Die Anfänge - Jungenerziehung

Eine "Pensions-Knaben-Anstalt" genehmigte die württembergische Regierung in Stuttgart nicht, weil ihre eigenen Professoren und "Präzeptoren" selbst Pensionsknaben beherbergten und Konkurrenz fürchteten. 1810 wurde Königsfeld badisch und mit Erlaubnis des Großherzogs in Karlsruhe durfte 1813 mit der "Knabenanstalt" begonnen werden.

1813   im November Gründung der Anstalt.

Auch bei der KA übernahm Bruder Tschirpe als Ortspfarrer die Leitung der Anstalt, als Lehrer der Theologe Bruder Gregor aus Christiansfeld (Nordschleswig) und als Erzieher der Königsfelder Schreinergeselle Bruder Schindler den Dienst für 5 Schüler, 4 aus Basel und 1 aus Schaffhausen, wiederum in den 2 Räumen des Gemeinlogis (heute Gasthof der Brüdergemeine).

1817   im November zog die KA in das heute sogenannte Brüderhaus.
          Als die Anstalt weiter wuchs, wurde ein Neubau notwendig. Der
          größte Teil der KA-Schüler kam aus dem Ausland, um die deutsche
          Sprache zu erlernen: Aus der französischen Schweiz, Frankreich,
          England und weiteren Ländern.

1870   im Oktober Umzug der KA in das neu erstellte Gebäude in der
          Mönchweilerstraße (heute Haus Spangenberg).

1918   im Dezember hätte die Anstalt wegen Schülermangels fast
          geschlossen werden müssen, da während des 1. Weltkrieges
          die Ausländer die KA nicht mehr besuchen konnten.

1927   zusätzlich Einrichtung eines Schulsanatoriums im “Tannenhaus”
          
in der Stellwaldstraße für Schüler, die spezieller ärztlicher
          Betreuung bedurften. Heute befindet sich das Christoph-Blumhardt-
          Haus in diesem Gebäude, zuvor beherbergte es eine Brauerei und
          danach ein Erholungsheim. 1942 wurde das Haus Lazarett, so dass
          das Schulsanatorium im sogenannten Jugendhaus untergebracht
          werden musste. 1946 zog es als das “Tannenhaus” in die Bergstraße
          oberhalb des Jugendhauses, wurde jedoch 1965 als Schulsanatorium
          aufgegeben und dann bis 1978 als Zweiginternat “Haus Christian
          David” weitergeführt.

1933   2.Juni. Einweihung des “Neuen Schulhauses”, später “Altes Schul-
          haus”, heute steht an dieser Stelle der Neubau des “Jan-Hus-Hauses”.
          Das Neue Schulhaus gab Platz unter anderem im Parterre für 2
          Klassenzimmer und für den Physik- und Chemiesaal sowie im
          Obergeschoss für eine Lehrerwohnung. Das Haus selber war zuvor
          ein Speicherhaus der Königsfelder Firma Just gewesen.

1934    im März erste staatlich anerkannte Prüfung der Mittleren Reife
         
zusammen mit der MA von einem staatlichen Kommissar an der
          KA abgenommen.

1937    ab Sommer Ringen der Schulleitung um die staatliche
          Anerkennung
als Vollanstalt mit der Berechtigung, die staatlich
          anerkannte Abiturprüfung an der Schule abzunehmen.

1938    1. Mai Einweihung der neu erbauten “Turnhalle” gegenüber der KA
          in der Mönchweiler Straße. Sie diente den Königsfelder Schulen als
          Turnhalle, außerdem der Gemeinde Königsfeld als Halle für verschie-
          dene Veranstaltungen, unter anderem für Kinovorführungen, und
          wurde im März 1984 abgerissen. Danach siedelte sich auf dem
          Gelände ein Lebensmitteldiscounter an und später ein Restaurant-
          betrieb.

1939   ab April neuer Name: “Private Oberschule für Jungen“.

1940   im Januar wird der Schule die staatliche Anerkennung erteilt.

1941   8. März wird die 1. Abiturprüfung abgenommen: 1 Junge,
          1 Mädchen, 6 Jungen erhalten das Abiturzeugnis ohne Prüfung,
          da sie Kriegsdienst leisten.

1943   im Sommer Einrichtung des Zweiginternates “Haus Renatus
          Früauf” 
im Gebäude der ehemaligen MA.

1943   ab Herbst werden Schüler der KA und Schülerinnen der
          ehemaligen MA gemeinsam in der KA unterrichtet.

1944   im Oktober Verstaatlichung von Schule und Internat, 
          unter neuer Leitung als “Deutsche Heimschule” geführt bis
          zum Kriegsende für Königsfeld am 20. April 1945. Einzelne des
          Lehrerkollegiums wurden von der Deutschen Heimschule über-
          nommen, der Großteil der Schüler und Schülerinnen blieb.

1945   am 11. November konnte mit Genehmigung der französischen
          Militärregierung und des Badischen Unterrichts-
          ministeriums die Schularbeit der Brüdergemeine im alten Stil
          wieder aufgenommen werden. Die Koedukation von Jungen
          und Mädchen wird für die Zukunft beibehalten.

Neben der Schule, die 1949 den Namen Zinzendorf-Gymnasium erhielt, gab es folgende Internate:

       KA für die älteren Schüler (nach dem Brand der KA 1953 
       “Haus Spangenberg“
 genannt).

       Haus Renatus Früauf für die jüngeren Schüler.

       Tannenhaus, Schulsanatorium für Jungen bis 1965, danach
       Zweiginternat für Jungen als Haus Christian David.

       Erdmuth-Dorotheen-Haus Internat für Mädchen bis 1975
       im ehemaligen Schwesternhaus. Wegen Platzmangels Umzug
       des Mädcheninternates in  das Haus Katharina von Gersdorf
       im ehemaligen Jugendhaus 1975 - 1987, danach wieder Einzug
       in das Erdmuth-Dorotheen-Haus.

1953    26. Februar Brand der KA. Die Jungen des Internates
          werden vorübergehend im sogenannten Jugendhaus unter-
          gebracht. Der Unterricht findet an verschiedenen Stellen im Ort statt.

1953    29. Mai: Einweihung des “Gartenhauses”, eines Holzhauses
          mit zwei Klassenzimmern, im Gartengelände des Hauses Früauf.

1953    15. Oktober: 1. Spatenstich für das neue Schulhaus
          “Amos Comenius”.

1954    17. Januar: Einweihung des neuen Internatsgebäudes
          “Haus Spangenberg”.

1954    im Frühsommer: Neugestaltung der Sportplatzanlagen

1954    15. September: Einweihung des neuen “Amos-Comenius
          -Schulhauses" 

1956    im Mai: 1. Spatenstich für den Bau der neuen Turnhalle.

1956    1. Dezember: Einweihung der neuen Turnhalle.

1968     Einzug der Schulleitung und der Wirtschaftsleitung  in
           den neu erbauten Verwaltungsbungalow.

1971    18. November: Einweihung des Erweiterungsbaues des
           Amos-Comenius-Schulhauses für die naturwissenschaftlichen
           Fächer.

1974    im Herbst: Einrichtung der Zinzendorf-Realschule.

1980    im Sommer erster Realschulabschluss an der Zinzendorf-
           Realschule.

1987    im Januar: Zusammenführung der allgemeinbildenden und
           der beruflichen Zinzendorfschulen zu einem gemeinsamen
           weit gefächerten Schulwerk.

Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen