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Realschüler präsentieren ihr Sozialpraktikum

TOP SE – was so nüchtern klingt, ist als themenorientiertes Praktikum Soziales Engagement ganz dicht an den Menschen und ein fester Bestandteil der baden-württembergischen Lehrpläne für die Realschule. An den Zinzendorfschulen wird diese Pflicht jedes Jahr zur Kür.

Mit viel Engagement gehen die Achtklässler mehrere Wochen regelmäßig in Kindergärten, Seniorenheime, in heilpädagogische Einrichtungen oder zu Familien, die Unterstützung benötigen. Zum Abschluss müssen sie eine Präsentation erarbeiten. Am Donnerstag trugen sie diese im Haus Katharina von Gersdorf vor großem Publikum vor.

 „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Schüler diese Aufgabe nicht nur durch den Verkauf von Kuchen in den Schulpausen abhaken, sondern sich auch da engagieren, wo es nicht immer Spaß macht“, erklärte der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, den anwesenden Eltern und Vertretern der Institutionen, in denen die Schüler sich eingebracht haben.

Sie berichteten – geschickt unterstützt von ihren Religionslehrern Br. Färber und Sr. Sommer – von den Erfahrungen, die sie dabei gesammelt haben. Agnes beispielsweise hat schnell herausgefunden, wie man einen Rollstuhl den Berg hinaufschiebt, ihr Mitschüler Marcel war fasziniert, dass eine 95-Jährige ein ellenlanges Gedicht auswendig rezitieren konnte – „das ging bestimmt fünf Minuten lang“, staunte er.

 Wieder andere Achtklässler brachten die Zuhörer zum Schmunzeln, wenn sie etwa sehr bestimmt erklärten, wie gut es für die Kindergartenkinder ist, dass „auch mal Schüler da sind und mit ihnen klettern“ - weil die Erzieherinnen dazu ja „zu alt“ seien.

 Eine interessante Erfahrung hat Julian im Kindergarten gemacht: „Die Mädchen gehen gleich auf einen zu, während die Jungs zu Anfang etwas schüchtern sind.“ Überhaupt war die Arbeit mit kleinen Kindern immer wieder für eine Überraschung gut: „Wenn man ihnen Wasser gibt, wird man selbst nass“, musste eine Achtklässlerin feststellen, die in einer Grundschule mit einer Gruppe Kindern im Schulgarten gearbeitet hat.

 Beim heilpädagogischen Reiten haben ein paar Mädchen Verantwortung sowohl für die Pferde als auch für die reitenden Kinder übernommen, andere gingen mit Kleinkindern in den Streichelzoo und zeigten ihnen Ziegen und Schafe.

 Alle waren sich einig, dass das Sozialprojekt eine tolle Erfahrung ist, viele hatten zu Beginn Bedenken und waren dann doch überrascht, wie viel Spaß es ihnen gemacht hat und einige wollen ihr Soziales Engagement sogar freiwillig fortführen.

Damit sind alle dem „Ziel, sozial zu sein und sich als Teil des Ganzen zu verstehen“, wie es der Schulpfarrer Br. Fischer in seiner Begrüßung formuliert hat, ein ganzes Stück näher gekommen.


erstellt am 14.06.2013


Elternbeirat spendiert dem Königsfelder Modell eine Tischtennisplatte

Immer schöner wird der Pausenhof für die Schülerinnen und Schüler des Königsfelder Modells. Der Elternbeirat der Zinzendorfschulen hat jetzt knapp 2000 Euro investiert, um eine zweite Tischtennisplatte auf dem Gelände der ehemaligen Grund- und Hauptschule aufzustellen. Sie steht unter einem Vordach, so dass die Kinder sich auch an verregneten Schultagen bei einer Partie Tischtennis austoben können.

Die Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Brydniak, der geschäftsführende Schulleiter Rainer Wittmann und der Abteilungsleiter der WerkRealschule Stefan Giesel freuten sich, dass die Platte bei den Schülern so gut ankommt, dass sie diese auch schon mal ohne Tischtennisschläger mit einem Tennisball nutzen.„Natürlich haben wir bei der Platzwahl darauf geachtet, dass die Fluchtwege frei bleiben“, so Wittmann.


erstellt am 13.06.2013


Jonah Sinyangwe berichtet aus Malawi

Aus erster Hand konnten sich in der vergangenen Woche die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik über die Situation in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, informieren. Jonah Sinyangwe, Projektmanager der Herrnhuter Missionshilfe, besuchte die Zinzendorfschulen und berichtete über seine Arbeit und die Situation in dem ostafrikanischen Land.

„Von den 15 Millionen Einwohnern leben mehr als 50 Prozent in Armut“, erklärte Sinyanwe in seinem anschaulichen Vortrag, dem die Schülerinnen und Schüler gebannt folgten. Sie erfuhren, dass Malawi besonders stark unter dem Klimawandel leidet. Die Folgen von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben sind lang anhaltend und schwerwiegend. Es fehlen die finanziellen Mittel, um zerstörte Häuser schnell wieder aufzubauen und vor allem ein Ausfall der Ernte hat verheerende Folgen.

Im Schnitt haben die Familien sechs Kinder, mehr als 12 sind allerdings auch nicht selten. Deshalb ist es eines der wichtigsten Anliegen von Sinyangwe und seinen Helfern, die Geburtenrate zu senken.

Gekocht wird meistens noch am offenen Feuer, weshalb mehr Bäume abgeholzt werden als dem Land gut tut, erfuhren die angehenden Erzieher.

Ein weiteres Problem ist der HI-Virus, an dem 12,5 Prozent der Bevölkerung erkrankt sind. Das führt wiederum zu einer großen Zahl von Waisenkindern und Angehörigen, die dringend Unterstützung benötigen.

Für die Schülerinnen und Schüler der 2 BKSP2 war der Besuch Sinyangwes eine spannende Erfahrung. Zuvor hatten schon ihre Mitschüler aus der 1BKPRa sich mit der Herrnhuter Missionshilfe (HMH) beschäftigt und auf Plakaten zusammengestellt, was die Ziele und Mittel der HMH sind. Für das Gruppenfoto mit Jonah Sinyangwe, der Pressereferentin der HMH Dorothea Weller und dem Schulpfarrer Br. Fischer hatte sich die 2BKSP2 diese Plakate ausgeliehen.


erstellt am 12.06.2013


5W besichtigt Schreinerei in Burgberg

Astronaut, Lokomotivführer, Prinzessin: Spätestens nach der Grundschule dämmert es den Kindern, dass diese Berufswünsche für die meisten doch nicht so ganz einfach zu realisieren sind. Deshalb steht im Fächerverbund Wirtschaft, Zeit, Gesellschaft der WerkRealschule auch schon in der fünften Klasse die erste Betriebsbesichtigung an.

Die 5W der Zinzendorfschulen mit ihrer Klassenlehrerin Sr. Elsässer besuchte neulich die Schreinerei Schwarzwälder in Burgberg. Dort staunten die Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Holzarten, sahen, wie Holz gelagert wird und ließen sich den umfangreichen Maschinenpark erklären.

Hier konnten die Fünftklässler unter Anleitung auch selbst mal ein Brett einlegen, das im Handumdrehen in vier sauber geschnittenen Teilen wieder herauskam. Gut fanden sie, dass die Holzabfälle gleich weiterverwendet werden, um den Betrieb zu heizen.

Der Schreinermeister Frank Schwarzwälder, der seinen Betrieb schon in der vierten Generation führt, war auf die neugierigen Fragen der Schülerinnen und Schüler bestens vorbereitet, da er selbst junge Menschen auf dem Weg einer Fachausbildung begleitet.

Den Mädchen und Jungen erklärte er die Bearbeitung des Werkstoffes Holz und sie sahen wie wichtig gute Mathekenntnisse und sorgfältiges Arbeiten für einen Ausbildungsplatz in einer Schreinerei sind. Schnell war allen klar, dass es sich lohnt, in der Schule zu lernen, damit man diesen Aufgaben gewachsen ist. Denn dass es großen Spaß machen kann, die computergesteuerten Maschinen nach den exakten Plänen und Zeichnungen zu programmieren, wurde den Kindern vor Augen geführt.


erstellt am 11.06.2013


6W bei der Firma Brugger Magnetsysteme in Hardt

 Im Rahmen des Fächerverbundes „Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit“ sollen die WerkRealschüler möglichst früh Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt bekommen. Deshalb fuhren die  22 Jungs und Mädchen Klasse 6 W am Dienstag mit ihrer Klassenlehrerin Birgit Helms sowie den Betreuerinnen Katharina Sendlbeck und Petra Kroh zur Firma Brugger Magnetsysteme.

Nach einer Einführung in die 50-jährige Firmengeschichte, erklärte Geschäftsführer Georg Brugger die vielseitigen Anwendungsbereiche für Magnete.

Gegenstände aus dem Alltag wie Seifenhalter, Tankrucksack, Wischmopp, Hammer oder Teddybären werden in ihrer Handhabung durch Magnete optimiert.

Gespannt lauschten alle den Beispielen aus dem Automobil- und Industriebereich. Wer hätte gedacht, dass das Licht auf dem Dach des Dienstwagens von Angela Merkel mit einem Saugmagneten ausgestattet ist oder das Taxischild auf dem Autodach auch bei 200km/h noch sicher halten muss? Begriffe wie Stab- oder Flachgreifer, Filtersysteme, und Beispiele aus der Medizintechnik wurden anschaulich erklärt.

Bei einem Rundgang auf rund 5000m² Produktionsfläche durch die Stanzerei, die Dreherei und vorbei an großen Spritzgussmaschinen nahmen die Schülerinnen und Schüler direkten Kontakt mit den Mitarbeitern an ihren Arbeitsplätzen auf.

Diese konnten die neugierige Fragen an Ort und Stelle beantworten und zeigten auch geduldig manches Detail.

Ausgestattet mit verschiedenen Einzelteilen durften die Schüler und Schülerinnen selbst ihre Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit testen, beim Zusammenschrauben verschiedener Pinnwand-Magneten. Dass dies durch die Anziehungskraft des Schraubenziehers gar nicht so einfach ist, merkten sie schnell und mancher Tipp oder Trick machte die Runde. Bevor es zurück an die Schule ging erfuhren wir noch, dass die Firma Schüler als Praktikanten aufnimmt, wie die Kontaktaufnahme dafür erfolgen kann und in welchen Beruf die Firma ausbildet. Von dem praktischen Lehrgang in der modern geführten Firma, bei dem die WerkRealschüler von der Idee über die Entwicklung und Herstellung zum fertigen Produkt alles gezeigt bekamen, waren alle begeistert.

Birgit Helms


erstellt am 05.06.2013


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Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
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