drei schriftlichen Prüfungen zur Mittleren Reife abgelegt.

Vier Stunden hatten sie Zeit, um eine von vier Aufgaben zu bearbeiten. Sehr zeitgemäß war die dritte Aufgabe, in der es um das Lesen, Auswerten und Schreiben von Texten ging. Hier war das Rahmenthema "Generation online - leben in verschiedenen Welten?"

In der kommenden Woche stehen Mathe und Englisch auf dem Prüfungsplan, danach können sich die Schüler ein paar Wochen erholen und auf die mündliche Prüfung in der zweiten Juli-Woche vorbereiten.

Mit der Mittleren Reife muss es noch lange keinen Abschied von den Zinzendorfschulen geben: Die Absolventen der Realschule können auf einem der beiden beruflichen Gymnasien das Abitur machen oder sich an einer der beiden Fachschulen zur staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise Erzieher ausbilden lassen und wahlweise zusätzlich die Fachhochschulreife erwerben.


erstellt am 30.04.2014


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen