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Fachschule für Sozialwesen kann jetzt offiziell starten

 Seit 40 Jahren bilden die Zinzendorfschulen an der Fachschule für Sozialpädagogik erfolgreich Erzieherinnen und Erzieher aus, die vorwiegend in der Betreuung kleinerer Kinder ihre berufliche Erfüllung finden. Doch der Bedarf an pädagogischen Fachkräften wächst nicht nur im Kleinkind-Bereich. Deshalb erweitern wir vom kommenden Schuljahr an unser Spektrum um die neue Fachschule für Sozialwesen - der einzigen in der Region. Die offizielle Anerkennung wurde soeben erteilt.

Hier können sich junge und jung gebliebene Erwachsene zum Jugend- und Heimerzieher, beziehungsweise zur Jugend- und Heimerzieherin, ausbilden lassen. Die zweijährige schulische Vollzeitausbildung mit integrierten Praktika und einem anschließenden Anerkennungsjahr befähigt zum Einsatz insbesondere in der Schulsozialarbeit, in Internaten, Ganztags- und Brennpunktschulen, in Einrichtungen der stationären und ambulanten Jugendhilfe, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in sonderpädagogischen Arbeitsfeldern wie etwa Schulen und Wohnheimen für behinderte Menschen.

Der Beruf des Jugend- und Heimerziehers erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, einen starken, einfühlsamen und konfliktfähigen Charakter sowie die Fähigkeit zu klarer Kommunikation sowohl den betreuten Kindern und Jugendlichen als auch deren Eltern gegenüber. "Die meisten Bewerber werden sicher schon ein gutes Stück Lebenserfahrung gesammelt haben", vermutet Br. Wittmann während der Vorbereitungen für das neue Bildungsangebot.

Wie schon an der Fachschule für Sozialpädagogik liegen die Schwerpunkte der Ausbildung an der Fachschule für Sozialwesen in Königsfeld im musisch-kreativen und religionspädagogischen, darüber hinaus auch im erlebnis- und freizeitpädagogischen Bereich. Dazu wird ein therapeutischer Ansatz gelehrt, was dem Interesse der meisten Bewerber an schwierigen Kindern und Jugendlichen zugute kommt.

Das neue Angebot deckt ganz offensichtlich einen Bedarf, denn "erste Bewerbungen sind schon eingegangen, noch bevor wir die Fachschule für Sozialwesen richtig beworben haben", wie die Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen, Sr. Lütkebohmert-Schilling, staunend feststellt.

Dank der breitgefächerten Ausbildung sind die Absolventen beider Fachschulen qualifiziert, auch im jeweils anderen Bereich zu arbeiten. Auch an der Fachschule für Sozialwesen steht am Ende der Ausbildung nach dem berufspraktischen Jahr und dem bestandenen Kolloquium die staatliche Anerkennung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher.

 

Info: Die regulären Voraussetzungen für die Aufnahme sind ein mittlerer Bildungsabschluss sowie eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder eine einjährige angeleitete geeignete praktische Tätigkeit in Einrichtungen und Diensten des Sozial- und Gesundheitswesens. Die Bewerbung ist ab sofort möglich unter Telefon: 07725-938173


erstellt am 21.07.2013


Absolventen der beruflichen Zinzendorfschulen mit Gottesdienst verabschiedet

Voller Zuversicht in das, was kommen wird, feierten die Absolventen der beruflichen Zinzendorfschulen am Freitag ihren Abschiedsgottesdienst. "Ende gut - Anfang besser" lautete das Motto der abwechslungsreichen Zeremonie, welche Schülerinnen und Schüler der Klasse 2 BKSP1a für ihre Mitschüler gestaltet haben, die ihre Schulzeit nun hinter sich haben.

Dabei sei es "schade, dass Ihr Euch von den Zinzendorfschulen trennen müsst", fand der Schulpfarrer Br. Fischer, der in seiner Ansprache Bezug zur der Bibelstelle des 2. Buch Mose vom brennenden Dornbusch nahm. "Niemand von Euch muss zu einem König gehen und ein Sklavenvolk befreien", sagte er. Dennoch stelle sich die Frage, ob ein neuer Anfang immer so angenehm sei. Doch die Schulabgänger seien stark, optimistisch und zuversichtlich.

Der Schulleiter Br. Wittmann dankte den Absolventen im Namen der ganzen Schule. Mit Worten hielt er sich bewusst zurück, "denn das Unglaubliche, das die Schule immer wieder auf die Beine stellt", sei schwer zu überbieten. Er wählte als Symbol ein Foto von Fußspuren am Meeressaum, die zwar vergänglich und sind und von jeder neuen Welle weggewischt werden, aber jede für sich einzigartig. "Keine Spur ist die erste und keine wird die letzte sein, aber sie wird dagewesen sein: einzigartig wie Ihr."

Das Bild der Spuren im Sand passte zu der Dia-Show verschiedener Leuchtfeuer, die zuvor als Zeichen der Orientierung an die Wand projiziert worden sind. Als kleine Geschenke und gewissermaßen Glück zum Mitnehmen verteilten die jüngeren Schülerinnen und Schüler an die Absolventen Kleeblätter aus grünem Papier.

Auch an den beruflichen Zinzendorfschulen haben sich einzelne Schülerinnen und Schüler durch besondere Leistungen hervorgetan. Br. Wittmann zeichnete Julia Lehmann als Jahrgangsbeste der 1BKPRa aus sowie die Absolventen der 2BKSP2 Julia Schafbuch (beste Klassenleistung), Oliver Böhler (Preis für musisches Engagement), Tanja Fleig (Schulsprecherpreis) und Mirela Guran (Amos-Comenius-Medaille) aus. Von den Berufsfachschülern wurden Miriam Franke (Mathematikpreis) und Maximilian de Geus (Jahrgangsbester) ausgezeichnet.


erstellt am 19.07.2013


Theaterkollegium Zinzendorf debütiert mit "Mutter Courage"

Es wäre eine traumhafte Kulisse gewesen: Das Theaterkollegium Zinzendorf hätte am Mittwoch bei den beliebten Freilichtspielen auf der Ruine Waldau die Premiere seiner Inszenierung des Brecht-Stückes „Mutter Courage und ihre Kinder“ feiern sollen. Weil die Stuttgarter Landesregierung den Spielort jedoch kurzfristig gesperrt hat, musste das Ensemble ins Haus des Gastes ausweichen – und lieferte dann eben hier vor rund 120 Zuschauern nicht minder sehenswerte Aufführung.

Anders als bei den Darbietungen der Theater-AG, in denen vorrangig Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen spielen und Lehrer bei Bedarf das Ensemble ergänzen, stand hier das Kollegium als Kerntruppe, die von Schülern komplettiert wurde, auf der Bühne.

Sabine Milbradt spielte die komplexe, textlastige Titelrolle der Marketenderin Anna Vierling, die während des 30-jährigen Krieges mit ihrem Karren dem schwedischen Heer hinterher zieht, um Stiefel, Gürtelschnallen, Schnüre, Schnaps und bis zur Munition alles, was Soldaten sonst so brauchen könnten, feil zu bieten. Selbst der Koch ist auf sie angewiesen, um dem Feldhauptmann ein Mahl zuzubereiten. Der Friede, der zwischenzeitlich verkündet wird, verdirbt ihr das Geschäft, doch er ist nur von kurzer Dauer, so dass die umtriebige "Mutter Courage", wie sie genannt wird, bald wie gewohnt weiter machen kann. Dass darüber ihre Kinder bis zu ihrem jeweiligen Tod den Hintergrund treten, zeichnet den zwiespältigen Charakter, den Anna Vierling mit den weiteren Rollen gemeinsam hat.

Die theatererprobte Sekretärin Milbradt gab ihrer "Courage" ein jugendlich-dynamisches Auftreten und füllt die große Rolle mühelos, ohne dabei jedoch ihren Mitspielern Raum zu nehmen. Denn auch diese spielten, als hätten sie nie etwas anders getan. Ob die größeren Rollen wie die des Feldpredigers (genial mit bayerischen Akzent: Br. Knieß), des Kochs (souverän: Br. Giesel), der Hure Yvette (bei der Premiere famos gespielt von Sarah Fritschi) oder auch die kleineren Rollen wie die alte Frau (Elisabeth Leguy), der Werber (Br. Hering) oder der Soldat, der zwischen den Szenen dem Publikum Orientierung bot (Oliver Böhler) - Regisseur Gerhard Lempp hat bei der Besetzung wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen.

Als Söhne der Mutter Courage überzeugten mit Tamino Burk (Eilif) und Maximilian Schaible (Schweizerkas) zwei Schüler, die stumme Tochter Kattrin wurde von Sr. Hummel bemerkenswert authentisch gespielt. Auch wenn sie sich im Hintergrund aufhielt, etwa beim Wäscheaufhängen oder beim Aufräumen - sie zeigte immer berührende Präsenz.

Das schlichte Bühnenbild, das im Grunde fast nur aus dem riesigen Karren der Marketenderin besteht, bietet Raum für die Darstellung mehrerer, parallel verlaufender Handlungen, wie beispielsweise die Szene, in der Kattrin gedankenversunken die Schuhe und den Hut der Dirne Yvette anprobiert, während ihre Mutter mit dem Feldprediger und dem Koch redet.

Beeindruckend waren auch die Gesangseinlagen der Akteure, sei es die der Courage ganz am Anfang des Stückes, als sie sich, während sie durch den Publikumsraum die Bühne betrat, singend vorstellte, oder im Duett mit dem Feldkoch beim Betteln um eine Schale Suppe. Viele Bühnentechniken wurden einstudiert und erfolgreich angewandt, der rundum gelungene Theaterabend lässt hoffen, dass dieser ersten Produktion des Theaterkollegiums Zinzendorf bald schon eine weitere folgt.

 

Info: Wer die Premiere verpasst hat, bekommt am 19. und 20. Juli in Donaueschingen beim Museum Biedermann sowie am 12. September im Haus des Gastes in Königsfeld noch weitere Gelegenheiten, "Mutter Courage und ihre Kinder" zu sehen. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro.


erstellt am 17.07.2013


Zinzendorfschüler bauen Backhaus

Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss zu den Zinzendorfschulen geh’n. So ähnlich hat in den vergangenen Wochen bestimmt der eine oder andere Zehntklässler des Zinzendorf-Gymnasiums gesummt, als er Stein auf Stein setzte – bis das Backhaus fertig war. Im Fach NWT haben 25 Schülerinnen und Schüler über Wochen das so ansehnliche wie praktische Häuschen auf dem Schulhof gebaut.

Die Idee kam von Br. Gilga, der mit Eifer zu Hause Brot und Pizza backt und der mit seiner Begeisterung die Schülerinnen und Schüler sowie seinen Kollegen Br. Dorn, der mit ihm im Team NWT unterrichtet, anstecken konnte. „Wir haben etwa 25 Stunden in Gruppen von vier bis sechs Schüler die Mauern hochgezogen“, sagt der Lehrer, insgesamt stecken also rund 100 Arbeitsstunden allein in den Wänden des Backhauses. Hinzu kamen noch rund 30 Stunden für das Gießen der Bodenplatte und 15 Stunden für das Setzen des Ofens, auch das Dach hat noch einmal zehn Stunden gedauert. Diese speziellen Arbeiten haben jedoch Fachfirmen übernommen.

Die Zimmerei Mühlberger und der Malerbetrieb Rebholz aus Bad Dürrheim, die Unternehmen Steegmüller Kaminoflex und Albiker Kachelofenbau e.K. aus Villingen-Schwenningen sowie das Baugeschäft J. Sieger aus Donaueschingen haben großzügig Material und Arbeitskraft beigesteuert, auch der Elternbeirat der Zinzendorfschulen war äußerst spendabel. Koordiniert wurde das Ganze von der Firma Rebholz Architekten und Ingenieure  - ebenfalls als Spende.

Mit Richtspruch, Würstchen, Richtbaum und allem, was dazu gehört, feierten sie schließlich das Richtfest. „Auf’s Backhaus bin ich hochgestiegen, um hier zu reden mit Vergnügen. Den Lehren und die lieben Seinen, und alle, die sich hier vereinen, die Handwerker und die Gäste, begrüße ich zu diesem Feste…“ verlas die Zehntklässlerin Sarah Recker den Richtspruch, den eine Gruppe Schüler eigens zu diesem Anlass getextet hat.

Alle Beteiligten sind schon gespannt auf die erste Pizza, die aus dem Ofen kommt. Beim Sponsorenlauf am Donnerstag muss der Ofen seine Feuerprobe bestehen.


erstellt am 16.07.2013


Alle 21 Absolventen der Berufsfachschulen bestehen ihre Fachschulreife

Der erste Jahrgang der neuen Berufsfachschule Wirtschaft der Zinzendorfschulen hat es ebenso geschafft wie die Schülerinnen und Schüler, welche den Schwerpunkt Hauswirtschaft und Ernährung gewählt haben: Insgesamt haben alle 21 Absolventen erfolgreich die Prüfung zur  Fachschulreife abgelegt.  Damit stehen ihnen alle Möglichkeiten offen, für die ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt wird, unter anderem können sie jetzt an einem der beruflichen Gymnasien ihr Abitur machen.

Der Schulleiter der beruflichen Zinzendorfschulen, Rainer Wittmann, der Abteilungsleiter der Berufsfachschule, Stefan Giesel, die Oberstudienrätin Heidi Thiemke von der Villinger Albert-Schweitzer-Schule, die zum letzten Mal den Prüfungsvorsitz übernommen hat - und von den Königsfeldern herzlich verabschiedet wurde -, sowie die Fachlehrer freuen sich mit:

Steffi Caramancio, Nils De Souza, Romina Fix, Miriam Franke, Christoph Gleixner, Julia Heinzmann, Annika Katschke, Sarah Löffler, Christopher Manzi, Yannic Ositschan, Julian Paeschke, Chiara Prescha und Corina Scherwinski (Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung) sowie Sebastian Banhardt, Moritz Daniel, Maximilian de Geus, Erik Haller, Luka Krupic, Florin Morgenstern, Pascal Sommer und Nina Weigmann (Berufsfachschule Wirtschaft).


erstellt am 15.07.2013


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
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