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Absolventen der beruflichen Zinzendorfschulen mit Gottesdienst verabschiedet

Voller Zuversicht in das, was kommen wird, feierten die Absolventen der beruflichen Zinzendorfschulen am Freitag ihren Abschiedsgottesdienst. "Ende gut - Anfang besser" lautete das Motto der abwechslungsreichen Zeremonie, welche Schülerinnen und Schüler der Klasse 2 BKSP1a für ihre Mitschüler gestaltet haben, die ihre Schulzeit nun hinter sich haben.

Dabei sei es "schade, dass Ihr Euch von den Zinzendorfschulen trennen müsst", fand der Schulpfarrer Br. Fischer, der in seiner Ansprache Bezug zur der Bibelstelle des 2. Buch Mose vom brennenden Dornbusch nahm. "Niemand von Euch muss zu einem König gehen und ein Sklavenvolk befreien", sagte er. Dennoch stelle sich die Frage, ob ein neuer Anfang immer so angenehm sei. Doch die Schulabgänger seien stark, optimistisch und zuversichtlich.

Der Schulleiter Br. Wittmann dankte den Absolventen im Namen der ganzen Schule. Mit Worten hielt er sich bewusst zurück, "denn das Unglaubliche, das die Schule immer wieder auf die Beine stellt", sei schwer zu überbieten. Er wählte als Symbol ein Foto von Fußspuren am Meeressaum, die zwar vergänglich und sind und von jeder neuen Welle weggewischt werden, aber jede für sich einzigartig. "Keine Spur ist die erste und keine wird die letzte sein, aber sie wird dagewesen sein: einzigartig wie Ihr."

Das Bild der Spuren im Sand passte zu der Dia-Show verschiedener Leuchtfeuer, die zuvor als Zeichen der Orientierung an die Wand projiziert worden sind. Als kleine Geschenke und gewissermaßen Glück zum Mitnehmen verteilten die jüngeren Schülerinnen und Schüler an die Absolventen Kleeblätter aus grünem Papier.

Auch an den beruflichen Zinzendorfschulen haben sich einzelne Schülerinnen und Schüler durch besondere Leistungen hervorgetan. Br. Wittmann zeichnete Julia Lehmann als Jahrgangsbeste der 1BKPRa aus sowie die Absolventen der 2BKSP2 Julia Schafbuch (beste Klassenleistung), Oliver Böhler (Preis für musisches Engagement), Tanja Fleig (Schulsprecherpreis) und Mirela Guran (Amos-Comenius-Medaille) aus. Von den Berufsfachschülern wurden Miriam Franke (Mathematikpreis) und Maximilian de Geus (Jahrgangsbester) ausgezeichnet.


erstellt am 19.07.2013


Theaterkollegium Zinzendorf debütiert mit "Mutter Courage"

Es wäre eine traumhafte Kulisse gewesen: Das Theaterkollegium Zinzendorf hätte am Mittwoch bei den beliebten Freilichtspielen auf der Ruine Waldau die Premiere seiner Inszenierung des Brecht-Stückes „Mutter Courage und ihre Kinder“ feiern sollen. Weil die Stuttgarter Landesregierung den Spielort jedoch kurzfristig gesperrt hat, musste das Ensemble ins Haus des Gastes ausweichen – und lieferte dann eben hier vor rund 120 Zuschauern nicht minder sehenswerte Aufführung.

Anders als bei den Darbietungen der Theater-AG, in denen vorrangig Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen spielen und Lehrer bei Bedarf das Ensemble ergänzen, stand hier das Kollegium als Kerntruppe, die von Schülern komplettiert wurde, auf der Bühne.

Sabine Milbradt spielte die komplexe, textlastige Titelrolle der Marketenderin Anna Vierling, die während des 30-jährigen Krieges mit ihrem Karren dem schwedischen Heer hinterher zieht, um Stiefel, Gürtelschnallen, Schnüre, Schnaps und bis zur Munition alles, was Soldaten sonst so brauchen könnten, feil zu bieten. Selbst der Koch ist auf sie angewiesen, um dem Feldhauptmann ein Mahl zuzubereiten. Der Friede, der zwischenzeitlich verkündet wird, verdirbt ihr das Geschäft, doch er ist nur von kurzer Dauer, so dass die umtriebige "Mutter Courage", wie sie genannt wird, bald wie gewohnt weiter machen kann. Dass darüber ihre Kinder bis zu ihrem jeweiligen Tod den Hintergrund treten, zeichnet den zwiespältigen Charakter, den Anna Vierling mit den weiteren Rollen gemeinsam hat.

Die theatererprobte Sekretärin Milbradt gab ihrer "Courage" ein jugendlich-dynamisches Auftreten und füllt die große Rolle mühelos, ohne dabei jedoch ihren Mitspielern Raum zu nehmen. Denn auch diese spielten, als hätten sie nie etwas anders getan. Ob die größeren Rollen wie die des Feldpredigers (genial mit bayerischen Akzent: Br. Knieß), des Kochs (souverän: Br. Giesel), der Hure Yvette (bei der Premiere famos gespielt von Sarah Fritschi) oder auch die kleineren Rollen wie die alte Frau (Elisabeth Leguy), der Werber (Br. Hering) oder der Soldat, der zwischen den Szenen dem Publikum Orientierung bot (Oliver Böhler) - Regisseur Gerhard Lempp hat bei der Besetzung wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen.

Als Söhne der Mutter Courage überzeugten mit Tamino Burk (Eilif) und Maximilian Schaible (Schweizerkas) zwei Schüler, die stumme Tochter Kattrin wurde von Sr. Hummel bemerkenswert authentisch gespielt. Auch wenn sie sich im Hintergrund aufhielt, etwa beim Wäscheaufhängen oder beim Aufräumen - sie zeigte immer berührende Präsenz.

Das schlichte Bühnenbild, das im Grunde fast nur aus dem riesigen Karren der Marketenderin besteht, bietet Raum für die Darstellung mehrerer, parallel verlaufender Handlungen, wie beispielsweise die Szene, in der Kattrin gedankenversunken die Schuhe und den Hut der Dirne Yvette anprobiert, während ihre Mutter mit dem Feldprediger und dem Koch redet.

Beeindruckend waren auch die Gesangseinlagen der Akteure, sei es die der Courage ganz am Anfang des Stückes, als sie sich, während sie durch den Publikumsraum die Bühne betrat, singend vorstellte, oder im Duett mit dem Feldkoch beim Betteln um eine Schale Suppe. Viele Bühnentechniken wurden einstudiert und erfolgreich angewandt, der rundum gelungene Theaterabend lässt hoffen, dass dieser ersten Produktion des Theaterkollegiums Zinzendorf bald schon eine weitere folgt.

 

Info: Wer die Premiere verpasst hat, bekommt am 19. und 20. Juli in Donaueschingen beim Museum Biedermann sowie am 12. September im Haus des Gastes in Königsfeld noch weitere Gelegenheiten, "Mutter Courage und ihre Kinder" zu sehen. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro.


erstellt am 17.07.2013


Zinzendorfschüler bauen Backhaus

Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss zu den Zinzendorfschulen geh’n. So ähnlich hat in den vergangenen Wochen bestimmt der eine oder andere Zehntklässler des Zinzendorf-Gymnasiums gesummt, als er Stein auf Stein setzte – bis das Backhaus fertig war. Im Fach NWT haben 25 Schülerinnen und Schüler über Wochen das so ansehnliche wie praktische Häuschen auf dem Schulhof gebaut.

Die Idee kam von Br. Gilga, der mit Eifer zu Hause Brot und Pizza backt und der mit seiner Begeisterung die Schülerinnen und Schüler sowie seinen Kollegen Br. Dorn, der mit ihm im Team NWT unterrichtet, anstecken konnte. „Wir haben etwa 25 Stunden in Gruppen von vier bis sechs Schüler die Mauern hochgezogen“, sagt der Lehrer, insgesamt stecken also rund 100 Arbeitsstunden allein in den Wänden des Backhauses. Hinzu kamen noch rund 30 Stunden für das Gießen der Bodenplatte und 15 Stunden für das Setzen des Ofens, auch das Dach hat noch einmal zehn Stunden gedauert. Diese speziellen Arbeiten haben jedoch Fachfirmen übernommen.

Die Zimmerei Mühlberger und der Malerbetrieb Rebholz aus Bad Dürrheim, die Unternehmen Steegmüller Kaminoflex und Albiker Kachelofenbau e.K. aus Villingen-Schwenningen sowie das Baugeschäft J. Sieger aus Donaueschingen haben großzügig Material und Arbeitskraft beigesteuert, auch der Elternbeirat der Zinzendorfschulen war äußerst spendabel. Koordiniert wurde das Ganze von der Firma Rebholz Architekten und Ingenieure  - ebenfalls als Spende.

Mit Richtspruch, Würstchen, Richtbaum und allem, was dazu gehört, feierten sie schließlich das Richtfest. „Auf’s Backhaus bin ich hochgestiegen, um hier zu reden mit Vergnügen. Den Lehren und die lieben Seinen, und alle, die sich hier vereinen, die Handwerker und die Gäste, begrüße ich zu diesem Feste…“ verlas die Zehntklässlerin Sarah Recker den Richtspruch, den eine Gruppe Schüler eigens zu diesem Anlass getextet hat.

Alle Beteiligten sind schon gespannt auf die erste Pizza, die aus dem Ofen kommt. Beim Sponsorenlauf am Donnerstag muss der Ofen seine Feuerprobe bestehen.


erstellt am 16.07.2013


Alle 21 Absolventen der Berufsfachschulen bestehen ihre Fachschulreife

Der erste Jahrgang der neuen Berufsfachschule Wirtschaft der Zinzendorfschulen hat es ebenso geschafft wie die Schülerinnen und Schüler, welche den Schwerpunkt Hauswirtschaft und Ernährung gewählt haben: Insgesamt haben alle 21 Absolventen erfolgreich die Prüfung zur  Fachschulreife abgelegt.  Damit stehen ihnen alle Möglichkeiten offen, für die ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt wird, unter anderem können sie jetzt an einem der beruflichen Gymnasien ihr Abitur machen.

Der Schulleiter der beruflichen Zinzendorfschulen, Rainer Wittmann, der Abteilungsleiter der Berufsfachschule, Stefan Giesel, die Oberstudienrätin Heidi Thiemke von der Villinger Albert-Schweitzer-Schule, die zum letzten Mal den Prüfungsvorsitz übernommen hat - und von den Königsfeldern herzlich verabschiedet wurde -, sowie die Fachlehrer freuen sich mit:

Steffi Caramancio, Nils De Souza, Romina Fix, Miriam Franke, Christoph Gleixner, Julia Heinzmann, Annika Katschke, Sarah Löffler, Christopher Manzi, Yannic Ositschan, Julian Paeschke, Chiara Prescha und Corina Scherwinski (Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung) sowie Sebastian Banhardt, Moritz Daniel, Maximilian de Geus, Erik Haller, Luka Krupic, Florin Morgenstern, Pascal Sommer und Nina Weigmann (Berufsfachschule Wirtschaft).


erstellt am 15.07.2013


Gelungenes Sommerkonzert zum Thema „Freiheit“

Einen abwechslungsreichen Konzertgenuss bot am Samstag das diesjährige Sommerkonzert der Zinzendorfschulen im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine. Musiklehrer Br. Michel zeigte erneut Geschick in der Planung und Auswahl der Stücke, die diesmal zum Großteil unter dem Motto „Freedom is coming!“ standen. Die Akteure ihrerseits bewiesen, dass sich die intensiven Proben in der die Musikwoche, welche dem Konzert voran ging, mehr als gelohnt haben.

„Die Schülerinnen und Schüler verstehen das Motto sicher vorrangig im Sinne der Freiheiten, die ihnen die bevorstehenden Sommerferien bieten“, meinte der Schulleiter Br. Treude in seiner Begrüßung.

Doch ursprünglich war das Konzert für den Vorabend des diesjährigen Missionsfestes zum 150. Jahrestag der Abschaffung der Sklaverei in Surinam geplant, was sich vor allem im ersten Teil, den der Gospelchor mit beachtenswerter Präsenz gestaltete, widerspiegelte.

Das Traditional „Freedom is coming“ singend zog der Chor von beiden Portalen in den voll besetzten Kirchensaal ein, weiter ging es mit den Titeln „Oh Freedom“, „Free at Last“, und „Go Down, Moses“, bei welchem die beiden Neuntklässler Lennard Fiehn und Valentin Melvin an Saxophon und Klavier im Wechsel mit dem Chor eine jazzige Version der bekannten Melodie spielten.

Auch bei George Moustakis Liebeslied „Ma Liberté“, das am Ende dieses ersten Sets stand, bekam der Chor instrumentale Unterstützung, diesmal von einem Streichquartett mit Br. Ziegler, Sr. Richter, Torge Dieckmann und Vincent Federle.  

Im zweiten Teil des Konzertes sangen die Chöre der fünften und sechsten Klassen drei Lieder aus dem Film „Die Kinder des Moniseur Mathieu“. Wie schon ihre Vorgänger beeindruckten auch sie durch ihren klangvollen Gesang, bei dem sowohl die Töne als auch die Aussprache sehr präzise waren. Auch sie wurden von dem Streichorchester begleitet, zusätzlich spielte Matthias Faller am Klavier. Br. Michel hat auch hier im Auftritt eine nette kleine Idee eingebaut: Wie in dem mehrfach preisgekrönten französisch-schweizerischen Film ließen auch im Kirchensaal die jungen Sänger zum Abschied Papierflugzeuge steigen.

Schließlich betrat das Blasorchester die Bühne und begeisterte die Zuhörer mit mitreißenden Titeln wie Astor Piazollas „Libertango“, Jay Chattaways „Spanish Fever“, und Jacob de Haans „Queens Park Melody“, die ebenso an den Soundtrack eines Kinofilms erinnerten wie der „Raider’s March“ aus den „Indiana Jones“-Filmen sogar einer ist.

Ein besonderer musikalischer Leckerbissen waren drei kurze Stücke für drei Pauken des amerikanischen Komponisten Robert Muczynski, mit denen der ehemalige Zinzendorfschüler Alexander Ott die drei neuen Pauken der Zinzendorfschulen, die von Elternbeirat und der Amos-Comenius-Stiftung gespendet wurden, erstmalig der Öffentlichkeit vorstellte.

„Die alten Pauken hatten wir vor vielen Jahren gebraucht gekauft“, erklärte Br. Michel am Rande des Konzerts die Notwendigkeit der Neuanschaffung. „Sie waren in drei verschiedenen Größen und von ihnen hatte ursprünglich nur eine die Möglichkeit, während eines Stückes schnell auf eine andere Tonhöhe umgestimmt zu werden, aber auch bei dieser war der Mechanismus inzwischen defekt. Brauchte man in einem Stück also mehr als drei Töne, hatte man ein Problem.“  Dieses Problem wurde aus der Welt geschafft, was die drei Stücke eindrucksvoll bewiesen. Per Pedal kann die Höhe verändert werden, während der Ton erklingt, was einen interessanten Effekt bewirkt.

Am Ende des gelungenen Konzert-Nachmittags ging es thematisch wieder deutlich zurück zum Thema „Freiheit“: Orchester und alle Chöre präsentierten gemeinsam den Gefangenenchor aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“, zunächst auf italienisch und – als Zugabe unter stimmkräftiger Mitwirkung des Publikums – auf deutsch.


erstellt am 13.07.2013


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

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