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Zinzendorfschüler beteiligen sich begeistert am Stelen-Kunstwerk

Alles so schön bunt hier: Seit vergangener Woche stehen 252 ganz individuelle, künstlerisch gestaltete Stelen auf dem Zinzendorfplatz. Ehrensache, dass auch viele Schülerinnen und Schüler der Zinzendorfschulen aller Altersklassen ihren Beitrag zu der farbenfrohen Installation geleistet haben.

Die 5Ra - Kunstunterricht bei Br. Hertnagel - war dabei, auch die Schülerinnen und Schüler von Sr. Zander und Br. Ditz-Burk sowie Internatsschülerinnen aus dem EDH haben mitgemacht.

Sein erstes Ziel, dass die Passanten sich beim Überqueren des Platzes mehr Zeit lassen, hat der Initiator Manfred Molicki schon jetzt erreicht: “Schüler der Zinzendorfschulen sagten, der Platz sei zuvor immer schnell hinter sich gebracht worden“, berichtete er bei der Vernissage. Mit dem Aufstellen der Stelen habe sich das Tempo entschleunigt.

Die Stelen zieren drei Wochen den Zinzendorfplatz, danach werden sie zugunsten des Kindergarten-Neubaus in Lambarene versteigert.


erstellt am 26.06.2013


Kochen und Maschineschreiben in den berufspraktischen Prüfungen der Berufsfachschulen

Oft genug duftet es wunderbar nach verschiedenen Gewürzen aus der Lehrküche im EDH. Wenn aber zugleich die Schülerinnen und Schüler mal nicht im Team, sondern jeder für sich an einer Kochstelle stehen und hochkonzentriert mit Pfannen und Töpfen hantieren, dann ist ziemlich sicher Prüfung. Am heutigen Mittwoch stand für sechs der 13 Absolventen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung (2BFH) die Prüfung in Berufspraktischer Kompetenz an. Sie orientiert sich wie die Berufsfachliche Kompetenz an so genannten Fallbeispielen. „In den vergangen Jahren kamen etwa immer wieder Geburtstagsfeiern als Fallbeispiele vor“, erklärt die Lehrerin Sr. Jerke.

Im theoretischen Teil, also der Berufsfachlichen Kompetenz, sollen die Schüler dann planen, was sie mitbringen. Je nach Aufgabenstellung sind das dann bestimmte Salate, Hauptgerichte oder Nachspeisen, in der praktischen Prüfung werden diese dann zubereitet. Heute standen unter anderem Biskuitrollen, Apfeltorte, Apfelcreme, Gemüsegratin, Hezoginnengemüse, Tofu- und Gemüsepfanne, Salat und Reis auf dem Prüfungsplan. Jede Absolventin musste drei Gerichte zubereiten. „In der Vorbereitungsphase haben sie einen Zeit- und Arbeitsplan gemacht und eine Zutatenliste geschrieben.“  Natürlich kann nicht alles vorrätig sein, obwohl die Standard-Zutaten und Gewürze vorhanden sind. „Vorhin benötigte eine Schülerin noch Brokkoli, den habe ich dann in der Pause besorgt.“

Trotzdem sind die Vorbereitungen für so eine Prüfung enorm“, erklärt Gabriele Jerke. „Die Lehrküche haben wir zuvor zwei Tage lang gründlich geputzt und alle Vorräte überprüft.“ So haben alle die gleichen Voraussetzungen. Anders als in vielen Kochshows im Fernsehen dürfen die Prüflinge nicht Unmengen an Geschirr verwenden und ein Küchen-Chaos hinterlassen: Arbeitsplatzgestaltung und Hygiene fließen in die Benotung ebenso ein wie das Anrichten auf dem Teller und der Geschmack, den neben den Fachlehrerinnen und der Schulleitung auch die Prüfungsvorsitzende Heidi Thiemke von der Albert-Schweitzer-Schule bewertet.

Das Los entscheidet darüber, wer in der praktischen Prüfung in der Küche sein Bestes gibt und wer in der Textilarbeit nähen und gestalten darf. „Eine Aufgabe aus den vergangenen Jahren war etwa, eine Verpackung für eine Weinflasche aus Stoff zu nähen, wie man sie etwa zu einer Geburtstagsparty mitnehmen würde.“

Auch die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft müssen eine berufspraktische Prüfung ablegen, bei ihnen geht es ums Maschineschreiben.

Alle hatten zuvor bereits in Deutsch, Englisch, Mathematik und Berufsfachlicher Kompetenz ihre Abschlussprüfungen absolviert, mit bestandener mündlichen Prüfung am 15. Juli haben sie dann ihre Fachschulreife in der Tasche, mit der ihnen die gleichen Möglichkeiten offenstehen wie mit der Mittleren Reife.


erstellt am 26.06.2013


Kochen für die Kleinsten

Fertigprodukte sind praktisch, doch können sie die späteren Essgewohnheiten von Kindern schon sehr früh beeinflussen. In einem Lehrgang bei einer Fachfrau für Bewusste Kinderernährung (BeKi) haben die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik jetzt gelernt, wie sie die verschiedenen Breie, die in Gläschen und als Pulver zum Anrühren angeboten werden, auch selbst herstellen können und worauf sie dabei achten müssen. „Das fängt schon mit der richtigen Küchentechnik an“, sagt Sr. Helms, die zusammen mit der BeKi-Fachfrau Edith Kirner die Schülerinnen und Schüler angeleitet hat. „Den meisten war es gar nicht bewusst, dass sie das Gemüse schälen müssen, bevor sie es pürieren können.“

Das Ziel des Lehrgangs soll keine generelle Ablehnung von Fertigprodukten sein, sondern ein kritischer Umgang damit. „Wenn später beim Vergleich herauskommt, dass das Fertiggericht besser schmeckt, ist das kein Problem“, so Sr. Helms. „Der nächste Schritt ist dann, herauszufinden, warum das so ist.“ Nebenbei lernen die angehenden Erzieher, die Inhaltsangaben zu lesen und richtig zu interpretieren. Die Fertigprodukte schmecken nämlich oft besser, weil sie Zucker oder Vanillearoma beinhalten, dabei dürfen die Gerichte für die Kleinstkinder gar nicht gewürzt sein.

Im theoretischen Teil des Lehrgangs lernten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Ess-Typen wie „Trennköstler“, „Spatzen“ und „Vielesser“ kennen und lernten, dass die Essplätze für Kinder unter drei Jahren möglichst störungsfrei sein sollten.

Wie wichtig dieser Teil der Ausbildung ist, stellte sich bei einer kurzen Umfrage in der BKSP2 heraus: Fast alle arbeiten in Einrichtungen, in denen Kinder unter drei Jahren betreut werden.


erstellt am 25.06.2013


KNX-Workshop der EGT an den Zinzendorfschulen

Lichter und Jalousien können von jedem beliebigen anderen Raum aus geschaltet werden, wer auf der Fahrt in den Urlaub unsicher ist, ob das Bügeleisen ausgestellt ist, kann dies ebenso per Smartphone kontrollieren wie die Heizung einstellen: Die KNX-BUS-Technik hat sogar schon in einigen privaten Wohnhäusern Einzug gehalten, in modernen Neubauten wie dem Schwarzwald-Baar-Klinikum und dem Haus Katharina von Gersdorf ist sie mittlerweile – abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse – Standard.

Was sich hinter dieser Technik verbirgt und wie sie funktioniert, können die Neuntklässler der Zinzendorf-Realschule gerade im Technik-Unterricht erfahren. Christof Krämer, Projektmanager Gebäudetechnik beim Bildungspartner EGT, hält in diesen Wochen zwei Workshops ab, in dem die Schülerinnen und Schüler in Theorie und Praxis lernen, wie das funktioniert. Die elektrotechnischen Bauteile hat er dabei, auf den Schul-Laptops programmieren die Schüler ihre Handys so, dass jeder das Licht am Platz seiner Mitschüler aufleuchten lassen kann.

Gebannt schauen die Neuntklässler auf die Displays von Rechner und Mobiltelefon, probieren hier und ändern da etwas und als es endlich klappt, leuchten nicht nur die Lampen, sondern strahlen auch die Augen.


erstellt am 24.06.2013


Dementius und Dementine: Gastspiel zum Thema Demenz

Nachdenkliche Gesichter bei bekannten Situationen, erleichtertes Lachen, als eine Lösung vorgeschlagen wird, begeisterter Applaus angesichts des gleichsam unterhaltsamen wie lehrreichen Theaterstücks: Das waren die Reaktionen der Achtklässler vom Zinzendorf-Gymnasium und der Zinzendorf-Realschule, als am Mittwoch das Stück "Dementius und Dementine" zu sehen war, welches das Villinger Brennpunkttheater in Zusammenarbeit mit Altenpflegern und Altenpflegeschülern entwickelt hat.

Das Stück, das in verschiedenen Szenen den typischen Krankheitsverlauf schildert, soll die Bevölkerung, vor allem aber junge Menschen, für die Krankheit sensibilisieren. Viele Schülerinnen und Schüler haben in ihrer Familie oder in ihrem Umfeld schon einmal die Auswirkungen einer Demenz beobachten können, denn jeder Vierte über 80 ist erkrankt, bei den über 90-Jährigen sogar schon jeder Zweite. Da ist es besonders wichtig zu erfahren, warum der Opa sie auf einmal nicht mehr erkennt, weshalb Oma immer wiederholt, was sie schon drei Sätze zuvor gesagt hat und wieso sich der alte Nachbar plötzlich auf dem Weg zum Bäcker verläuft.

Parallel zu dem Geschehen auf der Bühne sind in einer an die Wand projizierten Präsentation Hintergrundinformationen zu lesen. Die Erkrankten benehmen sich wunderlich, verlegen Dinge, verwechseln Salz und Zucker, sind misstrauisch zum Teil bis hin zur Aggressivität und leben oft in der Vergangenheit.Eine Schlüsselszene zeigt eine Altenheimbewohnerin, die plötzlich um Jahrzehnte zurückversetzt ist und sich als junge, schwangere Frau sieht.

Während all die logischen Erklärungsversuche der Pflegerinnen nicht helfen und die Situation nur verschlimmern, kann die Kranke nur durch Bestätigung beruhigt werden. "Aber wir können sie doch nicht anlügen!" meint die junge Pflegerin, woraufhin ihr erklärt wird, dass es kein Anlügen ist, sondern eher ein Abholen von dort, wo sie sich gerade befindet.

Der Schulpfarrer Br. Fischer wollte nach der Aufführung von den Altenpflegern wissen, wie sie professionell mit der Krankheit umgehen können. "Man muss Abstand wahren, abends abschalten und darf kein Angehöriger sein", erklärte eine der Darstellerinnen. Ihr Kollege ergänzte, dass in diesem Beruf die Liebe zum Menschen entscheidend sei und betonte, wie wichtig es ist, den Respekt vor dem Demenzkranken nicht zu verlieren.

Unter den Zuschauern war auch Peter Graf zu Dohna vom Arbeitskreis Demenz im Schwarzwald-Baar-Kreis, der das Theaterstück, das seit seiner Premiere vor drei Jahren etwa 30 Mal aufgeführt wurde, seinerzeit angeregt hatte. "Ich war gespannt, wie die Kinder darauf reagieren", sagte der Mediziner. Aus Erfahrung weiß er, dass Kinder viel von ihren Erlebnissen und von dem Gelernten in die Familien tragen.


erstellt am 20.06.2013


Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen