Schüler aktuell

Abschlussfahrt nach Rom der Klassen 10R und 10W

Wir, die Klasse 10R und 10W haben unsere Abschlussfahrt in Rom verbracht. Dank unserem persönlichen Guide Br. Beller erkundeten wir das alte Rom und dessen Geschichte. Das Forum Romanum mit dem Kolosseum erlebten wir in der warmen Abendsonne und waren davon sehr beeindruckt.

Trotz unseren täglichen qualvollen Märschen und den zahllosen Kilometern bot uns das Barocke Rom mit der Kapuzinergruft, der Engelsburg, Piazza Navona und dem Pantheon viel Abwechslung. Eine Kleingruppe fuhr hinaus zu den Katakomben San Callisto und stieg hinunter in die Gänge und Grabnischen, welche in Tuffstein gehauen waren.

Einen fünfstündigen Rundgang beanspruchten die Vatikanischen Museen mit den verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte, sowie der Petersdom mit seinen unglaublichen Dimensionen und der große Platz davor. Zahllose Plätze, Brunnen, Museen, Grabstätten und Kirchen füllten unseren Vormittag und Br. Beller fiel immer an Ort und Stelle etwas dazu ein.

Unsere Freizeit nutzen wir zum Bummeln und Eis essen, sogar dem italienischen Verkehrschaos hielten wir stand. So konnten wir Rom auf unsere eigene Art und Weise entdecken. Auch das legere Verhältnis zwischen beiden Klassen und unseren Lehrkräften Sr. Helms und Br. Giesel trug dazu bei, das wir eine unvergessliche Woche in Italien erleben durften.

Lee-Ann Scarinci 10W und Letizia Galasso 10R

Skiwochen der 7. Klassen

Am Montag, den 13.2.17 begann für die Klassen 7c und 7R das Skilandheim in Altglashütten.  In der Woche zuvor waren bereits die Klassen 7a und 7b mit Sr. Rudisch, Br. Hudeck und Br. Frasch dort gewesen. Untergebracht waren die Schülerinnen und Schüler im Gästehaus des Badischen Turnerbundes. Als Lehrer waren in der zweiten Woche dabei: Sr. Moosmann (7c, Erdkunde), Sr. Kyburz (7c, Klassen- und Sportlehrerin), Br. Färber (Klassenlehrer 7R und Musik 7c) und Br. Luschin (7R, Mathe).

Br. Luschin hat uns jeden Tag zum Feldberg gefahren, wo wir von 10-12 und von 13-15 Uhr Ski- bzw. Snowboardkurse bei der Schneesportschule On-Snow hatten. Es gab drei Ski- und zwei Snowboardkurse. Die Schneesportlehrer hatten mit uns viel Spaß, genauso wie wir mit ihnen. An vier Tagen konnten wir unsere Übungen bei strahlendem Sonnenschein machen sowie am Freitag bei Schneefall das Tiefschneefahren üben.

So ein Skilandheim soll dazu beitragen, dass auch diejenigen das Skifahren lernen, die zuvor noch nie Ski gefahren sind, und es bringt auch etwas für die Verbesserung der Gemeinschaft. Nach den Skikursen hatten wir zwei Stunden Freizeit. Um 18 Uhr gab es jeden Tag Abendessen, es war immer sehr lecker. An den Abenden gab es verschiedene Aktivitäten wie zum Beispiel eine Einführung ins Ski- bzw. Boardwachsen, einen Spiele- und einen Filmabend sowie eine Fackelwanderung.

Wir würden auf alle Fälle gerne nochmal nach Altglashütten fahren.

Hannah Hinterseh und Catharina Kühn, 7c


 

 

Besuch Synagoge und Münster in Freiburg, Mittwoch, 11.Mai

Am gestrigen Tage haben wir als Klasse 9R eine Exkursion unternommen. Wir sind in die Synagoge nach Freiburg gereist. Wir haben viele neue, interessante Einblicke in die jüdische Kultur gewinnen können. Unter anderem hat uns die Exkursionsleiterin verschiedene Gegenstände der jüdischen Religion z. B. die Menora (siebenarmiger Leuchter), Chanukka (acht/neunarmiger Leuchter), Kippa und viele traditionelle Feiertage und Rituale erläutert. Als Highlight der Exkursion war es uns gestattet, die verschiedenen Torarollen zu begutachten und sogar aus einer zu lesen.

Anschließend hatten wir in der Freiburger Innenstadt Freizeit, wo wir viele goldene Stolpersteine entdeckt haben, die als kleine Gedenktafeln der Verfolgten und gestorbenen Juden dienen.

Nach der Freizeit haben wir uns aufgemacht, den Freiburger Münster zu entdecken. Dank der privaten Führung von Br. Beller, Br. Markstahler & Br. Fischer konnten wir auch hier viele interessante Informationen und Einblicke in die Kulturgeschichte des Münsters sammeln. Als krönender Abschluss des Tages und der Exkursion durften wir den Münster bis ganz nach oben besteigen.

Letizia Galasso, Anna Marterer, Leon Böttle


 

 

Schüler helfen Schülern

Unter dem Motto "Schüler helfen Schülern" vermitteln wir Nachhilfeunterricht. Schüler der Oberstufe können ihr Taschengeld aufbessern, indem sie Schülern der Unter- und Mittelstufe helfen. Im Sekretariat bei Frau Milbradt liegt eine Liste, in der sich Interessenten eintragen können.

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Präsentation der Austauschschüler in Südfrankreich

7c in der Freiburger Synagoge

Klasse 7 c mit Br. Markstahler vor dem Synagogenbesuch (Foto: Amelie Fobel)
Thorarolle (Foto: Mira Kizilhan)
Blick vom Münster (Foto: Maren Wursthorn)
 

Einmal Reli-Unterricht außerhalb der Schule und Kirchengemeinde zu erleben - das hieß für uns 7c-Klässler den Bus nehmen und in der Freiburger Synagoge einem jüdischen Gelehrten zu lauschen, der ebenso viele Fragen über unser Vorwissen zum jüdischen religiösen Leben stellte wie danach die unseren beantwortete und der uns mit seinen lebenspraktischen Ansichten und seiner Offenheit wirklich überraschte.

Mit einem "Bruchim habaim" - Herzlich willkommen - empfing uns der jüdische Gelehrte Klaus Teschemacher, der trotz seines hohen Alters noch Führungen in der Freiburger Synagoge betreut, bei unserer Ankunft. Von ihm erfuhren wir nachdenklich Stimmendes über seine Lebensgeschichte, seine Flucht aus dem Nazi-Deutschland und den Wert einer vielsprachigen, international ausgerichteten Bildung und Erziehung. Denn "Wer weiß schon, wo er einmal leben wird", lautete sein Rat an uns Jugendliche.

Am Donnerstag, dem 3. Juli 2014, morgens zu Schulbeginn waren wir Schüler und Schülerinnen der Klasse 7c, begleitet von unserem Klassen- und Religionslehrer Br. Markstahler und Sr. Berberich-Ebner, nach Freiburg gestartet, um die 1985 neu errichtete Synagoge zu besichtigen, die nicht nur als Gebetshaus, sondern auch als Versammlungs- und Unterrichtssaal der dort ansässigen jüdischen Gemeinde dient.

Es wurde eine Begegnung, die uns alle sehr beeindruckte. Wer außer uns durfte schon einmal eine echte Thora-Rolle, die übrigens aus dem 19. Jahrhundert stammt und von unschätzbarem ideellem Wert ist, berühren, darin eine Stelle auswählen und sie sich gleich vorlesen lassen?

Br. Markstahler glänzte durch eine spontane Rezitation des hebräischen Textes, in dem übrigens die Vokale und Satzzeichen nicht vermerkt sind. Durch seine sehr guten Verbindungen zu führenden Mitgliedern der israelitischen Gemeinde noch aus Freiburger Studientagen war es ihm gelungen, den Gründer und bis Juli 2014 amtierenden Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde in Emmendingen, Herrn Klaus Teschemacher, für die Führung zu gewinnen. Er erklärte uns das jüdisch-orthodoxes Denken und die Grundregeln des Gemeindelebens ebenso wie historische Zusammenhänge und beantwortete all unsere Fragen sachkundig und mit großem Gespür für das, was uns junge Leute heutzutage beschäftigt.

Auch die Brit Mila, die Beschneidungszeremonie, und die Zerstörungen des Holocaust waren für ihn kein Tabuthema. Nach der etwa 2-stündigen Einführung durften wir im Gotteshaus Fotos machen, auf die Empore hinaufsteigen und vor allem auch die alte Thora-Rolle ganz aus der Nähe betrachten, die auf geheimnisvolle Weise 1938 aus dem Scheiterhaufen vor der brennenden alten Synagoge gerettet wurde und ihren Weg zurück in die jüdische Gemeinde fand.

Anschließend erkletterten wir die 243 Stufen des Münsterturms, entgingen einem weiteren - "nur kurzen", wie unser Bruder vorsorglich ankündigte, - Rundgang durch die Kirche, weil darin gerade ein Gottesdienst stattfand, und stürmten die berühmte "Markthalle" mit ihren vielfältigen Mittagsmenüs.

Danach genossen wir eine kleine Auszeit in der Stadt und im Park am Freiburger Schlossberg. Leider reichte die Zeit nicht mehr für eine Wanderung hinauf zur Höhenstation, denn unser Bus wartete bereits für die Rückfahrt in den Schwarzwald.

Für den lehrreichen Tag mit einer guten Portion Spaß und Begegnungen möchten wir uns sehr herzlich bei den Organisatoren dieser Studienfahrt bedanken! Schalom!

Die Klasse 7c des Zinzendorf-Gymnasiums

Erlebnispädagogik erleben - Workshop für angehende Jugend- und Heimerzieher

Erlebnispädagogik hat jeder Erzieher schon einmal gehört, aber was genau dahinter steckt durfte die 2BKSW1 am letzten Wochenende am eigenen Leibe erfahren.

Eine Mischung aus Spaß, Ideenreichtum und körperlicher Anstrengung waren hier gefragt. Bekannte Übungen wie „das Spinnennetz“, aber auch extravagante und adrenalinreiche Übungen, wie eine Seilbrücke über einen Weiher zu bauen waren Inhalt des zweitägigen Seminars.

Die angehenden Jugend- und Heimerzieher haben ein großes Maß an Teamwork bewiesen und eine positive Rückmeldung gegeben. Außerdem haben sie gezeigt, dass man auch mit einer kleinen Gruppe (8 Personen) eine Menge erreichen kann.

Sie mussten auf alles vorbereitet sein, sowohl auf verschiedene Wetterlagen als auch auf einen Tauchgang in einem kleinen See. Die betroffene Schülerin äußerte sich jedoch positiv und sah dies als Erfrischung an einem heißen, sonnenreichen Tag.

Ein wichtiges Lernziel war es, über seinen eigenen Schatten zu springen und an Mut zu wachsen. Alles in allem waren die zwei intensiven Tage sowohl spaßig und spannend als auch lehrreich und erfahrungserweiternd.

Inga Schnettler

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Spanisch-Schülerinnen literarisch aktiv

Die Schülerinnen der Klasse ZG2 beschäftigen sich im Spanisch-Unterricht bei Sr. Prescha gerade mit einer Anthologie namhafter zeitgenössischer Autoren, die "vivir en tiempos difíciles" - das Leben in schwierigen Zeiten - beleuchten.

Die Kurzgeschichten beschreiben die Spaltung der spanischen Gesellschaft während der 2. Republik, das Grauen des spanischen Bürgerkriegs und der Francozeit, aber sie zeichnen auch die Kraft der Liebe und der Solidarität nach.

"Un ruido extraño" von Juan Eduardo Zúñiga schildert minutiös das Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges durch eine gewöhnliche und zufällige Begebenheit, in einer Atmosphäre von großer Spannung und Angst: Ein Soldat hört in einem verlassenen Haus merkwürdige Geräusche und geht ihnen nach ...

Zúñigas Geschichte überlässt das Ende der Fantasie seiner Leser und genau die haben die Schülerinnen spielen lassen. Auf Spanisch haben sie ein Ende der Geschichte getextet. 

So verschieden wie die Schülerinnen der ZG2 sind auch ihre Plots: Der Krieg, der Familien trennt und durch ein Zufall wiedervereint, der Sohn, der die Mutter wiederfindet, das Wiedersehen eines desertierten Freundes, eine weiße Blume inmitten von Zerstörung, der Obdachloser, der sich in der Hoffnung auf etwas Essbares ins schleicht, der Soldat, der eine Hündin und ihre Welpen vom sicheren Tod rettet, die Tränen der Freude eines Soldaten, der nicht glauben kann, seine geliebte Clara wiedergefunden zu haben, der Kämpfer, der seine tote Frau Lucia findet und die gemeinsame Tochter Pili doch noch kennenlernen kann.

Neugierig? Hier sind die literarischen Beiträge der Schülerinnen zu lesen.

 

Auf dem Bild: Rebecca Schlenker, Verena Königsberger, Veronica Volz, Annalena Resack, Larissa Markus, Felicitas Binz, Julia Häußermann, Sarah
Egbuche, Evelyn Benz und Fiona Oehler waren im Spanisch-Unterricht bei Sr. Prescha (von hinten und von links) literarisch kreativ.

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Von den Zinzendorfschulen Königsfeld an die Crystal Lake South Highschool in Crystal Lake IL.

Ich habe lange davon geträumt, für ein Jahr eine amerikanische Highschool zu besuchen - und im September wurde aus diesem Traum Wirklichkeit. 

Es war ein weiter Weg bis zum Abflug: nach der langen Bewerbungsphase für ein Stipendium des Parlamentarischen Patenschaftsprogramm folgte eine Vorbereitungswoche und das Warten auf die genauen Informationen über die Familie, die Schule und den Ort, an dem man für das nächste Jahr leben wird. Für mich kamen diese Informationen zwei Wochen vor dem Abflug: mein Zielort wurde Lake in the Hills, ein Vorort von Chicago im Bundesstaat Illinois, und meine Highschool die Crystal Lake South Highschool.

Nachdem ich mich am Flughafen von meinen Eltern am verabschiedet hatte, kam die große Aufregung: Wie ist wohl der Ort, in dem ich das nächste Jahr leben werde? Werde ich in meine Familie passen? Werde ich mich an der Highschool zurechtfinden? Essen die Amerikaner wirklich so viel Fast Food? Was ist, wenn ich meinen Anschlussflug verpasse? Zum Glück lief alles gut und nach 17 Stunden traf ich meine Gastfamilie zum ersten Mal. Ich habe eine 14-jährige Schwester und einen 10-jährigen Bruder und verstehe mich super mit ihnen.

Ich bin jetzt seit etwa acht Wochen hier in Illinois und habe mich schon ziemlich gut eingelebt. Die ersten Tage musste ich mich erst mal an die Umgebung gewöhnen: alles ist größer! Die Straßen, die Autos und die Läden. Und Restaurants überall. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt!

Aber der größte Unterschied zu Deutschland ist die Schule. Es ist wie in den Filmen. Man wird morgens vom gelben Schulbus abgeholt,  jeder hat sein Schließfach im Flur. Die Klasse ist der Jahrgang, in meinem Fall Juniors (11. Klasse) und jeder hat seinen individuellen Stundenplan, je nachdem, welche Fächer er wählt. Pflicht sind Mathe, Englisch, US History und Sport. Ich hab dazu noch Französisch, Adult Living und Art & Community gewählt. Die Fächer habe ich jeden Tag in derselben Reihenfolge. Mein Lieblingsfach ist US History, weil die Amerikaner ihre eigene, total andere Sicht auf die Geschichte und den Rest der Welt haben, was echt interessant ist. 

Vor der ersten Stunde spricht die ganze Schule einen Schwur auf die amerikanische Flagge aus. Das macht jede Schule im ganzen Land. Zwischen den Unterrichts-Stunden gibt es dann wie bei uns in Deutschland 5 Minuten Pausen, in denen man aber damit beschäftigt ist, von einem Klassenzimmer zum anderen zu rennen, denn die Lehrer bleiben hier in ihren Klassenzimmer und die Schüler wechseln, da ja jeder einen anderen Stundenplan hat. Am Anfang hatte ich echt Probleme, mich zurechtzufinden. Aber zu spät kommen gibt es hier nicht, das nehmen die Lehrer hier sehr ernst.

Anders ist es mit Tests und Klassenarbeiten. Wenn man eine schlechte Note schreibt, darf man den Test so oft wiederholen, bis man mit seiner Note zufrieden ist. Dadurch ist es ziemlich einfach, gute Noten zu haben. 

Nach der Schule geht dann jeder zu diversen Club und Teamaktivitäten. In der Fall Season hab ich Tennis gespielt, und ich bin im Key Club, Math Club und French Club. 

Außerdem ist "School Spirit" hier ganz wichtig, das heißt, die Schüler sind stolz auf ihre Schule. Jeden Freitag ist "Spirit Day", da kommt jeder in den Schulfarben zur Schule. Unsere Schulfarben sind gelb und grün und unser Maskottchen ist ein "Gator" also Alligator. Auch an anderen Tagen kommen viele in Schul-T-Shirts und Schul-Sweatshirts zur Schule, es gibt eine große Auswahl, da jeder Club und jedes Team eigene T-Shirts hat. Jeder ist stolz, zur Schule zu gehören. Zu den Wettkämpfen der vielen verschiedenen Sportteams zu gehen und die "Gators" zu unterstützen ist selbstverständlich für Highschool-Schüler. 

Das erste große Highlight des Schuljahres war Homecoming. Wir hatten eine Mottowoche, freitags eine große Schülerversammlung, in der die Sportteams vorgestellt wurden, Homecomingqueen und -king gewählt wurden und eine Homecomingparade durch den Ort. Freitagabend war das Homecoming Footballgame und am Samstagabend hatten wir einen Homecomingball.

Ich kann es kaum fassen, was für ein Glück ich mit meiner Gastfamilie und Schule habe und was ich hier alles erleben darf. Die Zeit verfliegt hier blitzschnell, ich freue mich drauf, die weiteren acht Monate hier zu genießen und weiterhin davon zu berichten! 

 

Alena Strittmatter

 

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Studienfahrt der Gymnasiasten nach Berlin

Kurz vor den Sommerferien unternahmen wir, 20 Schüler der Jahrgansstufe 1, eine Studienfahrt nach Berlin. Die bunt gemischte Gruppe aus SG, WG und ZG wurde von den Lehrern Sr. Kleist und Br. Sauer begleitet.

Schwer bepackt mit Koffern und Taschen machten wir uns am Sonntag auf den Weg nach Berlin. Nach einer achtstündigen Zugfahrt erreichten wir endlich den Hauptbahnhof. Abends machten wir noch einen kleinen Spaziergang vom „Brandenburger Tor“ zum Fernsehturm „Alex“. Eine erste Gelegenheit für Fotos und Begegnungen mit echten Berlinern. Vor allem ein älterer Herr, der unsere Generation als dumpf und oberflächlich beschimpfte, aber auch eine junge Dame, die riesige Seifenblasen fabrizierte, erweckte unsere Aufmerksamkeit.

Nach der ersten Nacht in unserem Hotel stand auch schon das straffe Programm an. Eine Begehung des Holocaustdenkmals und ein Besuch im Bundestag mit historischer Führung standen an diesem sonnigen Tag an.

Am Dienstag unternahmen wir eine Fahrradtour, bei welcher wir mehr über die Geschichte Berlins sehen und hören durften. Speziell der Verlauf der Mauer stellte einen großen Teil der Führung dar. Die Verbindung von Bewegung und frischer Luft mit Lernen wurde von uns als äußerst positiv empfunden. Mittags konnten wir ein Museum unserer Wahl besuchen, wobei sich die meisten für den Zoo entschieden. Ein Teil der Gruppe besuchte an diesem Abend noch ein Kabarett.

Ein weiteres Highlight der Studienfahrt war ein Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses „Hohenschönhausen“. Die kurzweilige Führung durch das Gebäude war interessant gestaltet. Unsere Eindrücke von dort konnten wir gut verarbeiten, da der Nachmittag zur freien Verfügung stand. So konnten wir uns, je nach Bedürfnis, ausruhen oder weiter verausgaben bei Musemsbesuchen, im Aquarium oder wilden Shoppingtouren. Einige gingen an diesem Abend noch in ein „Improvisationstheater“, in welchem während der Vorstellung sehr viel gelacht wurde.

Den Donnerstagvormittag verbrachten wir in der Neuen Nationalgalerie. In der Ausstellung ‚Der geteilte Himmel‘ gab es Kunst aus Ost und West zu sehen. Hier stellte sich heraus, dass unter uns so einige Kunstbanausen weilten. Dafür war die anschließende Unterweltenführung umso interessanter. Selbst die Suche nach dem Eingang der Tunnel gestaltete sich als anspruchsvoll. Der Tunnelbau und die Nutzung der Kanalisation zur Flucht von Ost nach West waren sehr eindrücklich.

Nach einer Woche schönen Wetters, viel Programm und guter Gemeinschaft waren wir froh, als wir am Freitag wieder sitzen und uns auf der Zugreise nach Hause ausruhen konnten.

Celina Kopp

 

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Alicia Ackermann aus der 8Ra und Angelina Limberger aus der 6b wurden aus 500 Jugendlichen ausgewählt, um mit 15 weiteren Jugendlichen die Ergebnisse des Forum WorldWeWant.de dem Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und Eva Padberg zu präsentieren.

Unsere Reise nach Berlin war aufregend und sehr interessant, wir überreichten mit 15 weiteren Jungendliche die gemeinsam entwickelten Ideen und Vorstellungen zu Gerechtigkeit, Armut, Bildung, Umweltschutz und Entwicklung aus dem Forum WordWeWant.de an Dirk Niebel und Eva Padberg.

Symbolisch hatten wir einen Koffer voller Forderungen. Anschließend gab es auch eine sehr bestimmende Diskussionsrunde. Zwei von unsere Gruppe reisen im September 2013 mit zum Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York.

Unsere Botschaften fließen als Beitrag der jungen Generation in Deutschland in die Diskussionen der UN-Vollversammlung zu den Millenniumsentwicklungszielen ein - so kommt Eure Meinung auf höchster Ebene an. Die Reise nach Berlin war eine sehr wertvolle Erfahrung für uns!

Alicia Ackermann, 8Ra (zweite Reihe links) und Angelina Limberger 6b (zweite Reihe, 4. von links)

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Zwei unvergessliche Wochen in der deutschen Schülerakademie

Mit mulmigem Gefühl und mit viel Ungewissheit im Gepäck fuhr ich hin- mit neuen tollen Freunden, neuem Wissen und ganz neuen Erfahrungen und Erlebnissen kam ich wieder zuhause an. Die 14 Tage in der DSA Grovesmühle im Harz haben mich in meinem Denken stark verändert und zählen für mich zu den schönsten Dingen, die ich bisher in meinem kurzen Leben erfahren durfte.

Die Deutsche Schülerakademie (kurz: DAS) ist ein Programm zur außerschulischen Förderung junger interessierter Menschen. Sie wird jährlich in zwölf 16-tägigen Akademien durchgeführt, die an verschiedenen deutschen Standorten stattfinden. Jede Akademie besteht aus sechs Kursen mit bis zu 16 Teilnehmern. Jeder Kurs befasst sich mit einer exemplarischen Fragestellung aus der Mathematik, den Naturwissenschaften, den Geistes-und Gesellschaftswissenschaften, der Wirtschaft und vielen weiteren Themenbereichen.

Ich hatte das große Glück, beim Auswahlverfahren der DSA als Teilnehmer ausgesucht zu werden und so fuhr ich vom 2. bis 18. August 2012 in das Landschulheim Grovesmühle im Landkreis Harz.

Da auch häufig Schüler aus dem Ausland zur DSA kommen, nahm ich die 17jährige Zorka aus Ungarn eine Woche zuvor bei mir auf, damit sie sich an Deutschland gewöhnen und auf die zwei Wochen in der Akademie vorbereiten konnte. Wir hatten ziemlich viel Spaß zusammen, sie wurde für mich zu einer sehr guten Freundin. Da wir in der Akademie ein Zimmer teilten und sie auch nach den 16 Tagen noch einige Zeit bei mir zu Hause verbrachte, intensivierte sich unsere Beziehung und gegen Ende konnten wir uns nur sehr schwer voneinander trennen. Zuvor hatte ich noch keinerlei Erfahrungen mit Schüleraustauschen oder Ähnlichem gemacht, sodass auch das für mich eine sehr bereichernde und tolle Erfahrung war.

Ich nahm an dem Kurs „Embodiment- Verkörperung der Kommunikation“ teil, wobei es sich um einen sehr neuen Forschungsansatz in der Neuropsychologie handelt. Da ich das SG besuche, habe ich mich stark für dieses Wissensgebiet interessiert und lernte vieles dazu, wusste aber über einige Grundlagen auch schon Bescheid und konnte so gut Verknüpfungen zum Unterricht herstellen. Unsere Kursleiter waren zwei promovierende Psychologiestudentinnen, die total nett waren und ihr Wissen in einer angenehmen Atmosphäre an uns weitergaben.

Während der Akademie besuchten wir zwei Mal täglich eine Kurseinheit à 2-3 Stunden. Zwischendurch hatten wir Freizeit, welche wir selbst aktiv mit sog. KüAs (Kursübergreifende Angebote) gestalten konnten. Jeder der Lust und ein besonderes Talent hatte, konnte eine KüA anbieten und somit sein Können, sein Wissen oder seine Leidenschaft mit uns anderen teilen und an uns weitergeben. Ich erlebte einige mir unbekannte und sehr interessante Dinge, wie veganes Kochen, Jonglage, eine „In-die-Wolken-schauen“-KüA, Chinesisch-Unterricht, einen Tanzkurs, Didgeridoo spielen, Dreadlocks drehen, Yoga und noch viel, viel mehr. Angebote der Akademieleitung waren unter anderem ein Volleyball-Turnier, Chorarbeit oder ein Studieninformationsabend.

Innerhalb dieser zwei Wochen erlebte  ich so vieles, dass es ein gesamtes Buch füllen könnte. Das Außergewöhnliche an der DSA ist, dass sie fast ganz allein von uns Teilnehmern gestalten wurde und somit erst zu dem wurde, was die Akademie Grovesmühle 2012 so besonders machte. Wir hatten so viele Freiräume und konnten selbst kreativ werden und uns somit eine eigene kleine Ferien-Insel schaffen.

Toleranz war eines der Dinge, die für alle Teilnehmer eine große Rolle während ihres Akademieaufenthalts spielte. Niemand wurde bei uns ausgeschlossen und alle Meinungen und Ansichten wurden akzeptiert. Das beeindruckte mich und auch viele andere sehr; wohl habe ich auch gelernt, von Vorurteilen abzusehen und neue Menschen erst einmal richtig kenne zu lernen, anstatt sie verfrüht in eine gedankliche Schublade zu stecken.

Ich hatte zunächst Bedenken, ob ich meine Ferien freiwillig mit „Lernen“ verbringen wollte und war auch unsicher darüber, ob ich mich mit den Leuten gut verstehe würde. Ich wurde in jeglicher Hinsicht  positiv überrascht, ich hatte so viel Spaß und habe auch so viel Blödsinn gemacht, wie man es von einer „Akademie für Bildung und Begabung“ nicht erwarten würde. Wie gesagt, Vorurteile führen zu nichts…                                                                                                                                                               Sarah Fritschi, SG2b

Kreuzband-Riß: WM-aus für Romina Fix

 

So ein Pech für Romina Fix: Nach einem guten Saison-Start, bei dem die Deutsche Meisterin im Fahrrad-Trial ihren Vorjahres-Titel souverän verteidigt hatte, stürzte sie bei der Weltmeisterschaft in Belgien. Dabei zog sich die 17-jährige Schülerin unserer Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung einen Kreuzbandriss zu. Damit ist diese Saison für sie vorzeitig beendet.

Kurz vor den Ferien wird Romina operiert, danach ist Schonzeit angesagt, die EM in Hessen findet im Juli ohne sie statt. Dafür hat sie ihr nächstes Ziel schon vor Augen: Die WM 2013 in Südafrika. Wir wünschen  erstmal gute Besserung und drücken dann natürlich ganz fest die Daumen für die weiteren Pläne!

Datensicherheit

 

Am Mittwoch hatten wir, Schüler und Schülerinnen der Eingangsklasse WG/SG die Möglichkeit, an einem Vortrag über das Thema Datensicherheit teilzunehmen. Mit dem Motto „Datenschutz geht zur Schule“ führte Herr Heimburger vom Bundesverband der Datenschutzbeauftragten Deutschland  (BvD) mit einem Kurzfilm in das Thema der Datensicherheit ein.

Angesichts der vielen Sozialen Netzwerke und der Tatsache, dass heutzutage fast jeder Jugendliche über ein Smartphone verfügt und somit zu jedem Zeitpunkt online gehen kann, gewinnt der Datenschutz eine immer größer werdende Bedeutung.

Nach kurzer Zeit waren sich alle einig: Datenschutz ist ein Grundrecht. Wie schnell man aber seiner Rechte beraubt werden kann zeigt ein Beispiel zur Passwortsicherheit. Mit der Technik der heutigen Computer braucht ein Programm gerade mal 3,7 Millisekunden um ein 5-stelliges Passwort bestehend aus Großbuchstaben zu knacken. Wählt man zum Beispiel für seinen Facebook Account das Passwort „APFEL“, so kann ein Hacker dieses in einem Bruchteil einer Sekunde knacken. Wichtig ist also, lange Passwörter und Sonderzeichen verwenden.

Das Ziel des Vortrags war die Sensibilisierung im Umgang mit den modernen Kommunikationsmedien und dem Internet. Herr Heimburger veranschaulichte jedes Thema mit einem kurzen Film und ging auf unsere Fragen ein. Letzten Endes war der Vortrag für jeden Schüler sehr lehrreich und wir verließen den Saal mit dem Hintergedanken, dass wir Facebook, Apple & Co. vielleicht doch nicht so vertrauen sollten. 

Alexander Kohler, EKWG/a

 

 

(Kopie 1)

BeKi-Fortbildung für angehende Erzieher

 

Die Klasse 2BKSP1 von den Zinzendorfschulen in Königsfeld nahm an der BeKi-Fortbildung teil, die im Schulgebäude stattgefunden hat. Die Fortbildung war auf den Schwerpunkt „Kinder müssen essen lernen“ festgelegt.

Die Klasse wurde in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt, sodass eine Gruppe mit der Praxis und die andere mit der Theorie beginnen konnte. Außerdem ist es in Kleingruppen angenehmer und übersichtlicher zu arbeiten.

Im Theorieteil wurde größtenteils auf den Orientierungsplan eingegangen. Die Wissensvermittlung durch gut durchdachte Methoden, wie in einer Kleingruppe anhand eines Textes arbeiten, eine Kurzpräsentation von erarbeiteten Ergebnissen sowie ein Austausch von Praxiserfahrungen und –beispielen waren sehr angenehm.

Im Praxisteil wurden zur Wiederholung nochmals Grundtechniken wie zum Beispiel Schnittauflage, Schneidetechniken, die richtige Auswahl an Messern und vieles mehr gezeigt.

Methodisch wurde es uns zusätzlich an einer Clipchart verdeutlicht.

Auf Hygienemaßnahmen für uns als Erzieher und auch für die Kinder wurden wir von Schwester Helms aufmerksam gemacht.

Jede Kleingruppe bereitete anhand der Rezepte eine Speise zu. Es waren kleine, kindgerechte, nahrhafte und ästhetische Speisen. Sie waren kindlich kreativ gestaltet, wie zum Beispiel Zwergenmütze, Segelboot, Gurkenschlange sowie Zauberflocken.

Während der Zubereitung des Essens gab Sr. Helms sinnvolle und praktische Tipps. Die schön angerichteten Speisen aßen wir gemeinsam in unserer Kleingruppe, sodass jeder von allem probieren konnte.

Am Ende der Fortbildung versammelten sich nochmal alle Schüler mit Frau Kirner und Sr. Helm zu einer gemeinsamen Reflektion. Es wurde hauptsächlich positive Kritik geäußert. Die gut durchdachten Rezepte, die in der Praxis angewendet werden können, eine gute Einteilung von Praxis und Theorie sowie gut durchdachte Methoden wurden gelobt. Informationen über den Vortrag als auch die Rezepte wurden uns mitgegeben.

Zusammengefasst kann gesagt werden: Die Fortbildung hat sich gelohnt!

Selin Moosmann, Cara Dinser Schröder, Verena Bianchi, 2BKSP1

 

Zinzendorfschulen

Staatlich anerkannte Schulen
mit Internat in Trägerschaft der Herrnhuter Brüdergemeine
78126 Königsfeld im Schwarzwald

  • Allgemeinbild. Gymnasien (G8 und G9)
  • Berufliche Gymnasien (SG und WG)
  • Realschule
  • Fachschulen für Sozialpädagogik
  • Berufsfachschulen