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Alice im Anderland - fesselnde schwarze Komödie der Fachschulen

An ein ziemlich großes Theater-Projekt haben sich die angehenden Erzieher und Jugend- und Heimerzieher der Zinzendorf-Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen gewagt: Zwei Stunden Spielzeit, teils lange Monologe und die Herausforderung, psychische Erkrankungen in ihren teils absurden Facetten dar- aber nicht bloßzustellen.

Mit dem Stück „Alice im Anderland“, das erst vor wenigen Jahren von dem Physik- und Mathelehrer eines hessischen Gymnasiums, Stefan Altherr, geschrieben wurde und das innerhalb kurzer Zeit zum großen Erfolg nicht nur auf Schultheater-Bühnen avancierte, luden sie sich mitten im Prüfungs- auch noch dem Probenstress auf.

Mit Erfolg, denn die Verkörperung nicht nur der Titelfigur Alice (Damaris Bukowsky) und ihres Alter Ego, der Grinsekatze (Michael Oertel), sondern auch die aller anderen Personen überzeugte bei der Premiere im Königsfelder Haus des Gastes.

Alice hat – vermeintlich aus Versehen - ihr Elternhaus angezündet und als einzige den Brand überlebt. Schwer traumatisiert wurde sie in die Nervenheilanstalt eingewiesen, wo zwei Ärzte an ihr herumdoktern. Während der eine (Wolfgang Bergmann) sie mit Psychopharmaka ruhig stellen möchte, sucht seine Kollegin (Michaela Höflich) mit Gruppentherapie und Entzug einen anderen Weg. Abwechselnd stellen sie dem Publikum die pathologischen Störungen ihrer Patienten – unter anderem eine Kindsmörderin (Sarah Motz), einen Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung (Lukas Bogatzki), eine fabulierende Köchin (Ivana Juric) und einen Suchtkranken (Lukas Fetzer) - sowie deren Behandlungsmöglichkeiten vor. All diese Menschen nimmt Alice als ihre alten Wegefährten aus dem Wunderland wahr: als Herzogin, Hutmacher und Raupe.  

Die Nachtschicht ist für sie die Herzkönigin (Lena Dondorf), vor der sich alle Mitpatienten fürchten, denn diese verbreitet mit ihrem sadistischen Schergen, dem Herzbuben (Philipp Probst) jede Nacht Angst und Schrecken. Das Kaninchen (Max Tanzer) versteckt sich sogar vor ihr unter dem Tisch. Doch ausgerechnet dieses schüchterne Tier wird am Ende in der Hoffnung, dem Schrecken ein Ende bereiten zu können, geopfert. Es wird nicht das einzige Opfer bleiben und zum Schluss erfährt das Publikum die wahre Geschichte von Alice und dem Feuer in ihrem Elternhaus.

„Spielend lernen“ ist ein zentraler Aspekt der Theaterarbeit an den Zinzendorfschulen, so Götz Kieß, der das Wahlfach „Theaterpädagogik“ an den beruflichen Zinzendorfschulen leitet und bei diesem Stück Regie geführt hat. In dem Fach werden schauspieltechnische Grundlagen, theaterpädagogische Konzepte, Spiele und Übungen, Theaterformen, Improvisations- und Inszenierungstechniken praxisbezogen vermittelt. Die Fähigkeiten sind im späteren Berufsleben der Erzieher und Jugend- und Heimerzieher von großer Bedeutung, denn in ihren einschlägigen Berufsfeldern wächst die Nachfrage nach theaterpädagogischen Kompetenzen stetig.

Am 30. und  31. Mai sind im Theater im deutschen Haus in St. Georgen zwei weitere Aufführungen von „Alice im Anderland“ zu sehen. Der Beginn ist jeweils um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5.

Hier gibt es übrigens eine Bildergalerie.


erstellt am 18.05.2017


Der Genderfrage auf der Spur - angehende Erzieher recherchieren in der Bücherei

"Wir werden nicht als Mädchen oder Jungs geboren - wir werden dazu gemacht." Ob hinter diesem Zitat von Ursula Scheu ein Körnchen Wahrheit steckt? Dies zu erforschen, war Aufgabe der Klasse 2BKSP1, die neulich die Stadtbücherei Schwenningen besuchte. Dort hatte die Mitarbeiterin Susanne Schneider für die Schülerinnen und Schüler einen Tisch mit einer großen Auswahl an Büchern zum Thema Gender vorbereitet. Er lud ein, in Ruhe zu schmökern und die Bücher hinsichtlich der Qualitätskriterien zum Thema Gender zu untersuchen.

In der anschließenden Präsentation wurde deutlich, dass Genderfragen in vielen unterschiedlichen Büchern versteckt sind und auch die Rezeption bei jedem Einzelnen sehr verschieden ist. So wurde beispielsweise die Frage aufgeworfen, ob „Hanni und Nanni“ ein Mädchenbuch sei, wenn es auch von  Jungen gelesen werde?

Letztendlich konnte die Anregung mitgenommen werden, dass aus  entwicklungspsychologischer Sicht sowohl „typische“ Jungen-und Mädchenbücher auch als Bücher, die traditionelle Geschlechterrollen in Frage stellen, wie das ebenfalls vorgestellte Buch „Kein Angst in Andersrum“ ihre Daseinsberechtigung in den Bücherregalen von Kindern haben könnten.

Sabine Agel


erstellt am 17.05.2017


Video vom NaturTalent-Workshop ist fertig

Schon weit vor dem Ende der Schulzeit stehen die meisten Schüler vor der wegweisenden Frage, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Viele Jugendliche sind sich nicht sicher, wo ihre Stärken liegen und welcher Job wirklich zu ihnen passt. Eine besondere Art der Berufsorientierung bietet die Talenteschmiede der Münchner NaturTalent Stiftung. 32 Schülerinnen und Schüler der beruflichen und allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien hatten im vergangenen Jahr an einem Seminar der gemeinnützigen GmbH teilgenommen. Die Teilnahme wurde von der Sparda-Bank Baden-Württemberg gesponsort und gefilmt.

Dieses Video wurde uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.


erstellt am 15.05.2017


Teampraktika bereichern Ausbildung an den Fachschulen

An den Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen gehören auch Teampraktika zur Ausbildung der angehenden Erzieher bzw. Jugend- und Heimerzieher. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, mal steht eine Reise um die Welt oder durch verschiedene Zeitepochen – wie beim Teampraktikum von Carina Hepting, Nicola Lawrenz und Jana Moosmann (Foto)  -  auf dem Plan, ein anderes Mal steht Kunst im Vordergrund oder es geht um Asterix und Obelix und wieder andere Teams überlegen sich, wie sie Freude an der Bewegung vermitteln können oder drehen einen Film.

Die Teampraktika erstrecken sich über mehrere Monate, in denen die Zinzendorfschüler zumeist in Dreiergruppen Konzepte entwickeln, die ein Ausgleich zum Schulalltag sind. Von den Teampraktika profitieren immer sowohl die angehenden Erzieher als auch die betreuten Kinder.


erstellt am 15.05.2017


Mangos für Bildung in Westafrika

Mit dem Verkauf leckerer Mangos unterstützen die Eine-Welt-Läden der Region schon seit mehr als 15 Jahren Kinder und Jugendliche in Burkina Faso. Im Namen des Eine-Welt-Kiosks der Zinzendorfschulen hat jetzt auch der Sozialmanagement-Kurs des Sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums – Profil Soziales (SG) - in Königsfeld eine Verkaufsaktion gestartet. Heute ist die erste von zwei Lieferungen eingetroffen. Insgesamt bestellten Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Zinzendorfschulen 435 Mangos im Wert von 1152 Euro. Sina Eggert, Teresa Oschwald und Tabea Stegmann vom SG verteilten die Mangos, die Teils einzeln, Teils in Kisten zu acht bis zehn Früchten vorbestellt waren, in den Klassen.
Der Erlös fließt an den Hilfsfonds für Burkina Faso Westafrika e. V. , dessen Ziel es unter anderem ist, an möglichst vielen unterschiedlichen Standorten in Burkina Faso Schulen mit Mensabetrieb und schuleigenen Brunnen zu bauen, die Erwachsenenbildung auszubauen und Solartechnologie einzuführen. Das nötige Kapital wird durch den Verkauf von Mangos und demnächst auch Papayas erwirtschaftet. Bislang konnte der Hilfsfonds bereits mehr als 4500 jungen Menschen in dem westafrikanischen Land den  Schulbesuch ermöglichen und gut 30 Bauernfamilien mit den Mangos ein sicheres und faires Einkommen gewährleisten.

 


erstellt am 15.05.2017


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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