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Tipp-Kick für die "dreizeit"

Es gibt Spiele, die sind so gut, dass sie über Generationen unverändert bleiben. Wer sie in jungen Jahren spielt, gibt den Spaß und die Freude, die sie bereiten, später an seine eigenen Kindern weiter. Eines von ihnen ist der Evergreen Tipp-Kick. Seit bald neunzig Jahren spielen Jung und Alt in Wohn- und Kinderzimmern, Hobbykellern, auf langen Autofahrten und - in Schulen. Wie wertvoll Tipp-Kick nämlich aus pädagogischer Sicht ist, hat das Ulmer Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen getestet und bestätigt.

„Es fördert unter anderem die Auge-Hand-Koordination“, erklärt Mathias Mieg, Enkel des Erfinders. Deshalb hat er jetzt auch den Zinzendorfschulen ein Tipp-Kick-Spiel als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Im Marketing-Club Schwarzwald-Baar ist Mieg dem Schulleiter Br. Wittmann begegnet. Sie kamen ins Gespräch und Mieg erinnerte sich daran, dass es schon zu Zeiten, als sein Vater noch das Schwenninger Familienunternehmen Edwin Mieg OHG geleitet hatte, eine enge Verbindung zu den Zinzendorfschulen gab. „Der damalige Leiter des Jungeninternats, Jan Kruijer, bekam von uns regelmäßig Spielmaterial für die Internatsschüler“, erinnert sich Mieg. Diese Tradition möchte er gerne wieder aufleben lassen.

Die ersten, die davon profitieren, sind diejenigen Schülerinnen und Schüler des Königsfelder Modells, die sich für das Ganztagsangebot „dreizeit“ der Zinzendorfschulen entschieden haben. „Es ist gut, wenn Kinder und Jugendliche in der Schule auch das Spielen wieder lernen“, sagt Mieg und schließt eine weiterreichende Kooperation nicht aus.

Er ließ es sich nicht nehmen, das Spiel nebst stabilem Tisch selbst nach Königsfeld zu bringen und den Schülerinnen und Schülern den Tipp-Kick zu zeigen. Die waren genauso begeistert bei der Sache wie Br. Wittmann, der sich nicht zweimal bitten ließ und seinerseits eine Runde den eckigen Ball übers Spielfeld kickte.


erstellt am 05.12.2013


Musik und Gedichte beim Nikolausmarkt im CBH

Eine große Freude haben Dutzende Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen am Mittwochnachmittag den Bewohnern des Christoph-Blumhardt-Hauses (CBH) bereitet. Beim Nikolausmarkt mit vielen Ständen, an denen Kunsthandwerk, Selbstgebasteltes, Plätzchen, Glühwein und andere Leckereien angeboten wurden, sorgten sie mit Auftritten für Kurzweil.

Die Klasse 9Ra hat Gedichte vorgetragen, die angehenden Erzieherinnen und Erzieher des Berufskollegs für Praktikantinnen und Praktikanten haben mit kurzen Texten den Bischof Nikolaus von Myra beschrieben und von den Wundern, die ihm zugeschrieben werden, erzählt. Die Bühne war dekoriert mit Bildern, die die 5R zum Thema "Menschen helfen Menschen" gemalt hat.

Auch ein Bläserensemble hatte einige Weihnachtslieder einstudiert. Vom Dach des Altenheimes aus erwärmten die jungen Musiker die Herzen der Bewohner, die zum Teil mit zusätzlichen Decken dick eingemummelt in Rollstühlen saßen und das vorweihnachtliche Treiben sichtlich genossen. "Wir wollen dem Weihnachtsmarkt in der Friedrichstraße keine Konkurrenz machen, sondern denjenigen, die nicht in der Lage sind, diesen zu besuchen, vorweihnachtliche Stimmung ermöglichen", erklärte Heimleiter Jürgen Lieberum, der für eine ansprechende Vielfalt des kleinen Marktes gesorgt hatte.

Für den Schulpfarrer Br. Fischer, der die Beiträge der Schülerinnen und Schüler koordiniert hat, stand die Zusammenarbeit von Jung und Alt im Vordergrund. Damit die jungen Menschen nicht einfach nur ihre Auftritte absolvieren, gab es im Fach Diakonie zuvor noch eine Besichtigung des Heims, das wie die Zinzendorfschulen in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine steht. "Mir ist auch wichtig, dass die Schüler die Atmosphäre hier mitbekommen." Die Pausen zwischen den Auftritten gaben Besuchern und Bewohnern des CBH Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.


erstellt am 04.12.2013


Dem Universum Michelangelos nachgespürt

Der Weg ist lang, er führt vom Paradies mit einem Umweg über die Unterwelt bis hin zur Auferstehung. Die verschiedenen Etappen dieses Weges sind mit Tüchern verbunden, architektonische Elemente geben ihnen Halt und Licht setzten gezielte Akzente.

Bei der Vernissage wurde die Installation "Der aufstrebende Mensch" noch mit einem live dargebotenen Musikkonzept unterstrichen, so dass - einschließlich der später gereichten Häppchen - beinahe alle Sinne angesprochen wurden.

48 Schülerinnen und Schüler der Neigungskurse Kunst der Zinzendorfschulen haben sich fünf Monate lang mit dem Sternchenthema Michelangelo beschäftigt. Sein Kampf gegen die Materie, seine Malerei und seine vor Kraft strotzenden Skulpturen waren Anregung für die teils überlebensgroßen Werke, die die Gymnasiasten mit Ölkreide auf Wellpappe gemalt haben. Andere Inspirationsquellen waren Albrecht Dürer, Matthias Grünewald und Gustave Doré.

"Wir haben versucht, dem Universum, das uns diese Künstler zeigen, nachzuspüren", erklärte der Kunstlehrer Br. Ditz-Burk, nach dessen Konzept die Installation entstand, den rund 200 Besuchern der Ausstellungseröffnung im Jan-Hus-Haus.

Weil im Atelier nicht alle Besucher Platz fanden, wurde die Live-Musik, die zu einer Diashow dargeboten wurde, per Lautsprecher in den zweiten Kunstraum übertragen. Die Werke der Schüler und deren Vorbilder waren zu einer Bildfolge zusammengeschnitten, die - mal im Stakkato, mal langsamer - passend zu den Texten, die der Schüler Tamino Burk vortrug, oder zur Musik der Harfenistin Karolina Königsberger, dem Klavier- und Saxophon-Duo Lukas Ebner und Lennard Fiehn sowie dem hochkarätigen Chor aus Lehrern, Ehemaligen und Freunden der Zinzendorfschulen, gezeigt wurde. Das Konzept für die Musik hat Sr. Maier entworfen.

Heraus kam ein Gesamtkunstwerk, das sich sehen lassen kann. "Die Schüler haben wochenlang auf etwas hingearbeitet, ohne das Ganze vor Augen zu haben. Dazu gehört viel Vertrauen und Mut", lobte Br. Ditz-Burk.

Die Figuren sind aus den Pappen ausgeschnitten und hängen frei im Raum, so dass sie - unterstützt durch die Beleuchtung - die Anmutung von Skulpturen haben. Zum Teil wird das Blut, das sich aus einer Wunde des Gekreuzigten ergießt, mit rotem Tuch angedeutet, das Wasser der Fußwaschung wird durch blaues Tuch dargestellt.

Auch diese Tücher waren - ebenso wie die lebenden Skulpturen, die während der Vernissage den Weg wiesen - eine Idee der Schüler. "Es hat sich eine schöne Dynamik entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler haben viele Ideen eingebracht und mich gegen Ende nur herumgeschickt, ihnen dieses und jenes Material zu besorgen", sagt der Kunstlehrer, der über Jahre hinweg die Erfahrung machen konnte, dass dies dann immer die kreativsten Projekte sind.

Parallel zu der Installation waren bei der Vernissage im zweiten Kunstsaal Werke zu sehen, die sich mit Max Ernst einem weiteren Sternchenthema widmen. "Der Surrealismus überwindet gewohnte Sehgewohnheiten und kann in der Grauzone zwischen Imagination und Wirklichkeit auch verstörend wirken", so der Kunstlehrer.

Damit die Schüler in dieser Grauzone nicht steckenbleiben, müssen die Pädagogen im Kunstunterricht mit ästhetischen Grundlagen gegenhalten - "und hier sind wir dann wieder bei Michelangelo."

Die Installation mit Musik und Beleuchtung ist im Treppenhaus des Jan-Hus-Hauses noch bis Jahresende schultäglich bis jeweils 18.30 Uhr zu sehen, wobei die Lichteffekte natürlich nach Einbruch der Dunkelheit am besten zur Geltung kommen.


erstellt am 02.12.2013


Davids Darbietung lindert Sauls Schwermut

Mit dem Stück "Ich will das Morgenrot wecken - David wird König" hat der Unterstufenchor der Zinzendorfschulen dem diesjährigen Altschülertreffen einen schönen Auftakt bereitet. Voller Engagement und Begeisterung haben Chor, Solisten und ein begnadetes Instrumentalensemble das 1998 von vier Düsseldorfer Kantoren komponierte Singspiel zum Text des Pfarrers Roland Klein im Kirchensaal inszeniert.

Erzählt wird darin die biblische Geschichte des Hirtenjungen David (am Premierenabend gespielt von Lena Huss), der an den Hof des kranken Königs Saul (am Premierenaben: Elisabeth Königsberger) gerufen wird. Obwohl dieser das Musizieren verboten hatte, erreicht das Lied eines Jungen sein Ohr und lindert seine Schwermut, über die schon seine Untertanen lästern.

Die Suche nach diesem Musiker erinnert ein bisschen an das Märchen vom Aschenputtel: Drei Söhne (Jan Schönmeier, Goundo Keita, Milena Schuparra) des Propheten Isai (Ronja Kwiasowski) stellen sich nacheinander vor, aber keiner von ihnen stellt sich als der Gesuchte heraus.

Schließlich holen sie ihren jüngsten Bruder von der Weide, wo er das Vieh hütet. Er vermag es, mit seinem Harfenspiel und einem Ohrwurm nach dem Psalm 108,3 "Ich will das Morgenrot wecken" den König von seiner Krankheit zu heilen, wofür ihm dieser zunächst auch sehr dankbar ist.

Als aber David mit einer List den Riesen Goliath besiegt, jubelt das Volk ihm zu und verspottet den faulen König Saul nur umso mehr. "Neue Männer braucht das Land" singen sie, so dass der eifersüchtige Saul David töten lassen will. Dieser kann fliehen, während Saul und dessen Sohn Jonathan (Simon Motzer), mit dem David sich angefreundet hatte, auf der Suche nach ihm unter die Philister geraten, die beide töten. Am Ende wird David von Sauls Diener (Lucia Rothweiler) zum König gekrönt.

Das Singspiel beeindruckt durch eine betörende Leichtigkeit, die alle Beteiligten unter der Leitung von Johannes Michel gut herüberbringen konnten. Das fängt schon an beim Markttreiben zu Beginn des Stückes, als die Marktfrau Deborah (Alexandra Schwanenberger) und ihre Freundinnen (Tabea Thämmig, Bianca Schuparra und Maris Sülzle) durch die Gänge des Kirchensaals ziehen und Äpfel, Feigen und Aprikosen feilbieten. Doch die will niemand kaufen, klagen sie. Arbeitslosigkeit, Steuererhöhungen, die Leute haben kein Geld, alle sparen. Der Grund? "Saul, Saul, irgendwas ist ziemlich faul, schau doch mal dem Volk aufs Maul".

Auch ansonsten steckt das Stück voller Witz: Die älteren Brüder Davids verstehen etwas von Kernspaltung, den Kampf Davids gegen Goliath verfolgen die Marktfrauen in einem knisternden Radio, an dem sie versuchen, den Empfang zu verbessern. "Lass mal", meint eine, "so ein Teil wird wahrscheinlich eh erst in 3000 Jahren funktionieren."

Die Solisten wurden vom Chor der sechsten Klassen und den äußerst versierten Instrumentlisten Martina Hasenfratz (Klarinette), Reinhard Ziegler (Violine), Matthias Faller (Klavier) und Dominik Schäfer (Trompete) unterstützt. Die Musik, meist irgendwo zwischen Klezmer und Blues, war mitreißend und die eingängigen Melodien blieben den Besuchern des Singspiels sicher noch lange im Ohr.


erstellt am 30.11.2013


Königsfelder Gruß und Schulpost 2013 ist erschienen

Der neue "Schulgruß" ist da. In diesem Jahr ist er ausschließlich als eBook erschienen. Das spart Druckkosten und Ressourcen, zudem hat man von überall darauf per Internet Zugriff. Auch die Größe und Ansicht kann auf die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden.

Das eBook ist hier zu lesen. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

 


erstellt am 29.11.2013


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
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  • Berufsfachschulen